Windpockenimpfung?

Mit einem besonderen Kind sind Eltern oft Dauergäste beim Kinderarzt. Hinzu kommen Krankenhausaufenthalte und Besuche bei Spezialisten und im Sozialpädiatrischen Zentrum.

Welche Untersuchungen machen Sinn? Wo ist mein Kind in guten Händen? Zahlt die Krankenkasse alle Behandlungen? Fragen über Fragen...

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Judith
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Windpockenimpfung?

Beitragvon Judith » 30.08.2005, 21:02

Hallo zusammen,

nein, ich möchte nicht eine ALLGEMEINE Impfdiskussion lostreten (obwohl das ja ein sehr spannendes, wichtiges Thema ist), sondern gerne gezielt nach der Windpocken-Impfung fragen.
Meiner Kinderärztin hatte die empfohlen, weil mein Sohn aufgrund seiner grundsätzlichen Infektanfälligkeit (die aber -Gottseidank- im nun vierten Lebensjahr absolut abgenommen hat :D ) dafür ein Kandidat sei... .

Nachdem er nach der 1. MMR 5 Tage 40 Fieber hatte, bin ich auch ein bissl ängstlich was das Thema impfen angeht, aber habe bis jetzt alle Impfungen durchgeführt.

Wer von Euch hat sein Kind denn gegen Windpocken impfen lassen? Gabs irgendwleche Probleme? Oder positive Erfolge (Windpocken nur ganz schwach z.b)?

Vielen Dank für Eure Infos,
Jduiht

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Anny
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Beitragvon Anny » 30.08.2005, 21:10

Hallo Judith!

André ist auch immer sehr anfällig auf Krankheiten, deshalb hatte uns unsere Ärztin ebenfalls empfohlen, ihn gegen Windpocken impfen zu lassen. Das haben wir dann auch vor einem Jahr machen lassen. In seiner Kita gab es seitdem 4-5 mal Windpocken und André ist bis jetzt noch nicht daran erkrankt. :lol:

Also kurz gesagt, war es eine gute Entscheidung! :P

Hoffe, dass ich Dir damit weiterhelfen konnte.

Liebe Grüsse
Anny :hand:
André (04.2002), kombinierte Wahrnehmungsstörung,zentrale Sprachverarbeitungsstörung bei kombinierter Entwicklungsstörung,zentrale Koordinationstörung ,Tonusstörung,reaktive Verhaltensauffälligkeiten,Hörvermögen 60% versorgt mit Hörgeräten

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Isolde
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Beitragvon Isolde » 30.08.2005, 21:35

Hallo Judith,

normalerweise, wenn Du Dein Kind gegen Windpocken impfen lässt,
dürfte es überhaupt keine Windpocken bekommen.
Ganz wenige bekommen eine abgeschwächte Form.
Deswegen ist ja die Impfung - dass es diese "Seuche" dann nicht mehr geben soll.

Ich würde nicht impfen lassen, ich habe nicht impfen lassen,
Jonathan hatte die Windpocken und hat genau wie tausende und abertausende von anderen Kindern keinerlei Probleme gehabt, und das Fieber hat ihn gestärkt und seine Abwehr ebenso.

Alles was man unterdrückt im Körper, kommt woanders wieder zum Vorschein.

Generelle Meinung von mir - nur auf die Windpocken bezogen.

Lieben Gruß - Isolde
Zuletzt geändert von Isolde am 31.08.2005, 10:52, insgesamt 1-mal geändert.
„Ich habe den lieben Gott in manchen Kneipen besser kennengelernt als in manchem Bibelkreis.“ Rainer Maria Schießler, Pfarrer in München St. Maximilian

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Beitragvon MichaH » 30.08.2005, 21:36

Hallo!
Dominik ist auch gegen Windpocken geimpft,da wir schon zweimal in der Klinik waren und auf der Station Windpockenalarm war und er aufgrund seiner Erkrankung immer eine Prophylaxe dafür dann bekommen hat, dass er keine Windpocken kriegt.
Letztes Jahr als er in der Klinik war wird vermutet, dass er Windpocken hatte ( er hatte 5 Pusteln am Bauch und das war's).
Ich habe nicht bereut Dominik impfen zu lassen.

Liebe Grüße

Micha und Dominik

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Beitragvon Sabine » 30.08.2005, 22:17

Hallo Judith,

wir haben Jan-Paul als schwer behindertes Kind impfen lassen, weil wir vermuten, dass er aufgrund seiner Behinderung nicht in der Lage wäre, seine Krankheit "zu verstehen". Er kann sich nicht kratzen, wir wissen nicht, wie hoch das Fieber gehen würde und außerdem habe ich Angst vor einem Fieberkrampf und "Ausarten" seiner Epilepsie.
Ob wir unseren Tim-Henrik impfen lassen, weiß ich noch nicht. Vielleicht warten wir bis zum Schuleintritt und lassen ihn impfen, wenn er sie bis dahin noch nicht gehabt hat.
Je älter die Kinder bei einer Windpockenerkrankung sind, umso schwerer ist nämlich meistens der Verlauf.

Lieben Gruß,
Sabine

P.S.: Jan-Paul hatte nach der Impfung übrigens keinerlei Nebenwirkungen - weder Fieber noch sonst irgendwas.
Unsere Vorstellung? -> hier klicken
Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
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Beitragvon kathrintroeh » 30.08.2005, 23:07

hallo,

ich hatte sammy auch vor einem jahr impfen lassen gegen windpocken. er hatt keien probleme und das, obwohl er auch schnell anfällig ist. wir haben alle impfungen durcfh und machen auch die wiederholungsimpfungen.
sabine hat recht, je älter das kind wird, um so größer ist das risiko, wenn das kind an windpocken erkrankt, das bleibende schäden zurüclbleiben.

ich möchte dir jetzt keine angst machen, aber die impfungen sind schon sehr wichtig, da es viele kinder und erwachsene gibt, die ein schlechtes immunsystem haben und sich gegen solche krankheiten nicht wehren können.

liebe grüße kathrin
kathrin 07/ 1975 mit ehemann sven 07/ 1973 und den süßen kindern stella 12/ 2001 und gesund sowie sammy 07/2003 Dysmeliesyndrom (beide Daumen fehlen und der linke Arm ist etwas verkürzt) sowie konstantin maurice 25.09.2008

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Beitragvon Silke G.S. » 30.08.2005, 23:14

Hallo. Charlotte ist auch gegen Windpocken geimpft. Nachdem unser Sohn eine Gehirnentzündung durch die Windpocken hatte und 4 Wochen Krankenhaus hinter sich hat-er konnte nicht mehr laufen, seinen Kopf nicht mehr gerade halten usw.- gab es für uns keine Diskussion über diese Impfe. Das möchte ich nicht noch einmal durchmachen- bei dieser "ganz normalen Kinderkrankheit". Halte mich auch immer sehr zurück bei Äusserungen wie z.B.: "Wenn mein Kind die Windpocken hatte ist es doch gut. Besser im Kindergarten als in der Schule".
Aber es muß jeder für sich entscheiden.
Charlotte hatte keine Nebenwirkungen durch die Impfe, obwohl sie bei jeder anderen Impfe etwas Fieber hatte.
Schöne Grüße Silke

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Beitragvon Jacqueline Mulle » 31.08.2005, 07:50

Hallo, auch Jacqueline ist gegen Windpocken geimpft, nach der Empfehlung unseres Kinderarztes, aufgrund ihres geschwächten Immunsystems. Die Impfung hat sie gut überstanden, auch keine leichte Form der Windpocken durchgemacht (was laut Kinderarzt vorkommen kann). Sie kann trotzdem irgendwann noch Windpocken bekommen - aber eben sehr abgeschwächt.

Meine große Tochter wurde auch nicht geimpft, hat Windpocken unbeschadet überstanden, ist aber auch kerngesund.

Man sollte schon bei jedem Kind individuell darüber entscheiden wann und gegen was geimpft wird. Und auf sein Gefühl hören.

Liebe Grüße

Monika

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Beitragvon Natalie » 31.08.2005, 08:37

Hallo,
ich habe auch schon seit einiger Zeit mit meiner Kinderärztin die Windpocken-Diskussion. Sie möchte impfen, ich bin unsicher, mein Mann ist dafür, Majas Krankengymnastin dagegen. Sie hat aber bei keiner einzigen Impfung Probleme gehabt. Durchläuft aber gerade die Zecken-Impfung und kriegt einen Schreikrampf wenn sie hört das sie wieder eine Spritze bekommen soll. Ich finde die Entscheidung auch sehr schwierig, vieles spricht dafür, dann habe ich mich aber im Internet schlau gemacht und da gibt es eine Gegendarstellung, dort wird gesagt dass alle Punkte die für die Impfung sprechen, nur von der Firma aufgestellt wurden, die diesen Impfstoff herstellen, und teilweise recht zweifelhaft sind. Dort wird dann wieder vor den Folgeschäden einer Impfung gewarnt, aber woher die ihre Quellen haben, ist eben auch nicht ersichtlich.Ich habe gerade noch mal nachgeschaut unter www.impfkritik.de/windpocken könnt ihr das nachlesen. Ich habe jetzt gesagt das ich es mir bis zum Jahresende überlegen werde. Aber ich denke wenn sie es noch nicht gehabt hat bis sie zur Schule kommt, dann lasse ich sie wahrscheinlich dann impfen.
Ich denke, du mußt dich auch nach deinem Gefühl richten.
Viele Grüße, Natalie
Maja 11/01 spastische Hemiparese rechts, Philipp 06/03, Eric 06/06

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kachiya
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Beitragvon kachiya » 02.09.2005, 13:09

Hallo,

Finley hatte die Windpockem und es war nicht so schlimm, er war 17 Monate alt. Von 18 Kindern seiner Krippengruppe waren nur noch 7 übrig.
Gegen den Juckreiz gibt es gute Mittel, wir hatten ein homäopathisches (Rhus Toxicodendron). Außerdem hatte Finley immer so trockene rote Hautstellen, die sind seit Ende der Windpocken verschwunden.
Bei Neurodermitis und anderen Hauterkrankungen ist die Impfung evtl. empfehlenswert.

LG,


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