Coxa valga antetorta

In dieser Rubrik könnt ihr euch über diverse Krankheitsbilder austauschen - z. B. Skoliose, Kyphose, Cerebralparese usw.

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Andrea35
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Coxa valga antetorta

Beitragvon Andrea35 » 28.05.2009, 16:23

Hallo!

Ich war vor ca. 2 Wochen bei einer orthopädischen Untersuchung mit David wegen seiner Hüften. Raus kam, daß er rechts eine vermehrte Coxa valga antetorta hat. Hat jemand von euch Erfahrungen damit? Die Orthopädin meinte, daß es jetzt keinerlei Bedeutung hat, wir sollen in einem Jahr wieder kommen, oder wenn er eine Steh- oder Gehbereitschaft erlangt auch schon früher - David kann noch weder gehen oder stehen. Weiß wer, hat das irgendwelche Auswirkungen für später, bekommt er Probleme mit der Hüfte oder braucht er ev. eine OP - sorry ich weiß eh, niemand von euch kann in die Zukunft blicken, aber vielleicht wurde bei einem eurer Kids diese Diagnose vor einigen Jahren gestellt und kann mir erzählen, wie es weiter gegangen ist.

liebe Grüße
Andrea
David (3/06) - Hydrocephalus internus ohne Shunt, z. n. Asphyxie, schwere Entwicklungsverzögerung, ICP, Kiss-Sydnrom, ausgeprägte muskuläre Hypotonie, Balkenhypoplasie - septooptische Dysplasie, Epilepsie, PEG-versorgt seit 3/09, sehr sehr seltener Gendefekt (NFIX-Genmutation), grauer Star

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Beitragvon C.E.M.Alma » 28.05.2009, 18:37

Hallo Andrea,

auch ich habe beidseits eine coxa valga antetorta, eine leicht ausgeprägte Hüftgelenksdysplaie und schnappende Hüften (coxa saltans).
Coxa valga antetorta bedeutet alleine lediglich, vereinfacht gesagt, dass der Winkel zwischen Oberschenkelhals und Schenkelknochen größer ist wie normal und dass der gesamte Oberschenkelknochen mehr oder weniger "nach vorne gedreht" ist..und der Hüftkopf mehr oder weniger "verdreht in der Pfanne sitzt".
Ist die coxa valga antetorta stark ausgeprägt und/oder verbunden mit einer ausgeprägten Hüftgelenksdysplasie mit den entsprechenden Beschwerden, so kann zu einer operativen "Hüftumstellung" geraten werden.
Bei mir wurde dazu geraten, mit der Begründung, dass ich mit Anfang 40 bereits unter einer massiven Coxarthrose leiden würde..............ich habe dankend abgelehnt und habe keine Arthrose (bis jetzt)....und ich hüpfe immer noch rum wie eine Gazelle. :wink:
Die coxa valga antetorta alleine hat bei mir die wenigsten Beschwerden gemacht; sie hat mich lediglich zu recht schmal/schlank wirkenden Hüften verholfen. In der Wachstumsphase hatte ich Beschwerden und später im Beruf, die waren -meine ich- bedingt durch immer wiederkehrenden Schleimbeutelentzündungen; nach Behebung der schnappenden Hüfte (links) habe ich keine Schleimbeutelentzündungen mehr gehabt.

Raus kam, daß er rechts eine vermehrte Coxa valga antetorta hat

......bei mir ist die coxa valga antetorta auf der einen Seite auch stärler ausgeprägt und ich habe (deswegen???) auch eine Beinlängendifferenz.

Fordere doch die Befunde an und frage den Orthopäden, wie er die Prognose sieht und was Du machen kannst ("breit" wickeln?????).

Liebe Grüße
Michaela
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Nr.3: NT, "big brother", xy, kein Student mehr ;), arbeitet :)

Die Menschen beurteilen die Dinge nach dem Erfolg. Jeder sieht, wie du zu sein scheinst, wenige fühlen heraus, wie du bist.

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Beitragvon IngeH » 28.05.2009, 19:38

Hallo,
mein Sohn hatte auch eine Coxa valga et antetorta. Er ist im letzten Jahr an beiden Seiten operiert worden, er ist aber ein Läufer. Es ist nicht alles optimal gelaufen. Es hat sich eine Schraube gelöst (vielleicht weil er nach der OPnicht die verordneten Schmerzmittel bekommen hat), hat viel Gewicht verloren und damit die Muskeln (wurde nicht gewogen und hat angeblich nur bei mir schlecht gegessen) usw. Jetzt nach einem Jahr steht die eine Hüftseite gut und die andere ist aufgrund der gelockerten Schraube zu einer Coxa vara (zu flach) mutiert. Das Gehen hat er jetzt 15,5 Monate nach der Op wieder drauf, aber er hatte lange lange Schmerzen und wir haben einen furchtbaren Weg zurücklegen müssen, um da wieder hin zu kommen.

Alle anderen Kinder, die ich gesehen habe, haben die OP besser weggesteckt, waren aber auch keine Läufer.
In der Reha habe ich aber auch Kinder gesehen, die 8 Wochen nach der OP wieder fitter waren als meiner 13 Monate später.
Aus der Schule habe ich die Rückmeldung, daß er gerade in den letzten 2 Monaten das TRauma der Op und des Krankenhauses zu überwinden scheint. Du siehst, es war eine lange Zeit. Die auch beim Rest der Familie deutlichste Spuren hinterlassen hat.

Ich will Dir keine Angst machen, nur einen unschönen Verlauf schildern, der vielleicht im Hinterkopf bei einer Abwägung mit hineingezogen werden kann.

Wenn ich nochmals entscheiden müßte, ich würde es für ein nicht Laufendes Kind ablehnen, es dieser Tortur zu unterziehen. Wenn es um einen Läufer handelt, ist es eben eine andere Sache, da da ja eben auch an die Zukunft zu denken ist und der Verschleiß bei massivem Überdachungdefizit eben groß ist.

Liebe Grüße
Liebe Grüße von Inge
mein besonderes Kind wurde 05.97 geboren und hat eine beinbetonte Tetraspastik ist ein Läufer aber hat keine Lautsprache, er hat noch 3 ebenso wunderbare jüngere Geschwister, die beiden Jüngsten mit AVWS

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Beitragvon Yvchen » 13.02.2010, 13:14

Hi Andrea,

meine kleine hat auch Coxa valga et antetorta und zusätzlich eine Pfannendysplasie links.

Bei ihr wird operativ eine IDVO und eine Pfannendachplastik gemacht werden.
Danach erstmal 2 Monate GanzKörperGips.

Die rechte Seite wird dann im Sommer gemacht, die ist Gott sei Dank weniger schlimm und wir hoffen das dort eine IDVO vermeidbar ist.



LG
Liebe Grüße


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