Trennung.....

Eltern, Geschwister, Großeltern - die ganze Familie ist gefordert, wenn es um die Belange des besonderen Kindes geht. Häufig ist das Familienleben durch die besonderen Bedürfnisse von Sohn oder Tochter großen Belastungen ausgesetzt. Ein Austausch mit Familien, die auch ein besonderes Kind haben, tut gut und kann sehr hilfreich sein.

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Claudia Jo
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Trennung.....

Beitragvon Claudia Jo » 02.11.2005, 21:09

Hallo Leute, so wie es aussieht werde ich mich von Paul`s Pappa trennen müssen.Irgendwie reden wir an einander vorbei.Oder will er es nicht kapiieren,daß sein Sohn einfach anders ist. Wir streiten uns täglich über belanglosen kram.
Ich plane schon länger Paul`s Reflux operien zu lassen,weil ich denke es tut ihm nicht gut ständig den sauren Magensaft im Hals zu haben. Dabei wollte ich einen rundum schlag machen lassen. Wenn er schon mal eine Narkose brauch. Ich habe keine Lust mehr immer das gefühl zu haben ich mache alles falsch. Paul wird eh zu 85 % von mir betreut und gepflegt. Wenn ich ihn mal um was bitte, dann kommt es mir vor als müsste ich vorher einen Antrag stellen am besten in 3 facher ausführung.Ist es nicht auch sein Sohn ???
Aber ich habe ihn ja zur Welt gebracht,also bin ich daführ verantwortlich. Soll ich mir das bis zum sangt nimmerlein Tag vorhalten lassen ???
Es wird sich dadurch nicht viel ändern,ich denke es kann nur besser werden. Ich weiß mit einem besonderen Kind ist es immer eine belastungsprobe für die Partnerschaft... Was soll ich machen ??? Hattet ihr auch Probleme mit dem Partner ??? Weiß nicht wie es weitergehen soll. Es sind ja so viele Fragen offen. Wie bekomme ich eine Behinderten gerechte Wohnung die ich auch noch bezahlen kann.Wenn ich daran denke an das ausziehen wird es mir schon ganz anderster,weiß nicht wie ich es schaffen soll...
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AnjaR
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Beitragvon AnjaR » 02.11.2005, 21:42

Hallo Claudia,

ist ja nicht so schön, dass es bei Euch nicht so richtig funktioniert.
Traurig, dass Paul´s Papa Dich mit den und der Sorge(n) um Euren Kleinen alleinelässt.
Hast Du ihm denn, die Möglichkeit gegeben,sein Verhalten mal zu überdenken und ihm auch gesagt, welche Konsequenzen Du ziehen wirst, wenn sich Eure Probleme nicht beheben lassen?
Ich weiss von uns, dass die Nerven manchmal sehr angespannt sein können und es dadurch schon bei Kleinigkeiten schon zum Streit kommen kann.
Auch bei uns war ich bisher größtenteils für die Kinder "zuständig". Aber jetzt muss einfach mein Mann mehr helfen, weil ja der Große auch nicht zu kurz kommen soll und Joris einfach mehr Pflege braucht.
Da gibt es manchmal dann Reibungspunkte, aber bisher konnten wir das immer regeln. Toi,toi,toi.
Ich hoffe für Dich, dass Du im Falle der Trennung Familie und Freunde hast, die Dich unterstützen.
Und sieh es vielleicht mal so, die Energie die jetzt für´s Streiten vergeudest, kannst Du nachher Deinem Kind widmen.


LG Anja
Anja (´75), Jens (´73), Pascal Jannes (´01), Joris Michel (20.10.04)- Mischform: Dystonie/spastisch athetotische Tetraparese

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Petra Cordes
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Beitragvon Petra Cordes » 02.11.2005, 21:51

Hallo Claudia ,
ich glaube grundsätzlich , das Männer anders mit Ihren Gefühlen umgehn . Das soll aber nicht heißen das Sie keine haben . Ich hab am Anfang auch dazu geneigt alles was meinen Sohn betraf an mich zu reissen . Und ich hatte auch immer das Gefühl mein Mann will sich nicht kümmern . Aber dem war nicht so . Er brauchte einfach nur meine Hilfe . Heute nach sieben Jahren und etlichen Kämpfen sind wir uns näher als je zuvor . Er hat gelernt mit seinem Sohn unbefangen umzugehen .
Es war einer harter aber im Rückblick ein lohnender Weg .

Denkst Du nicht vielleicht nur , Du wärst allein dafür verantwortlich ??? Glaubst Du wirklich es wird besser oder nur anders . Ich wünschte Ihr könntet es gemeinsam schaffen . Ich habt ein so süßes Kind .
Egal was auch passiert , ich wünsche Euch viel Kraft und Zuversicht .

Einen lieben Gruß
Petra cordes :D
Petra ,Marco , Giuliano Down-Syndrom (5.98) ,
Thore Down-Syndrom (3.00) , Duodenalstenose,
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Beitragvon Sabine » 02.11.2005, 22:24

Hallo Claudia,

es tut mir sehr leid, dass deine Beziehung zu Pauls Vater in der Krise steckt. Seid ihr verheiratet? Wenn ja, wärst du im Falle einer Trennung zumindest finanziell einigermaßen abgesichert.
Lt. Stat. Bundesamt gehen 75 % aller Ehen, aus denen ein schwer behindertes Kind hervorgeht, in die Brüche. Du siehst, die Zahl spricht für sich...
Die Frage ist, wie eure Beziehung - unabhängig von Paul - funktioniert, sprich auf welchem Fundament sie gebaut ist. Ihr habt euch ja mal ineinander verliebt und es muss vor Pauls Geburt ja genügend Gründe für euch gegeben haben, ein Paar zu werden. Die Frage ist also, wie stark eure Beziehungsbasis ist und ob sie ein behindertes Kind tragen kann.
Wenn sich Pauls Vater nicht zu seinem Sohn bekennen kann und ein Problem mit seiner Behinderung hat, solltet ihr offen darüber reden und nach Lösungsmöglichkeiten suchen. Bei Spaziergängen mit seinem Sohn, beim Füttern und Baden kann er Paul ja besser kennenlernen und erfahren, wie er mit ihm umgehen bzw. wie er einen Zugang zu ihm finden kann. Auch hier stellt sich wieder die Frage, ob er das überhaupt will oder aber auch, ob du ihn lässt...
Ich denke, ihr solltet mal offen miteinander über euch, über Paul und über eure Beziehung reden und wie es mit euch weitergehen soll.
Das Alleinsein mit einem schwer behinderten Kind stelle ich mir sehr schwierig vor - besonders, wenn dann auch noch der familiäre Rückhalt oder Freunde, die mal aushelfen könnten, fehlen. Deshalb würde ich mir den Schritt zur Trennung genau überlegen und ihn auch rational überdenken. Und ich würde mir unabhängig von Paul die Frage stellen, ob du seinen Vater noch liebst...
Ich wünsche euch auch viel Kraft und den Mut, gemeinsam den Weg mit Paul zu gehen.

Lieben Gruß
Sabine
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Isolde
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Beitragvon Isolde » 02.11.2005, 22:44

Hallo Claudia,

ja ist sehr sehr schade, sowas zu lesen.
Ich gebe da auch Sabine in ihrem Posting völlig recht.
Es ist nicht einfach am Ende da zu stehen und den Weg alleine zu gehen.
Wenn der Rückhalt nicht von irgendjemand da ist, dann wird es schon schwer.

Ich habe vor 2 Jahren diesen Schritt ebenso gemacht.
Bevor ich ihn umsetzte habe ich mich offen damit auseinander gesetzt und mir Hilfe von außen geholt um die Stärke zu bekommen, ihn wirklich durchzuziehen.
Ich habe alles lange durchdacht - die Nachteile genauso vor Augen gehabt, wie die Vorteile.
Ich habe abgewägt, wo wäre es schlimmer zu leben - im Saarland oder in München.
Erst als ich mir sicher war - Ich gehe - habe ich angefangen Schritt für Schritt in die Wege zu leiten und zu planen, dabei aber immer das Gespräch zu meinem Mann behalten, denn er ist am Ende trotzdem der Vater des Kindes.
Dass wir auseinander gegangen sind hatte zur zu 50% mit Jonathan zu tun. Die restlichen 50% hingen an anderen Dingen. Ich weiß, dass mein Mann Jonathan sehr sehr liebt, aber er hat es nicht verkraftet, dass er so ist wie er ist und das lähmt ihn zu handeln.
Und trotzdem ist er der Vater und soll eben dann so Vater sein, wie er es sein möchte, wie es ihm in seiner heutigen Krankheit möglich ist.

Wir sind getrennt, denken aber nicht an Scheidung erstmal.
Die räumliche Trennung ist so weit voneinander entfernt, dass jeder für sich leben kann und muss.
Ich denke, ich habe für alle Seiten den goldenen Mittelweg gefunden, kann auch ins Saarland kommen, hier im Haus wohnen, gemeinsam am Frühstückstisch sitzen und alles in relativer Ruhe für das Kind, das nichts kann für diese Krisensituation.

Ich möchte Dir nur Mut hiermit machen - überlege es Dir gut, so wie Sabine es auch schrieb. Vielleicht ist Eure Liebe ohne Paul doch noch stark genug, dass ihr nur zu einer Beratungsstelle gehen müsstet und doch eine gemeinsame Basis findet könnt.
Und sollte es nicht so sein - dann mach trotzdem nichts auf die Schnelle.
Du musst Dir genau überlegen, wie Du alles organisiert bekommen möchtest.
Ich habe 2 Jahre auf ALLES verzichtet für mein Kind, habe aber auch gelernt mir Hilfe zu suchen und zu äußern dass ich Grenzen habe.

Es hat sich heute für mich gelohnt - der Weg den ich ging, der ist okay und aus der Entfernung kann ich mit den Problemen die meinen Mann betreffen besser umgehen.

Ich wünsche Dir ganz viel Mut für den richtigen Weg,
manchmal ist der einfach geglaubtere Weg nicht der richtigere.
Ich drücke Euch die Daumen für einen gemeinsamen Weg, zumindest erstmal ein Versuch mit außenstehender Hilfe einer Beratungsstelle.

Einen lieben Gruß - Isolde
„Ich habe den lieben Gott in manchen Kneipen besser kennengelernt als in manchem Bibelkreis.“ Rainer Maria Schießler, Pfarrer in München St. Maximilian

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Andrea P.
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Beitragvon Andrea P. » 02.11.2005, 22:46

Hallo Claudia,

ich wollte dir fast genau die gleichen Fragen stellen wie Sabine. Nämlich wie es mit eurer Beziehung aussieht unabhangig von Paul? Ob ihr euch liebt? Oder du ihn liebst?

Ich wünsche dir auch, dass ihr noch einen gemeinsamen Weg findet.

LG

Andrea
Andrea mit Lena (12.09.01) aus Ungarn. muskul. Hypotonie, Entwicklungs- und Sprachverzögerung, Wahrnehmungsstörung

anette

Beitragvon anette » 02.11.2005, 23:06

Hallo,

ich habe auch einen Sohn namens Paul (3). Der ist extrem entwicklungsverzögert und vielleicht folgen demnächst noch schlimmere Diagnose (Schlaf-EEG steht an) . Ich habe deswegen auch Probleme mit meinem Partner. Im Streit habe ich in letzter Zeit auch oft gesagt "wir sollten uns trennen". Um das zu vermeiden, hat mir eine Ärztin im SPZ eine Art Paartherapie bei dem dortigen Psychologen verschrieben, zweimal waren wir schon da. Auch wir haben das Problem: der Vater will es nicht wahrhaben, während ich an nichts anderes mehr denke, ich bin von Angst getrieben, mein Sohn ist seit einem Jahr nur noch das Thema, meine Persönlichkeit hat sich dadurch total verändert.
Also : auf jeden Fall würde ich Euch vor der Trennung empfehlen, es wenigstens einmal mit so einer Sitzung bei einem Psychologen zu probieren. Ich habe mich jedenfalls nach beiden Malen besser gefühlt. Zwischen Euch sitzt eine neutrale Person, ihr könnt Eure Standpunkte erklären.
Und bevor Du Dich trennst: Überlege Dir, dass es noch schwerer ist, diese Bürde allein zu schultern. Heute habe ich beim Laternenumzug der Frühförderung mit einer Alleinerziehenden gesprochen, die ebenfalls ein entwicklungsverzögertes Kind hat. Auch sie hat jetzt psychologische Hilfe in Anspruch genommen - sie muss vollzeit arbeiten und hat permanent ein schlechtes Gewissen ihrem Kind gegenüber, hat zudem mit verständnislosen Kolleginnen zu kämpfen - okay, ein negatives Beispiel, aber weißt Du sicher, dass Du allein stärker bist?
Gruss
Anette

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Markus
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Beitragvon Markus » 03.11.2005, 00:58

Hallo Claudia,

der 2. Satz Deines Postings trifft, glaube ich, den Kern. "Irgendwie reden wir aneinander vorbei". Ich sage es Dir jetzt mal aus meiner Erfahrung. Meine Gattin und ich kennen uns seit 20 Jahren, wir sind seit fast 13 Jahren verheiratet und seit 8 Jahren Eltern. Wir haben mittlerweile 3 Kinder, unsere Älteste hat die Behinderung. Unsere Partnerschaft hat sicher nicht unter dem Handicap unserer Tochter gelitten, nein da haben wir uns nur besser kennengelernt, wie bei jedem Kind übrigens auch. Eine Partnerschaft zerbricht nicht an einem behinderten Kind, sie zerbricht, meines Erachtens, mangels Beachtung und Respekt dem Partner gegenüber. Ein Partner, der die Behinderung des Kindes nicht akzeptiert ist kein Partner. Das Grösste, dass einer Partnerschaft entspringen kann ist ein Kind, oder mehrere. Bevor Du Psychologen konsultierst, gehe mal tief in Dich und denke daran, wenn Du Dein Kind liebst, dann wirst Du Deinen Weg finden, ob mit oder ohne Partner.
Es gibt übrigens auch Väter, denen es genau so geht wie Dir, die aber das Problem haben könnten, ihre Kinder im Falle einer Trennung, nie, ausser finanziell unterstützen zu dürfen.


Liebe Grüsse

Markus
Auch eine Enttäuschung, wenn sie nur gründlich und endgültig ist, bedeutet einen Schritt vorwärts.
Max Planck (23.04.1858 - 04.10.1947)

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Beitragvon Ela74 » 03.11.2005, 09:25

Hallo Claudia,

das "aneinander vorbei reden" war bei uns auch ein riesen Problem, bzw. ist es teilweise organisatorisch auch heute noch. Ich habe mich nach Marvins Geburt auch mit dem Kind allein gelassen gefühlt. Ich mußte auch jede noch so kurze Zeit in der ich mal seine Hilfe brauchte vorher lang und deutlich ankündigen, sonst war er einfach nicht da und selbst, wenn ein bestimmter Zeitpunkt verabredet war, war es absolute Glücksache, daß er dann auch wirklich da war. Ich denke aber wir hätten unsere Probleme auch bei jedem gesunden Kind bekommen, nur wahrscheinlich nicht so ausgeprägt, denn mit einem gesunden kind hätte er mehr anfangen können.
Ich leb nun schon eine ganze Weile in einer merkwürdigen, für die meisten wohl undenkbaren Konstellation. Mein Mann und ich, wir haben uns vor gut 3 Jahren getrennt. Da er zu dem Zeitpunkt aber Schüler war, hätte er nie im Leben Unterhalt für mich oder die Kinder zahlen können. Also haben wir uns fürs Erste geeinigt, er durfte bei uns wohnen bleiben, so daß ich wenigstens meinen Job nachts machen konnte und mir nicht das Geld auch noch durch die Lappen ging. Interesse an den Kindern (betont beide Kinder) hat er in der ersten Zeit aber überhaupt nicht verstärkt gezeigt. Irgendwann hatten wir beide neue Partner. Während ich an den Wochenenden die Kinder dann mit zu meinem neuen Freund (auch alleinerziehender Vater) genommen habe, ist er allein losgezogen. Das erste Jahr kam nicht ein einziges mal der Wunsch :"Laß sie mal hier, damit ich auch mal was mit ihnen unternehmen kann"
Später hat sich das dann irgendwann so eingeschlichen, daß wir doch hin und wieder im Interesse der Kinder etwas zusammen unternommen haben. Ganz klar dabei ist: Als Paar sind wir deffinitiv gescheitert! aber Eltern sind wir trotzdem und was eigentlich nur als Übergang gedacht war, besteht in dieser Form immernoch. Wir leben nach wie vor alle in einem Haus, jedes zweite Wochenende seile ich mich von samstag abend an ab und er kümmert sich allein um die Kinder, wir können beide arbeiten gehen und niemand muß nur zahlen. Nach wie vor ist es aber schon so, daß ich die überwiegende Zeit mit den Kindern verbringe, insbesondere mit Marvin um den er sich dann wirklich nur diese 24 Std an den Wochenenden kümmert oder wenn er grad mal zufällig Zeit und Lust dazu hat :? Für meine Kinder scheint es so okay zu sein, bzw. der Kleine kennt es ja kaum anders, der hat abends bevor er ins Bett geht zwei Wünsche: sowohl meinen Freund wie auch den Papa anrufen und beiden gute nacht sagen, bevor er friedlich einschlummert.
Im Interesse meines Freundes und auch dessen Kinder, die schon den Wunsch äussern, daß wir mal eine richtige Familie werden, denke ich aber schon, daß wir diese Form nicht mehr sehr lang aufrecht erhalten werden. Bisher hat es sich aber für alle Seiten positiv gezeigt.
Ich denke aber auch, bevor du dich Trennen willst, hör mal tief in dich rein, ob du es wirklich willst, oder ob du nur ein bißchen mehr Unterstützung suchst und dann versuche mal eine Situation herzustellen, in der Du mit ihm reden kannst, ohne, daß er gleich ausweicht. Hat bei manchen Paaren schon Wunder gewirkt :wink:
LG
Ela
Ela (Bj.74) mit Marvin (09/97, CP, geistige Behinderung, fehlende Sprache, Epilepsie, Neurodermitis) und Felix (10/01 ADS?, Neurodermitis) und Gordian Andrin 10/09 und Aurelian 8/11

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ehemalige Userin

Beitragvon ehemalige Userin » 03.11.2005, 10:44

Hallo Claudia,
ich habe auch erlebt, dass sich Partnerschaftsprobleme verstärken, wenn noch eine zusätzliche Belastung (behindertes Kind) hinzutritt. Ich kenne auch das Gefühl, dass ich über den Tag verteilt viel mehr leiste/ leisten muss als mein Mann - egal, wer von uns gerade in Elternzeit ist.
Aber ich sage jetzt auch mal, dass ich den Eindruck habe, dass Du zwar frustriert bist im Moment, aber vielleicht doch noch nicht "reif" für eine Trennung. Es ist ja schwer, aufgrund so eines kurzen Postings etwas zu raten - aber vielleicht stabilisiert sich die Lage noch. Das kostet auf jeden Fall Arbeit - aber die Trennung ja auch.
Tja, leider kommt oft alles zusammen im Leben. Lass hier gerne Dampf ab!
Gruß
Vera


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