Kiga + Schule bei Sprachbehinderung und Entwicklungsverz.

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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ehemalige Userin

Kiga + Schule bei Sprachbehinderung und Entwicklungsverz.

Beitragvon ehemalige Userin » 25.09.2005, 12:42

Niklas (nächsten Monat 5 Jahre alt) geht jetzt das zweite Jahr in den KiGa für Hör-und Sprachbehinderte.Eine Verlängerung wurde bis zum 31.1.2006 genehmigt,eine weitere Verlängerung wird demnächst beantragt.
Sein Einschulungsjahr wird das Jahr 2007 sein und mit viel pech stehn wir ab dem 1.2.2006 blöde da,wenn die Verlängerung für den Kiga nicht genehmigt wird.
Niklas spricht mittlerweile zwar mehrwortsätze,aber so undeutlich,daß ihn kaum jemand versteht und er stottert stark.Laut Gutachten beim SPZ ist er ca. 12 Monate in der Entwicklung zurück.Er ist keinesfalls in der Lage in
einer Kigagruppe von 25 Kindern zurückzukommen.

Mein Wunsch wäre,wenn er bis zur Einschlung in dem Kiga bleiben könnte und dann in den Schulkindergarten der Sprachschule wehcselt,anschließend dort zur Grundschule geht.Aber der Kiga teilte mir mit,daß in Niedersachsen nur noch 2 Jahre Sprachheilkiga genehmigt werden und höchstens 2 Verlängerungen (bei uns wird demnächst die zweite Verlängerung beantragt).

Ich hab Niklas nun vorsorglich in einen I-Kiga angemeldet.Das Problem ist,die können uns den Platz nicht zusagen wegen der fehlenden Kostenübernahme.Und den Antrag auf Kostenübernahme können wir erst stellen,wenn die verlängerung gescheitert ist.Wir hängen also mit viel pech ab dem 1.2.2006 in der Luft und Niklas hat dann wenn alles schief geht (keine verlängerung,keinen I-Platz) gar keinen Kigaplatz mehr.

Wer ist denn nur für sowas zuständig,weder der Kiga,noch der I-Kiga können mir weiterhelfen.Aber irgendwer muß doch zuständig sein,Niklas wird doch schon 5 und braucht Förderung und ist auch den Kiga gewohnt,wenn er ab februar im Extremfall nirgendwo einen Kigaplatz hat,was sollen wir denn dann tun (bzw. wollte ich solange nicht warten,bis es soweit kommt,nur weiß ich nicht,was ich unternehmen soll).

Tschau Marion (aus Osnabrück)

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CarinaP
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Beitragvon CarinaP » 26.09.2005, 09:58

Hallo Marion,

ich finde das echt unglaublich, dass sich keiner wirklich für euch zuständig fühlt und ihr so im Stich gelassen werdet. Ich kann es gut nachvollziehen, dass du nicht mehr weiter weißt.
Mein Justin ist auch sprachentwicklungsverzögert und besucht einen Sprachheilkindergarten in der nähe von Paderborn, seitdem er 3 1/2 Jahre alt ist.
Wir mußten aber nur einmal einen Antrag auf Kostenübernahme stellen und dieser wurde dann für die gesamte Kindergartenzeit bewilligt. Er kommt nächstes Jahr in die Schule. Also war er dann 3 Jahre in diesem Kiga.
Ich kann dir leider keine Tipps geben, ich wünsche Euch aber, dass Niklas die Förderung bekommt, die er braucht.

Liebe Grüße

Carina
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Beitragvon ehemalige Userin » 27.09.2005, 08:55

Ich wünschte,das wäre hier auch so.Niklas ist in seinem Kindergarten bestens aufgehoben und ich wünschte,er könnte bis zur Einschulung dort bleiben.Er tut sich eh schwer in neuer Umgebung und ich echt Angst,daß er bei einem Kindergartenwechsel erstmal "dicht macht" und sich gar nicht mehr therapieren läßt und noch weiter zurückfällt.
Ich weiß auch nicht,an wen ich mich hier wenden müßte.Kostenträger ist die Stadt Osnabrück,Gutachter ist vom Gesundheitsamt,aber laut den neuen Bestimmungen für Niedersachsen werden die Kosten für höchstens 2 Jahre getragen(egal ob noch weitergefördert werden müßte oder nicht).
Leider finde ich nirgends solche Bestimmungen zum Nachlesen (ehrlich gesagt weiß ich auch nicht,wie die Bestimmungen heißen).
Ich suche nun nach einer Lösung und finde keine,weil ich nicht mal weiß,an wen ich mich wenden müßte.

Tschau Marion

ehemalige Userin

Beitragvon ehemalige Userin » 25.12.2005, 19:10

Ich will hier mal weiterschreiben,auch wenn es schon etwas länger her ist.
Niklas wird (wenn alles klappt,mündliche Zusage haben wir) ab Sommer in den Integrativkindergarten vor Ort gehn (solange bleibt er in seinem Kiga,mündliche Zusage haben wir auch,schriftliche dauert immer ein wenig länger).
Momentan macht er wieder ein paar kleine Entwicklungssprünge,worüber ich mich sehr freue.
Nun hab ich aber das Problem,daß bei uns im August/September 2006 Schulanmeldungen sind und ganz ehrlich,ich brüte jetzt schon drüber,wo ich meinen Knirps anmelden werde,denn ich kennen so gar keine Schule hier vor Ort (außer die Grundschule meiner Tochter,die nehmen auch I-Kinder,aber ich finde die Schule nicht besonders,meine Tochter fühlt sich da nicht wohl,weil sie schon mehrmals wegen ihrer dicken Brille gehauen wurde,wie solls da erst dem Niklas gehen mit seiner Sprachbehinderung).

Bliebe da ne Förderschule Schwerpunkt Lernen,Förderschule Schwerpunkt Sprache (die haben auch nen Schulkindergarten),...zurückstellen,...keine Ahnung.
Ich möchte nur nicht im August dastehn und mir nicht drüber im Klaren sein,was mit Niki werden soll.
Wie läuft das mit I-Kindern was die Einschulung betrifft?Gibts da extra Untersuchungen?Oder nur die Einschulungsuntersuchung um den 6.Geburtstag herum (wäre dann ca. Oktober).

Tschau Marion

P.S. Niki bekommt seit Sept.05 Ergotherapie,das tut ihm richtig gut,er ist viel ruhiger,konzentrierter und motorisch sicherer

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Beitragvon AngelikaB » 25.12.2005, 21:51

Hallo Marion,
bei unserer Tochter besteht ungefähr dasselbe Problem.
Jonna ist schon 6 und hätte dieses Jahr in die Schule gemußt. Ich habe sie aber zurückstellen lassen, was auch nicht so einfach geht. Als Begründung reicht nicht, dass das Kind entwicklungsverzögert ist. Dafür gäbe es ja dann die Förderschulen. Nun habe ich für ein Jahr bis zur Einschulung noch die Eingliederungshilfe beim Sozialamt beantragt für den I-Platz im KiGa. Leider wurde das abgelehnt.
Dagegen prozessiere ich z.Zt. vor dem Sozialgericht. Das dauert aber. Unsere Argumentation ist, dass die Kosten bis zur tatsächlichen Einschulung (bei uns 2006) vom Sozialamt zu zahlen sind. Das Sozialamt steht aber auf dem Standpunkt, dass sie nur bis zur Schulpflicht (wenn das Kind bis zum 30.6. d.J. 6 Jahre alt ist) zahlen muß. Wenn du mehr wissen willst, schicke eine PN.
Schöne Weihnachten noch, Angelika.

ehemalige Userin

Beitragvon ehemalige Userin » 26.12.2005, 10:23

Ich schwanke zwischen den Überlegungen:

-Schulkindergarten der Sprachheilschule
-Förderschule Schwerpunkt Lernen
-Zurückstellen (wird dann wohl auch Schwierigkeiten geben,wir haben ja das dritte Jahr Sprachheilkiga nicht mal durch bekommen,weil die nur noch 2 Jahre zahlen)
-keine Integrativschule (diese Schule ist mir komplett unsympatisch)
-oder eine heilpädagogische Schule

Nur weiß ich ehrlich gesagt nicht,wo Niklas am besten untergebracht wäre.Ich möchte weder,daß er über- noch unterfordert wäre und er hat eben seine Eigenheiten,die es ihm evtl. schwermachen könnten :
er kann nicht lange sitzen (kein ADS), er gibt schnell auf (er macht dann nicht mehr mit),er braucht immer wieder Ruhepausen,wo er sich zurückziehn kann (er ist schnell überfordert).Er spricht sehr undeutlich (Wortschatz und Grammatik mittlerweile altersgemäß),seine Mundmotorik ist sehr schlaff (er ist auch nur weiche Sachen,harte verweigert er,dann ißt er gar nicht).Er kann nicht richtig malen,er hält den Stift in der Faust,ist eigentlich Linkshänder (wurde ausgetestet),aber kann sich selbst nicht auf eine Hand festlegen.Er hat Wahrnehmungsstörungen und Hörprobleme.Er hat im Bezug auf Balanzieren,Rollerfahren etc. große Gleichgewichtsprobleme (fällt sofort zur Seite),
er ist ca. 12 Monate in seiner Gesamtentwicklung hinterher.

Mir grauts ein wenig davor,bei der Schulanmeldung zu stehn und nicht zu wissen,wie ich agumentieren soll.Denn die Grundschule,die uns zugeteilt ist,ist eben die Integrativschule-die ich absolut ablehne (fängt schon an,daß die I-Klassen zu groß sind,meine Tochter hat 2 I-Kinder in der Klasse,die Klasse hat 25 Kinder,die I-Kinder laufen nebenher).Ich will auf keinen Fall,daß Niki dort eingeschult wird,denn leider ist das auch eine,ich sag mal,soziale Brennpunktschule (bitte nicht als Vorurteil auffassen).Meine Tochter wurde mehrmals wegen ihrer dicken Brille von Schülern auf dem Schulweg verprügelt,so weigert sie sich,alleine den Schulweg zu gehen (ich bring sie seit 1 1/2 Jahren hin und hole sie ab),die Schulleiting konnte nichts tun,sie erreichen die Eltern nicht,die Probleme wären ihnen aber bekannt,toll,klasse.Auf dem Schulhof bekam sie Tritte in den Bauch,ohne irgendwelche Gründe,auch da tat die Schulleitung nichts,denn Pausenaufsicht war nichts aufgefallen (klaro,meine Tochter hatte sich danach auf dem Klo versteckt aus Angst),der Arzt bestätigte die blauen Flecken und meine Tochter war 3 Tage lang am übergeben,die Klassenlehrerin meinte nur,wir sollten beweisen,daß das auf dem Schulhog passiert ist,wieder klasse,toll.... Mittlerweile macht mein Mädel Karate und hat ein paar Freunde mehr,die ihr auch zur Seite stehn (ich wollte sie erst von der Schule nehmen,aber dann haben wir das Problem auf der nächsthöheren Schule wieder und die ist ganz in der Nähe mit den gleichen Schülern).Aber Niklas baut schwer Freundschaften auf,weil er eben "anders" ist und viele ihn erstmal auslachen,weil sie ihn nicht verstehen können und meinen,er spricht wie ein Baby.
Dazu kommt noch,daß er sehr oft fehlt,weil er ständig krank ist (wegen dem Immundefekt) und Problem mit dem Asthma hat,er braucht dann jemanden,der sich auskennt mit dem Spray,alleine kann er das nicht.

Tschau Marion


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