Fahrtkostenerstattung zum Sanitätshaus durch KK

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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MerleLukes
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Fahrtkostenerstattung zum Sanitätshaus durch KK

Beitragvon MerleLukes » 18.03.2010, 15:56

Hallo!
Weiß hier zufällig jemand ob die KK auch die Fahrtkosten zum Sanitätshaus erstatten muss.
Fahrtkosten zu Therapien und Ärzten bekommen wir.
Es wurde abgelehnt weil sie nicht medizinisch notwendig sind und es keine ärztlich Behandlung sei.
Vielen Dank Mandy
Einander zu schreiben ist der Versuch, ein Sternenfunkeln aus Worten in das Herz eines anderen Menschen zu schicken

Mandy (1982) & Dominik (1981) mit Merle Sophie (2004 )HB & Lukes Michel (2006) starke Entwicklungsretadierung, schwere therapieresistente Epilepsie, V.a.Impfschaden nach 6-Fach Impfung

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Sinale
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Beitragvon Sinale » 18.03.2010, 16:46

Hallo Mandy,

nach folgenden Krankentransportrichtlinien ist es tatsächlich so, wie die KK dir schreibt:

http://www.g-ba.de/downloads/62-492-74/ ... -12-21.pdf

Es ist möglich, daß das Sanitätshaus Hausbesuche macht, hierfür bekommt das Sanitätshaus eine Fahrtkostenpauschale von der KK bezahlt.

LG
Sinale
Viele Grüße
Sinale

Diagnose: Tetraspastik
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Bea F.
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Beitragvon Bea F. » 18.03.2010, 16:48

Hallo,

normalerweise kommt doch das Sanitätshaus zu Dir ? So kenne ich das zumindest.

Wenn Du ein Hilfsmittel brauchst, dann kommt doch das Sanitätshaus zur Anpassung zu Dir und nicht umgekehrt, das gehört zu deren Dienstleistungen.

l.G.
Bea
Nando 93, Dario 97 nach Unfall 2001 hypoxische Hirnschädigung mit Tetraspastik, Button seit 2001 und verschiedene kleine Baustellen, Nevio 97 und Leya 2005.... und natürlich Bea , Bj. 63 :-)

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Beitragvon ehemalige Userin » 18.03.2010, 17:28

Wenn Du ein Hilfsmittel brauchst, dann kommt doch das Sanitätshaus zur Anpassung zu Dir und nicht umgekehrt, das gehört zu deren Dienstleistungen.

Hallo,
also zu uns kommt auch niemand ins Haus. wäre auch schwierig. Denn für Orthesen fahren wir 300 km. Ansonsten werden Reparaturen , z.B. am Rolli in der Schule erledigt. Dort ist einmal wöchentlich ein Orthopädiemechaniker vor Ort. :D

Die Fahrkosten werden von manchen KK getragen und von manchen auch nicht. Es kommt wohl auf die KK an.

Bea F.
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Beitragvon Bea F. » 18.03.2010, 18:55

Hallo Gaby,

waaasss ? 300 km für Orthesen ? Wohnt ihr etwa am Ende der Welt ? Das hab ich ja noch nie gehört :shock: Unglaublich ! Okay, für Orthesen oder Schuhe bin ich auch zum Techniker gefahren, der ist aber im gleichen Haus wie unser Neurologe, von daher nicht so ein Aufwand. Aber ansonsten kommt für Reparaturen unser Sanitätshaus zu uns. Wir haben auch in der Schule die Mäglichkeit, da ist auch ein ansässiges Sanitätshaus vor Ort und schaut nach den Hilfsmitteln. Jedoch mag ich nicht da von einem anderen Sanitätshaus reinpfuschen lassen, wenn Veränderungen notwendig sind, denn unser " Versorger " kennt meinen Sohn seit Jahren und ist zudem gelernter Physiotherapeut und weiss, worauf es ankommt.
Aber 300 km sind schon heftig, allein der Zeitaufwand ! Da hätte ich echt keine Lust und auch keine Zeit für :o

l.G:
Bea
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ehemalige Userin

Beitragvon ehemalige Userin » 18.03.2010, 19:23

waaasss ? 300 km für Orthesen ? Wohnt ihr etwa am Ende der Welt ? Das hab ich ja noch nie gehört

Hallo Bea,
was bist Du eigentlich so? Ich lasse die Orthesen direkt in Zusamenarbeit mit der Orthopädischen Kinderklinik machen. Nein so eine gibt es in unserer Stadt nicht. Und einen Spezialisten der Orthopädie/ Orthopädietechnik für Kinder haben wir auch nicht. Nun, es ist eben eine Fachklinik. Die nächstgeklegene. Es gibt Leute, die fliegen mit dem Flugzeug dorthin. Auch wenn es für Dich unglaublich klingt. :wink:
Aber 300 km sind schon heftig, allein der Zeitaufwand ! Da hätte ich echt keine Lust und auch keine Zeit für


Da fragt halt Keiner. Wir wollen das Beste für unser Kind. Und dort haben wir die Möglichkeit, das Beste zu bekommen. :wink:

Wenn Du hier im Forum liest, dann wirst Du merken, dass 300 km noch "wenig" sind. Es gibt Etliche, die haben einen weiteren Weg.

Bea F.
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Beitragvon Bea F. » 18.03.2010, 19:35

Hallo Gaby,

da magst Du ja recht haben, vielleicht bin ich auch in dieser Hinsicht verwöhnt, weil ich alles so ziemlich nah habe .... natürlich wollen wir alle das Beste für unsere Kinder :D
Allerdings stelle ich mir solche weiten Wege ein wenig schwierig vor, da ich ja neben meinem besondern Sohn noch 3 weitere Kinder habe, das ist dann nicht immer einfach zu organisieren, vor allem nicht, wenn man allein erziehend ist :D

l.G:
Bea
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Beitragvon Isigirl » 18.03.2010, 19:49

Hi,

zur Entfernung der Sanihäuser:

Da ich von zwei verschiedenen Sanihäusern versorgt werde, habe ich auch zwei verschiedene "Systeme".
Das eine ist einfach 200 km weg, wo ich hinfahren muss und beim anderen kommt der Techniiker ins Haus.

Zu den Fahrtkosten:

Ich habe es bisher noch nicht versucht zu beantragen, da ich auch hier denke, dass nur der Fahrtweg zum
nächstgelegenen Sanihaus bezahlt wird. Wie bei allen anderen Sachen halt auch. Da gäbe es zwar genug,
aber alle mit hundsmisserablen Versorgungen.
Liebe Grüße Kerstin :D
* 1985 spastische Tetraparese und Autistin
Rollifahrerin und von Beruf Justizfachwirtin
Trainerin von inklusiven Rollisportgruppen
selbständige Tier- und Reittherapeutin

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Beitragvon Karin+Kathrin » 18.03.2010, 20:30

Hallo,

wir haben den SBA mit dem "H" und bekommen auch die Fahrtkosten zum Sanihaus von der KK (TK) erstattet. Das SPZ bescheinigt auf einem Vordruck der Kasse, dass die Fahrten dahin erforderlich sind und dass das Sanihaus das nächstmögliche geeignete ist.

LG Karin
Mit: Christian geb: 1989,32.SSW,900g,32cm,ADHS, Asperger-Syndrom, Anorexia nervosa, + Kathrin geb.: 2002,31.SSW, 1010g,38cm, Hemiparese re. n. Hirnblutung

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Re: Fahrtkostenerstattung zum Sanitätshaus durch KK

Beitragvon claudia christiane » 21.03.2019, 09:16

Guten Morgen, ich greife diesen alten Beitrag einfach mal auf, weil dieses Problem ja immer wieder aktuell wird.

Auch mein Kind fährt seit über 10 Jahren über 600km zur orthopädischen Kinderklink, die KK hatte erst abgelehnt und nach Klage die Einigung mit mir getroffen, dass wir die längere Autobahn Strecke selbst fahren und mit 0,20€/km erstattet bekommen.

Inzwischen hat eine Niederlassung des Orthopädietechnik Unternehmens in Berlin aufgemacht:
- Anfangs wurden die Fahrtkosten zu dieser BER Filiale übernommen,
- später stand per Einzellfall, auf den Bewilligungsbescheiden und
- ganz später rief mich ein Mitarbeiter der KK an, die Kosten werden gar nicht übernommen, da die Richtilinien... UND DER ORTHOPÄDIETECHNIKER MUSS NACH HAUSE KOMMEN, SO SIND DIE VERTRÄGE
= also Anruf Geschäftsführung des Orthopädietechnik Unternehmens, welche mir versicherte, dass die Verträge so nicht sind.
= Sachlicher Widerspruch formuliert, der KK Mitarbeiter möge dem Inhaber Prof. XXX doch vorschlagen einen LKW anzuschaffen, welcher sich durch die Innenstädte quelt und mit all dem notwendige Maschinenpark, Werkzeugen, Gifträumen, Duschen, WC... ausgestattet ist, denn der Inhaber freut sich immer über Vorschläge zur Gewinnmaximierung ;-)

Fazit nach 14 Tagen Bearbeitungszeit:
Fahrten werden wieder zur Niederlassung (nicht (!) per Einzelfall) und auch zum 600km entfernten Stammsitz der Firma übernommen (per Einzellfall!).

Ich hoffe Euch damit ein paar Anregungen für Eure zukünftige Widersprüche gegeben zu haben, es lohnt sich immer zu kämpfen!
Bitte nehmt die Arbeit um die Widersprüche nicht persönlich, sondern als Herausforderung, die Arbeit geht einem immer leichter von der Hand, die Widersprüche werden auch immer professioneller und können sogar Spaß machen!
herzlich Claudia
es grüßt herzlich
claudia

1,80 m großes, pupertierendes Goldstück: hörgeräte, hirnfehlbildung m. verlust d. marklageranteile u.d. thalamus ... . lernblockaden, aktivitäts-, aufmerksamkeitsstörung, lordose, platt-, senk- spitzfuß, hüftdysplasie, hemiparetische diplegie mit dynamic walk orthese und einlage, US-oschiene nachts, silikonhandschiene..


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