Wohngeld

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MichaelK
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Beitragvon MichaelK » 15.11.2013, 16:32

MichaelK hat geschrieben:Summa summarum sollen wir, nach diesem "Bescheid", jetzt 230 € weniger bekommen, wie vorher mit Wohngeld und Kinderzuschlag.
Zur Erinnerung: ALG II musste beantragt werden, weil die Bedürftigkeit mit Wohngeld und Kinderzuschlag nicht mehr vermieden werden konnte.

Man denkt, man ist im Irrenhaus. Statt 30 € mehr soll es 230 € weniger geben. :roll:


Hallo,

.... inzwischen wurde der Bescheid abgeändert. Im Prinzip soll die Leistung jetzt aus 202 € bestehen. Wohngeld und Kinderzuschlag zusammen waren vorher 265 €.
Widerspruch läuft (über RA). Lt. RA wurde die angemessene Miete zu Unrecht gekürzt. Nach Rechtslage müsste die Leistung etwa 325 € betragen.

Durch die Einmalbeantragung Erstattung Eigenanteil orth. Schuhe im März steht auch ab März ALG II zu, anstelle Wohngeld und Kinderzuschlag. Der Betrag für die Schuhe wurde inzwischen überwiesen. Abhilfebescheid dafür liegt vor.
Nun hat das JC (ohne Bescheid) uns für März 50,74 € KdU überwiesen (telefonisch rausgefunden :!: ) ALG II - Leistung trotz Kinderzuschlag und Wohngeld? Und wieso nur März?
Da herrscht jetzt vermutlich das totale Chaos. Anwalt kümmert sich. :wink:

LG Michael
Michael für den Liebling der Familie: Lars, geb 04/03 Lumbale Spina bifida mit HC (v-p-Ableitung), Arnold-Chiari-Malformation Typ 2
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Ainslie2009
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Beitragvon Ainslie2009 » 17.11.2013, 21:28

Oh wir haben auch mal wieder eine super Erfahrung mit dem Wohngeldamt gemacht.

Bei Abgabe des Wiederbewilligungsantrages im September gab man mir ja die Auskunft, die Bearbeitung würde 8 Wochen dauern. Nun gut, die 8 Wochen waren am Montag um und ich rief Donnerstag dann mal auf der Wohngeldstelle an, um nach dem Bearbeitungsstand zu fragen.

Was ich zur Antwort bekam, verschlug mir einfach nur die Sprache: Ich würde einen Anhörungsbogen bekommen, wir hätten Einkommen unterschlagen. Ich solle am 4.12 um 8:00 zur Wohngeldstelle wegen der Anhörung kommen, ob ich denn könne. Nein, ich kann nicht, ich arbeite, mein Mann auch, wir sind beider in der Probezeit und können nicht einfach mal so freinehmen. Von den Arbeitsstellen wissen die aber. Ich wollte dann genaueres wissen, wo ich welches Einkommen unterschlagen hätte (ich weiß von nix, ich wäre froh, wir hätten weiteres Einkommen und wären auf den Verein nicht mehr angewiesen), aber darauf bekam ich zu hören, das kläre sie nicht am Telefon, ich solle die Anhörung abwarten (war bis gestern nix im Briefkasten).

Ich habe ihr dann gesagt, dass ich die Angelegenheit zu meinem Anwalt gebe, weil es steht ja schließlich der Vorwurf des Sozialbetrugs im Raum und da ist eine anwaltliche Vertretung mehr als angebracht und auch unumgänglich. Sollte sich herausstellen, dass das mal wieder ein Fehler der Wohngeldstelle war (wäre nicht der Erste), dann müsse der Staat meine Anwaltskosten tragen, aber wenn sie das so möchte, bitte. Da wurde sie richtig böse und sagte, ich bräuchte keinen Anwalt, das kann man auch so klären. Ne, Sozialbetrug ist kein Kavaliersdelikt und das klär ich bestimmt nicht ohne Anwalt mit denen. Dies würde die Bearbeitung meines Weiterbewilligungsantrages nur hinauszögern meinte sie und außerdem müsse der Staat nicht meine Anwaltskosten tragen, weil die Wohngeldstelle schließlich im Recht ist, meinte sie dann. Gut, dann schenken wir uns die Anhörung, dann soll sie doch gleich das Wohngeld aufheben und dann sehen wir uns vor Gericht wieder, soll der Richter das klären.

Ich denk manchmal, ich bin im falschen Film. Achja, ab Anhörung und Entscheidung dauert dann der Weiterbewilligungsantrag nochmal mindestens 8 Wochen, so dass ich frühestens (wenn alles gut läuft) im Februar meinen Bescheid habe.
Arlett 8/78 starke Störung der Grob- und Feinmotorik, Sehstörung (GdB 50) mit Marc Fabian 7/07 ADHS, GdB 50, PG 3 und Ainslie Lucy 5/09 Kombinierte Entwicklungsstörung, ADHS, Atypischer Autismus, AVWS, Sprachentwicklungsstörung, Epilespie, GdB 60 mit Mz. H, B, PG 3

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Beitragvon MichaelK » 17.11.2013, 21:40

Hallo Ainslie,

ist doch nett von der Wohngeldstelle, dass die euch vorher über die "Unterschlagung" informiert. Normal machen die das erst hinterher und zeigen es gleich bei der Staatsanwaltschaft an. Hör dir erst mal in Ruhe an, was die zu beanstanden haben und dann versuch das sachlich und überlegt zu klären.

LG Micha
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Beitragvon Ainslie2009 » 19.11.2013, 19:14

Anhörung kam heute. Ich weiß aber immer noch nicht, welches Einkommen ich verschwiegen haben soll. Für meinen Mann wollen sie die Einkommenbescheinigungen seit 01.12.2007 (er war vom 12.07.2007 bis 31.08.2013 durchgängig in Elternzeit, ohne Einkommen) und von mir seit 1.1.13. Dass mein Mann in Elternzeit war, wusste die Wohngeldstelle, ich habe meine Einkünfte im September 2012 angegeben und seitdem keine Einkommenserhöhung von mehr als 15 % gehabt (nur die muss man lt. Gesetz melden). Ich weiß immer noch nicht, was die von mir wollen.
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Beitragvon MichaelK » 19.11.2013, 19:51

Hallo Ainslie2009,

seit 2007? Eu, da wird aber jetzt tief geschürft. Ich hoffe, es geht gut aus für euch. :wink:

LG Michael
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Beitragvon Ainslie2009 » 19.11.2013, 20:54

Ja wie die auf das Datum kommen, ist mir ein Rätsel. Mein Mann ist da seit Dezember 2005 angestellt gewesen, ab Juli 2007 in Elternzeit. Dass ich nie Kinderbetreuungskosten geltend gemacht habe, ist denen nicht aufgefallen. Was hab ich solange mit den Kindern gemacht? Daheim gelassen? Mitgenommen?

Ich werde mich mal kundig machen. Meines Erachtens ist da schon viel verjährt.
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Pia L. 2013
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Beitragvon Pia L. 2013 » 19.11.2013, 21:24

Junge junge da ist sich die Wohngeldstelle aber ziemlich sicher dass sie was gefunden haben sonst würden sie sich nicht so weit aus dem Fenster lehnen. Bin gespannt was das gibt. Versuch den Termin wahrzunehmen. Vielleicht hat dein Vorgesetzer Verständnis. Nimm gleich deinen Anwalt mit. Allein würde ich so einen Termin nicht wahrnehmen. Die drehen dir ja noch das Wort im Munde rum

Viel Erfolg!

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Beitragvon Ainslie2009 » 19.11.2013, 22:00

Ich hab denen ja schon mit dem Anwalt gedroht (und den werde ich wirklich beauftragen). Na da ist sie ja ganz pampig geworden. Das könne man auch ohne Lösen. Nö, kann man nicht.

Wenn sie sich mal die Mühe machen würde und in Glückstadt (da haben wir vorher gewohnt) anrufen würde, könnten die ihr ja evt. den Nachweis der Elternzeit meines Mannes mailen. Dann wäre die Sache ja erledigt. Aber nein, jetzt muss ich alles wieder besorgen.

Und ich hab wahrscheinlich das Megaeinkommen seit Januar, weil sie meine Nachweise wollen. Ne, dann wäre ich auf den Verein nicht mehr angewiesen, schön wäre es.

Ich werde meinem Anwalt die Nachweise geben (meine Einkommensnachweise und den Elternzeitnachweis meines Mannes) und dann soll der die einreichen und schön seine Gebühren abrechnen. Da meinte sie ja gleich, die übernehmen sie nicht, weil wäre ja nicht notwendig. Könnte man ja auch ohne klären. Nö, bei dem Vorwurf, auf gar keinem Fall ohne Anwalt.

Es wird einem ja auch ständig unterstellt, man bekäme Weihnachts- Urlaubsgeld, 13. Gehalt, Sonderzuwendungen, wenn man sagt, mir ist gekündigt worden, dann wird gleich ne Abfindung unterstellt. Das ist schon schlimm dort.

Aber wenn man arbeitslos wird und weniger Einkommen hat, dann heißt es immer, nö, Wohngeld wird nicht erhöht, weil Einkommen ja nicht um 15 % gesunken.
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Helena*
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Beitragvon Helena* » 19.11.2013, 23:43

Hallo Ainslie2009,
habt ihr vielleicht einen häufigen Nachnamen und es ist dann evtl. eine Verwechslung?

Ich wünsche euch jedenfalls dass sich das schnell und problemlos aufklärt.

LG, helena

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Ainslie2009
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Beitragvon Ainslie2009 » 21.12.2013, 11:29

Ich wollte mal eine Rückmeldung abgeben. Was lange währt, wird endlich gut.

Ich habe also alle Einkommensbescheinigungen von mir eingereicht und erklärt, dass sich mein Mann seit 2007 in Elternzeit befand (2 Kinder, 6 Jahre Elternzeit). Ich habe auch darauf aufmerksam gemacht, dass ich keine KiGa-Gebühren als Werbungskosten geltend gemacht habe und was ich dann ihrer Meinung nach die ganzen Jahre mit den Kindern gemacht habe, wenn mein Mann und ich beide arbeiten? Darauf hätte ich gerne eine Erklärung.

Prompt kam am gleichen Tag ein Brief (schon wesentlich sachlicher und freundlicher), ich möge noch die Kündigung meines Mannes nachreichen (er hatte ja mal vor vielen Jahren einen Mini-Job in dem er in Elternzeit war, den hat er zum 31.8.13 gekündigt, um am 1.9. einen sozialversicherungspflichtigen Job anzutreten). Nun gut, diese Kündigung habe ich auch eingereicht. Dann bekam ich am gleichen Tag einen Anruf er hätte ja ein Arbeitsverhältnis bis zum 31.8. gehabt, ich solle doch noch die Gehaltsabrechnungen einreichen. Mir ist bald die Hutschnur geplatzt. Ich habe der mehrfach gesagt, er war in Elternzeit, ohne Geld. Gut, dann solle ich eine Arbeitgeberbestätigung nachreichen, dann würde sie sofort am nächsten Tag (11.12.13) den Wohngeldbescheid erlassen. Gut, am 11.12.13 habe ich ihr die Bescheinigung gefaxt und dachte, gut, jetzt ist die Sache erledigt. Denkste. Um 11 Uhr rief mich die Dame an und meinte, sie hätte gerne die Elterngeldbescheide. Denn sie würde mal interessieren, was wir an Elterngeld beziehen. Oh da konnte ich nicht mehr an mich halten. Dann bin ich ausgeflippt. Ich habe ihr dann gesagt, dass ich bei aller Liebe die Elterngeldbescheide aus 2007 und 2009 nicht mehr habe. Achso, na die interessieren sie nicht. Wir wohnen ja erst seit 2012 hier. Dann hätte sie aber gerne den Bescheid über Landeserziehungsgeld. Wenn die Dame ihren Job richtig machen würde, dann hätte sie gesehen, dass Ainslie gerade 3 geworden ist, als wir hierher gezogen sind und es damit nix mehr mit Landeserziehungsgeld war. Außerdem ist das für Wohngeld völlig unerheblich.

Dann meinte sie: Für Juni und Juli 2013 gäbe es eine Rückforderung, denn da hätte sich mein Einkommen um deutlich mehr als 15 % erhöht. Ich habe sie dann gefragt, ob sie auch meine Werbungskosten mit eingerechnet hat, dann dann ist nichts mehr mit 15 %-iger Erhöhung. Ne, welche Werbungskosten? Sie hätte keine gesehen. Auf meinen Hinweis fand sie dann meine Werbungskosten.

Die Frau ist völlig fehl am Platz. Sie gab dann auch zu, dass sie sehr unter Druck (ich denke Leistungsdruck, holt euch soviel Geld wie möglich wieder) steht und dadurch Fehler entstehen. Wohlgemerkt, sie ist die Wohngeldstellenleiterin. Aber völlig fehl am Platz.

Ende vom Lied: Es gibt keine Nachforderung, ich habe keinen Sozialbetrug begangen und habe meinen Wohngeldbescheid bekommen.
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