Familie... naja... Freunde... Vergangenheit

Eltern, Geschwister, Großeltern - die ganze Familie ist gefordert, wenn es um die Belange des besonderen Kindes geht. Häufig ist das Familienleben durch die besonderen Bedürfnisse von Sohn oder Tochter großen Belastungen ausgesetzt. Ein Austausch mit Familien, die auch ein besonderes Kind haben, tut gut und kann sehr hilfreich sein.

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kirstenU
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Beitragvon kirstenU » 11.10.2005, 09:58

Hallo,
wir haben ähnliche erfahrungen gemacht.Obwohl ich denke das es manchmal etwas mit der fehlenden Zeit zu tun hat(Freundschaften muss man ja auch pflegen).Allerdings fand ich anfangs viele Bemerkungen von Freunden und Verwandten (meistens hintenrum)sehr gemein.Und jedesmal die grosse Frage was ich als Mutter während der Schwangerschaft falsch gemacht habe.Kontakte zur Familie habe ich mittlerweile fast vollständig abgebrochen,naja und bei 4 Kindern erledigen sich viele Freundschaften eh von selbst.Die paar die geblieben sind nehmen Tim so wie er ist und freuen sich ehrlich über ihn und seine Fortschritte.Ich finde bei Freundschaft/Familie ist oft weniger mehr.
Gruss Kirsten

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ConnyW
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Beitragvon ConnyW » 13.10.2005, 20:20

Hallo Kirsten, danke für deine Antwort. Leider kann ich Dir nicht so ganz zustimmen. Fehlende Zeit ist in meinen Augen kein Argument, denn eine wahre Freundschaft, zeigt sich auch durch Verständnis. Es ist meines Erachtens vielmehr der Unwille, sich mit etwas zu beschäftigen, mit dem man nichts zu tun haben will. Ist es nicht schön, in einer heilen Welt zu leben und sich nur darüber aufzuregen, dass die Bekannte xy eine rosa Hose anhatte und dazu ein giftgrünes T-Shirt was zum Kotzen aussah? :wink: Warum sollte man sich dann mit den Sorgen von Anderen beschäftigen? Ich weiß, das klingt verbittert, bin ich vielleicht auch ein wenig. Das du auch diese Erfahrung machen mußtest, tut mir leid. Dir und Deinen vier Rackern alles Liebe, Gruß Conny
Was eine Kinderseele aus jedem Blick verspricht? So reich ist doch an Hoffnung ein ganzer Frühling nicht. (Hoffmann v. Fallersleben)

kirstenU
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Beitragvon kirstenU » 14.10.2005, 14:58

Hallo Conny,
du hast wahrscheinlich recht,ich finde meistens eine Entschuldigung für das Verhalten anderer.Ist wohl einfacher ,als sich einzugestehen das man jemanden zu viel Arbeit macht .
Gruß
Kirsten
Kirsten mit Jan(11/94)hörvermindert, Ole(10/99), Anna(12/01)sprachprobleme und Tim(09/03) ischämischer Insult,spastische armbetonte Hemiparese rechts,Abducensparese ,Entwicklungsverzögert und trotzdem ein fröhliches und aktives Kind

m.schmidt
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familienleben

Beitragvon m.schmidt » 20.10.2005, 14:21

hallo.auch wir kennen es,wenn man plötzlch fast alleine steht.eltern und freunde haben sich abgewendet,ich denke,weil man nicht mehr so konnte wie die anderen es gerne gehabt hätten.Nun stehen wir fast immer alleine vor allen hürden die das leben so bietet.dies ist zwar manchmal sehr anstrengend aber wir haben keine lust mehr immer wieder andere zu fragen oder das zu tun was andere gerne hätten.unsere kleine familie schweist das alleingelassen werden aber irgendwie zusammen.

vjestica
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Beitragvon vjestica » 20.10.2005, 21:05

Hallo,
leider sind ist meine Erfahrung das man Freunde mit denen man jahrelang durch dick und dünn ging sehr schnell verliert.
Da ich sehr jung Mama wurde und die letzten Jahre in der Gastronomie gearbeited habe,waren in meinem Freundeskreis fast nur Frauen ohne Kinder.Ich bin ein sehr toleranter Mensch und hab auch oft jemanden bei mir übernachten lassen,mitessen lassen...kurz gesagt geholfen wo ich konnte.
Leider haben mich in den letzten 2Jahren mehrere sehr liebe Freundinnen(Bekannte?) verlassen ohne zu erklären warum.
Eine davon war auch dieTaufpatin meines kleinen Sohnes,es tat sehr weh :cry:

Vor zwei Tagen kündigte mir eine andere Freundinn die Freundschaft.Sie weiß nicht wie schwer ich es im Moment habe,unser Ältester liegt seit Ende September immer wieder im KH,der Zeitpunkt war für mich sehr schlecht gewählt.
Zu den ganzen Problemen kam das noch dazu,ich heule jetzt auch wieder,einfach weil ich es nicht verstehen kann.Sie hat keine Kinder Na und???Ihr Leben ist halt anders,ich hab mir ja auch ihre Story´s über ihre neuen Klamotten angehört. :x
Die Erklärung war das mein Leben zu stressig wäre,solche Sachen möchte sie nicht hören!!!
Da ich ja nicht bereit bin eine Familientherapy nach Hellinger zu machen,bin ich selber Schuld an den Krankheiten meiner Kids.
Ich bräuchte das um im Mittelpunkt zu stehen!!!
Ich will ja kranke Kinder haben,sonst bekomme ich ja keine Aufmerksamkeit!!!

Ich könnte noch soviel schreiben aber ich laß das lieber,bin zu verletzt im Moment.
Falls ich jemanden hier im Forum mit meinen Berichten auf den Geist gegangen bin Entschuldige ich mich hiermit in aller Form.
Und glaubt mir bitte ich würde alles tun damit es meinen Jungs besser geht,aber diese Familientherapy erweckt bei mir ein ungutes Gefühl :?
Deswegen laß ich es lieber.
mfG Jenny

kirstenU
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Beitragvon kirstenU » 21.10.2005, 12:32

Hallo Jenny,
ich glaube nicht das du hier jemanden auf den Geist gehst. Es tut ja gut sich Sachen von der Seele zu schreiben um Platz für anderes zu schaffen.
Warum hast du ein ungutes Gefühl eine Familientherapie zu machen?
Hast du schlechte Erfahrungen in der Richtung gemacht?
Es kann ja durchaus hilfreich sein wenn Aussenstehende Situationen einschätzen.

Grüsse Kirsten
Kirsten mit Jan(11/94)hörvermindert, Ole(10/99), Anna(12/01)sprachprobleme und Tim(09/03) ischämischer Insult,spastische armbetonte Hemiparese rechts,Abducensparese ,Entwicklungsverzögert und trotzdem ein fröhliches und aktives Kind

ehemalige Userin

Beitragvon ehemalige Userin » 21.10.2005, 12:47

Hallo Jenny,
was Deine Freundin sagt, bestätigt alles, was ich gerade über die Familientherapie nach Hellinger gehört habe: Probleme sind meist selbst verschuldet und am meisten Schuld hat die Mutter...
Hallo Kirsten, was Jennys Freundin meint, ist nicht eine Familientherapie, sondern eine bestimmte.
Dass die Mütter schlecht wegkommen, kann natürlich auch bei "normalen" Familientherapien geschehen. Aber bei Hellinger wird sehr schnell sehr viel behauptet, was angeblich mal eben so zu Tage kommt...
Und woher hat Deine Freundin ihr Wissen? Ach, das regt mich schon wieder auf, weil es an eine eigene Wunde rührt.
Mir hat eine meiner besten Freundinnen die Freundschaft gekündigt, als sie schwanger war. Da wollte sie nicht meine schlimmen Geschichten mit Malte hören. Das tut immer noch weh. Obwohl ich genug Freunde habe, die super hilfsbereit sind. Aber gerade diese eine stellt an andere und an sich selbst sonst ganz hohe moralische Ansprüche.
Jammer gerne, Jenny, ich jammere auch gerne. Und oft haben wir dazu auch Grund.
Gruß Vera

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Beitragvon ConnyW » 21.10.2005, 15:53

Hallo Jenny, ich kann mich Vera nur anschließen, jammern tut manchmal gut. Es ist eine hilfreiche Art und Weise, den Druck mal loszuwerden. Rate mal, warum ich dieses Thema hier eingebracht hatte??? :wink: Es ist nur so gewesen dass ich nicht angenommen hatte, dass es vielen so ergeht, aber das war wohl ein Irrtum. Allen hier schlage ich vor, wir bilden den Club der Geächteten, dann können wir jammern soviel wir wollen....lach. Allen ein schönes Wochenende, Gruß Conny
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kirstenU
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Beitragvon kirstenU » 21.10.2005, 15:54

Hallo,
das Hellinger hab ich glatt überlesen(sorry). :(

Hellinger :?: sagt mir absolut garnichts.

Grüsse Kirsten
Kirsten mit Jan(11/94)hörvermindert, Ole(10/99), Anna(12/01)sprachprobleme und Tim(09/03) ischämischer Insult,spastische armbetonte Hemiparese rechts,Abducensparese ,Entwicklungsverzögert und trotzdem ein fröhliches und aktives Kind

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Antje D.
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Beitragvon Antje D. » 21.10.2005, 19:20

Hallo Jenny,
ich kann dich gut verstehen.
Uns geht es nicht anders. Oder vielleicht doch, wir haben ja drei "eigene" und zwei behinderte Pflegekinder. Es sind - wie man ja bei "Sternenkinder" nachlesen kann - nicht die ersten.
Nun, ich kann sagen, man vereinsamt fast. Behinderte eigene Kinder, schlimm - aber "solche" Kinder noch freiwillig aufnehmen, noch schlimmer. Hier, wo wir wohnen (sehr ländlich, wir kommen auch nicht von hier), ziehen sich die Menschen sehr schnell zurück. Egal, wie sehr man sich bemüht.
Das ist schwer, denn soziale Kontakte, sozial aufgenommen sein, ist wichtig. Für die betroffenen Kinder wie auch für die ganze Familie.
Die Spreu vom Weizen trennt sich sehr strikt. LEIDER! Denn ALLEN Menschen gehört diese Welt!
Zu einer Therapie nach Hellinger kann ich nur sagen, dass dies nur für sehr gefestigte Menschen anzuraten ist. Es ist eine Therapie, die durch Familienaufstellungen funktioniert. Es lange zu erklären, würde den Rahmen des postings sprengen. Aber Bernd Hellinger, Familienaufstellungen ist bestimmt gut im Internet zu finden.
Viele Grüße
Antje D.

PS: Hast du noch einen Platz in deinem Club frei, Conny? :wink:


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