Ein Geschwisterchen basteln?

Eltern, Geschwister, Großeltern - die ganze Familie ist gefordert, wenn es um die Belange des besonderen Kindes geht. Häufig ist das Familienleben durch die besonderen Bedürfnisse von Sohn oder Tochter großen Belastungen ausgesetzt. Ein Austausch mit Familien, die auch ein besonderes Kind haben, tut gut und kann sehr hilfreich sein.

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*Katrin*
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Ein Geschwisterchen basteln?

Beitragvon *Katrin* » 18.04.2010, 23:28

Naja, wie oben schon geschrieben, sind wir am überlegen, ob wir unsere Familie vergrößern wollen. Als ich schwanger war, war eigentlich schon klar, dass wir da nicht so viel Zeit vergehen lassen wollen, bis ein Geschwisterchen kommt. Aber mein Sohn ist ja nicht ganz gesund, ist relativ stark Entwicklungsverzögert, und wir wissen nicht was noch kommt (Epilepsieverdacht, laufen?) da sind natürlich immer wieder die Sorgen: Ist der kleine noch zu jung? Würde das Baby zu kurz kommen, oder dann der große Bruder? Könnte ich es überhaupt schaffen?
Was wenn es wieder ein Frühchen wird? überleb ich das? :cry:
Zwei Wickelkinder? Geht das?
Was, wenn ich wieder ins Krankenhaus muss wegen Vorwehen? evtl über mehrere Wochen? Wo bleibt mein Sonnenschein?
Nicht zu vergessen: Ich habe höllische Angst, dass es wieder ein Kaiserschnitt wird. Hatte einen ohne Vollnarkose, und dabei die totale Panik bekommen, dass die mich dann doch ganz schnell haben schlafen lassen. (Not-KS, und erst 5 min vorher meinen Mann angerufen, war dann natürlich erst danach da)
Sorry, schreib zu viel. :oops:

Wie lange habt ihr euch Zeit gelassen, bis ihr euch an ein Geschwisterchen gewagt habt?

lg
Katrin
Söhnchen, *Dez`08, 29. SSW, Shuntversorgter Hydrocephalus nach IV.-gradiger IVH, Cerebri Media-Infarkt, Autist, stolzes Schulkind

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ehemalige Userin

Beitragvon ehemalige Userin » 19.04.2010, 08:04

Hallo Katrin,

Diese Fragen hatten wir auch!

Bei uns standen die Diagnosen zwar, doch es kommt immer wieder was neues dazu.

Ist der kleine noch zu jung

Unsere sind 2 Jahre auseinander und lernen nun auch viel gegenseitig.

Würde das Baby zu kurz kommen, oder dann der große Bruder?

Klar muss die Mama sich die Zeit anders einteilen, doch auch das geht!

Könnte ich es überhaupt schaffen

Wo ein Wille, da auch ein Weg

Was wenn es wieder ein Frühchen wird?

Ok, mit der 29.SSW war dein Sohn noch einiges ehr dran wie unsere. Weiß man den Grund der Frühgeburt?? Könnte man da was stoppen??
Wir haben 4 Frühchen :wink:

überleb ich das

Kinder geben einem so viel zurück!

Zwei Wickelkinder? Geht das?

Mit einer sehr großen Mülltonne schon :wink: Wir hatten ja zwei mal 2 Wickelkinder :wink: Das ist echt nicht so schlimm!

Was, wenn ich wieder ins Krankenhaus muss wegen Vorwehen? evtl über mehrere Wochen? Wo bleibt mein Sonnenschein?

Könnte der Papa Urlaub nehmen?? Oma?? Anspruch auf eine HHH hättest du, doch das ist nicht immer einfach.

Die Endscheidung kann dir keiner abnehmen. Wir sind sehr froh, damit wir uns ganz bewusst nach unserem besonderen Kind (Lenny) nochmals für ein Baby entschieden haben.

Was bei uns auch einfacher war, war der Transport. Ich gehe davon aus, damit euer Sohn nicht oder noch nicht gut laufen kann. Wenn er noch klein ist, würde er mit einem Geschwisterchen in einen Zwillingswagen passen. Später ist es dann schwieriger.

LG Bianca

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Beitragvon ehemalige Userin » 19.04.2010, 08:06

Hallo!

Wir wussten damals noch nicht was uns erwartet mit Nina als ich schon mit Mads sschwanger war.Die beiden sind 17 Monate auseinander.
Ich kann Deine Sorgen gut verstehen,denn ich frage mich heute noch ob ich überhaupt schwanger geworden wäre wenn wir gewusst hätten was mit Nina noch auf uns zu kommt.
Ja,das zweite Kind kommt definitiv zu kurz und die Gardwanderung zwischen dem gesunden und dem kranken Kind ist die Hölle.Ich weis noch wie oft ich den Lütten hab brüllen lassen müssen weil die Große an mit hing.Dennoch hat sie gelernt dasda dann auchnoch ihr kleiner Bruder war und hat ihn dann auch irgendwann geliebt.
Zwei Wickelkinder zu haben ist auch nicht so ganz ohne.Hab ich ja selner zu Hause und ich kann Dir sagen,wenn Du ne 80 L Restmülltonne hast....das wird knapp!Aber es ist doch ganz lustig dann beide Kids auf der Wickelkommode zu haben oder jetzt wo sie älter sind sich beide helfen mit Händchenhlten oder auch halt mir helfen(Windel holen und Feuchttücher reichen).

Wenn wir gewusst hätten was Nina noch für Überraschen mit sich bringt(ohne Diagnose,gerade wieder undefinierbare Krampfanfälle)hätten es Mads nicht gegeben.Da binich ganz ehrlich.Denn noch muss ich abschließend sagen,so sehr das alles auch anstengend ist und Mads doch sehr oft einstecken muss,ich bin froh ihn zu haben.Denn ohne ihn wäre Nina längst nicht soweit wie sie jetzt ist.Sie lernt von ihrem kleinen Bruder und das ist schön.

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Ellert
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Beitragvon Ellert » 19.04.2010, 08:07

huhu

ich muss Dir gestehen, ich würde noch etwas warten,
wegen des Kaiserschnittes und weil vermutlich jeder Monat Älterwerden von Söhnchen das Ganze erleichtert.

KLAR es geht mit zwei Wickelkindern
ist ja bei normale Geschwistern auch oft so.
Wa sich problematisch fand war das Tragen.
Ich sollte Ellert nich ttragen
aber wie sollte das im Altag klappen
zu den Therapien, in den Kindergarten, zum Arzt, rein und raus, Treppen rauf und runter, zum Baden und und und
Ich lag in der Klinik wieder vorab und hatte keinen für Ellert
Haushaltshilfe zahlen wir in der PKV auch privat...

Ich hatte gewartet mit Neele, bis Ellert in den Kindergarten kam, das erleichterte viel. ( und wir hatten ja noch zwei Mädels schon dazu *ggg*

Geschwisterwagen war kaum das Problem
ich hatte Neele-Baby immer im Tragetuch
Menscen sind Traglinge und praktischer was dazu
später dann einen zwillingsjogger den wir umgaubaut hatten
als Ellert den Rollstuhl bekam konnte Neele schon laufen !
DAGMAR mit
Ellert 24.SSW &
3 fitten Schwestern
www.mini-ellert.de

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Beitragvon majonie » 19.04.2010, 08:10

auch wenn meine vorschreiberinnen sehr positiv sind- ich würde noch etwas warten... nicht wegen den diagnosen- sondern einfach weil ich finde das es dann für dich leichter wäre. ein kurzer altersabstand ist - ich schwöre! :wink: - keine garantie für gegenseitiges lernen und gutes verstehen, seuftz.... ich fand die zeit mit mehreren wickelkindern einfach nur anstrengend :oops: ideal waren bei uns drei jahre dazwischen- dann geht das größere kinde meist ein paar stunden in eine einrichtung und es ist etwas raum fürs baby. ich meine, du hast dann nicht nur die arzttermine für den großen- sondern auch die ganzen entwicklungstests etc. beim kleinen.
Liebe Grüße, Michaela

"Ja, ich lebe in meiner eigenen Welt. Das ist okay, da bin ich wer!"

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Beitragvon Sabine » 19.04.2010, 08:19

Hallo,

wie alt bist du denn? Wenn du um die 40 bist, hast du natürlich nicht mehr alle Zeit der Welt. Ich war damals 34 als ich mit dem zweiten Kind schwanger wurde. JP war damals 2,5 Jahre alt und ging noch während meiner Schwangerschaft in den Kiga. Das war auch dann als Timmi da war eine große Erleichterung. Ich finde es auch bei zwei normal entwickelten Kindern, die kurz hintereinander kommen, super anstrengend, wenn das ältere Kind noch keine Einrichtung besucht und auch den ganzen Tag zu Hause ist. Da kann man sich als Mutter (oder Vater oder Betreuer) schon fast zerreißen, um jedem Kind gerecht zu werden. Das wäre mir zu stressig.
Mit zwei Wickelkindern bin ich immer gut zurecht gekommen, das war kein Problem.
Inzwischen habe ich die Beobachtung gemacht, dass ein größerer Altersabstand sogar oft besser fürs Geschwisterklima ist als ein kleiner. Meistens verstehen sich Kinder mit größeren Altersabständen besser als wenn die Kinder eng beieinander sind und sich oft nur als Rivalen erkennen und kaum zusammen spielen. Das betrifft insbesondere (normal entwickelte) Jungs, die weniger als zwei Jahre auseinander sind.
Letzten Endes entscheidet aber sich dein Alter darüber, wie lange du dir noch Zeit lassen kannst.

LG
Sabine
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Beitragvon dieAnja » 19.04.2010, 08:27

Hallo Katrin,

wir sind in der gleichen Situation, wir haben mit Till eine ganz ähnliche Geschichte hinter uns. Wir sehen aber immer öfter, wie positiv Till auf Kinder reagiert; auf ganz kleine, aber auch auf Größere. Ein Geschwisterchen wäre so toll für uns alle! Auch ich habe große Angst vor einer weiteren Frühgeburt, vor Komplikationen usw. Aber ich denke, später würde ich bereuen, keinen weiteren Versuch gewagt zu haben. Das heißt: es wird "gebastelt"!

Viele Grüße
Anja
Till, geb 03/2008, ehem. Frühgeb. der 26 SSW, Hydrozephalus, Versorgung mit VP-Shunt, blind, komplexe Entwicklungsstörung, Epilepsie

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Beitragvon Anna-Katharina » 19.04.2010, 08:34

Hallo *Katrin*,
Die Entscheidung kann dir letztlich keiner abnehmen.
Aber ich möchte dir kurz von uns schreiben.
Meine großen sind 2,3 Jahre auseinander.
Wobei mein Ältester ein extrem Frühchen (24 SSW. )war.
Wenn du zuverlässig jemand hast der sich um dein großes Kind kümmern kann geht es ,ansonsten kann es streßig werden.
Sie haben von einander gelernt,aber nichts desto trotz mußte der 2 oft zurück stecken.
Was ihn wiederum schneller werden lies in der Entwicklung.
Aber ich mußte immer 2Kinder mit schleppen zu Krankengymnastik ect.
Was ohne Hilfe echt anstrengend werden kann.
Mein großer war auch Notkaiserschnitt,meine anderen 2 Normal.
Der Abstand zum Jüngsten beträgt 7und 5 Jahre.
Was zwar einiges leichter macht,aber der Abstand schon wieder fast zu groß ist als das sie richtig was miteinander Anfangen können.
Also was das richtige ist ist schwer zu sagen,am besten geht ihr nach eurem Gefühl.
Liebe Grüße Anna-Katharina
Kids:98,2001,2006.+91+98
A-K.21.06-19.11.91(Frühchen.28SSW.890gr.38cm)
L-C.03.03.98 (19.SSW.)
S.1975
M. 1998Extrem Frühchchen(24SSW.730gr.33cm)
D.2001 Nephrotisches Syndrom (Gesund)ADHS
J.2006Epilepsie(Anfallsfrei),Autismus,Erste2Jahre Schlafapnoe.
Bevor du einen Menschen beurteilst,gehe drei Monde in seinen Mokassins.
Indianische Weisheit.

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Beitragvon Ela74 » 19.04.2010, 08:36

Hallo Katrin,

ich wollte damals auch keinen großen Altersunterschied haben. Es hat dann aber nicht geklappt und wurden schließlich 4 Jahre. Rückblickend war das okay. So war der große einen Teil des Tages im Kiga. Waren beide da, war es Stress pur.
Mittlerweile bin ich mit 12 Jahren Altersunterschied wieder bei 2 Windelträgern und eigentlich ist es jetzt noch viel relaxter als damals...aber einfach nur weil mein Kind ruhiger geworden ist.
Nachteil jetzt....ich bin nicht in der Lage beide gleichzeitig anzuheben oder zu tragen. Wenn mein großer sich also in Sitzstreik begibt, was er häufig tut, wenn ihm etwas nicht zusagt, muß ich den kleinen erstmal irgendwo ablegen. Das ging beim ersten Geschwisterchen noch. Also ein wenig graut mir schon davor, wenn der Zwerg anfängt zu laufen und dann vermutlich auch in eine andere Richtung will als ich.

LG Ela
Ela (Bj.74) mit Marvin (09/97, CP, geistige Behinderung, fehlende Sprache, Epilepsie, Neurodermitis) und Felix (10/01 ADS?, Neurodermitis) und Gordian Andrin 10/09 und Aurelian 8/11

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anneba
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Beitragvon anneba » 19.04.2010, 09:42

Hallo Katrin,

ich bin in einer ganz ähnlichen Situation wie du. Wir haben uns einige Kriterien gesetzt wie z.B. dass Marina einen Kita-Platz sicher haben muss und wir unseren Umzug über die Bühne gebracht bekommen. Gut, bei mir könnte man sagen, dass ich ja noch jung bin und noch Zeit habe. Allerdings frage ich mich, ob ich, wenn ich noch warte, die Kraft dazu habe. Außerdem haben wir bei uns die Situation, dass Marina Trubel und vor allem andere Kinder total mag. Ein Geschwisterchen würde ihr daher sehr gut tun, uns natürlich auch. Es ist ja nicht gesagt, dass es sofort und ohne Probleme klappt. Wir wollen keinen allzu großen Abstand. Finde es aber schön, die Erfahrungen anderer zu lesen, um zu wissen was auf einen zukommen wird oder kann.

Lieben Gruß,

Anne
Anne mit Daniel, Marina (11/08) - Zerebralparese (GMFCS Level V), Mikrozephalie, symptomatisch fokale Epilepsie, Schwerhörigkeit, Sehbehinderung, Laktoseintoleranz, Hüftluxation bds., PEG - Benjamin (05/11) - sprachentwicklungsverzögert und Tabea (07/13)


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