Grundsicherung (SGB XII)

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

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conny1965
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Beitragvon conny1965 » 15.11.2010, 15:05

Hallo Angela, sofern Ihr Grisu beantragt wird die Miete anteilmäßig auf Euch alle aufgeteilt, sprich er bekommt die Miete vom Amt, die Hausrat und Haftpflicht wird erst nach der Ausbildung geteilt so hat mir das meine Bearbeiterin auf dem Sozialamt gesagt
Gruß Conny

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KathrinS
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Beitragvon KathrinS » 15.11.2010, 15:23

Hallo Angela,

ich denke, man möchte Euer Vermögen überprüfen.
Eric dürfte 2600 € haben und ein Elternteil nicht höher als 100000 €.
Um dabei "sicher zu gehen" fordern sie meistens pauschal alles ab, auch wenn es unrealistisch ist. Wie hoch Euer Vermögen tatsächlich ist,
wollen sie ausrechnen an Hand der Nachweise (auch eventueller Rückkaufswert)

LG Kathrin
Sohn mit Diagnose frühkindlicher Autismus

angela
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Beitragvon angela » 15.11.2010, 15:36

Hallo ihr zwei,

Danke für eure Antworten. :wink:

@Kathrin
ich denke, man möchte Euer Vermögen überprüfen.

da dürfen sie überhaupt nicht ran! Sie dürfen nur Erics Vermögen einsehen.

LG - Angela
P.S. Habt ihr all die geforderten Unterlagen vorgelegt? Ich find es immer unsinnig denen Sachen zu geben, die sie von Rechts wegen nix angehen. :?
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Helena*
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Beitragvon Helena* » 15.11.2010, 16:39

Hallo Angela,
sie wollen sicher sehen , an wen das Kindergeld ausgezahlt wird. Geht es an euch, ist es euer Einkommen, auch wenn einige Sozialämter nun versuchen Abzweigungsanträge zu stellen.

Wenn das Kindergeld an euren Sohn direkt ausbezahlt würde wäre es sein Einkommen und würde angerechnet.

Du kannst auch mal in diesen Thread hineinschauen vom Intakt-Forum, da geht es um diese Problematik gerade hoch her (ab Seite 2):
http://www.intakt.info/forum/showthread.php?t=7847

LG, helena

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Beitragvon SophiaR » 16.11.2010, 01:40

KathrinS hat geschrieben:Hallo Angela,

ich denke, man möchte Euer Vermögen überprüfen.
Eric dürfte 2600 € haben und ein Elternteil nicht höher als 100000 €.
Um dabei "sicher zu gehen" fordern sie meistens pauschal alles ab, auch wenn es unrealistisch ist. Wie hoch Euer Vermögen tatsächlich ist,
wollen sie ausrechnen an Hand der Nachweise (auch eventueller Rückkaufswert)

LG Kathrin


Wenn ich das richtig verstanden habe, geht es bei den Eltern aber nicht um Vermögen, sondern um Einkommen.
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Beitragvon Kaja » 16.11.2010, 09:12

Hallo Angela,

die Regelung dazu steht in § 43 Absatz 2 SGB XII

http://bundesrecht.juris.de/sgb_12/__43.html

Unterhaltsansprüche der Leistungsberechtigten gegenüber ihren Kindern und Eltern bleiben unberücksichtigt, sofern deren jährliches Gesamteinkommen im Sinne des § 16 des Vierten Buches unter einem Betrag von 100.000 Euro liegt. Es wird vermutet, dass das Einkommen der Unterhaltspflichtigen nach Satz 1 die dort genannte Grenze nicht überschreitet. Zur Widerlegung der Vermutung nach Satz 2 kann der zuständige Träger der Sozialhilfe von den Leistungsberechtigten Angaben verlangen, die Rückschlüsse auf die Einkommensverhältnisse der Unterhaltspflichtigen nach Satz 1 zulassen. Liegen im Einzelfall hinreichende Anhaltspunkte für ein Überschreiten der in Satz 1 genannten Einkommensgrenze vor, sind die Kinder oder Eltern der Leistungsberechtigten gegenüber dem Träger der Sozialhilfe verpflichtet, über ihre Einkommensverhältnisse Auskunft zu geben, soweit die Durchführung dieses Buches es erfordert. Die Pflicht zur Auskunft umfasst die Verpflichtung, auf Verlangen des Trägers der Sozialhilfe Beweisurkunden vorzulegen oder ihrer Vorlage zuzustimmen.

Das Sozialamt darf nur Unterlagen anfordern, die Rückschlüsse darauf zulassen, dass ihr ein Einkommen von mehr als 100.000 € habt. Lasst euch dafür am besten von der Versicherung bestätigen, dass eure bestehenden Versicherungen keinen Rückkaufwert von mindestens 100.000 € haben - dann ist dem Gesetz Genüge getan.

Viele Grüße Kaja

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Beitragvon SophiaR » 16.11.2010, 12:12

Hallo zusammen,

ich muss jetzt doch noch einmal ganz dumm nachfragen:

Der Rückkaufswert einer Lebensversicherung ist doch Vermögen und nicht Einkommen?
Vermögen der Eltern (und Kinder) des Antragstellers bleibt aber unberücksichtigt, oder stehe ich da jetzt irgendwie auf dem Schlauch?

VG, Sonja
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Beitragvon angela » 16.12.2010, 14:48

Hallo,

ich dachte es geht einfach weiter, wenn der Antrag erstmal auf dem Amt liegt. :roll:

Haben heute Post von denen, in dem um eine Schweigepflichtsentbindung gebeten wird. Die RV soll wohl prüfen, ob mein Sohn längerfristig zum Kreis der Berechtigten gehört. Soweit so gut.
Auf diesem "Antrag" :roll: zur Schweigepflichtsentbindung steht das der Antragsteller selbst unterschreiben soll. Niemand anderes.
Ich ruf die SB an, sage das mein Sohn nicht schreiben kann und was wir nun tun sollen. Tja - sie kann ja nix dafür (ihre Aussage) - nee, is klar. Frei gedeutet: Dann wird es nicht bearbeitet :shock: .

Ich glaub ich ruf die RV an und frage dort nach... :roll:

Antragsgeschädigte Grüße - Angela
P.S. Am Dienstag gab ich die letzten Unterlagen rein, außer die Betreuersache (kommt erst noch ein Richter zu uns) - kann sie da nicht gleich sowas sagen?
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Beitragvon Sinale » 16.12.2010, 15:09

Hallo Angela,

ein Tipp von mir: Schreibe an die Stelle der notwendigen Unterschrift: "des Schreibens unkundig", gesetzliche Vertretung: Deine Unterschrift.

Die Antragsbearbeitung darf deshalb nicht verweigert werden!

LG
Sinale
Viele Grüße
Sinale

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Beitragvon angela » 16.12.2010, 15:42

Hallo Sinale,

Danke! So hab ich das jetzt auch gemacht.
Die RV meinte auch nur das ich unterschreiben soll und dazu vermerken das Eric nicht schreiben kann (allerdings fragte sie ob die Schreibunkundigkeit irgendwo vermerkt wäre auf einem amtlichen Papier - nein-ist es natürlich nicht).
Und da er noch 17 ist müßte das Amt das akzeptieren. Denn WIR sind noch Erziehungsberechtigte.

Oh Mann, warum wird das alles so kompliziert. :roll:

LG - Angela
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