An alle, die einen Dreijährigen zu Hause haben,...

Hier könnt ihr Fragen rund ums Thema Ernährung stellen. Usern, deren Kinder über eine Sonde ernährt werden, möchten wir hier ebenfalls eine kleine Austauschplattform bieten.

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ehemaliger User

An alle, die einen Dreijährigen zu Hause haben,...

Beitragvon ehemaliger User » 19.08.2005, 07:59

... der mit dem Löffel gefüttert wird?

Wie oft gebt ihr den Kindern was zu Essen? Naja, Essen wird wohl nie Andreas seine Leidenschaft werden :( .Da kommt er leider nicht nach seinen Eltern.
Momentan verhält es sich so, das er morgens und abends einen Brei mit Nahrungsergänzung bekommt. Und mittags einfach normales Essen von uns, natürlich alles in pürrierter Form.
Er nimmt langsam aber zähflüssig zu, was ja bei einen dreijährigen nicht mehr sooo ausschlaggebend ist.
Wie verhält es sich bei Euch? Füttert ihr mehrmals am Tag? Und wenn, was zwischen den großen Mahlzeiten? Ich weiß, jedes Kind entwickelt nach einem gewissen Alter seine Eigenheiten punkto Essen...
Würde mich über Antworten freuen!Lg Heidi

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Jennifer
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Beitragvon Jennifer » 19.08.2005, 08:21

Hallo Heide
Alina ist zwar vier aber bei ihr ist das auch ein großes Thema, wir haben die Aufstellung bekommen drei größere Mahlzeiten zwischen Frühstück und Mittagessen soll sie Obst essen ganz oder pürriert, und zwischen Mittag und abendessen Joghurt, Pudding, oder einfach Waffeln (weich gemacht mit Milch, sonst kann sie die nicht essen) oder Butterkese o.ä. .
Wichtig ist nur das dazwischen nichts gegeben wird, weil der Magen nicht permanent mit essen überfüllt wird. Er braucht auch ruhezeiten und auch richtiges Hungergefühl zu bekommen.
Ich hoffe es hilft Dir ein wenig!
Viele Liebe Grüße Jennifer
Alina Janine 10.01.01 FG 24SSW, 390g, Cerebralparese, Hirnblutungen, Balkenhypoplasie, Blind, Epilepsie, ASD2, Tetraparese, Mikrozephalus, Bronchopulmonale Dysplasie II, Hüftdysplasie, war Langzeitbeatmet, PEG Sonde,
Manuel Mika geb.gest.8.3.07 (Alinas Cousin)
Manuel Mika´s Bruder Lino-Patrice geb. 7.10.08 29.SSW gesund

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ks.kathrin
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Beitragvon ks.kathrin » 19.08.2005, 08:39

Hallo Heidi,

auch bei meiner Süßen habe ich das Problem. Mein Essensplan während der Kiga-Zeit sieht wie folgt aus:

07:00 Uhr Müsli-Brei
11:30 Uhr Mittagessen im Kiga (püriertes normales Essen)
14:30 Uhr kleiner Joghurt
18:30 Uhr Abendbrei

Ich habe bemerkt, dass Melina zwischen den Hauptmahlzeiten mind. 4-5 Std. Ruhe braucht, da ansonsten die nächste Hauptmahlzeit mehr oder weniger verschmäht wird. Sie hat dann einfach noch keinen richtigen Hunger. Viel wichtiger finde ich, dass sie zwischendurch viel trinkt.

Lieber Gruß :)

Kathrin
Mama von Melina *Okt 2001 blind und entwicklungsverzögert
sowie N. *Mai 1991 u. R. *März 2005 beide gesund
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ehemaliger User

Beitragvon ehemaliger User » 19.08.2005, 09:31

Danke erstmals!
Ich glaube dann liege ich beim Füttern gar nicht so falsch :) . Wichtig ist, das der kleine Mann ja auch trinkt dazwischen, und da sollte der Magen ja auch nicht so vom Essen überfüllt sein. LG Heidi

kerstinm
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Beitragvon kerstinm » 19.08.2005, 11:49

Hallo Heidi,

wir haben sogar drei (fast) Dreijährige, die nicht besonders gut essen (9,5 kg, 10,5 kg und 13,5 kg). Eine richtige Essstörrung hat/ hatte aber nur unsere schwer behinderte Tochter, die noch überwiegend gefüttert werden muss.

Ich hatte mal die Gelegenheit, mich mit einer Ernährungsberaterin für essgestörte Kinder zu beraten. Grundsätzlich gilt:

1. Bei schlechten Essern sollte man soweit möglich auf Zwischenmahlzeiten - mit der Ausnahme von Obst - verzichten, da sie den Appetitt bremsen. Das gilt natürlich nicht für Kinder mit Reflux o. ä., die zum Erbrechen neigen. Ich denke mit drei Hauptmahlzeiten liegst du da schon richtig.
2. Ein Apfel (ruhig auch püriert) ca. eine Stunde vor einer Hauptmahlzeit ist appetittanregend.
3. Soweit nur die Mundmotorik und das Schlucken gestört ist und nicht noch weitere Verdauungsbeschwerden vorliegen, sollten die Kinder möglichst altersgerecht essen. D. h. bei einem Dreijährigen: Keine Babykost mehr, sondern lieber Müsli, pürriertes normales Mittagessen und wenn es sein muss, dann auch pürriertes Brot mit Wurst. Hier wird man natürlich auch die Vorlieben des jeweiligen Kindes beachten müssen.
4. Bei Kindern mit gestörter Mundmotorik und Schluckschwierigkeiten immer wieder versuchen auch mal Stückchenkost anzubieten. Letztendlich ist die Aufnahme von fester Nahrung ein Lernprozess, den fast alle Kinder früher oder später mal lernen müssen und auch können. Behinderte Kinder brauchen für diesen Lernprozess natürlich oft viel, viel länger. Das heißt aber nicht, dass es gar nicht gehen muss.

Ihr seit sicher auf dem richtigen Weg. Unsere Maus hat bis zu ihrem 19. Lebensmonat eigentlich fast jede Nahrung verweigert und wurde überwiegend über Sonde ernährt. Letztes Wochenende überraschte sie uns damit, dass ihr Lammkoteletts mit viel Knoblauch so gut schmecken, dass sie gleich mal zwei Stück abgeknappert hat. Wir Eltern haben an diesem Tag in die Röhre geschaut und die Knochen abgeleckt. :-)

Alles Gute

Kerstin

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Beitragvon Sabine » 19.08.2005, 18:51

Hallo Heidi,

Jan-Paul ist fast vier Jahre alt und ein guter Esser. Er wird von uns gefüttert - und zwar zu folgenden Zeiten:

Flasche morgens im Bett: Actimel mit Wasser gemischt (für den Durst und die Verdauung)
Frühstück: Brot vom Löffel, manchmal mit Frühstücksei
Vormittags: Joghurt mit Brot
Mittags: Gemüse mit Fleisch (kleingedrückt oder grob püriert), immer mal wieder was anderes
Nachmittags: Brötchen, Joghurt, Apfelmus mit Müsli, Eis, Brot, Obst (Banane oder Kiwi)
Abends: Milchbrei, Griesbrei, Haferflockenbrei, Milchreis oder Joghurt mit Müsli.
Tagsüber trinkt er insgesamt ca. 800 ml Flüssigkeit

Lieben Gruß,
Sabine

P.S.: Das Essen ist seit der Kiga-Zeit sehr viel besser geworden. Wir müssen kaum noch pürieren. Das Füttern geht meistens schnell und JP hat auch einen guten Appetit.
An Geburtstagen oder wenn wir auf Besuch sind, isst er das, was auf dem Tisch steht - eben nur kleingedrückt. Kuchen, Nudel- oder Kartoffelsalat sind kein Problem. Wird auch alles gut vertragen.
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Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
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