MDK im Anmarsch - habt ihr Tipps etc.?

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Gast

MDK im Anmarsch - habt ihr Tipps etc.?

Beitragvon Gast » 15.08.2004, 12:32

Hallo Zusammen,
nachdem wir Anfang Juli Antrag auf Pflegegeld gestellt haben, hat sich jetzt für kommenden Freitag der MDK angesagt. Ein Pflegeprotokoll für den Zeitraum von 10 Tagen haben wir erstellt und ein Fieberprotokoll, da unser Lars Dauerfieber hat (ohne Infektionszeichen). Er fühlt sich ja dadurch sehr schlecht , ihm ist übel und er kann nur schlecht Nahrung aufnehmen. Eigentlich müßte das doch berücksichtigt werden.
Was für Tips(oder Tipps) habt Ihr denn für uns. Wie verhält man sich bei der Begutachtung und welche Unterlagen sollten wir noch haben? Lars ist jetzt 15 Monate.

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Beitragvon Thomas » 15.08.2004, 12:42

Hallo Michael,

in der Rubrik Rechtliches findest du schon jede Menge Tipps zur Pflegestufe. Schau doch mal hier rein: http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic155.html

Schönen Gruß
Thomas
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Beitragvon anke » 15.08.2004, 21:19

Hallo Michael,

auch wir hatten sehr früh den MDK bzw. einen Vertreter einer privaten Organisation bei uns.

Wichtig ist, dass ihr darlegt, was Ihr mehr macht- im Gegensatz zum gesunden Kind. Obwohl Joost unser 3. Kind ist, musste ich mich schon ziemlich anstrengen, um alle Zeiten zusammen zu bekommen, da auch die Pflege von Joost ja auch zu unserem Alltag gehört- sprich für uns nicht das super Besondere ist.

Ihr solltet auf gar keinen Fall etwas in der Pflege verharmlosen- sicherlich aber auch nicht zu sehr übertreiben.

Viel Erfolg und liebe Grüße

Anke



Sicherlich solltest Du die Situation der Nahrungsaufnahme sehr gut ausführen können.
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Beitragvon Beate » 15.08.2004, 22:16

Hallo Michael,

wie Thomas schon sagt, hier gibt es schon viele Tipps.
Ich habe von unserer KG zusätzliche Tipps bekommen. Die Wohnung muss nicht penibel aufgeräumt sein (ihr habt schließlich genug mit eurem Kind zu tun). Ihr solltet, trotz Allem, nicht "freudestrahlend" reagieren (ihr seid mit den Nerven am Ende). Vorteilhaft ist es auch, wenn Eltern und Kind übermüdet sind (man sieht im Alltagsstress auch nicht immer frisch aus).
Mich haben diese Tipps erst irritiert. Aber die Kids sind meistens besser drauf, als im üblichen Alltagsgeschehen. Dann kann sich der MDK ein quengelndes Kind kaum vorstellen.
Hoffentlich verstehst du das jetzt nicht falsch. Aber die Kleinigkeiten am Rande fallen den Leuten ins Auge.
Wenn die Nahrungsaufnahme für Lars so schwierig ist, denk daran, dass das ständige Wäsche wechseln und waschen zu den Pflegezeiten gehört.

Viel Glück am Freitag!

Beate
Sarah *02.96 Lissenzephalie Typ I (läuft leider nicht mehr - spricht ca. 40 Worte - schwere Wahrnehmungsstörungen - globale Entwicklungsstörungen - resistente Epilepsie(inzw. fast anfallsfrei - Ataxien)
Sie ist glücklich und hat viel Spaß!

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MDK im Anmarsch

Beitragvon AnnaL » 16.08.2004, 10:48

Hallo Michael,
vieleicht hast Du ja Glück, und es kommt ein netter Mensch vom MDK. Wenn nicht: es gibt immer die Möglichkeit des Widerspruchs!

Wenn der Kleine immer fiebert werdet ihr nachts doch sicher oft aufstehen müssen um ihm Flüssigkeit zu geben?
Wenn die Nahrungsaufnahme so schwierig ist dauert sie auch länger als bei einem gesunden Kind.
Dann habt ihr doch auch sicherlich viel Wäsche, der Boden oder das Bett oder die eigene Kleidung werden vollgespuckt.
Das sind alles Sachen über die Ihr Zeitten zusammenbekommt. Auch ein fieberndes Kind stundenlang auf dem Arm zu schaukeln gehöhrt nicht zu den ständigen Tätigkeiten Eltern gesunder Kinder.

Die üblichen Sachen wie Zähne putzen, kämmen etc solltet ihr auch nicht vergessen.

Wir hatten eine sehr nette Begutachterin und andere die ich kenne auch. Die anderen haben alle Widersprüche bekommen! (Zur Wiederholung)

Vie Glück
Anna

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Beitragvon Christoph » 16.08.2004, 15:03

Hallo Michael,

aus eigener, nur wenige Tage alter Erfahrung kann ich nur sagen, dass wir beste Erfahrungen damit gemacht haben, den Gutachter zum Mittagessen da zu haben. Jonas war, gegen alle Erwartung, ein superschlechter Esser und der Gutachter voll des Mitgefühls mit den Eltern und unserem "schweren Schicksal". Pflegetagebuch war da kein Thema mehr und unsere Zeiten wurden von ihm sogar noch nach oben korrigiert. Keine Ahnung wie Euer Kleiner in einer solchen Situation reagiert, falls er aber ein zeitaufwendiger Esser ist, egal ob mit oder ohne Publikum, nutzt diesen Sachverhalt aus, denn die meiste zusätzliche Zeit gegenüber einem normalen Kind bekommt Ihr über's Essen und Trinken inklusive Essen vorbereiten und das Kind hinterher wieder chic machen, wir kochen für Jonas bspw. immer gesondert, er lässt oft Flüssigkeit auf's Shirt laufen und muß dann umgezogen werden usw.
Hat er an diesem Tag auch alles genau so vorgeführt, sein Theater war für den Gutachter beindruckend und er wurde von mir über den Klee gelobt.

Gruß und viel Erfolg

Christoph
Jonas, 28.04.2002 - 29.11.2006, David, 12.05.2004 und Mia, 12.09.2007

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Beitragvon Sabine2 » 16.08.2004, 15:27

Hallo,

habt Ihr Treppen im Haus? Wir wohnen im 3 Stock Altbau und unsere Gutachterin war voll des Mitleids ob der Treppen (und auch unseres Schicksals). Dabei hatte ich ein so schönes Tagebuch geführt, aber das hat sie angesichts der Treppen überhaupt nicht interessiert.

Grüße
Sabine mit Stella (06/2002, fröhliches Rollikind, globale Entwicklungsverzögerung unbekannter Ursache, spricht nicht, hat aber ein gutes Sprachverständnis, Schluckstörung)


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