Ganztags-Kita: Gewöhnung?

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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yve
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Beitragvon yve » 20.07.2005, 19:49

Hallöchen,
Ja natürlich hat es steven gut in der kita die kümmern sich auch rürent um ihn.
Ich glaube aber das es steven ab und zu zu viel wird und deswegen krank wird so wie jetzt wieder.steven war zwei wochen bis nachmittags in der kita und jetzt hat er wieder fieber bekommen.ja ist es weil er nur so ein infekt bekommt oder will er mir damit irgent etwas sagen?
das weiß man halt nicht.
Aber nun gut dann hat steven halt ein langes wochen ende mit der mami ist auch was schönes.

einen schönen abend noch und eine ruhige nacht.

yve

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marianne
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Beitragvon marianne » 20.07.2005, 20:08

Hallo Yve, vielleicht ist es Steven ja wirklich teilweise zuviel in der Kita, so dass er sich regelmäßig unbewusst über Fieber und Erkältung eine "Auszeit" von der Kita nimmt. (Vielleicht hat das aber auch gar nichts miteinander zu tun, aber unser ständig überaktives Muttergewissen rotiert natürlich.:roll: ) Das spielte bestimmt bei Janosch im ersten Halbjahr im Kiga auch eine Rolle bei seinen ständigen Krankheitstagen.

Aber wenn du ansonsten weisst, dass Steven im Kiga gut aufgehoben und umsorgt ist, dann kannst du ihn ja nicht deshalb weniger in die Kita bringen, denn er soll sich ja dran gewöhnen. Du kannst mit den Erzieherinnen besprechen, wie und wo Steven vielleicht mehr Entspannung oder Zuwendung bekommen kann, je nachdem, was er braucht, aber die Lösung ist nicht, die Kitazeit zu verkürzen, denn nach der Logik wäre ich nie zur Schule gegangen.... :roll:. Mir sagte unsere Frühförderung heute noch, dass eine HPT vom Konzept her gar nicht so aufgebaut ist, dass es ein "Ganztagsdurchhalten" für die Kinder ist, wie ich es ja in unserem Kiga durchaus so sehe und darum ja auch mit der Frage in diesem Strang oben anfing. Wenn das so ist, dann bin ich wirklich dafür, dass alle gemeinsam dem Kind helfen, in den Kita-Bedingungen gut den ganzen Alltag zu verbringen. Das brauchen wir Eltern doch auch dringend!

Lieber Gruß Marianne

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Beitragvon benni » 20.07.2005, 22:21

Hallo Marianne,

Nach Deinem Bericht habe ich den Eindruck , dass Euer Kiga im Umgang mit Janosch und mit beh. Kindern sehr unsicher ist. So haben wir es teilweise in den 2 Jahren I.- Kiga auch erlebt. Benjamin hatte in den ersten 6-12 Monaten im I.- Kiga große Startschwierigkeiten , war sehr unruhig und der Kiga wußte nicht wie ihm zu helfen war. Wir haben dann eine Behandlung mit Bachblüten durchgeführt und bei einer Therapie eine Pause von ca. 3 Monaten eingelegt. Wir denken er hat es einfach nicht verkraftet sich gleichzeitig an einen neuen Kiga, neue Betreuer, Therapeuten ... gewöhnen zu müssen. Die Therapie mit der wir vorübergehend pausierten war vom Blindeninstitut und es war einfach nur richtig und wurde auch von der Therapeutin so gesehen und für gut befunden. In den 2 Jahren im I.- Kiga passierten leider auch 2 Unfälle mit Benjamin und unserer Meinung nach war dieser Kiga die falsche Einrichtung , denn etwas derartiges hat sich in den 3 Jahren HPK nicht wiederholt. Wenn ich das Personal bzw. deren Ausbildung vergleiche , waren im I.-Kiga eine Erzieherin, eine Kinderpflegerin und zeitweise eine Praktikantin in der Gruppe, das 2. und letzte Jahr waren es meist nur 2 Kräfte. Im HPK hat die Gruppenleitung eine Heilpädagogin, außerdem arbeiten eine Erzieherin die momentan eine Weiterbildung zur Heilpädagogin macht sowie 1 oder manchmal sogar 2 Praktikantinnen in der Gruppe. Ich bin schon der Meinung dass die Betreuer viel sicherer im Umgang mit beh. Kids sind und selbst nach Lösungen suchen, angerufen wurde bisher vereinzelt bei Erbrechen oder wie am Montag als ein epil. Anfall vermutet wurde. Elterngespräche gibt es regelmäßig , wo auch Vorschläge über Schulwahl, Hilfsmittel... kommen.

Ich finde es total unverständlich wenn in einer Gruppe mit heilp. Plätzen zeitweise nur 1 Betreuung anwesend ist und Janosch dadurch wieder eine Windel tragen soll. Unser HPK führt zwar auch kein Toil.- Training durch meist aus Zeitgründen, war aber im Gegensatz zum I.- Kiga nicht generell dagegen . Benjamin braucht zwar durchgehend eine Windel, aber bei regelmäßigem Toil.- Training wie am Wochenende , Ferien... haben wir schon seit Jahren Erfolg zumindest mit dem Stuhlgang auf dem WC.

Soll Janosch 2006 den Kiga wechseln ?

@ Yve : Benjamin hat auch so wie momentan immer wieder Phasen , wo er einfach anfälliger für Krankheiten... ist. Dadurch das er krabbelt am Boden, fängt er sich nach Meinung unserer Kinderärztin auch so manches ein und in einem Kiga gehen doch immer wieder Infekte rum. Manche Kinder sind eben einfach anfälliger und nicht so robust wie andere. Direkt als " Auszeit " habe ich das noch nie gesehen. Wir hatten letzte Woche 2 Tage Fieber, Erbrechen, dann kam ein Ausschlag im Gesicht, am Montag wurde ein epil. Anfall vermutet und heute war er wieder schlecht drauf , dauerhaft müde und hatte abends schon wieder erhöhte Temperatur. Eigentlich war ab nächsten Montag Schullandheim geplant, aber warten wir mal ab, letztes Jahr war er auch in der Woche krank.

Gruß Anja
Anja mit Benjamin 03/97- schwere Mehrfachbehinderung wahrscheinlich durch 6- fach-Impfung, Muskelhypotonie,Wahrnehmungsstörungen/aut. Züge, Grand-mal-Epilepsie, Skoliose, Gastrotube, Tracheostoma, Beatmung, Sondennahrung
Benjamin hat 1 grossen und 3 kleine Brüder

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Beitragvon marianne » 20.07.2005, 23:13

Hallo Anja, ja, Janosch soll auf Anraten des Kinderzentrums so früh wie möglich, aber auf jeden Fall ab 6 Jahren statt Schule zu einer HPT wechseln (SVE-G und HPT genau genommen planen wir). Wir hoffen auch inständig, dass sich die Probleme in der I-Gruppe aufgrund der ja wirklich vielfältig besseren Bedingungen in einer HPT für Janosch dann auch deutlich legen.

Dass sie aber auch in einer HPT aus Zeitgründen kein Toilettentraining anbieten, finde ich aber alarmierend. Ich habe mit Janosch das Toilettentraining selber gemacht, weil das in unserem Kiga auch nicht möglich war. Wenn Janosch aber ganztags in einer HPT gewesen wäre, wie hätte ich das dann machen sollen? Es gibt doch für das Sauberwerden einfach günstige Zeitfenster, wo die Kinder, auch behinderte, es leichter hinkriegen. Da war es wichtig, Janosch zu unterstützen, wie das ja bei allen Kindern ist, die lernen, schnell zur Toilette zu kommen. Wenn solche wichtigen Alltagsfähigkeiten aber von der Kita nicht unterstützt werden, dann hindern sie doch unsere Kinder in der Entwicklung oder sehe ich das falsch?

Lieber Gruß Marianne

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Beitragvon benni » 20.07.2005, 23:38

Hallo Marianne,

nun ich denke nicht dass es in einer HPT bei allen Kindern gleich gehandhabt wird, denke eher dass es auf die Behinderung ankommt.
Bei Benjamin ist es vielleicht etwas umständlicher, er kann in keinster Weise mit helfen. Er muss hin gefahren , ausgezogen, drauf gesetzt werden und dauerhaft muss eine Aufsichtsperson dabei bleiben , um ihn dann wieder runter zu nehmen... Ich kann mir gut vorstellen , dass es bei laufenden Kindern gezielter durchgeführt wird , weiß es aber nicht genau. Wenn ich mich recht erinnere , klappt das bei Jonathan in der HPT aber auch nicht ganz mit dem Toiletten - Training.

Wenn es generell in allen HPT so ein Problem mit dem Toil. - Training ist , dann gebe ich Dir Recht dass unsere Kinder in der Entwicklung gehindert werden, zumindest in diesem Punkt

Gruß Anja
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Beitragvon Isolde » 21.07.2005, 13:11

Hallo Marianne,

dieses Toilettentraining kritisiere ich in unserer HPT auch.
Bei Jonathan gab es auch keinen Fortschritt - und das fand ich schade, obwohl es bei mir hier doch Ansätze gab und immer wieder gibt.

Aber ich denke, wenn Janosch bereits trocken ist und Du kennst die Zeiten oder die Anzeichen, wann er wieder muss, dann gib das in jedem Fall weiter, und dann MUSS im Grunde die HPT oder der HPKiGa darauf auch achten und mit ihm auf die Toilette gehen.

Wenn ein Kind nicht trocken ist und es alles erst angelernt werden muss, dazu haben die wenigsten Einrichtungen Zeit.
Aber wenn eines trocken ist, so ist es mein Gedanke, dann MUSS da auch von denen weiter gemacht werden, Zeitmangel hin - Zeitmangel her. Das wäre noch schöner.

Aber das alles Punkte, die Du auf einen Zettel schreiben solltest und dann dort einen Termin ausmachen, wo Janosch hin sollte (wie z.B. Unterschleißheim, die einen guten Ruf hat), und mit denen das im Vorfeld ganz klar abklären. Und wenn all die Punkte nicht für Euch zu Eurer Zufriedenheit abgeklärt sind, dann ist es vielleicht nicht die richtige Einrichtung.

Ich würde auch mehrere Einrichtungen dieser Art besuchen und nachfragen, als Alternative.
Im Kinderzentrum bekommt man da auch gute Tipps.

Schade, dass Ihr erst im Februar wieder einen weiteren psychologischen Termin habt - vielleicht wäre aufgrund der Begebenheiten und der vielen Fragen es doch möglich vorher noch einen Termin zu bekommen um mit denen auch über Eure Bedenken zu reden.
Also ich war da bei Dr. Sarimski immer sehr gut aufgehoben - und wenn es keinen Termin gab, so hatte ich die E-Mail-Adresse und konnte schreiben und er antwortete mir dann.

Lieben Gruß - Isolde
„Ich habe den lieben Gott in manchen Kneipen besser kennengelernt als in manchem Bibelkreis.“ Rainer Maria Schießler, Pfarrer in München St. Maximilian

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Beitragvon marianne » 22.07.2005, 10:41

Hallo Isolde, wir planen z.Zt. nachdem wir uns so einiges angeschaut haben, ja sehr intensiv in Richtung HPT Unterhaching, das ja im südlichen Landkreis Münchens liegt, also gar nicht Unterschleissheim hier im Norden. Für die HPT in Unterhaching -Rory war gestern noch da- ist die Lebenshilfe München der Träger und sie macht einen sehr guten Eindruck, (nur machte das unsere I-Gruppe hier auch und darum wird der Alltag dort später dann zeigen, wie gut es tatsächlich sein wird.) Es gibt eine SVE-G dort bis 7 Jahre und es gibt das sonderpädagogische Schulzenrum mit HPT, wo auch spezielle Orientierungsklassen den Weg von G nch L anstreben. Dort werden wir alle unsere Fragen vorlegen und sind bisher auch sehr angetan. :roll:

Dass erst im Februar der nächste Termin im Kinderzentrum ist, passt mir ganz gut, denn jetzt muss erstmal wieder Ruhe einkehren, soweit möglich :wink: neben Haussuche in Unterhaching, HPT-Kontakten und Alltagskram. Ob dann in Zukunft der Psychologe im Kinderzentrum für uns ein so enger und guter Berater sein wird wie du es erfahren hast, wird sich zeigen. Vielleicht wird das ja auch der Psychologe in der HPT oder ein anderer, der eng mit Janosch arbeitet. Das Kinderzentrum sah ich bisher eher übergeordnet als sehr professionelle Stelle der Diagnostik und Beratung, während für die "Niederungen des Alltags" eher unsere Fachleute vor Ort zuständig sind.

Lieber Gruß

Marianne


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