Flori wird nochmal operiert

Eltern, Geschwister, Großeltern - die ganze Familie ist gefordert, wenn es um die Belange des besonderen Kindes geht. Häufig ist das Familienleben durch die besonderen Bedürfnisse von Sohn oder Tochter großen Belastungen ausgesetzt. Ein Austausch mit Familien, die auch ein besonderes Kind haben, tut gut und kann sehr hilfreich sein.

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Dorothee
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Flori wird nochmal operiert

Beitragvon Dorothee » 10.10.2005, 11:15

Das war ein Schock für meinen Sohn, obwohl er schon damit rechnen musste. Nun hat er die Gewissheit: er wird nochmal operiert.
Das ist für ihn im Moment nicht so leicht. Immerhin ist er seit fast 5 Monaten in der Klinik und wir können ihn nur am Wochenende besuchen. Auch seine Freundin kann ihn jetzt nicht mehr öfters besuchen. Nun kommt zu der Angst vor der nächsten OP die Angst, dass es seiner Freundin zu viel wird und sie ihn verlässt. Ich denke das zwar nicht, kann aber seine Ängste verstehen.
Gestern hat er sich bei mir bedankt, dass ich ihn immer noch regelmäßig besuche. Er meint, es sei nicht selbstverständlich. Und dass ich auch denken könnte: "Was soll ich denn mit einem halben Kind?" :shock:
Das hat mit fast die Sprache verschlagen. Er ist doch jetzt kein halbes Kind, nur weil er nicht mehr laufen kann. Und mein Kind wird er doch immer sein, auch wenn er bald 21 wird.
Mir war auf der Heimfahrt ziemlich elend und geschlafen habe ich die letzte Nacht auch kaum. Meine Güte, was ist denn nur plötzlich mit ihm los?

Doro
Doro, Mutter von Flori

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Beitragvon Cerstin » 10.10.2005, 11:18

Hallo Doro,

ich drücke Deinem Sohn und Dir ganz doll die Daumen, daß er die OP und seinen momentanen Tiefpunkt schnell und gut Überwindet.

Liebe Grüße Cerstin
Mascha 5/99 leichte geistige Behinderung, Rolando Focus, Entwicklungsverzögert ca. 2 Jahre. KISS Syndrom. und Hannah 5/01 ADS-Träumer
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Beitragvon ks.kathrin » 10.10.2005, 12:13

Hallo Doro,

Dein Sohn befindet sich in einem ziemlich tiefen Loch - hol ihn da raus!! Zur Not mit psychologischer Hilfe. Aber am wichtigsten ist Deine Liebe, die Du ihm ja schon gibst und er weiss das auch.

Dass er auch vor der OP Angst hat (sehr verständlich) kommt bestimmt zu diesem psychischen Tief erschwerend dazu.

Deinen Beiträgen nach zu lesen, bist Du eine ziemlich "starke" Frau. Gib ihm ein bisschen davon ab und mach einfach weiter so wie bisher!!

Lieber Gruß

Kathrin

PS. Auch ich bin immernoch gern "Kind" bei meiner Mama und es tut manchmal auch sehr sehr gut. Allerdings konnte ich das leider auch erst vor ein paar Jahren schätzen lernen :?
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Beitragvon Elisabeth1 » 10.10.2005, 14:12

Hallo!
Ich drücke euch ganz fest!!!Viel Glück für die bevorstehende Op.
Die Psychologische Hilfe finde ich auch ganz gut für deinen Sohn,es würde ihm sicherlich helfen.Und du mach weiter so wie bisher,du tust schon alles!
LG Elisabeth1
Mutter Elisabeth 29J.,Vater 33J.,Sohn Tobi 6J. J.gesund,Maximilian 7J.,ehm.Frühgeb.33+1SSW,Chromosomenanomalie,Entwicklungsverz.um fast 2 Jahre Geistig und Körperlich,2 Herzfehler.Elias verstorben in der 16 SSW auch Chromosomenanomalie.
http://www.maximilianwirthseinleben.blogspot.com

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Beitragvon SISA » 10.10.2005, 14:29

Hallo Doro!

Lass Dich ganz fest drücken!!

Floris Tief hat sicherlich auch was damit zu tun, dass sich sein Nachhausekommen schon wieder auf unbestimmte Zeit verschoben hat.
Bitte sucht Euch psychologische Hilfe, damit er auch sicher wieder aus dem Loch herauskommt - er braucht Kraft und Mut für die kommende Zeit.

Lieben Gruss
Silke

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Beitragvon Semmal » 10.10.2005, 14:33

Hallo Dorothee ich würde mal sagen das Du mit Deinem Sohn über seine Ängste und Sorgen sprichst.Vielleicht hat er das Gefühl Dir zur last zu fallen oder das Du Dich schämst und Dir ein Kind lieber wäre das normal ist.Solche zweifel werden wahrscheinlich immer auftretten?? Sprich mit ihm und zeig ihm weiter das Du stark bist ihr das gemeinsam schafft und wie sehr Du ihn liebst genauso wie du es eh schon tust.

Gruß Kerstin.
Saskia,Melissa 07.02.2003 extreme Frühgeburt 680g schwer 30,5 cm groß,bzw klein. 2 1/2 Jahre entwicklungsverzögert

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Beitragvon andih » 14.10.2005, 19:38

Hallo Doro
Diese Tief werdet ihr auch schaffen.Durch all diese hindernisse wird man stark. Kennt ihr beide das Buch von Stephan Kulle? Vielleicht hilft euch das.
Bleib stark und sprecht über eure Gefühle.
LG ANDREA
Lea 6 Jahre nach Autounfall (05/2003) inkomplettes
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Beitragvon Dorothee » 24.10.2005, 23:18

Seit heute haben wir die Gewissheit: Freitag ist die nächste OP. Und einige Tage später wird noch einmal operiert. Ich hatte schon befürchtet, dass noch eine weitere OP ansteht und nun wird tatsächlich in zwei Schritten operiert.
Flori hat ziemliche Angst und das kann ich auch verstehen, bekommt er doch jetzt alles viel stärker mit als bei den ersten OP's. Ich werde Freitag wahrscheinlich nicht bei ihm sein können, aber Sonntag bin ich da.

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Beitragvon Elisabeth1 » 25.10.2005, 12:29

Hallo Doro!
Ich drücke euch ganz doll und die Daumen das die OP gut verläuft.
Alles liebe Elisabeth1
Mutter Elisabeth 29J.,Vater 33J.,Sohn Tobi 6J. J.gesund,Maximilian 7J.,ehm.Frühgeb.33+1SSW,Chromosomenanomalie,Entwicklungsverz.um fast 2 Jahre Geistig und Körperlich,2 Herzfehler.Elias verstorben in der 16 SSW auch Chromosomenanomalie.

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Beitragvon Dorothee » 27.10.2005, 21:15

Morgen früh um 7:00 Uhr ist es endlich soweit. Ich weiß gar nicht, wie ich diese Nacht überstehen soll. Meine Güte, ich war doch sonst auch nicht so nervös. Aber diesmal ist es besonders schlimm, weil ich nciht bei meinem Kind sein kann. :cry:
Denkt ihr morgen Früh an uns und drückt ihr Flori bitte die Daumen, dass alles gut läuft?

Doro
Doro, Mutter von Flori


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