Volljährig - was ändert sich?

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

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Inge
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Beitragvon Inge » 04.09.2009, 20:59

Hallo Dagmar,

der Betreuungsrichter legt nach der "Anhörung des Betroffenen" genau fest, in welchen Bereichen eine Betreuung nötig ist.
- Finanzen
- Wohnen
- Post
- Behördengänge
Annika hat eine Betreuung in allen Bereichen.

Sie ist anders als die andern, und ihre Sprache geht weit an uns vorbei.
Doch wenn sie lächelt, lächelt sie mit Leichtigkeit dir dein ganzes Herz entzwei.

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Viele Grüße
Inge

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Beitragvon Ellert » 04.09.2009, 21:13

huhu

bracht Ellert alles auch mal, er kan ja nichts
nichtmal sprechen, da brauchen sie ihnn ichtmal anhören *ggg*

Wann muss man sowas beantragen ?
Und wo ?
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Beitragvon Sinale » 04.09.2009, 21:22

Hallo Dagmar,

laut Gesetz in Deutschland ist jeder Mensch mit 18 Jahren voll geschäftsfähig und kann damit für sich selbst sorgen. Wenn jemand eine Vormundschaft benötigt, weil er dies nicht kann, muß dies bei Gericht beantragt und von dort geprüft werden.

Aus meiner Sicht eine sinnvolle Bürokratie, denn die Möglichkeiten, die Menschen bei gleicher Diagnose haben, können so unterschiedlich sein, wie die Menschen selbst.

LG
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Beitragvon Sinale » 04.09.2009, 21:30

Hallo Dagmar,

schau hier, dort werden deine Fragen beantwortet:

http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopic ... 390#977390

Wenn die Änhörung korrekt läuft, wird Ellert dennoch gefragt werden: "Sind sie mit der Vormunschaft einverstanden?" Du wirst dann in etwa antworten: "Ellert kann nicht antworten."

LG
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Beitragvon Nicole72 » 04.09.2009, 23:47

Hallo,

Vielen Dank euch allen für die ausführlichen Antworten.
Das mit der Grundsicherung muß ich dann wohl mal angehen.
@Dagmar die Vormundschaft mußt du ca ein halbes Jahr vor dem 18. geburtstag beantragen und es kommt dann ein Arzt zu dir nach Hause und evtl einer vom Betreueungsamt ( bei uns kam er nicht weil warum Vanessa befragen wenn sie nicht antworten kann). Der Arzt fertigt ein Gutachten und dann mußt du zum amtsrichter da muß das kind dabei sein aber auch der kommt bei bedarf zu dir Heim und dann bekommst du einen Betreuerausweis. Arzt und so hatten wir schon jetzt warten wir auf dem Gerichtstermin.


Viele Grüße
Nicole
Mama von Lucia 19 (29 SSW, Dyskalkulie) und Vanessa 17 (26 SSW, Hydrocephalus, blind, Epilepsie, Tetraspastik, Dandywalker Zyste, Skoliose, PEG) und Basti 2,5, 37 SSW und "Pumperlmunter" und gesund

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Beitragvon Ellert » 05.09.2009, 07:32

DANKE
da habe ich dann ja noch eine Weile Zeit.

Irgendwie schiebt man sowas vor sich her in Gedanken,
man weiss es wird kommen und dennoch.
Bekommen das dann beide Elternteile ?
Wenn uns was passieren würde, ginge das dann halbwegs wahrscheinlich an eines der Geschwisterkinder ?
Ich möchten icht, dass über Ellert mal wildfremde Leute bestimmen dürfen
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Beitragvon Nicole72 » 08.09.2009, 10:26

Hallo,

Wenn du das so beantragst dann bekommen das beide Eltern und für gewöhnlich werden Verwandte wenn Sie bereit sind die Betreuung zu übernehmen bevorzugt.
So hab grad noch was rausgefunden was sich ändert. Das Blindengeld darf nicht mehr auf unser Konto überwiesen werden. Also eröffne ich Nessi mal schnell ein eigenes Konto.

LG
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Infos zur Volljährigkeit von behinderten Menschen

Beitragvon Inge » 18.02.2011, 15:12

Der 18. Geburtstag ist ein besonderer Tag. Denn an diesem Tag wird man in Deutschland volljährig. Das bedeutet, dass man ab diesem Zeitpunkt grundsätzlich alle Rechte und Pflichten eines Erwachsenen hat und für sein Handeln selbst verantwortlich ist. Volljährige Menschen können zum Beispiel Verträge schließen, ihren Führerschein machen oder heiraten.

Der vorliegende Ratgeber will behinderten Menschen und ihren Eltern einen Überblick darüber geben, was sich für sie mit Erreichen der Volljährigkeit ändert.

Bei den Rechten und Leistungen, die gleich bleiben, verweist der Ratgeber auf die Broschüre „Mein Kind ist behindert – diese Hilfen gibt es“, die ebenfalls vom Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen herausgegeben wird. Am Ende der einzelnen Kapitel werden außerdem Hinweise auf weitere vertiefende Ratgeber gegeben. Die Bestelladressen hierfür finden Sie im Anhang der Broschüre. [...]


Quelle und kompletter Text: 18 werden mit Behinderung

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hochgradig sehbehindert oder blind

Beitragvon Vicky » 19.04.2011, 16:43

Hallo!
Ist dein Kind hochgradig sehbehindert oder tatsächlich vollständig erblindet? Wenn das Kind "nur" hochgradig sehbehindert ist und sonst keine Einschränkungen hat, kann sie unter bestimmten Voraussetzungen in Behörden des öffentlichen Dienstes mit Lesegeräten und entsprechend ausstaffierten Computern arbeiten. Ich hatte einmal eine solche Kollegin.

Wenn sie vollständig erblindet ist, dann benötigt sie wirklich einen Vormund, weil sie keine Rechtsgeschäfte tätigen kann. Diese Vormundschaft betrifft dann aber nur Geldgeschäfte und keine anderen Angelegenheiten. Wenn noch geistige Behinderungen vorhanden sind, dann auch das Aufenthaltbestimmungsrecht.
Diese Dinge müssen beim Vormundschaftsgericht beantragen werden.
Mutter eines Asperger Autisten, geb. 1992, mit Teil-IQ 135 - Folge eines tiefen Geburts-traumas nach Not-Kaiserschnitt.

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Lisa Maier
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Beitragvon Lisa Maier » 19.04.2011, 17:04

Hallo Vicky,
Wenn sie vollständig erblindet ist, dann benötigt sie wirklich einen Vormund, weil sie keine Rechtsgeschäfte tätigen kann.

Ich bezweifle sehr stark, daß Blindheit ohne weitere Defizite ein Grund für eine gesetzliche Betreuung darstellt, es sei denn der Blinde wünscht es selbst. Weshalb sollte denn Blindheit selbständige Rechtsgeschäfte unmöglich machen???

Viele Grüße

Lisa


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