Sonderschullehrer (Daniel)

Hier stellen sich verschieden Fachleute vor, die im REHAkids Forum aktiv sind.

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Andrea.B
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Beitragvon Andrea.B » 04.11.2006, 23:48

Hallo Daniel

hier noch mal eine Frage die ich vergessen
habe,die Betreuerin oder Pedagogin mit der ich dort in dieser Schule gesprochen habe hat gesagt das ich sowieso das volle Entscheidungsrecht habe wo meine Tochter eingeschult wird..
Das heißt wenn sie laut Test oder was sie dort immer auch machen fest stellen das Lea doch in eine KB-Schule könnte anstatt in eine GB könnte ich dann entscheiden das sie trotzdem in die GB-Schule kommt????
War das richtig was mir gesagt wurde???Oder sollte ich dann auch die Lea auf eine KB-Schule einschulen????
Ich weiß du kennst meine Tochter nicht aber vielleicht kannst du mir doch noch mal ein Tipp geben...
Danke schon im Vorhinein...Liebe Grüße Andrea :pc5: l

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dali
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Beitragvon dali » 06.11.2006, 22:13

Hallo Andrea,

ich kann Deine Frage nicht sicher beantworten, weil ich nicht weiß, in welchem Bundesland Du wohnst. Die Regelungen in den einzelnen Ländern können sich unterscheiden. Hier in NRW ist es so, dass der Schulrat das letzte Wort hat. Die Praxis zeigt aber zumindest hier vor Ort, dass die Eltern einen großen Einfluss nehmen können.
Vorausgesetzt, dass das Verfahren bei Euch dem in NRW ähnelt: Da es im Rahmen des Gutachtens ja auch ein Gespräch mit den Eltern gibt, sieht es im Idealfall so aus, dass Dir die begutachtenden Lehrer gute und für Dich nachvollziehbare Gründe sagen können, warum sie eine bestimmte Schulform empfehlen, z.B. auch auf Grund der räumlichen oder personellen Situation. Andersherum kannst auch Du Deine Vorstellungen einbringen und damit das Gutachten beinflussen.
Ich hoffe mal, dass alles in Eurem Sinne verläuft.

Viele Grüße,
Daniel
Sonderschullehrer an einer Förderschule mit dem Schwerpunkt "Geistige Entwicklung"

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Nickthequick
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hallo

Beitragvon Nickthequick » 01.02.2007, 15:42

Ich bin neu hier und habe auch gleich eine FRage:

Mein Sohn Daniel ist in der dritten KLasse und in Deutsch sehr schlecht-gesamt eine 5
Er ist sonst in Mathe recht gut, steht bei 2,6 und sonst zwischen 3 und vier(Kunst Religion)
Themen,die ihn interessieren fasst er schnell auf und kann sie eine auch gut erklären.
Aber Schriftbild und Rechtschreibung ist sein dominantes Problem.Wir üben daheim und in der Schule gibt es seit diesem Schuljahr eine Lehrkraft,die sich um Förderung bemüht.
Letztes JAhr geschah da garnichts bis auf unser Zutun.

Jetzt möchte die Lehrerin ihn testen lassen,eigentlich Sprachheilschule,aber da es hier in Rheinland Pfalz es das nur bis zur 2.Klasse gibt,fällt das weg.Heute kam der Brief,dass er in einer Schule für Lernbehinderte getestet wird.
Nun meine FRage,nach welchen Kriterien wird ein Kind in eine Sonderschule umgeschult.

Mich irritiert,dass wir eine super Beurteilung bekommen hatte,als Daniel in Baden Würtemberg zur Schule ging und als wir hier her zogen sich alles erst einmal so sehr verschlechterte,laut Lehrerin,dass sie die Beurteilung nciht mehr nachvollziehen konnte.Sie wollte da schon Knall auf FAll ihn zurücksetzen lassen,was aber laut Schupsychologen nicht zulässig war,auch wollten wir,das er vom Schulpsychologen getestet wird-da gab es in deutsch Probleme Rechtschreibung:Probleme mit den Endungen und Schreiben: Er ist Linkshänder und hatte sich die falsche Schreibweise angewöhnt.

Danke im vorraus für eine Antwort
Bianca

dali
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Beitragvon dali » 01.02.2007, 22:08

Hallo Bianca,

wie genau das Verfahren zur Feststellung eines sonderpädagogischen Förderbedarfs in Rheinland-Pfalz abläuft, kann ich Dir leider nicht sagen. Grundsätzlich wird es so sein, dass ein Sonderschullehrer Deinen Sohn begutachtet und wahrscheinlich ein Testverfahren durchführt, durch das u.a. der IQ festgestellt wird. Darüber hinaus wird sich der Gutachter wahrscheinlich ein Bild während des Unterrichts machen und Gespräche mit Dir und den Lehrern Deines Sohnes führen. Am Ende des Verfahrens wird der Förderbedarf festgehalten und eine Empfehlung für den Förderort (Schulform) gegeben.
Mal völlig ins Blaue: nach Deiner Beschreibung könnte z.B. eine Lese-Rechtschreibschwäche vorliegen, die alleine nicht unbedingt den Besuch einer Sonderschule rechtfertigen würde. Feststellen kann das aber natürlich nur ein Kollege vor Ort!

Euch viel Erfolg! Viele Grüße
Daniel
Sonderschullehrer an einer Förderschule mit dem Schwerpunkt "Geistige Entwicklung"

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Inga
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Beitragvon Inga » 01.02.2007, 22:48

Hallo Bianca!

Herzlich willkommen hier im Forum! Wohnst du in Bogen bei Nastätten? Also ich empfehlen dir, den Kind nicht in die L-Schule zu geben. Da sind in Diez (nach Aussage des Rektors) ca. 80 % Schüler aus sozial schwachen Familien, also nur Sammelstelle von Kinder, die die anderen Schulen nicht mehr wollen. Denke in Nastätten (da müßte dein Kind dann wohl hin) wird es nicht anders sein. In Singhofen die Sprachheilschule hat offiziell nur 1. und 2. Klasse, aber in Ausnahmefällen bleiben Kinder auch bis nach der 4. da! Hat der Rektor uns gesagt. Ob ihr ein Ausnahme werden könntet, keine Ahnung?! Kennst du Schwerpunktschulen? Habe mit am Dienstag die in Diez angeschaut und bin begeistert. In St. Goar ist auch eine, die wäre wohl für euch näher, oder. Das ist eine Regelschule, die Kinder mit fast jeder Art von Förderbedarf integrieren. Die Klassen sind kleiner (in Diez 16-24 Schüler) und sie haben oft mit 2 Leuten Unterricht. Wäre das eine Alternative für euch? In Diez in der Schule kann man jederzeit mal einen Tag hospitieren, um zu sehen wie der Unterricht läuft
Beschäftige mich gerade intensiv mit den Föderschulen in RLP, weil ich im September unsere Michelle zur Schule anmelden muß und schon vorher wissen will, wo sie gut aufgehoben ist.
Falls du Fragen hast, stell sie ruhig ( gerne auch als PN), versuche sie dann zu beantworten. :roll:

Gruß
Inga
Michelle 02 Apert-Syndrom & Epi
Josephine 05 Albinismus
Emma 07
Nico 09 ADHS,...
"Joshua" 14 Epi, Hemi, Blind
Joleen 16 Schinzel-Giedion-Syndrom

Betreuer von Danielo '96 und Steven '98

Unsere Vorstellung: http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic2393.html
Unsere Galerie: http://www.REHAkids.de/phpBB2/album_per ... er_id=1278

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Beitragvon UweD » 01.02.2007, 23:40

Hi :D ich bin neu hier und würde ich gerne mal vorstellen, aber ich bin mir nicht sicher :oops: ob ich das technisch richtig mache. Wer kann mir mal eine Schnelleinweisung geben? :idea:

Petra B
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Beitragvon Petra B » 02.02.2007, 08:39

Hallo Daniel,

herzlich willkommen hier im Forum.

Ich suche nach Tipps, wie ich meinem fast 22-jährigen Sohn noch das lesen beibringen kann.
Leider wurde in der Schule diesbezüglich nichts gemacht.
Er kann nicht sprechen und nichts greifen.
Seinen Computer bedient er mir der Headmouse, kommt aber mit dem Mausklick noch nicht so richtig hin.
Auch suche ich nach der Möglichkeit, ob ein Pädagoge mit ihm in Einzelunterricht etwas mit ihm machen kann und wie es finanziert werden kann.

So, dass war nun eine Menge, ich würde mich freuen, wenn Du Tipps für mich hättest. Wir kommen aus BW

Viele Grüße
Petra B

dali
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Beitragvon dali » 03.02.2007, 13:31

Hallo Petra,

mit konkreten Tipps tue ich mich etwas schwer, da ich die genauen Lernvoraussetzungen Deines Sohnes nicht kenne. Gehst Du denn davon aus, dass er das Lesen im engeren Sinne (Buchstaben, Wörter...) lernen kann? Falls das ein zu hohes Ziel sein sollte, wären vielleicht Methoden aus dem Bereich der Unterstützten Kommunikation der richtige Ansatz (Lesen von Symbolen, Einsatz eines Talkers).
Falls Dein Sohn in einer Werkstatt arbeitet - gibt es hier nicht entsprechende Angebote? Darüber hinaus können Dir eventuell andere Eltern hier im Forum mehr zu Finanzierungsmöglichkeiten im nachschulischen Bereich sagen.

Viel Erfolg! Viele Grüße
Daniel
Sonderschullehrer an einer Förderschule mit dem Schwerpunkt "Geistige Entwicklung"

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Patricia78
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Beitragvon Patricia78 » 25.03.2007, 12:27

Hallo Daniel!
Ich hab da auch einmal eine Frage..hoffe du kannst sie mir beantworten!Wir leben zur Zeit in Düsseldorf!Unser Sohn wird jetzt im Mai 6,und d.h.er ist schulpflichtig.Er hat(laut Diagnose ende 2005 eine globale Entwicklungsstörung)!Waren jetzt wieder 10 Tage mit ihm stationär im neurologischen Kinderzentrum,und das Ergebnis steht noch aus.Aber jetzt zur eigentlichen Frage...Wir möchten unseren Sohn in den GU bekommen,was aber hier in Düsseldorf nicht so einfach ist(60 Kinder stehen auf der Warteliste es gibt aber nur 25 Plätze)!Wir wären aber auch bereit dafür um zu ziehen...Wie sieht das denn in Köln aus?Gibt es dort mehr Plätze?
Ich bin zwar nicht einer der Mütter die eine Abneigung gegen Förderschulen hat,aber die Schulpsychologin hat uns gesagt, daß in ihm noch viel Schlummert,und der GU super für ihn sei!
Und wie sieht das aus wenn wir jetzt nach Köln ziehen würden(meine Eltern leben dort)?Würde er dort,jetzt mal abgesehen vom GU,noch einen Schulplatz bekommen?Ich meine an einer Förderschule...Es ist ja schon kurz vor zwölf...Oder ist der Zug schon abgefahren?
Hier bei uns würde er wenn wir keinen Platz im GU bekommen in die Schule für geistige Entwicklung kommen!
Wäre schön wenn du mir antworten könntest!Schon mal Danke im Vorfeld...
Laut Amtsarzt hat er sonderpädagogischen Förderbedarf!
Lieben Gruß Patricia

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dali
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Beitragvon dali » 28.03.2007, 08:21

Hallo Patricia,

Euer Sohn würde auch in Köln einen (Förder-) Schulplatz bekommen, wenn Ihr umzieht. Wie es hier mit der GU-Situation aussieht, kann ich Dir leider nicht sagen, da ich in Düsseldorf arbeite und eher die dortigen Verhältnisse kenne. Das Schulamt in Köln sollte Dir da weiterhelfen können.
Gibt es denn schon ein AOSF-Gutachten für Deinen Sohn? Hier werden ja Empfehlungen für den sonderpädagogischen Förderbedarf und -ort gegeben. Wenn die Kollegen dort eine GU-Empfehlung aussprechen, lohnt es sich sicher, beim Schulamt hartnäckig zu bleiben. Vielleicht können auch andere Eltern hier im Forum Dir mit ihren Erfahrungen zu dieser Thematik weiterhelfen.

Viel Erfolg! Viele Grüße
Daniel
Sonderschullehrer an einer Förderschule mit dem Schwerpunkt "Geistige Entwicklung"


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