Abgetrieben!

Hier könnt ihr Gedichte, Texte und kleine Geschichten zum Thema "besonderes Kind" einstellen und darüber dikutieren.

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Lienchens Mama
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Beitragvon Lienchens Mama » 03.12.2010, 23:42


Ist es nicht gerade die Vielfalt der Meinungen, die charakteristisch ist für den Begriff der (Entscheidungs-) Freiheit? - Oder habe ich da etwas fundamentales :wink: übersehen?
Haben wir tatsächlich noch diese (Entscheidungs-) Freiheit ?

Wie wertvoll ist menschliches Leben? Rein wissenschaftlich ist ja noch nicht mal bewiesen, wie es entstanden ist. Dafür braucht sie Cern.
Also, wenn man sich die Entstehung nicht erklären kann, finde ich es ja fast noch wertvoller. Auch aus Sicht abseits der Bibel :wink:


LG Angela

Lienchens Mama
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Beitragvon Lienchens Mama » 03.12.2010, 23:48

Und an Respekt für die andere Meinung mangelt es hier in diesem Thread kein bisschen! Wir gehen alle anständig miteinander um, finde ich.
:D :D :D finde ich auch !.................. ( vielleicht noch ein wenig mehr Respekt, wenn ich bitten darf :lol: )

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Beitragvon anitaworks » 04.12.2010, 08:50

Hallo Angela,
ich glaube nicht, dass es auch nur einen Bauherrn gibt, der ein Haus bauen lässt, ohne Pläne, mit genauen Angaben usw.... also, ohne fertige Baupläne. Ohne die ist es noch nicht einmal möglich auch nur einen Bauantrag einzureichen, geschweige denn genehmigen zu lassen.
Du siehst, Pläne sind wichtig. Bei Häusern und in unserem Leben und überhaupt. Wer würde Geld bezahlen für ein Haus, wo er vorher nicht weiß, was hinterher bei raus kommt. Es ist wichtig zu wissen, wo das Ziel ist.
Hast du schon mal einen Wettkampf ohne Ziel gesehen? Sinnlos, oder?
Da das LEBEN Unwägbarkeiten mit sich bringt, die wir nicht einkalkulieren können, kann der "Bauplan" für das Leben auch nicht mit einem "Spitzen Bleistift" gezeichnet werden. Der bricht leicht ab!! :wink: :wink:

Wenn durch Krankheit sich die Einkommenssituation ändert, wenn ein Partner stirbt oder irgendetwas Unvorhersehbares passiert, muss man seinen Plan eben umstellen.

Und der Weg des Lebens ist nicht gerade und nicht mit "spitzem Bleistift, Zirkel und Lineal" zu zeichnen. :wink:

Und mal in die materielle Welt übertragen, so mancher genehmigte Bauplan musste, aufgrund von veränderten Verhältnissen, schon mal umgestellt, gestopppt oder aufgegeben werden. Und zu einem späteren Zeitpunkt wurde anders, an anderer Stelle weitergearbeitet. :wink:

Liebe Grüße
Anita
*1996 Sohn F84.5G (2010) HB
*1998 Tochter F84.5G (2013), Knick-Senk-Füße
*2002 Tochter F84.1G(2014), F90G (2011), HB, Hornhautverkrümmung
*2007 Sohn F84.5G, F90G, F83, HB (2012)
Hinzufallen ist keine Schande, liegen bleiben aber schon!!
#NoABA #FragtWarum

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Beitragvon anitaworks » 04.12.2010, 08:58

Hallo Angela,

Ist es nicht gerade die Vielfalt der Meinungen, die charakteristisch ist für den Begriff der (Entscheidungs-) Freiheit? - Oder habe ich da etwas fundamentales :wink: übersehen?
Haben wir tatsächlich noch diese (Entscheidungs-) Freiheit ?

Wie wertvoll ist menschliches Leben? Rein wissenschaftlich ist ja noch nicht mal bewiesen, wie es entstanden ist. Dafür braucht sie Cern.
Also, wenn man sich die Entstehung nicht erklären kann, finde ich es ja fast noch wertvoller. Auch aus Sicht abseits der Bibel :wink:
Was ist Cern? :oops: Ich kann mit diesem Begriff gar nichts anfangen. :oops: :oops:

Und Entscheidungsfreiheit,

ich bin froh, über die Vielfalt der Möglichkeiten! Und ich bin froh, noch ein selbstbestimmter Mensch zu sein, der seine Entscheidungen treffen kann.

In wieweit ich von irgendjemand "manipuliert" worden bin (Eltern, Kirche, Staat, Medizin und/oder Literatur) kann ich nicht differenzieren. Weil ich für mich den Eindruck habe, mir aus den verschiedenen Möglichkeiten eine EIGENE Meinung gebildet zu haben.

Und meine Entscheidungen sind nicht immer von der Umwelt mit offenen Armen aufgenommen worden. Aber mir war klar, dass ich für meine Entscheidungen selber gerade stehen muss.

Und das ist für mich AUCH Freiheit.

Liebe Grüße
Anita
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Beitragvon Isolde » 04.12.2010, 10:34

In wieweit ich von irgendjemand "manipuliert" worden bin (Eltern, Kirche, Staat, Medizin und/oder Literatur) kann ich nicht differenzieren. Weil ich für mich den Eindruck habe, mir aus den verschiedenen Möglichkeiten eine EIGENE Meinung gebildet zu haben.
So soll es ja auch sein,
Anita,

denn in den ersten Lebensjahren werden wir sicherlich "manipuliert" von den Menschen die uns prägen; aber wir lernen auch schon sehr früh einfach nur zu beobachten und abzuwägen, sehr früh unseren eigenen Willen zu bilden. Und am Ende müssen wir auch in der Lage sein eben all das was uns erzählt wurde abzuwägen,
um für uns selber eine ganz eigene Einstellung zum Leben zu erlangen,
egal ob es auf einem bestimmten Fundament aufgebaut ist oder völlig losgelöst ist,
was es für meine Begriffe aber nicht gibt,
es steht für mich immer etwas hintendran was uns mal gut gefallen hat und woran wir uns orientieren.

Lieben Gruß - Isolde
„Ich habe den lieben Gott in manchen Kneipen besser kennengelernt als in manchem Bibelkreis.“ Rainer Maria Schießler, Pfarrer in München St. Maximilian

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Beitragvon Gisi » 04.12.2010, 10:39

Hallo,

ich würde das Fundament lieber als Baumstamm bezeichnen. Denn von dort zweigt wahnsinnig viel ab, und wächst immer wieder neu.

LG
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und Nina 10/01 frühkindlicher Autismus, seit Juni 2009 in einer Wohngruppe
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Beitragvon Isolde » 04.12.2010, 10:40

Und an Respekt für die andere Meinung mangelt es hier in diesem Thread kein bisschen! Wir gehen alle anständig miteinander um, finde ich.
Das ist richtig Norbert,
wir gehen hier recht respektvoll miteinander um,
könnte zu ganz anderen Kontroversen kommen, war auch in anderen Threads des gleichen Themas schon so gewesen und muss hin und wieder auch mal nötig sein,

aber:
ich würde mir noch eines wünschen,
dass z.B. das Wort fundamentalistisch oder Fundamentalismus nicht mehr genannt wird,

denn es ist für diejenigen die aus irgendeinem Grund heraus sagen - für mich gibt es keine Abtreibung, Leben entsteht für mich mit der Verschmelzung von Samenzelle und Ei und wenn ich Leben beende ist es eine Tötung von Leben weil Herzschlag nunmal vorhanden ist,
für diejenigen die solch eine Ansicht vertreten, die völlig legitim ist, ist es schon eine "Beleidigung" ständig in diese Ecke des Fundamentalisten gedrängt zu werden,
sobald man sagt, man ist Christ und handele aus dieser Sichtweise als Christ heraus.

Deshalb habe ich mit Dir diesen Begriff versucht zu erörtern, denn im Grunde müsste ich es umgekehrt auch sagen für diejenigen die eben diese andere, für mich unvorstellbare Sichtweise vertreten, die auch radikal ist und für mich keinen Respekt vor Leben darstellt.

Vielleicht können wir uns da einigen in diesem Thread und in all den anderen die sich um dieses brisante Thema Abtreibung oder Sterbehilfe dreht,
dass jeder aus anderen Beweggründen heraus argumentiert, die in keinster Weise fundamentalistisch sind,
denn hier in diesem Thread würde ich von keinem User sagen dass er diese Ansätze hat,
auch wenn er klar für das Leben argumentiert mit all den Konsequenzen die es mit sich bringt.

Liebe Grüße - Isolde
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Beitragvon NorbertMN » 04.12.2010, 12:51

Halli Isolde,

mit respektvoll meine ich nicht, dass wir einander nicht hart in der Sache widersprechen sollten. Das müssen wir, sonst hätte die Diskussion ja keinen Sinn, und wir könnten uns gleich darauf einigen, dass jeder eben seine Meinung hat.

Der Begriff "fundamentalistisch" gibt gut wieder, was mich an manchen Positionen hier stört - eben den Wunsch, "klare Grenzen" und "Boden unter den Füßen" zu haben. Deshalb würde ich auch diesen Begriff auch nicht verzichten wollen.

Aber wie gesagt: Ich möchte nicht sagen "Du bist Fundamentalistin", sondern lieber: "Was du da sagst, ist fundamentalistisch."

Gruß,
Norbert
Vater von Lorenz, Jg. 1994, frühkindlicher Autismus mit schwerer bis schwerster geistiger Behinderung. Tochter Jg. 88, berufstätig und außer Haus

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Beitragvon RenateT » 04.12.2010, 14:01

Isolde, danke!!!!!

Wenn das Wort "fundamentalistisch" nicht mit ganz anderem Inhalt gefüllt würde als das, was es eigentlich bedeutet, nämlich dass man eine Grundlage hat, wäre es mir ja egal.

LG Renate
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Beitragvon Lienchens Mama » 04.12.2010, 14:06


Was ist Cern? :oops: Ich kann mit diesem Begriff gar nichts anfangen. :oops: :oops:
schau mal hier
http://www.welt.de/wissenschaft/urknall ... rgang.html


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