Mitarbeiterin FED u. Master-Schreiberin Persönl. Budget

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Nicole 79
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Mitarbeiterin FED u. Master-Schreiberin Persönl. Budget

Beitragvon Nicole 79 » 11.06.2008, 20:03

Hallo!

Mein Name ist Nicole und ich arbeite seit vielen Jahren bei einem Familienentastenden Dienst in der Einzelförderung von Kindern und Jugendlichen.

Von meiner Ausbildung her bin ich Sozialarbeiterin, habe aber beschlossen auf mein Diplom noch einen Master in Intergrativer Heilpädagogik zu setzen und meinem Forschungsdrang ein wenig nachzugehen.

Daher schreibe ich gerade meine Master-Thesis mit dem Titel:
Das Persönliche Budget - Perspektive oder Qualitätsverlust für familienunterstützende Hilfen zur Förderung der Teilhabe von Menschen mit Behinderung

Leider habe ich das Gefühl mit meinem Thema der Zeit etwas voraus zu sein, da es in meinem Arbeitsumfeld und auch im privaten Umfeld noch keine minderjährigen Budgetnehmer gibt...
Daher war ich sehr erfreut, als ich die REHAkids-Foren entdeckt habe und hoffe darauf ein bisschen von den Erfahrungen der User zu profitieren und kann im Gegenzug hoffentlich auch den einen oder anderen Rat und Tip geben.

Also wenn jemand Budget-erfahren ist und Lust auf einen Austausch hat, freue ich mich über einen Kontakt :D

So viel erst mal von mir!

Gruß,

Nicole

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Gela1
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Beitragvon Gela1 » 13.06.2008, 22:21

Hallo Nicole,

wir haben das PB für Windeln und für den familienentlastenden Dienst bei der KK beantragt, aber noch nichts gehört.

LG Gela

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MarieS.
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Beitragvon MarieS. » 13.06.2008, 22:32

Hallo Nicole, sehe deine Vorstellung eben erst.
Erstmal: Herzlich Willkommen !

Wieweit bist du denn mit deiner Arbeit?

Ich würde mich sehr freuen, über einen Austauch, falls du noch interesse hast.

LG, Maria
*** es ist normal verschieden zu sein***

anke
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Beitragvon anke » 14.06.2008, 09:52

HAllo Nicole,

herzlich Willkommen!

Wir wollenn das persönliche Budget für die Blindenfrühförderung einzusetzen. Das ist jedoch äußerst schwierig, da jeder dem anderen die Kostenseite in die "Schuhe" schiebt.

Nun hoffe ich mal jemanden zu treffrn, der mir, bzw Joost helfen kann!

Gruß
ANke
Anke mit Joost (*16.03.04+ 21.12.2018), massiver HC, massive Hirnfehlbidung mit Nichtanlagen, ICP, blind und seinen großen Schwestern Anna (*95), Clara (*02) und Lucas (*08) und natürlich Papa Dirk

Nicole 79
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Beitragvon Nicole 79 » 15.06.2008, 19:52

Hallo zusammen!

Ich freue mich sehr über eure Beiträge, hatte schon langsam befürchtet es meldet sich niemand und gelegentlich geht mir aufgrund der mangelnden praktischen Erfahrungen hier vor Ort die Motivation verloren. Daher Danke!

Ich bin auf jeden Fall sehr an Austausch interessiert. :)
Meine Arbeit besteht bis jetzt leider nur aus ganz vielen Gedanken in meinem Kopf und jeder Menge Literatur auf meinem Schreibtisch. Das Verschriftlichen steht mir noch bevor aber bis jetzt finde ich immer noch neue Dinge zu lesen und lasse mich durch Arbeit & co vom Schreiben abhalten...

@Anke: darf ich fragen, warum ihr die Frühförderung nicht als Sachleistung beantragt? Seid ihr bis jetzt unzufrieden oder wollt mehr Einfluss auf die Ausgestaltung nehmen? Und welche Kostenträger schieben den bei euch die Zuständigkeit hin und her? Außerdem muß der zweite angegangene Träger nach dem Gesetzt zahlen, egal ob er zuständig ist oder nicht, er kann sich das Geld dann halt vom zuständigen wiederholen...
Recht und Realtität sind da allerdings recht weit auseinander und im Alltag hat man ja meist auch noch anderes zu tun als sich vor Gericht durchs Leben zu klagen...
Was eine ganz interessante rechtliche Grundlage ist, wenn man selbst gewisse finanzielle Spielräume hat, ist § 15 SGB IX, der nämlich sinngemäß sagt, dass wenn man selbst in Vorlage für eine Leistung tritt auf die man Anspruch hat, der Rehabilitationsträger zur Erstattung verpflichtet ist (wenn man den Grundsätzen von Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit beim Beschaffen der Leistung Rechnung getragen hat). Allerdings hat man dazu wohl in den seltensten Fällen die Mittel...

Also hilft nur ständiges Nachhaken und vielleicht auch mal hinweisen auf die gesetzlich voregebenen Zeitrahmen (sind in § 14 SGB IX ausgeführt), da sich die Sachbearbeiter gerne einfach so herauswinden...

So langsam fange ich an mich warm zu schreiben, mache jetzt aber mal halt hier an dieser Stelle ;-)
Hoffe was ich geschrieben habe ist verständlich und nachvollziehbar. Ansonsten bitte ich um Rückmeldung / -fragen.

Drücke euch allen die Daumen dass ihr schnell zu eueren Budgets kommt und freue mich auf weiteren Austausch!

Gruß,

Nicole

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Beitragvon Fanny1812 » 17.06.2008, 11:15

Hallo Nicole,

meine Tochter celina (6 mon.) ist stark weitsichtig und hat eine Hornhautverkrümmung. hinzukommt bzw. Erstdiagnose ist Balkenagenesie mit erweiterten 3. Ventrikel, das was sie sieht kann nicht in ihrem Sehzentrum verarbeitet werden. sie ist auch in Ihrer Entwicklung um einiges zurück.
Die Kasse will die Kosten für das Babybrillengestell, die Fahrkosten und die Pekip gruppe nicht übernehmen. Was kann ich tun, vielleicht kannst du mir ja Rat geben da du sozialarbeiterin warst.

L.G. Cindy und Celina
L.G. Cindy mit Celina
Celina geb18.12.2007 mit Balkenagenesie, starke geistige Retadierung, Epilepsie, Mikroduplikation 16p11.2

Celina`s Facebook Seite

Zur Balkenmangel Gruppe

anneb
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Beitragvon anneb » 17.06.2008, 11:34

Hallo Nicole,
wir haben Frühförderung über das PB beantragt und auch bewilligt bekommen. Wir waren mit der Frühförderung an unserem Wohnort sehr unzufrieden und haben fast ein Jahr ausgesetzt. Jetzt habe ich eine Frühförderstelle im Nachbarkreis angesehen und die Kostenübernahme in dem für uns zuständigen Amt beantragt. Die Genehmigung lief ohne Probleme und die Abrechnung erfolgt vom Amt direkt mit der Frühförderstelle.
Viele Grüße und viel Erfolg bei deinem Master,
Anne

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Beitragvon Mareike HP » 17.06.2008, 11:47

Hallo,

das mit dem PB ist so eine Sache...Ich habe festgestellt, dass die Servicestellen nicht so Bescheid wissen! Als Heilpädagogin biete ich auch Frühförderung an. Das Amt will aber nur mit der FFStelle abrechnen! Eltern haben aber ein Wusch und Wahlrecht.

@Anne
Wie ist denn das mit dem Amt gelaufen? Zahlen die dir das, was sie mit der FF Stelle vorher abgerechnet haben oder das, was du nun für die neue FF benötigst? Was haben die für Kostensätze die Stunde angerechnet. Ich denke, wenn ich den empfohlenen HP Stundensatz nehme, bin ich zu teuer.
@Gela
Huhu, auch hier?
Mareike

anneb
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Beitragvon anneb » 17.06.2008, 13:39

Hallo Mareike,
ich habe mich sehr ausführlich durch alle Ämter gequällt, angefangen vom Jugend- übers Sozialamt um irgendwann mit der zuständigen Dame zu sprechen.
Ich habe genau mit ihr mein problem besprochen, sie bat mich den Antrag noch einmal schriftlich zu formulieren. Ich hätte auch eine heilpädagogin aus einer Praxis genommen, aber es gab im näheren Umkreis keine, die auf die Bedürfnisse von Elias "spezialsiert" war.
Nachdem ich dann eine Frühförderstelle gefunden hatte, hat diese dann den Antrag auf Förderung gestellt.
Vorab hatte ich bereits die schriftliche Zusage, dass Frühförderugn/ Heilpädagogik in einem bestimmten Rahmen bezahlt wird.
Genehmigt bekommen haben wir pauschal 60 Stunden für ca ein dreiviertel Jahr, was ich echt okay finde. Über die Höhe der ABrechung kann ich Dir nichts sagen, kann aber gerne mal nachfragen, welche Stundensätze zugrunde gelegt wurden.
Aber frag dochmal beim zuständigen AMt nach und biete in dem Zusammenhang Deine Dienste an.
LG, Anne

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Nicole 79
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Beitragvon Nicole 79 » 17.06.2008, 15:05

Hallo zusammen!

Bin gerade ein wenig frustriert, da ich gerade so einen langen schönen Eintrag verfasst hatte und nun in der Interaktion mit meinem PC leider etwas falsch gemacht habe und nun ist er weg :(

Erst mal freue ich mich darüber, dass es hier so aktiv zugeht und versuche jetzt noch mal euch eine Antwort zu schreiben :)

@Cindy (& Celina): Ich trage zwar den Titel Sozialarbeiterin, habe aber noch nie auf einem Amt gearbeitet oder nur mit §§§ um mich geschmissen. Leider kann ich dir auch nicht den ultimativen Tip geben, sondern dich nur ermutigen, weiter die benötigten Leistungen einzufordern, d.h. schriftlich Widerspruch einzulegen.
Im Hinblick auf die Brille würde ich einen Widerspruch gegen die Ablehnung als recht erfolgsversprechend ansehen, da die KK soweit ich weiß, die Kosten für eine Sehhilfe bei Kindern übernehmen muss. Falls es dir möglich ist von irgendeiner Stelle die Celina kennt noch ein Gutachten / eine Stellungnahme zu bekommen, aus der hervorgeht, wie wichtig eine Brille für ihre Wahrnehmung und damit auch für ihre Entwicklung ist, macht das bestimmt auch ziemlichen Eindruck auf die Sachbearbeiter und verleiht dem ganzen Nachdruck. :wink:
In Bezug auf die Pekip-Gruppe fürchte ich, dass es keine Pflichtleistung der KK ist und soweit ich informiert bin, die Kosten von manchen anteilig übernommen werden von anderen nicht... Wenn sich die Fahrtkosten auf die Pekip beziehen, dann werden sie die wohl erst recht nicht zahlen, wenn sie die Leistung an sich schon ablehnen :-(

@Anne: Wie schön, dass eure Ämter-Marathon schließlich zum Erfolg geführt hat und ihr jetzt eine passende Fördermaßnahme für Elias habt! :D
Allerdings bin ich etwas irritiert über deine Aussage, dass das Amt direkt mit der Frühföderstelle abrechnet, dass ist eigentlich nicht sehr "Budget-haft".
Steht in euerem Bewilligungsbescheid dann wirklich PB oder ist es letztendlich doch wieder eine Sachleistung, bei der ihr einfach mehr Mitbestimmen durftet? Wäre sehr spannend für mich das zu erfahren.
Bis jetzt kannte ich es nur aus Rheinland-Pfalz das Budgets bewilligt werden, die dann jedoch nicht an den Budgetnehmer ausgezahlt sondern an die Leistungserbringer direkt übermittelt werden. Da gibt es dann fast keinen Unterschied zur klassischen Sachleistung der eigentliche Sinn vom PB geht weitestgehend verloren...
Aber für euch freut es mich, dass ihr jetzt ein passende Form der Frühförderung habt, und die Tatsache, dass sie direkt abrechnen ist für euch wahrscheinlich auch eher angenehm als selbst die Rechnungen begleichen zu müssen  8)

@Mareike: wenn es den Eltern in deinem Kreis gelingt, sich die Frühförderung als PB auszahlen zu lassen, dann dürfen sie "einkaufen" wo sie wollen! Das mit der Unkenntnis an den zuständigen Stellen ist wirklich ein ganz furchtbarer Mißstand :roll: . Schließlich hat jeder das Recht darauf sich seine Leistungen als PB auszahlen zu lassen und dann selbst zu organisieren sofern nicht triftige Gründe dagegen sprechen. Da man durch das PB doch mehr Möglichkeiten zur Einflußnahme und Mitbestimmung bekommt, lohnt es sich sicherlich, sich auf die Auseinandersetzung mit unwilligen Kostenträgern einzulassen. Allerdings kostet das in der Regel einiges an Zeit und Nerven, so dass ich gut verstehen kann, dass dafür im Familienalltag nicht die nötigen Ressourcen bestehen...
Und was deinen Stundensatz anbetrifft, könntest / müsstest du den individuell mit deinen Kunden aushandeln. Dabei ist es sicherlich nicht verkehrt, sich an dem empfohlenen HP Stundensatz zu orientieren, die Frühförderstellen haben wahrscheinlich höhere Sätze, da sie ja auch Gebäude- und Verwaltungskosten haben...

Viele Grüße,

Nicole


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