Windpockenimpfung?

Mit einem besonderen Kind sind Eltern oft Dauergäste beim Kinderarzt. Hinzu kommen Krankenhausaufenthalte und Besuche bei Spezialisten und im Sozialpädiatrischen Zentrum.
Welche Untersuchungen machen Sinn? Wo ist mein Kind in guten Händen? Zahlt die Krankenkasse alle Behandlungen? Fragen über Fragen...

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benni
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Beitragvon benni » 15.04.2006, 00:12

Hallo,

meine Jungs hatten beide die Windpocken und die Impfung gab es zu der Zeit noch nicht , wahrscheinlich hätte ich auch darauf verzichtet . Beim Großen haben wir als er 5 J. war die Windpocken kaum gemerkt, er hatte kein Fieber und nur wenig Ausschlag. Benjamin bekam sie mit knapp 2 J. mitten in einer Umzugsphase , er hatte Ausschlag , etwas Fieber und war insgesamt ziemlich unruhig , aber die weiße Tinktur und Fenistil Tropfen halfen gut gegen den Juckreiz und nach ca. 1 Woche war alles überstanden.

L.G.

Anja
Anja mit Benjamin 03/97- schwere Mehrfachbehinderung wahrscheinlich durch 6- fach-Impfung, Muskelhypotonie,Wahrnehmungsstörungen/aut. Züge, Grand-mal-Epilepsie, Skoliose, Gastrotube, Tracheostoma, Sondennahrung
Benjamin hat 1 grossen und 3 kleine Brüder

ClaudiaG
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Beitragvon ClaudiaG » 30.05.2006, 19:16

Hallo,

uns wurde die Impfung vom Neuropädiater empfohlen, weil Jérôme aufgrund seines Hydrocephalus sonst ungeahnte Komplikationen erleben könnte. Wir haben dann impfen lassen, wurde auch von der KK bezahlt, weil er schwerst-mehrfach behindert ist. Die Impfung hat er gut vertragen.

Mein Großer bekam die Windpocken im Kindergarten, er hatte nur wenige Pusteln. Ich selbst hatte sie als Kind und 20 Jahre später nach der Geburt meines Großen nochmals. Ich brauchte 3 Ärzte, bis der Ausschlag als Windpocken diagnostiziert wurde. Mein Großer bekam sie damals nicht sondern eben erst 5 Jahre später.

Mein Bruder bekam sie mit ca. 30 Jahren zum ersten Mal. Es hatte ihn heftig erwischt und er lag ziemlich lange krank.

Bei Kindern mit schwachem Immunsystem würde ich die Impfung vornehmen lassen, bin aber auch grundsätzlich fürs Impfen. Hatte bisher auch nie Probleme. Die Aufklärung sollte aber wohl gerade bei behinderten Kindern besser sein über die zu erwartenden Nebenwirkungen bei der Impfung, wie die Erfahrungsberichte anderer Eltern aus dem Forum zeigen.

Liebe Grüße
Claudia mit Jérôme (*4/2000, HC, blind, psychmot. Retardierung) aus Gelsenkirchen

nataschawolle
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Beitragvon nataschawolle » 30.05.2006, 19:48

hi

meine beiden großen hatten die windpocken so stark, hoch fieber und in allen körperöffnungen unter den augenliedern in den ohren mund im genitalbereich, einfach nur schrecklich und egal was wir gemacht hatten, es hat sehr gejuckt, anschließend war die haut so sehr angegriffen und die kids noch wochen danach schlaff, deswegen wollten wie die twins impfen lassen, doch die pocken waren schneller als unsere entscheidung und unser gesundheitszustand, immer war etwas, was das impfen verhinderte, die zwillinge waren in 5 tagen fitt hatten zwar dolle pusteln, aber nur am körper und nciht mal halb so viele wie die großen. im mund und genitalbereich war nicht erwähnendes. dennoch würde ich impfen lassen, denn die tortur was meine große mitgemacht haben, will ich keinem kind zumuten.

jetzt sind wir ma fsme zecken impfen und hoffen auf bollirose impfung.
ein kind im kiga ist an neurobollirose erkrankt, und muß nun für 14 tage ins krankenhaus um antib. intra zu bekommen weil im nerfenwasser bollirosen zu finden waren. das hat mich sehr erschreckt

lg natascha
die eigentlich keinen roman schreiben wollte
natascha mit julia 93, gina 97 mageneingangfehlbildung mit reflux (hiatushernie) morotrische defizite, maria und anna 02, zehenfehlstellung, empfindliche lungen, maria extrem mit narbenbildung nach lungenentzündung, die 4 sind das wundervollste chaos dieser welt

Renate63
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Windpocken-Impfung

Beitragvon Renate63 » 30.05.2006, 20:45

Hallo,

unser jüngster Sohn Matthias ist im Sommer 2004 an einer derart starken Wndpockeninfektion erkrankt, dass er daran und an einer nachfolgenden Sepsis mit resisten Streptokokken fast gestorben wäre. Er war schon vorher bekannter Epileptiker, aber er hat dann auch noch eine Kleinhirnentzündung durch die Windpocken gehabt und wir denken, dass dies alles mit ein Auslöser für seine jetzigen Probleme war. Obwohl ich gelernte Kinderkrankenschwester bin, habe ich Windpocken selbst als wirklich harmlos angesehen, bis zu dieser Zeit. (anders etwa als Masern oder Röteln...). Heute würde ich wirklich alle meine Kinder im Nachhinein noch impfen lassen.(Es sind 3 ) Für Matthias kommt diese Einsicht leider zu spät, er ist seit dieser Zeit wachstumsverzögert (Zusammenhang wird von mir nur vermutet), und die geistige Entwicklung kommt nicht mehr so richtig mit seinem Alter mit, trotz intensivster Förderungen und guter Einstellung durch seine Medikamente...

Gruß aus Augsburg,

Anette

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Beitragvon Kerstinfalke » 30.05.2006, 21:00

Hallo,

ich habe meinen Sohn auch nach ärztlichen Rat impfen lassen. Unsere Tochter hatte vor 2 Jahren (da war sie 7 Jahre)die Windpocken und das war für sie wirklich schlimm. Sie hatte schlimme Pusteln an der Fußsohle und wollte eine Woche nicht laufen. Außerdem hatte ich tierisch Angst, dass sich der Kleine ansteckt, er war gerade 1 Jahr und eben erst aus der KLinik entlassen... das wäre ein Fiasko geworden. Es ist eigentlich nur eine Kinderkrankheit, aber man weiß ja nie wie dumm es manchmal laufen kann. Er hatte keinerlei Nebenwirkungen und es war nur ein kleiner Piekser.

Liebe Grüße
Lucamama
Luca 03 Frühchen 24 SSW, blind, entwicklungsverzögert und Zwillingsschwester Emilia ein Sternenkind; emotionaler Mittelpunkt der Familie von Lissi 14, Maschi 23, Karo 23 und Mama *67 & Papa *62

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Beitragvon kachiya » 30.05.2006, 21:35

Hallo,

ich würde eine Windpockenimpfung davon abhängig machen, ob mit Komplikationen zu rechnen ist oder nicht.
Ein gesundes Kind braucht meiner Meinung nach nicht geimpft zu werden, Windpocken sind lästig, aber ansonsten harmlos. Unser Sohn hat vor einem Jahr die Windpocken gehabt. Es war zwar nicht schön, aber mit dieser weißen Paste und Rhus Toxicodendron Kugeln hat er die Windpocken innerhalb von einer Woche überstanden. Sein Hautbild war vor den Windpocken nicht gut, er hatte rote trockene Hautflächen. Nach den Windpocken waren sie weg :) . Windpocken können also auch Vorteile haben. Aber Neurodermitiskinder sollten besser geimpft werden, ebenso Kinder mit schwachem Immunsystem und anderen Grunderkrankungen, die Komplikationen hervorrufen können.

LG,

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Beitragvon Mariposa » 30.05.2006, 22:30

Hallo,
da Windpockenviren ja zur Familie der Herpesviren gehören, habe ich unseren Neurologen mal gefragt ob für Louisa nicht doch eine Impfung besser wäre.....er meinte nein, nicht nötig. :?:
Eure Beiträge verunsichern mich jetzt total. Haben wir eingrösseres Risiko Komplikationen zu bekommen, grrrrr?
Muss mal den KIA fragen oder den Therapie-begleitenden Arzt. - Mein Grosser ist geimpft worden als Kleinkind und hatte nach einer ANsteckung einen ganz leichten Ausbruch. Beim zweiten Kind dachten wir damals das ist doch eh nicht nötig...??? Hm.
LG
MArtina
Martina, Dorian(99) Louisa (01)/Louisa hatte 05 eine Herpes Enzephalitis wobei ihre re. Gehirnhälfte komplett zerstört wurde; li. Defekte; fokale Anfälle/Sturzanfälle/Serien, Hemi li., Aphasie, Ataxie, frontale Enthemmung, Verhaltensstörungen, Hemisphärotomie 8.8.07, VNS 12/2012-seither stabilere Epi-Situation, Verbesserung!

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Beitragvon tanja13 » 01.06.2006, 00:12

Hallo wir haben unseren Kleinsten letzte Woche impfen lassen. Unser KA haat gesagt das es auch schon bewiesen ist das man im Erwachsnen Alter die Gürtelrose nicht so schlimm bezw. gar nicht kriegt wenn man die winpockenimpfung hat .Und die als Kind die WP hatte sie wesentlich schlimmer verläuft bezw.zum Tod führen kann.Ich denke das es auch für die besonderen <kinder auch sehr wichtig ist und sie ja nicht gerade alles mitnehmen sollen gerade wenn sie geschwächt sind und umso älter sie werden um so weniger kann man eine schwere Krankheit brauchen.L.G. Tanja
Finn Ole 05.02.02 Entwicklungsverzögert,Wahrnehmungsgestört,Epilebsie, ADHS,Becker Kiener,Linnea30.05.03 Tjorben05.03.05Becker Kiener ADHS und unser Kjell Mikka21.03.09-16.1.13,Syndrom.Stoffwechselerk.,kein funktionierender Duenn und Dickdarm mit atonen Magen,Peg, Broviac ,TPE Ernährung,und AP Anlage Mama1977, Papa1958

ehemalige Userin

Beitragvon ehemalige Userin » 01.06.2006, 09:24

Ich wünschte,ich hätte meine Kinder impfen lassen.Christina bekam Windpocken,da war ne Impfung noch nicht aktuell im gespräch,sie bekam einen heftigen Fieberkrampf und lag 3 Wochen mit vielen Pusteln und Fieber.
Die beiden Jungs wollte ich impfen lassen im Januar 2005,den Termin hatten wir schon,da brachte Niklas im Dezember 2004 die Windpocken aus dem Kindergarten mit nach Hause und lag auch 3 wochen,teilweise mit recht hohem Fieber und sämtliche Neurodermitisstellen waren mit infoziert mit Pusteln,er hat sich sehr gequält.Unser Florian bekam mit gerade mal 6 Monaten dann 2 Wochen später die Windpocken und hatte dadurch Atemaussetzer,alleine 300 Pusteln im Gesichts-und Halsbereich,er verweigerte Flüssigkeit wegen der vielen Pusteln im und am Mund,...


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