Abgetrieben!

Hier könnt ihr Gedichte, Texte und kleine Geschichten zum Thema "besonderes Kind" einstellen und darüber dikutieren.

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dagmar neo frea
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Beitragvon dagmar neo frea » 05.12.2010, 07:23

hallo norbert

du kannst aber auch einen gott konstruieren,der menschenopfer fordert,behinderung für strafe erklärt.........

das steht ja auch jedem selber frei,was er sich da konstruiert.


ich bin im übrigen sicher,das manch rentner lieber seinen dackel rettet,als ein lautes ungebärdiges ,freches kind.

vielleicht läßt er mit sich reden,wenn das kind ein rosaplüschkleid an hat und nix anderes macht als kußhänchen in die runde zu werfen :lol:
Dagmar *1962,Robert *1965,Frea Jakobine *1985, T21,operierter AV- Kanal,Neo Leander*2004, HFA

http://www.institut-fuer-menschenrechte ... rpd_de.pdf
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NorbertMN
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Beitragvon NorbertMN » 05.12.2010, 08:12

Hallo Dagmar,

dagmar neo frea hat geschrieben:du kannst aber auch einen gott konstruieren,der menschenopfer fordert,behinderung für strafe erklärt.........


Könnte ich, tu ich aber nicht.

dagmar neo frea hat geschrieben:das steht ja auch jedem selber frei,was er sich da konstruiert.


Ja, aber für mich ist mein Konstrukt deshalb nicht relativ. Sonst würde ich es ja nicht Gott nennen.

dagmar neo frea hat geschrieben:ich bin im übrigen sicher,das manch rentner lieber seinen dackel rettet,als ein lautes ungebärdiges ,freches kind.


Eben. Und? Sollen wir ihm das durchgehen lassen? Und wenn nein, warum nicht? Das ist die Frage, um die es hier geht.

Gruß,
Norbert
Vater von Lorenz, Jg. 1994, frühkindlicher Autismus mit schwerer bis schwerster geistiger Behinderung. Tochter Jg. 88, berufstätig und außer Haus

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Beitragvon dagmar neo frea » 05.12.2010, 08:28

norbert,er landet dann im knast wegen unterlassener hilfeleistung.
wenn jeder seinen trieben diesbezüglich folgen würde,gäbs mord und totschlag.
so ,mit gesetzen gibt weniger mord und totschlag :lol:
l.g.
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Beitragvon NorbertMN » 05.12.2010, 08:30

Hallo Anita,

anitaworks hat geschrieben:
NorbertMN hat geschrieben:Ich glaube, das ist nicht der Punkt. Wenn man die Menschenwürde begründen möchte, kommt man, fürchte ich, ohne Gott nicht aus.


Ich weiß nicht wirklich, ob das so ist.

Die großen Glaubensbücher (Altes Testament, Neues Testament, Koran) sind doch zum großen Teil "geschichtliche Werke". Die 10 Gebote sind doch "Gesetzestexte" in ihrer kürzesten Form. Der Glaube an etwas "höheres" entstand doch aus der "Unerklärlichkeit" vieler heute gut durch die Wissenschaft erklärbaren Phänomene.


Das denke ich auch. Aber wenn ich sage, dass ich ohne einen Gott nicht auskomme, dann "kaufe" ich damit ja nicht gleich eine komplette Religion ein.

Wobei ich vor diesen alten Religionen den größten Respekt habe. Ich denke: Darin steckt die Weisheit einer Epoche, als die Menschen noch nicht systematisch philosophiert haben. Es sind viele wertvolle Informationen darin, nur teilweise mit einem veralteten Programm abgespeichert, das wir heute nicht mehr verstehen. Die "Dateien" haben ganz viel Inhalt, den wir kaum noch lesen können.

anitaworks hat geschrieben:Menschenwürde resultiert für mich auch aus dem Verstand, einem Sozialen Verstand heraus.

Dieser wird heute aber durch wissenschaftliche Machbarkeit und wirtschaftliche Gier überschattet.


Deshalb möchte ich diesen "sozialen Verstand" ja aus der freien Konkurrenz mit "wissenschftlicher Machbarkeit" und "wirtschaftlicher Gier" herausnehmen und absolut stellen. Für das Absolute, Unvergleichliche und Unveräußerliche gibt es nun mal das Wort "Gott". Man kann es natürlich auch anders nennen, produziert dann aber vielleicht Missverständnisse.

Gruß,
Norbert
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Beitragvon dagmar neo frea » 05.12.2010, 08:45

norbert

wie willst du einen gott absolut nennen,wenn sich jeder mensch einen eigenen ausdenkt?

l.g.
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Beitragvon Gisi » 05.12.2010, 10:23

dagmar neo frea hat geschrieben:norbert,er landet dann im knast wegen unterlassener hilfeleistung.
wenn jeder seinen trieben diesbezüglich folgen würde,gäbs mord und totschlag.
so ,mit gesetzen gibt weniger mord und totschlag :lol:
l.g.

Guten Morgen,

nur mal so am Rande. Ich schreibe neuerdings noch in einen Katzenforum. Dort kam in einem Thread die Frage auf wem man im zweifel retten würden (z.B. bei einen Brand).
Einige würden die Katzen retten, die Menschen könnten sich schließlich selbst retten.
Das waren ein paar sehr rigorose Meinungen. Soll hier auch nicht audiskutiert werden.
Allerdings waren alle die das sagten (glaube ich) unter 25 Jahre.

LG
Gisi
Sabine mit Fenja 6/98
und Nina 10/01 frühkindlicher Autismus, seit Juni 2009 in einer Wohngruppe
Das Gegenteil von "gut" ist "gut gemeint"!

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Beitragvon ehemalige Userin » 05.12.2010, 19:00

wie willst du einen gott absolut nennen,wenn sich jeder mensch einen eigenen ausdenkt?


Hallo Dagmar,

das ist doch eigentlich egal, welchen Namen oder welche Form oder wie auch immer..................Der Glaube versetzt ganz einfach Berge. Und irgendwie glaubt jeder zu mindest ein bisschen auf seine Weise. Meist dann, wenn die Verzweiflung groß ist.........

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Beitragvon dagmar neo frea » 06.12.2010, 06:32

hallo gaby

norbert hatte geschrieben:

Für das Absolute, Unvergleichliche und Unveräußerliche gibt es nun mal das Wort "Gott


wenn in indien die absolute religiöse vorstellung herrscht,mädchen sind müll,kann man die ruhig veräußerlichen.


ich wollte jetzt aber noch mal kurz auf angelas posting mit der trauerarbeit und der imagination des wunschkindes eingehen.

ich hab grade in anettes link noch mal zur trauerarbeit nachgelesen,und das ist auch noch mal das modell der trauerphasen von schuchhard drinne.

die frage,die sich mir stellt ist,ob so ein modell (ich weiß nicht wie alt es ist) noch relevant ist,wenn man von einem inklusiven menschenbild ausgeht,das davon ausgeht das behinderung in der gesellschaft von vornherein dazugehört und nicht als besonderheit ausgegrenzt wird.

nur mal jetzt so nachgedacht.

http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic74407.html

l.g.
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Beitragvon RenateT » 06.12.2010, 07:28

ich wollte jetzt aber noch mal kurz auf angelas posting mit der trauerarbeit und der imagination des wunschkindes eingehen.

Dagmar, mir feht grad der Zusammenhang. Worum geht's?

Renate
Mutter von drei nichtbehinderten Kindern und von Tikvah: schwere Entwicklungsstörung des Gehirns, Epilepsie, frühzeitige Pubertät

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Beitragvon Isolde » 06.12.2010, 07:53

NorbertMN hat geschrieben:Aber wie gesagt: Ich möchte nicht sagen "Du bist Fundamentalistin", sondern lieber: "Was du da sagst, ist fundamentalistisch."


Hallo Norbert,

sorry, ich kam nicht mehr am Wochenende dazu auf diese Dinge einzugehen,
und möchte mich auch gar nicht mehr lange darüber auslassen,

denn:
"fundamentalistisch" ist ja mittlerweile so negativ geprägt, dass Du es sicher auch nicht positiv betrachtet wenn Du das Wort nennst.

Aber - ich möchte Dir nur sagen, dass Deine zweite Formulierung nichts ändert gegenüber der 1. Formulierung.
In dem Du sagst "was Du sagst" - greifst Du an und stellst eine Behauptung auf, die Du als Tatsache bewertest.

Du kannst höchstens sagen: "Ich bin der Meinung dass ...... "
Du müsstest mich dann schon kennen wenn Du sagst: "Was Du sagst ..."
Aber wir kennen uns nicht,
insofern könntest Du höchstens vermuten, es könnte so sein.

Ich möchte Dir aber nur noch sagen - mit meinem Christsein bin ich keineswegs fundamentalistisch (was darunter negativ verstanden werden will),
denn ich denke über die Dinge nach und entscheide dann, und das in jeder Situation neu.
Ich habe höchstens ein Fundament das mir den Rücken stärkt und aus dem heraus ich begründen kann wie ich die Dinge sehe.
Und um dieses Fundament bin ich froh und dankbar und kenne zum Glück ganz arg viele Menschen die dieses auch haben und haben wollen.

Liebe Grüße - Isolde
„Ich habe den lieben Gott in manchen Kneipen besser kennengelernt als in manchem Bibelkreis.“ Rainer Maria Schießler, Pfarrer in München St. Maximilian

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