Trennung.....

Eltern, Geschwister, Großeltern - die ganze Familie ist gefordert, wenn es um die Belange des besonderen Kindes geht. Häufig ist das Familienleben durch die besonderen Bedürfnisse von Sohn oder Tochter großen Belastungen ausgesetzt. Ein Austausch mit Familien, die auch ein besonderes Kind haben, tut gut und kann sehr hilfreich sein.

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ehem. User

Beitragvon ehem. User » 07.11.2005, 17:09

Hallo Claudia,

wie wäre es mit einer Art Paartherapie?

Meine Ehe ging in die Brüche, als unsere Zwillinge noch kein Jahr alt waren und wie ich später erfuhr, war mein Gatte nach der Trennung auch ganz schnell weggezogen.

Damals war es für die Kinder und mich eine sehr schöne Zeit, als ich dann mit ihnen allein war. Eine große Erleichterung und ich konnte mich besser auf sie konzentrieren.

Dir kann aber niemand eigentlich einen Rat geben. Ich finde, ihr müsst das als Paar ganz "allein" rausfinden. Damit meine ich, dass man sich nicht immer auf Freunde verlassen kann, wirklich. Ich hatte einen langjährigen "Freund", der mir immer nur zur Trennung geraten hat und sich daran ergötzte, dass sich unsere Beziehung zur Katastrophe auswuchs. Nur weil sich sein Schwager das Leben genommen und seine Schwester seitdem mit den Kindern allen war, mit dem Mann ihrer besten Freundin ein Verhältnis hatte und und und. Als in meinem vorher gut organisierten Leben zu großen Schwierigkeiten kam, hat dieser "Freund" das sehr ausgekostet und auch alle immer schön informiert mit Details, die ich ihm besser nicht erzählt hätte.

Von daher würde ich nur auf meinen Bauch und wirklich gute Beratungspersonen hören, bei Psychologen fragen, ob sie Paartherapie machen oder zu staatlichen Beratungsstellen gehen.

Also, wenn ich das lese, DU hast das Kind bekommen, also mach mal...
Da kommt mir auch der Kaffee hoch, vielleicht kann ihm eine unabhängige Beratungsperson mal was dazu sagen. Dort könnt ihr über eure Gefühle und Enttäuschungen reden und man findet auch heraus, wie ihr euch unterstützen könnt, statt euch gegenseitig das Leben noch schwerer zu machen.

Alles Gute und liebe Grüße

Karin

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Sandra ...
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Beitragvon Sandra ... » 15.11.2005, 21:25

Hallo Claudia!

Einerseitz ist kann ich mir kein besseren Vater als ihn für Paul vorstellen.

Ich denke in erster Linie solltest DU Dir darüber klar werden,ob Du mit ihm alt werden willst,ob Du ihn noch liebst...
Vielleicht weiß er gar nicht wie sehr er Dich mit seinen Sprüchen verletzt,rede mit ihm.Wenn Du noch was für ihn empfindest,dann versucht doch eine Beratungsstelle.
Überlastet fühle ich mich auch oft,auch an mir bleibt die Hauptarbeit kleben!Doch ich liebe meinen Mann und würde mich deshalb nicht von ihm trennen.
Hast Du schon mal über eine Mutter-Kind-Kur nachgedacht?Du hättest mal Abstand zu den häusl.Problemen und zu Deinem Mann,Zeit für Dich selber,Zeit zum Nachdenken und erholen,...vielleicht würde es helfen,Dir über Deine Gefühle klar zu werden

Sandra

Chelly

Beitragvon Chelly » 16.11.2005, 15:28

Hallo Claudia,

Dein Mann bleibt doch trotzdem auch weiterhin Pauls Vater, auch wenn Ihr Euch trennt. Das eine hat ja mit dem anderen nichts zu tun.

Gruß
Chelly :D

Kunigunde123
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Trennung

Beitragvon Kunigunde123 » 05.12.2005, 11:38

Hallo,
ja man hört es oft und die stistischen Zahlen sprechen wohl für sich und eine Trennung ist manchmal besser für alle.
Aber es ist auch so. daß jeder Mensch besondders Männer mit dem Gefühl ein besonderes Kind zu haben sich viel schwerer tun. Wir Frauen stecken mi der Hauptverantwortung am meisten drin u sind vom naturel in sowas oft belastbarer. Wir hatten es im Freundeskreis, daß nach einem gesunden ein Down Kind geboren wurde. Das dauerte bestimmt über ein Jahr, bis der Mann damit klar kam. Oft können Männer nicht die Gefühle äußern , wir Frauen im Vergleich sind eher redsam. Auch wenn ein Kind stirbt u die Ehe hat es geschafft, stellt sich oft für die Frau nach Jahren heraus, daß der Mann auch geliitenn hat wie sie, obwohl es nicht den Anschein für sie hatte. Die Männer verkriechen sich oft und schweigen und stürtznen sich in die Arbeit um zu vergessen oder verdrängen.
Das soll keine Entschuldigung für ihr Verhalten sein, aber doch eine Erklärung und proffesionelle Hilfe für neutrale Vermittlung hilft wunder und lohnt sich bevor man die Flinte ins Korn wirft.
Viel Erfolg
ex Frühchen, EEG nach Lennox Gastaut, therapiefraktäre Epi. mit Statusneigung, ,SLC9A6c.603+3A>c:p? Neue
Variante, hypergonadotophen Hypogonadismus, dyskinetische CP, Athetose, erworbene Hüftdysplasie, non verbal, Button, immer wieder lebensbedrohliche Situationen gemeistert u PT mit FAS

Sabine_T
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Beitragvon Sabine_T » 21.01.2006, 17:52

Hallo,

ich habe gerade mal wieder etwas Zeit gehabt in diesem Forum zu lesen.
Auch mein Mann hat sich von uns getrennt. Nach fast 15 Jahren Ehe, ganz plötzlich.
Jetzt leben wir seit 6 Monaten alleine und ich kann es immer noch nicht verstehen.
Es ging alles so schnell, und ich dachte immer wir führen eine gute Ehe. Natürlich gab es auch bei uns Probleme, aber irgendwie dachte ich immer wir meistern das alles. Mein Mann hat sich auch lieb um Kevin gekümmert, auch wenn ich schon immer den Eindruck hatte er hat ihn nie so richtig akzeptiert, er hat dies aber nie zugegeben.
Ja und vor einem halben Jahr ist er ausgezogen zu seiner neuen, inzwischen ist sie schon schwanger von ihm und das schlimmste für mich ist, er will von mir und den Kindern nichts mehr wissen. Wenn er die Kinder mal nehmen soll, sagt er die Termine meist kurzfristig wieder ab. In dem halben Jahr hat er seine Kinder 3 mal übers Wochenende gehabt. Jetzt ist gerade mal wieder so ein Wochenende und ich warte nur auf den Anruf, das er die Kinder wegen irgendwelchen Problemen wieder abgeben will. Ich habe fast den Eindruck er will den Kontakt ganz abbrechen, neulich hat er schon gesagt, wenn das Baby da ist zieht er mindestens 100 km von uns weg.

Wenn ich ihn wegen irgendwelchen Problemen anrufe, sagt er immer nur er kann es nicht mehr hören, er hat jetzt die letzten 13 Jahre nur von Problemen mit den Kindern gehört, er will jetzt damit nichts mehr zu tun haben.

Leider hänge ich immer noch an ihm und mir tut es auch für unsere Kinder sehr leid sie leiden auch sehr unter der ganzen Entwicklung und auch ich stehe immer noch total neben mir.

Danke fürs zuhören!
Ich war gerade so traurig und musste mich Irgendjemanden mitteilen, leider sind in den 15 Jahren Ehe bei mir kaum mehr Freundinnen zum Reden übriggeblieben.

Liebe Grüße Sabine
Sabine mit Kevin *1994 Down Syndrom und Daniel, *1992 abgeklungene Depression, nichtorganische Harninkontinenz, seit 2015 ASS Diagnose (Asperger) .
seit 07/05 alleinerziehende Mutter

Chelly

Beitragvon Chelly » 21.01.2006, 18:03

Hallo Sabine,
laß Dich ersmal lieb drücken, wenn ich darf. Kann mir gut vorstellen, wie mies Du Dich fühlst. Mir ging es anfangs genauso. Bin auch geschieden, und mein Ex kümmert sich nicht um seinen Sohn, Aber ich will jetzt nciht von mir reden. Ich kann gut verstehen, daß Du neben Dir stehst. Das Verhalten von Deinem Ex ist echt zum Kotzen. Auch wenn er sich von Dir getrennt hat, so sollte er sich doch um die Kinder kümmern.
Zwar ersetzt REHAkids keine wirklichen Freunde, aber es hilft über so manche schwere Stunde hinweg. Du kannst Dich hier ruhig aussprechen. Hier wirst Du immer ein offenes Ohr finden. Gehe doch auch mal in den Tread "Alleinerziehend-wer noch" Da sind ne Menge Single Mamas.
Ich sehe grade, daß Dein Sohn auch Kevin heißt. Genauso wie meiner. Er ist 14 Jahre alt.
Gruß von
Chelly :D

Sabine_T
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Beitragvon Sabine_T » 21.01.2006, 22:21

Hallo Chelly,

ganz lieben Dank für deine Zeilen. Es geht mir schon wieder etwas besser.
Es ist halt alles sehr schwer für uns und manchmal fehlt mir die Kraft so sehr.

Danke für den Tipp mit den anderen Thread hab ich auch schon reingelesen. Dachte nur der hier passt etwas mehr zu meinen aktuellen Problemen.

Ganz liebe Grüße von Kevins Mama an Kevins Mama.

Ist doch ein schöner Name!

Sabine

beatriz
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Beitragvon beatriz » 22.01.2006, 11:36

hallo Sabine ,,,
Das ist ja nun echt mißt ,,so plötzlich die Trennung und dann dieses Dessinteresse,,,tut mir leid für Dich aber natürlich auch besonders für die Kinder...Wie war es denn bei Euch in der Ehe ?hat er sich denn da mehr gekümmert ?oder hat er da schon alle Verantwortung usw an Dich abgegeben...
Wenn er wirklich nichts mehr von den Kindern wissen will und weg zieht ,dann versuche das beste daraus zu machen und ihn auf irgendeine Art zu vergessen ,ich meine damit das ich es besser fände das er dann ganz raus ist als ab und zu mal ein Wochenende ohne ihn können die Kinder damit vielleicht besser abschliessen anstatt ihn ab und an mal zu sehen und zu merken ach ja Papa will uns ja eh nicht ,, Ich weiss das es ein scheiss Gedanke ist und man schon möchte das der Vater am Leben teil nimmt aber ich glaube er hat sich schon entschieden welches Leben ihn wohl mehr gefallen würde ,,,aber glaube mir dann wird die neue von ihm auch nicht so das Glück mit ihm haben ,,neues Kind ,,wieder Probleme mit dem Kind ,,also weiss ich garnicht was er sich vorstellt ,es gibt immer mal ein Problem hier und da wenn man Kinder hat ,,,,,,Und im entdefekt wird sich sein Leben wiederholen nur mit einer anderen Frau und nem anderen ´Kind.....
Wenn deine Kids alt genug sind kannst Du sie ja aufklären wie es war usw,sie können ja dann selber sehen ob sie ihn besuchen wollen und ob ihnen überhaubt dann noch was an ihm liegt und wenn sie älter sind können sie das mit ihren Augen sehen und entscheiden ..........
Ich wünsche dir alles gute und das es bald einen Weg für Dich gibt und Du bald mit allem gut zurecht kommst ...Sorry wenn ich vielleicht ein wenig verwirrt geschrieben habe ,ich hoffe Du verstehst ein wenig was ich meine ,,,,
Bis bald mal wieder
Lieben Gruß beatriz &Kids
Beatriz alleinerziehend mit SohnChris Andre 17 Jahre Sturge Weber Syndrom.//Diskrete Aortenklappeninsufizienz bei biscupiden klappen .
Und Sohn Niklas 14 jahre alt.Auditive Wahrnehmungsstörung mit Verarbeitungsstörung./ADHS/Enthesitis-assoziierte juvenile idiopatische arthritis

Nicole&Kevin
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Beitragvon Nicole&Kevin » 22.01.2006, 13:18

Hallo zusammen!

Bei den Worten von Markus ist viel Wahrheit dran.

Denn er schrieb:

Eine Partnerschaft zerbricht nicht an einem behinderten Kind, sie zerbricht, meines Erachtens, mangels Beachtung und Respekt dem Partner gegenüber. Ein Partner, der die Behinderung des Kindes nicht akzeptiert ist kein Partner. Das Grösste, dass einer Partnerschaft entspringen kann ist ein Kind, oder mehrere. Bevor Du Psychologen konsultierst, gehe mal tief in Dich und denke daran, wenn Du Dein Kind liebst, dann wirst Du Deinen Weg finden, ob mit oder ohne Partner.

Wahnsinn es ist wie ein wach rütteln! Denn man muß auch sehen, daß die Partnerschaft nicht auf der Strecke bleibt und nicht einfach nur Tag für Tag funktionieren.

Wenn wir uns mal wegen etwas belanglosem streiten, dann werde ich an Markus Worte denken.


Liebe Grüße

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Sabine_T
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Beitragvon Sabine_T » 22.01.2006, 21:58

Hallo,

ich danke euch allen für die lieben Zeilen. Ich habe an dem Wochenende endlich mal Zeit gehabt über die Situation nachzudenken und denke natürlich haben wir beide Elternteile Fehler gemacht. Trotzdem ist das Verhalten von meinem Mann nicht zu entschulden und gerade wir, die verlassen wurden haben darunter zu leiden. Mein Mann hat sich alles sehr einfach gemacht, alles hinter sich zu lassen und mein Großer spürt das Desinteresse an ihm und seinem Bruder. Kevin hat sich einfach das Wochenende gefreut mal wieder bei seinem Vater zu sein und ich von mir aus möchte zumindestens Kevin nicht dieser Illusion berauben und den Kontakt ganz abbrechen.
Ich weiß nicht was noch kommt. Mein Großer und ich wir sind sehr traurig, ich glaube es wird keine Vereinigung der Familie mehr geben, schon alleine wegen dem neuen Baby und mich hat alles so verletzt, dass ich das glaube ich auch nicht mehr will.

Es grüßt euch alle Sabine


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