Bei Fieber kaum autistisches Verhalten

Hier könnt ihr euch rund ums Thema Autismus austauschen.

Moderator: Moderatorengruppe

Kaati
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 233
Registriert: 25.03.2017, 22:36

...

Beitragvon Kaati » 19.12.2018, 20:08

Hallo Michaela,
Interessant was du schreibst.
Fühlst du dich denn irgendwie anders in deiner Haut bei Fiber :lol:
blöde Frage :roll: ......... klar fühlt man sich anders bei Fiber :wink:
Denn auch bei meinem Sohn fallen alle Extras im Verhalten total weg bei Fiber.
Er geht aber trotzdem seinem gewohnten Tagesablauf nach....

Nachdenkliche Grüße kaati
L. 2.4.13 Autismus Spektrum
Frühkindlicher Autist
________________________
Nicht alle Kinder lernen das Gleiche zur gleichen Zeit auf die gleiche Weise
(Kath Walter)

Werbung
 
Benutzeravatar
Engrid
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 13803
Registriert: 24.10.2011, 10:36

Beitragvon Engrid » 19.12.2018, 20:25

Hallo,

ich habe mal gelesen in einem Ratgeber, von einem Arzt mit AD(H)S geschrieben, dass manche AD(H)Sler besser fokussieren können, und also von außen gesehen besser „funktionieren“, wenn sie Schmerzen haben bzw krank sind. Vielleicht hat das „unauffälliger werden“ vieler Autisten bei Fieber auch damit zu tun? Oder/und vielleicht nimmt das Fieber etwas von der Hyperkonnektivität? Der Autismus selber bleibt natürlich, auch bei Fieber - danke dass Du da drauf hinweist, Michaela.
So gesehen müsste der Thread heißen: Bei Fieber kaum schwieriges Verhalten

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

Ronja-und-Mini
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 385
Registriert: 03.06.2014, 15:28

Beitragvon Ronja-und-Mini » 20.12.2018, 16:46

Was ich (bei uns) spannend finde, dass man unterscheiden muss, ob der Mini krank ist (mit Fieber) oder nur Fieber hat.

Letzteres tritt bei uns regelmäßig 3-4x pro Jahr für 1-2 Tage auf. Er hat sonst nichts, nur Fieber, ist dann auch ganz ruhig und fokussiert. Schmerzen würde ich da erstmal weniger vermuten. Da ist er dann in seinem Verhalten fast neurotypisch. Spricht klar(er), die Antworten sind präziser. Diese motorische Grundunruhe fehlt. Er ist einem eher zugewandt - wenngleich der Körperkontakt dadurch nicht mehr wird, sondern dass er einen ansieht, Fragen stellt, länger über Dinge nachdenkt.

Ist er jedoch krank mit Infekt, also Schnupfen, Husten und Fieber, hat er Schmerzen, ist er quängelig und seine autistischen Züge verstärken sich sogar dann noch. Er ist dann extrem weinerlich, komplett durch, angeschlagen, verdreht die Augen oft, rennt planlos hin und her, ist aggressiver etc.
Mama (39) mit Mini-Asperger (6, Vorschulkind)


Zurück zu „Krankheitsbilder - Autismus“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 14 Gäste