Logopädin (Sandra)

Hier stellen sich verschieden Fachleute vor, die im REHAkids Forum aktiv sind.

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Doedtmann
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Beitrag von Doedtmann »

Hallo Frau Kröger-Wulf,

ich habe die Adresse des Sanitätshauses in der Tagesbildungsstätte des Andreaswerkes (Schule). Heute nachmittag bin ich jedoch da und werde Ihnen die Adresse dann Mailen (mit Tel-Nr. und Mail-Adresse).

Des Weiteren denke ich dass ein Kommunikationsgerät für Jannik noch zu früh ist. Er muss mit mir erst grundlegende Sprachverständnisse und Symbolverständnisse erarbeiten, bevor so ein Gerät zum Einsatz kommen kann. Da diese Geräte immer (leider) sehr teuer sind (12.000 Euro), sollte das Gerät auch zweckgebunden genutzt werden. Das Ziel irgendwann, wenn nicht doch noch Sprache kommt!!! , so ein Gerät einzusetzen habe ich auch im Kopf. Ich denke jedoch dass wir damit warten sollten bis die Voraussetzungen dafür erfüllt sind und Jannik ca. 7 oder 8 Jahre alt ist. Wir halten es in jedem Fall im Kopf.

Ihnen einen schönen Tag und bis bald
Sandra Dödtmann
Fr. Dödtmann, Logopädin in stationärer Intensivreha für besondere Kids, UK- Fachberaterin

Kathleen
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Beitrag von Kathleen »

Hallo Frau Doedtmann,
unser Sohn hat nach einem Schlaganfall eine Hemiparese rechts. Er ist jetzt 19 Monate alt. Unser Problem ist das er immer noch nicht richtig kaut. Er beißt ab und würgt das Essen dann hinunter. Zähne fehlen nur noch wenige in der oberen Zahnreihe. Ich hatte das "Vergnügen" einem gesunden 19 Monate alten Jungen beim Essen zuzusehen, und war etwas schockiert. Da ich das mit dem "Nichtkauen" bisher nicht als schlimm empfunden hatte. Müssen wir uns nun schon Sorgen machen ? Er spricht übrigens altersgerecht: Mama, Papa, Opa, wauwau, ticiac ect.
Sollten wir ihn einer Logopädin nochmals vorstellen ? Er ist vor einem halben Jahr schon mal während der Reha von einer Logopädin angesehen wurden und die war damals mit ihm zufrieden.
Vielen Dank.
Kathleen
Mama von A. 05/04, ICP nach Mediainfarkt links, Epilepsie,Hemiparese rechts und J. 5/07

Doedtmann
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Beitrag von Doedtmann »

Hallo Kathleen,

wenn dein Sohn die Hemiparese rechts hat hatte er links den Schlaganfall (Blutung?) Links liegt Sprach-Hörzentren und diverse muskuläre - nervale Ansteuerung. Wenn eine Hemiparese besteht hat dies fast immer (je nach Ausprägung der Störung) Auswirkungen auf die meisten rechtsgesteuerten Muskelgruppen. Also es könnte auch sein dass die Zunge, die Wange, das Gaumensegel betroffen ist. Alles Muskeln die zur Nahrungsaufnahme wichtig sind und gebraucht werden. Ich würde an deiner Stelle mit dem Kinderarzt darüber sprechen und ein Rezept für eine Vorstellung beim Logopäden (meist erstmal 2 Therapieeinheiten für Diagnostik) besorgen. Ich lese gerade dass er einen Mediainfarkt hatte, also ist zum Teil auch Mittelhirn betroffen. Stelle ihn beim Logopäden vor um Muskelgruppen zu aktivieren und ihm die Nahrungsaufnahme (Kauen und Schlucken) zu erleichtern.
Liebe Grüße
Sandra Dödtmann
Fr. Dödtmann, Logopädin in stationärer Intensivreha für besondere Kids, UK- Fachberaterin

Kathleen
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Beitrag von Kathleen »

Hallo Doedtmann,
vielen Dank. Wir werden uns ein Rezept besorgen ! Im SPZ sagte man mir Logopädie wäre nicht vor dem 4. Lebensjahr notwendig. Ist also Quatsch!
Wir werden ihn mal vorstellen.
Liebe Grüße
Kathleen
Mama von A. 05/04, ICP nach Mediainfarkt links, Epilepsie,Hemiparese rechts und J. 5/07

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Simone03
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Beitrag von Simone03 »

Hallo Doedtmann,
Habe auch viele Fragen .unser sohn Jonas am5.2 gerade 3 geworden spricht kaum aufmerksam wurden wir schon als er noch nicht mal 1 jahr war den es kamen keine Geräusche weder ein Brabbeln noch sonst was .nur dieses Quieken egal was man mit ihn machte KÄ meinte alles ok wir sollen geduld haben Kinder sind unterschiedlich (haben schon 2 ältere) mit ca 18monaten hat uns die HNO Ärztin grholfen sämtliche Hörtest alles wurde untersucht aber alles war in der richtung in ordnung mit ca 2halb jahren machten wir wieder sämtliche Hörtest und auch eine Logop. schaute sich ihn an . Also Hörvermögen bestens Sprachverst. auch altersgerecht aber Sprachentw. ist jetzt mit 3 jahren eines 1 jährigen wir wurden ans SPZ verwießen da hat sich eine Ärztin im Nov. ihn angeschaut ein antrag für Intigrationskiga ausgefühlt und mehr nicht nächsten Termin erst Mai 06 aber bei einer anderen Ärztin. so jetzt ist er im KIGA aber Logop greift bei ihm nicht an da er nicht in spiegel schaut und kaum jemanden anschaut was sich aber teilweiße schon bessert. Die ERz. Kiga meint das würd schon er ist auch Entwicklungsv. ca 12-15 monate wahrnst. und grobmotorik . auch seine zunge weiß manchmal nicht wohin also Bonbons kann er nicht lutschen jetzt zu meiner Frage kann man da nichts tun wirklich abwarten unsere Nerven sind am Ende nur dieses schreien und Quieken er bekommt noch KG nach Bobath da waren wir jetzt 4 mal sie meint auch die ganze Mundmotorik stimmt nicht ein links typ wäre er und so bald man am Kopf ,Gesicht,nase mund kommt blockt er ab . Das Sozi was den Platzt genehmigt hat meint er wäre da in guten Händen ja aber sollten nicht die Eltern mit einbezogen werden . Ach ich bin ratlos achja ein offnes Gebiss hat Jonas auch wir haben auch so eine Platte aber sehr schwer die drin zu behalten LG simone

Doedtmann
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Beitrag von Doedtmann »

Liebe Simone,
ich kann deine Verzweiflung gut verstehen. Bekommt Jonas denn im Kindergarten logopädische Behandlung? Ist es ein heilpädagogischer Kindergarten oder eine I- Gruppe?
Wer hat die Mundvorhofplatte für den offenen Biss angepasst? Eine Kieferorthopädin oder die Logopädin? Gut ist dein Weg zum HNO. Auch wenn hier keine Hörbeeinträchtigung gefunden wurde, warst du schon mal mit Jonas bei einem Phoniater/ Pädaudiologen??? Das ist ein Facharzt für Sprach- Sprech- Stimm- und Hörstörungen im Kindesalter. Hier können spezielle Testungen gemacht werden um alle Frequenzbereiche des Hörens zu bestimmen.
Des Weiteren sollte eine logopädische Behandlung unbedingt weitergeführt werden um die orofacialen Dysfunktionen (offener Biss, Zungenruhelage, Speichelfluss, Mundschluss etc) zu behandeln. Weiterhin glaube ich dass Jonas Hypersensibel im orofacialen Bereich ist. Wenn er Berührungen und Nähe für den Mund- und Gesichtsbereich abblockt ist dies ein Hinweis darauf. Hier kann es gut sein jede Berührung mit eiskaltem Wasser durchzuführen (Zähne putezn, waschen etc). Die Kälte setzt die Sensibilität herab.
Ich hoffe ich konnte dir ein paar Infos geben und wünsche euch alles Gute.
Sandra Dödtmann
Fr. Dödtmann, Logopädin in stationärer Intensivreha für besondere Kids, UK- Fachberaterin

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Simone03
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Beitrag von Simone03 »

Hallo Doedtmann,
Danke für ihre antwort .Ja wir waren schon 2 mal bei Phoniater/ Pädaudiologen die haben uns ja auch sehr geholfen das endlich mal was läuft allerdings ist das Problem die KK denn die haben uns ins SPZ überweißen wollen das ging nicht SPZ nimmt nur Überweißungen vom KA und sie wollte nicht auch der HNO ärztin waren die Hände gebunden .Bis Jonas im aug.05 wiedermal krank wurde und wir bei der KÄ waren und ich ihr noch mal alles erzählt habe das Jonas noch nicht mal seine geschwister bennent und da war er schon 2halb. Den Termin hatten wir im Nov. im SPZ aber zeitgleich hatte ich schon ein antrag auf Frühförderung der wurde dann im OKt. genehmigt da wir umgezogen sind hatte ich KIGaplätze gesucht und da kam mir die Lebenshilfe und meinte es wäre kurzfristig ein platzt im intigrationkiga frei somit ist Jonas seit Dez. da es ist eine Heilpä. Erziehr. dabei leider war sie dann erstmal Krank bist vor kurzen jetzt schaut sie sich jonas an und endscheidet. dann .Im SPZ haben wir erst im Mai ein Termin weil die Ärztin vom letzten mal aufgehört hat . LG simone

Biene5
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Beitrag von Biene5 »

Hallo Sandra Dödtmann,

schön, dass du dich hier im Forum angemeldet hast. Auch ich würde dir gern eine Frage stellen. Meine Tochter, 9 Jahre, leidet an Dystrophischer Epidermolysis bullosa, ihr Mund, Rachen und Speiseröhre sind sehr vernarbt. Natürlich entstehen auch immer wieder neue Blasen und somit neue Vernarbungen. Ihre Mundöffnung zwischen Schneidekanten der Schneidezähne liegt zwischen 11 und 20 mm, je nachdem wie viel Schmerzen sie im Mund hat. Dadurch ist die Zahnpflege natürlich auch ein sehr heikles Thema. Sie wird überwiegend per PEG ernährt, oral nimmt sie nur Sachen zu sich, die wirklich schmecken.... Schokolade, weiches Hühnchen, alles nur Teelöffelmengen. 2 x wöchentlich geht sie zur Logopädin, die auf spielerische Art Dehnungsübungen mit ihr macht.

Sehr erfolgreich scheint das nicht zu sein, durch die Vernarbungen kippen die Zähne nach innen, es ist nicht genug Platz für die bleibenden Zähne da, die Versorgung mit Zahnspange ist krankheitsbedingt und platzbedingt scheinbar unmöglich.

Kannst Du Tipps zur Vergrößerung der Mundöffnung geben?

Freundliche Grüße


Biene5

Doedtmann
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Beitrag von Doedtmann »

Hallo Biene,
tut mir leid dass ich erst jetzt zu einer Antwort komme. Ich bin momentan beruflich sehr eingespannt.
Das ist ja ein sehr schmerzhaftes und leidiges Thema was ihr zwei jeden Tag bewältigen müsst. Leider kann ich dir keine guten Nachrichten/ Tips übersenden. Bei dem Krankheitsbild bedeutet jeder Reiz eine Reaktion der Schleimhaut, also Blasenbildung bis hin zur Entzündung. Ich verstehe nicht das die Logopädin Dehnungsübungen macht. Entstehen dadurch nicht im nachhinein neue Blasen und Entzündungsherde durch das gereizte Gewebe?
Ich kann dir für das Zähne putzen eine Fingerzahnbürste der Firma Mollis empfehlen. Diese besteht aus Latex und hat kleine, kurze Latexborsten. Du stülpst die Fingerzahnbürste auf deinen kleinen Finger und hast eine bessere Druckkontrolle.
Zu Übungen zur Erweiterung der Kieferöffnung kann ich dir sagen: so wenig wie möglich um den Heilungsprozess zu fördern.
Ich hoffe ich teile dir nicht nur schlechtes und ungutes mit. Ich wünsche euch viel Kraft und sende euch liebe Grüße
Sandra Dödtmann
Fr. Dödtmann, Logopädin in stationärer Intensivreha für besondere Kids, UK- Fachberaterin

Petra B
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Beitrag von Petra B »

Hallo Doedtmann,

mein Sohn Manuel (21) hat schon immer große Probleme beim Essen und Trinken. Er verschluckt sich sehr, sehr oft.
verschlimmert hat sich alles, nachdem er auf einer 10-tägigen Freizeit war und dort fast verhungert und verdurstet war.
Er fängt oft schon mit husten an, wenn er das Essen nur sieht. Ich bín der Meinung, dass er sich ein falsches, wie soll ich es nennen, "Essmuster" angewöhnt hat.
Nun habe ich gehört, dass man den Schluckvorgang genau nachverfolgen kann und dementsprechend Verbesserungen trainieren kann.
Weißt du vielleicht, wo das gemacht wird?

Hier im SPZ waren wir, da wurde die Anamnese gemacht, ich erzählte damals von der Freizeit und dass ich der Meinung war, dass das Essen und Trinken seitdem schwieriger geworden war, es wurde noch nichts gemacht, Manuel hörte zu und es aß und trank die folgenden 4 Wochen spitze. Dann verschlechterte es sich wieder.

Hast du eine Idee, wie man ihm helfen kann.

Viele Grüße
Petra B

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