Pflegebedürftig/behindert (wie geht´s nun weiter?)

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Ramona1982
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Pflegebedürftig/behindert (wie geht´s nun weiter?)

Beitragvon Ramona1982 » 16.08.2004, 23:38

Hallo zusammen,

frisch Mama und schon stehe ich wie Ochs vorm Berg :D

In der Vorstellung ist das "gröbste" bereits beschrieben und meine frage ist folgende, auch auf die Gefahr hin dass sie blöd klingt; :oops: :oops:

(Vorstellung: http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic547.html)

Können wir nun eigentlich irgendwas beantragen?(Behindertenausweis oder oder...) Würde mich jemand fragen könnte ich nun nichtmal eindeutig sagen: Ja, mein Kind ist behindert oder nein,ist sie nicht, da ich die "Voraussetzungen" gar nicht kenne...Ich weiß es schlichtweg nicht wie sowas rechtlich(?) gehandhabt wird :?: :!:

Ich würde mich freuen wenn mich jemand ein bisschen aufklären könnte, denn ich weiß Behördenmäßig überhaupt nicht wo ich anfangen soll bzw. kann, möchte aber vermeiden irgendwelche Fristen o.ä. zu verpassen.. :?

Dadurch dass wir in Ostfriesland wohnen, aber momentan im Sauerland bei Uwes Eltern sind um näher an Bonn dran zu sein wo die Kleine liegt (sorry ist alles ein bisschen wirr im Moment :roll: :lol: ) haben wir es bis jetzt noch nicht mal geschafft die Maus "richtig" anzumelden und wie das mit der Krankenversicherung läuft weiß ich auch nicht - ich bin momentan selbst noch über meine Eltern versichert! Am schönsten wäre es wenn wir beide irgendwie bei Uwe mitversichert werden könnten (er ist allerdings arbeitslos,ich weiß nicht ob das dann geht?!) aber wie gesagt - ich weiß nicht w o und w i e ich anfange...

Für antworten wäre ich dankbar! :)

Liebe Grüße

Ramona

Nachtrag: Nachdem ich mich hier schonml ein wenig eingelesen habe graut es mit jetzt schon vor den Krankenkassen :? :cry:

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Sabine2
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Beitragvon Sabine2 » 17.08.2004, 14:28

Hallo Ramona,

erst einmal herzlichen Glückwunsch. Vielleicht kann ich Dir zumindest einen Teil der Fragen beantworten.

Mit den Krankenkassen müsst Ihr nachfragen. Normalerweise wird das Kind bei der Mutter (wenn ihr nicht verheiratet seid) mitversichert oder bei der Kasse des Ehepartners, der mehr verdient. Einfach nachfragen, so schlimm sind die Kassen nicht. Du darfst nicht vergessen, dass hier nur Fälle beschrieben werden, wenn etwas schief geht. Unsere hat bisher eigentlich alles Hilfsmittel gezahlt. Ihr solltet das aber die nächste Zeit tun, wenn es nämlich an die Entlassung geht und ihr irgendwelche Hilfsmittel braucht, muss das Kind in einer Kasse sein.

Wegen der Anmeldung würde ich einfach bei der Meldebehörde Eures zukünftigen Wohnortes anrufen und verlangen, dass die ganze Prozedur auch schriftlich über die Bühne geht.

Als Tipp kann ich noch sagen, schreibt auf wieviele Kilometer Ihr jeden Tag fahrt, sammelt Quittungen, die mit dem KH-Aufenthalt zusammen hängen (Parkgebühren etc.) Eventuelle könnt Ihr das bei der Steuer geltend machen.

Den Behindertenausweise bekommst Du beim Versorgungsamt (auch anrufen). Da lässt Du Dir ein Formular zu schicken, dass Du ausfüllst. Schreibe auf jeden Fall "Behinderung seit Geburt". Das Versorgungsamt holt sich normalerweise die Befunde von den Krankenhäusern, Ärzten.

Die Beantragung des Pflegegeldes geschieht ebenfalls bei der Krankenkasse, allerdings wird das auch erst im Entlassungsfall nötig, wenn Ihr einen Pflegedienst benötigt. Das Thema würde ich etwa vier Wochen vor Entlassung angehen, dann seht Ihr etwas klarer, wieviel Stunden Pflege Ihr benötigt etc.

Ich würde aber bei Eurer Maus bleiben und mir nicht zu viel Stress wegen den Behördengängen machen. Telefonieren geht ja meistens ganz gut. Und die meisten Sachen werden eigentlich auch rückwirkend genehmigt.

Eine gute Zeit wünscht Euch
Sabine mit Stella (06/2002, fröhliches Rollikind, globale Entwicklungsverzögerung unbekannter Ursache, spricht nicht, hat aber ein gutes Sprachverständnis, Schluckstörung)

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Ramona1982
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Beitragvon Ramona1982 » 17.08.2004, 15:07

Auf jeden Fall, wir verlassen diesen Ort nicht bevor wir unsere Maus bei uns haben da würde ich durchdrehen!!

Vielen vielen Dank für die ganzen Tips, die "halbe Miete" haben wir schon, war doch gar nicht so schlimm wie ich dachte :wink: und die wichtigsten Dinge sind schonmal in die Wege geleitet worden! Es funktioniert bis jetzt alles über den Postweg!*freu*
Liebe Grüße

Ramona, Melissa *05.08.2004 - †28.11.2011 (Fraser Syndrom/Frühchen 29.SSW,Tracheotomiert (Larynxatresie), PEG,blind,keine Stimme,minim.schwerhörig,Syndaktilien) & Robin *30.11.07,41.SSW gesund

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Beitragvon conni » 17.08.2004, 15:08

Hallo Ramona,

alle Hilfsmittel wie Pflegebett, Absauggerät, Inhalator usw. usw. müßt ihr dann auch bei der KK beantragen. Das solltet ihr Rechtzeitig machen, da die Beschaffung bei manchen Krankenkassen länger dauert. Vielleicht hat eure Klinik schon mal vorab eine Liste, was ihr so alles benötigt und dann könnt ihr das schon im Vorfeld mit der Krankenkasse abklären. Aber zuerst soll eure Maus erst mal stabil werden. Die Fragen kommen dann von alleine und die werden hier immer postwendend beantwortet.

LG Conni
Theresa (12/00), unbalancierter Gen-Defekt von 5 Chromosomen, Entwicklungsstand von ca. 3 Mon. und einigen sonstigen "Strickfehlern"
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Beitragvon Ramona1982 » 17.08.2004, 15:17

Danke schonmal für den Tip, ist gespeichert :D

Öhm...PflegeBETT :?: :think:
Liebe Grüße



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Beitragvon zwillis » 17.08.2004, 17:17

Hallo Ramona,

auch von mir Herzlichen Glückwunsch und alles Gute für deine Melissa!

Für ein Pflegebett ist es ganz bestimmt noch zu früh :wink: , wo die Maus noch so klein ist.
KK (ganz wichtig), Pflegekasse und Versorgungsamt, da geht fast alles über den Postweg oder das Telefon.
Wichtig und sehr langwierig ist die Suche nach Hilfe für die Pflege zu Hause!
Ich selbst habe Zwillinge (26.SSW) und nach 88 Tagen Intensivstation durfte ich sie mit knapp 2000 g mit nach Hause nehmen. Um das alles zu bewältigen, kam die Hebamme, eine Krankenschwester, bei Bedarf die Kinderärztin und eine Bobaththerapeutin zu uns nach Hause...wenig später dann auch die Frühförderung.
Es ist allerdings eben nicht ganz einfach, jemanden zu finden (war wenigstens bei uns so)...nicht jeder Pflegedienst hat Erfahrung mit Kindern, einige Therapeuten machen keine Hausbesuche ect.

Liebe Grüße und viel Kraft für die kommenden Wochen
Kathrin
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Beitragvon conni » 17.08.2004, 18:37

Hallo Kathrin, Hallo Ramona,

wir haben auch bei Theresa sofort bzw. mit 9 Mon. ein Pflegebett bekommen.
Zum absaugen der Trachealkanüle mußt du dich ja immer nach unten bücken, der Kanülenwechsel und die Stomapflege werden leichter gemacht in aufrechter Haltung als gebückt. Selbst auf der höchsten Stufe im Gitterbett bleibt dir das nicht erspart und das geht ganz schön ins Kreuz, das kannst du mir glauben.
Wir haben ein Pflegebett das elektrisch rauf und runter fährt. Die niedrigste Höhe ist wie ein Gitterbett im KH. Die Seitenteile kann man dementsprechend hoch zumachen. Brauchen wir aber auch net, da Theresa ja nicht sitzen kann oder krabbeln. Bei uns sind die Gitter immer in der mittleren Stellung. Ganz oben sähe es aus wie im Gefängnis. :lol: :lol:

LG Conni
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Beitragvon Ramona1982 » 17.08.2004, 19:05

Was es nicht alles gibt :shock:

Gut dass ich hier gelandet bin :mrgreen: :whistling: :wink:
Liebe Grüße



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