Wohngeld

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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MichaelK
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Beitragvon MichaelK » 30.10.2013, 19:10

Hallo Pia L. 2013,

das ist eine gute Frage.

Was du genannt hast, würde in den Bereich "Kosten der Unterkunft" fallen. Für SGB II - Leistungsberechtigte ist das geregelt.

Abweichend werden zwar auch Leistungen für Personen erbracht, die durch bestimmte notwendige Ausgaben ausnahmsweise unter ein Einkommen fallen, was dem Hartz IV- Bedarf entspricht, aber im Gesetz werden nur genannt:

1.
Erstausstattungen für die Wohnung einschließlich Haushaltsgeräten,
2.
Erstausstattungen für Bekleidung und Erstausstattungen bei Schwangerschaft und Geburt sowie
3.
Anschaffung und Reparaturen von orthopädischen Schuhen, Reparaturen von therapeutischen Geräten und Ausrüstungen sowie die Miete von therapeutischen Geräten.

Im Rahmen SGB II sehe da, zumindest ich, keine entsprechende Möglichkeit. Eventuell kannst du mal beim Sozialamt nachfragen, ob die solche Kosten im Rahmen der Kapitel Acht und Neun SGB XII übernehmen. Normal müsste das möglich sein, da dies ansonsten eine Regelungslücke wäre.

Vielleicht hat noch Jemand andere Ideen.

LG Michael
Michael für den Liebling der Familie: Lars, geb 04/03 Lumbale Spina bifida mit HC (v-p-Ableitung), Arnold-Chiari-Malformation Typ 2
"Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter oder nach der Größe unserer Autos zu bestimmen als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft und dem Maß unserer Menschlichkeit."
(Martin Luther King)

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Beitragvon Helena* » 30.10.2013, 21:56

Hallo zusammen,
nun sitze ich seit zwei Tagen am Wohngeldantrag für die Weiterbewilligung und habe immer noch nicht alles zusammen gesucht und kopiert.

Ich ärgere mich besonders, weil eine Frage im Antrag geändert wurde und ich die gesetzliche Notwendigkeit dafür nicht einsehe und zwar hiess es letztes Jahr noch:

"Verfügen Sie oder andere unter 3. genannte Haushaltsmitglieder über erhebliches Vermögen? gefolgt von einer Erläuterung:
(1) Erhebliches Vermögen im Sinne des § 21 Nr. 3 WoGG ist in der Regel vorhanden, wenn die
Summe des verwertbaren Vermögens der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder folgende
Beträge übersteigt:

1. 60 000 Euro für das erste zu berücksichtigende Haushaltsmitglied und
2. 30 000 Euro für jedes weitere zu berücksichtigende Haushaltsmitglied."

Nun heisst es: Verfügen Sie oder andere unter 3. genannte Haushaltsmitglieder über Vermögen?
(Als Vermögen sind insbesondere zu betrachten:Barvermögen, in- und ausländische Bank- und Sparguthaben, Bausparverträge, Lebensversicherungen,Wertpapiere, Aktien, Aktienfonds,auf Geld gerichtete Forderungen,nichts selbst bewohnter Haus- u. Wohnungsbesitz,sonstige Immobilien,Grundstücke, sonstige Wertgegenstände)

Ja: Gesamtwert des Vermögens Nein:
Bitte geeignete Nachweise über das Vermögen beifügen."

Nun wir verfügen bei weitem nicht über solche Summen und Vermögen , die die unter ersteren Erläuterungen erwähnt sind. Hat sich denn die gesetzliche Lage verändert oder warum wird nun Rechenschaft über jegliches Vermögen verlangt?

Ich sitze jedes Jahr länger daran , alle Unterlagen zusammenzustellen und zu kopieren. Natürlich geht es nicht ganz ohne Antrag und Bürokratie, aber ehrlich gesagt ich halte mich nicht für dumm, habe aber trotzdem meine Schwierigkeiten beim ausfüllen und frage mich: Wie mag es Leuten gehen, die kein Abitur haben oder sich schwer tun mit Beamtendeutsch?

Werden hier mit Absicht immer höhere Hürden aufgebaut, um Antragsteller abzuschrecken?

LG, helena

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Beitragvon MichaelK » 30.10.2013, 22:21

Hallo Helena,

das macht scheinbar jeder, wie er denkt. Echt mit Nachweisen?

I love Berlin :) :) Vergiss nicht deine Goldbarren anzugeben!

LG Michael
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Beitragvon Helena* » 30.10.2013, 22:43

Hallo Helena,

das macht scheinbar jeder, wie er denkt. Echt mit Nachweisen?

I love Berlin :) :) Vergiss nicht deine Goldbarren anzugeben!

LG Michael
Lieber Michael,
haha, meine Goldbarren- echt, der war gut.
Aber wie würdest du denn dein Barvermögen nachweisen (momentan 38,89 €)? Sollte ich darüber eine eidesstattliche Versicherung von mir mitschicken?

Ich würde ja gerne dazu Sachbearbeiter befragen, aber im Backoffice ist eigentlich so gut wie nie jemand erreichbar telefonisch .Persönlich dort vorsprechen geht seit Jahren nicht mehr.

LG, helena

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Beitragvon MichaelK » 31.10.2013, 11:20

Ich würde ja gerne dazu Sachbearbeiter befragen, aber im Backoffice ist eigentlich so gut wie nie jemand erreichbar telefonisch .Persönlich dort vorsprechen geht seit Jahren nicht mehr.
Hallo Helena,

da geht es aber hier in der Provinz "gemütlich und familiär" zu. Wohngeld-SB kann man einfach anrufen oder zu den Sprechzeiten hereinschneien.

Ich vermute, dass diese familienorientierten Leistungen insgesamt nicht so recht in das neoliberale Politikkonzept einer strengen Subsidiarität passen und man überlegt, die Vereinheitlichung am unteren Rand unter dem Leitbild Hartz IV zu "vollenden". Wobei bei Hartz IV ja längst noch nicht alle Minimierungspotentiale ausgeschöpft sind.
Wer da glaubt, tiefer könne man nicht mehr sinken, wird sich noch wundern. Die Gier kennt keine wirklichen Grenzen.

LG Michael
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Beitragvon Ainslie2009 » 31.10.2013, 18:03

Also in meinem Weiterbewilligungsantrag (Thüringen, Anfang September abgegeben) stand noch die erste Frage.
Arlett 8/78 starke Störung der Grob- und Feinmotorik, Sehstörung (GdB 50) mit Marc Fabian 7/07 ADHS, GdB 50, PG 3 und Ainslie Lucy 5/09 Kombinierte Entwicklungsstörung, ADHS, Atypischer Autismus, AVWS, Sprachentwicklungsstörung, Epilespie, GdB 80 mit Mz. G, H und B, PG 3

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Beitragvon MichaelK » 02.11.2013, 15:46

werden.[/list]
c) Bei den Absetzbeträgen für die Riesterversicherungen konnte nicht erklärt werden, wieso keine Berücksichtigung erfolgte
  • Auch da konnte ich mit der Rechtsnorm "aushelfen" und es wird nochmals geprüft.
Hallo,

wow. Die Prüfung hat nun ergeben, dass die Beiträge absetzbar sind. War wohl "vergessen" worden.

Zur Miete in dem Änderungsbescheid kein Wort. Bleibt nur der Widerspruch.

LG Michael
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Beitragvon Helena* » 08.11.2013, 16:08

Hallo miteinander,
50 Seiten Formulare und Kopien für die Nachweise sind es geworden , insgesamt 250 Gramm Papier mit Umschlag (mit Weiterbewilligngsantrag BUT für 2 Kinder).

Ich hoffe , die Bearbeitung dauert nicht zu lange (acht Wochen sind hier schon schnell) und es werden nicht noch Unterlagen nachgefordert.

LG, helena

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Beitragvon Sinale » 08.11.2013, 16:27

Hallo Helena,

ich wünsche dir von Herzen, dass die Bearbeitung nicht lange dauert !
Viele Grüße
Sinale

Diagnose: Tetraspastik
Rollstuhlnutzerin

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Beitragvon Helena* » 08.11.2013, 16:38

Liebe Sinale,
danke dir für die guten Wünsche. :-)

Erst einmal bin ich froh, dass ich alles zusammengetragen und ausgefüllt habe. Fühle mich wie von einer Last befreit und freue mich auf das Wochenende, habe das dringende Bedürfnis nach ein bisschen Ablenkung und Erholung.

LG, helena


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