UK - Computer

Zum Teil unterscheiden sich die rechtlichen und organisatorischen Strukturen zwischen Deutschland und den verschiedenen Nachbarländern erheblich. Hier in dieser Rubrik sammeln wir alle landesspezifischen Infos.

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BirgitW
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UK - Computer

Beitragvon BirgitW » 02.10.2008, 19:47

Hallo,

ist hier jemand, der schon versucht hat fuer sein Kind einen Computer zu bekommen fuer unterstuetzte Kommunikation?

Gabriel kann ja nicht sprechen (mit seehr viel Muehe bekommt er die Buchstaben heraus, bei denen er die Zunge nicht braucht; wirklich super, aber sprechen kann er deswegen wirklich noch nicht).
Mit einem Computer umgehen kann er aber schon recht gut, insofern, dass er halt fleissig sich durchdrueckt und Spass hat an der Sache. Was er da schon noch lernen muss, ist, dass er das auch wirklich dazu verwenden kann, wenn er was haben will oder was sagen moechte, und dass das nicht nur ein Spiel ist, wo man wild herumdrueckt.

Jetzt habe ich gehoert, dass die Krankenkassen in Oesterreich die Kosten nicht uebernehmen. So ein Computer kostet aber scheinbar lockere 6000-8000 Euro, eine Menge Geld fuer einen TouchScreen Computer und ein Programm (wenn man es getrennt kaufen wuerd, waers mehr als die Haelfte billiger... :shock: )

Hatte jemand von euch schon dieses Problem und weiss daher genaueres?

Danke schonmal und liebe Gruesse,
Birgit
Mama von Gabriel (*2002, Sauerstoffmangel waehrend der Geburt; allgemeine Entwicklungsverzoegerung; komplexe Wahrnehmungsstoerung: Magensonde zw. 15 Monaten und 2,5 Jahren; Autismusspektrumsstörung diagnostiziert 2012, vermutet schon lange vorher), Julian (*2004, gesund), Florian (*2008, gesund) und Elisabeth (*2012, gesund)

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Beitragvon anamor78 » 14.10.2008, 00:37

hallo birgit!

achtung - das sind 2 verschiedene sachen:
1.) PC - was meinst du damit so ein Pace-Book mit Touch-Screen ist sicher teuer, damit hab ich keine Erfahrung - unserer Isabella spielt aber am PC (unser alter PC), den kann sie mithilfe von 2 tasten bedienen, sie spielt liebend gerne Klick-Tool (Fotos-ansehen), Abrakadabra oder BigBang - das sind so erste Ursache-Wirkung-Spiele - das ist aber bei uns eher SPIELEN

2.)zur KOmmunikation hat Isa einen Talker - den mightyMo (eigenes Programm drauf - läuft ohne Windows) der kostete ca. 4.000 € - davon hat die GKK OÖ 1024 € übernommen, ca. 700 das BSA und ca. 1400 das Land OÖ und den rest mußten wir selber finanzieren, ein Antrag beim PVA läuft aber noch - vom Unterstützungsfonds der GKK haben wir nix dazu bekommen ...

aber achtung: die KKs in Österreich handhaben das sehr verschieden - auch wer in welchem bundesland was bezahlt ist sehr unterschiedlich - keine Ahnung wie das in tirol gehandhabt wird ...

wenn du noch was wissen möchtes - keine scheu!! :wink:
Romana mit Rett-Mädchen Isabella (*2003)
besuch doch Isabellas blog: www.isabella-online.blogspot.com
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Beitragvon BirgitW » 14.10.2008, 08:37

Halli hallo,

danke fuer die Info's, war schonmal interessant zu wissen, dass es doch mehrere Institutionen gibt, die eventuell was dazuzahlen.

Ich weiss jetzt auch gar nicht so wirklich, was wir tun sollen. Was ich an so einem Computer nicht mag, ist, dass das ganze eigentlich irgendwie kuenstlich ist, denn ich muss das Ding ja herumschleppen. Bei Gebaerden kann die Kommunikation viel spontaner ablaufen, und das verwenden wir mit Gabriel derzeit ja (wenn auch amerikanische Gebaerden, und natuerlich weniger als wir eigentlich sollten, denn wir sind ja auch keine Muttersprachler in der Gebaerdenwelt)

Wie sehr verwendet ihr denn euren Talker, wie praktisch ist es schlussendlich so ein Ding zu haben?

Liebe Gruesse,
Birgit
Mama von Gabriel (*2002, Sauerstoffmangel waehrend der Geburt; allgemeine Entwicklungsverzoegerung; komplexe Wahrnehmungsstoerung: Magensonde zw. 15 Monaten und 2,5 Jahren; Autismusspektrumsstörung diagnostiziert 2012, vermutet schon lange vorher), Julian (*2004, gesund), Florian (*2008, gesund) und Elisabeth (*2012, gesund)

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Beitragvon anamor78 » 19.10.2008, 09:58

hallo!
naja, praktisch ist was anderes ... das ding ist eher schwer und klobig, was aber für isabella eher einen vorteil darstellt, weil sie nämlich das ding sonst postwendend vom tisch werfen würde - mit diesem gewicht geht das nciht so einfach ...

wir nutzen den Talker momentan eigentlich nur daheim - ich hätte zwar auch gerne, daß sie ihn im Kiga nutzt aber das möchten die KiGäs dort nicht ... (zu teuer, zu hohes risiko, "neid" anderer kinder auf den computer, ...) wenn wir unterwegs sind haben wir das teil eigentlich auch nicht mit.

isabella ist ja auch kein rolli-kind, da könnt ich mir vorstellen, ist der einfach am rolli montiert ist und somit eigentlich immer fix mit ... aber isabella geht ja selber umher und da ist das bei uns so, daß er daheim an einem fixen ort steht (Ofenbank beim kachelofen- genau ihre höhe :wink: ) und wenn sie was sagen möchte, dann geht sie dorthin.

auch zu den omas+opas haben wir ihn eigentlich nicht immer mit - da reichen auch symbolkarten oder einfach mit blicken und gesten - das möchte ich auch so haben, ich möchte ihre kommunikation nicht NUR auf den Talker beschränken ... was ist zB wenn das Teil mal kaputt ist (hatten wir auch schon), oder die batterie ist leer (haben wir immer wieder mal ...)

was bei isabella auch noch zum tragen kommt, sie versteht zwar gebärden, die ich zuästzlich zur lautsprache mache , aber aufgrund ihrer behinderung und der apraxie kann sie gebärden nicht selber machen, insofern ginge das sowieso nicht.

was ich aber schon sehr fördere ist, daß wir auch ohne talker auskommen, daß sie zB JA/NEIN-Fragen mithilfe meiner Hände beantworten kann .... ich frage sie zB möchtest du Schaukeln - schau hier ist JA und das ist NEIN und halte ihr dazu meine beiden Hände hin - ja ist immer Handflächen nach oben-offen und NEIN ist Handfläche nach unten - da haut sie dann mit der Hand drauf oder sie schaut halt sehr intensiv drauf - das ist eigentlich eine sehr praktische Methode, überall anwendbar - nur halt auf JA-NEIN begrentzt ... dh viel Raten und kombinieren ...

aber im großen und ganzen ist der talker schon ein super teil - sie hat schnell gelernt damit was zu sagen und auch das handling der untermenus hatte sie schnell heraussen ... und für ihre (eher begrenzten)motorischen fähigkeiten ist das echt eine super lösung ... demnächst möchte ich ihr fingerführraster verändern, sodaß mehr felder auf einer seite sind - dh mehr möglichkeiten, was aber natürlich auch heißt, die felder werden kleiner ... mal sehen, wie sie das aufnimmt ...
Romana mit Rett-Mädchen Isabella (*2003)

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