Intensivtherapie und Arbeit

Zum Teil unterscheiden sich die rechtlichen und organisatorischen Strukturen zwischen Deutschland und den verschiedenen Nachbarländern erheblich. Hier in dieser Rubrik sammeln wir alle landesspezifischen Infos.

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simon2005
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Intensivtherapie und Arbeit

Beitragvon simon2005 » 20.03.2009, 05:54

Hallo!

Ich mach jetzt das erste mal mit meinem Sohn Intensivtherapie in Waldhausen. Das sind insgesammt 2 Wochen hintereinander. Vom 23.3 - 3.4.09
Bewilligung vom Land haben wir.

Jetzt meine Frage. Mein Arbeitgeber hat zuerst behauptet ich muß eine Woche Pflegeurlaub nehmen und die 2. Woche eigenen Urlaub oder frei.
Dann haben wir uns auf 2 Wochen Pflegeurlaub *geeinigt*

Wie ist das bei euch?
Gibts da nicht was anderes?
Muß man seinen Pflegeurlaub hernehmen?
Was ist wenn er das restliche Jahr krank ist?

Also ich kann mir das nicht vorstellen.

Laut Sachverständigengutachten hat Simon einen gesamtgrad der Behinderung: 50 vH voraussichtlich mehr als 3 Jahre anhaltend.

Es kann doch nicht sein, das eine Mutter mit einem behindertem Kind gleichgestellt wird, wie eine Mutter mit gesundem Kind. :?:
Ich wär euch sehr dankbar über Auskünfte.

LG Michi

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Andrea5
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Beitragvon Andrea5 » 20.03.2009, 11:28

Hallo Michi,

sei froh das du 2 Wochen Pflegeurlaub bekommen hast. Ich wohne in Deutsch-
land, bin Bundesbeamtin. Ich bekomme zwar 10 Tage, wenn mein Kind krank
ist und es zu Hause betreue. Wenn ich als Begleitperson mein Kind stationär
im KH, SPZ oder zu einer Intensivtherapie mitgehe, bekomme ich kein
Sonderurlaub dafür mit der Begründung, mein Kind wird ja dort betreut. Habe
ja schon bei der Gewerkschaft gefragt, keine Chance Sonderurlaub zu be-
kommen. Da bleibt nur Überstunden machen auf der Arbeit und sie dafür nehmen.

Es gibt bei Kindern mit Behinderung keinen Sonderbonus. Als Beamtin ist man
sogar noch schlechter gestellt als Arbeiter oder Angestellter, da übernimmt
die KK wenigstens den Verdienstausfall zu einem großen Teil. Und dafür
unbezahlten Urlaub nehmen sehe ich nicht ein.

LG
Andrea
Andrea Bj.1965/ Jan 11/98 KISS(KIDD) blockadefrei, Legasthenie mit kormobide AVWS
Ben 01/04 KISS(KIDD) blockadefrei , frühkindl. Autismus, Wahrnehmungsprobleme, expressive Sprachstörung , Hyperakusis und
Sternenmama *1931 bis 09/2019

"WAS NICHT PASST, WIRD PASSEND GEMACHT" (von Peter Thorwarth)

ehemaliger User

Beitragvon ehemaliger User » 20.03.2009, 12:41

Es gibt keinen Sonderbonus für behinderte Kinder, nicht einmal für welche, die Einstufung auf 100% haben und Pflegestufe 7 haben...

Am besten einarbeiten so wie Andrea5 geschrieben, wenn es firmentechnisch geht.

Man kann nur auf einen verständnisvollen Chef hoffen. Ich werde mal den Google bemühen, vielleicht hab ich ja noch nicht alles gelesen.

Wünsch Euch eine akzeptable Lösung, alles Gute

simon2005
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Beitragvon simon2005 » 20.03.2009, 19:13

Danke für eure Antworten!

Da geht es mir ja noch gut, dass mein Sohn nicht so stark behindert ist.

Ich finde, da gibt es starken Nachholbedarf seitens des Arbeitgebers.

Silvia & Iris
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Beitragvon Silvia & Iris » 29.03.2009, 12:22

Hallo Michi,

wünsche euch schönen Aufenthalt!
Gerade beim ersten Mal muss man ja auch dabei bleiben, damit die Therapeuten und das Kind sich kennen lernen können!

Da ich nicht arbeite (2 Kinder, das eine war bis jetzt unter 3 Jahre) - und keine Personen die die Kinder mitbetreuen... - Bleibt mir nichts anderes übrig!

Viele Grüße

Silvia
Liebe Grüße
Silvia
Tochter *03/2003, PCH, HG-versorgt, ein Sonnenschein
Sohn *03/2006 AVWS + was so dazu gehört


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