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Nicole 79
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Beitragvon Nicole 79 » 24.06.2008, 12:42

Noch eine kleine Ergänzung, damit es nicht zu Missverständnissen kommt:
Auch wenn die Anträge weitergeleitet werden, kommt man meistens nicht drum rum, noch Antragsformulare der zuständigen Stellen ausfüllen zu müssen. Aber die muss man sich dann wenigstens nicht selbst zusammensuchen, sondern sollte man zugeschickt bekommen und der Zeitpunkt der Antragstellung ist ja gelegentlich von Bedeutung und dann gilt eben der erste!

Gruß,

Nicole

anke
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Beitragvon anke » 24.06.2008, 13:55

Hallo Nicole,

wir hatten bis zum Eintritt in den Kindergarten die "normale FF" hier liegt gerade eine Klage von uns beim Sozialgericht, da wir auf 2 Einheiten pro Woche bestanden haben, jedoch nur eine Einheit genehmigt wurde.

Soll ich jetzt das trägerübergreifende Budget im Bezug auf die Blinden FF beim hiesigen Landkreis stellen?? Es landet dann exakt bei der Dame, die bislang meine Belange nicht zu meiner Zufriedenheit abgearbeitet hat.
Welche weitere Stelle gibt es noch? DIe privaten KK ziehen sich da ja gerne ganz raus.!

LG
Anke
Anke mit Joost (*16.03.04+ 21.12.2018), massiver HC, massive Hirnfehlbidung mit Nichtanlagen, ICP, blind und seinen großen Schwestern Anna (*95), Clara (*02) und Lucas (*08) und natürlich Papa Dirk

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Beitragvon iggisw » 24.06.2008, 14:12

Hallo Nicole,
wir bekommen für unseren behinderten Pflegesohn ein Budget vom Jugendamt.
Früher mussten wir jede einzelne Leistung einzeln beantragen, das war sehr mühsam, vor allem weil die Bearbeitungszeit häufig seeeeehr lang war.
Bei uns werden alle Leistungen, die S. vom Jugendamt bekommt, über dieses Budget abgerechnet.
S. benötigt permanente Schulbegleitung, Schulwegbegleitung, einige soz. Integrationsstunden, Fahrkosten für den Schulbegleiter Kostenübernahme für Kurzzeitpflege und alle Kosten für uns als Pflegefamilie (auch wieder mit allen möglichen Einzelleistungen). Es werden pro Jahr 16 Fehltage in der Schule abgezogen, die Ferien......! Aus allen Jahresbeträgen wird ein pauschaler Monatsbetrag errechnet, der an uns überwiesen wird. Innerhalb dieses Budgets können wir (immer gegen Rechnungsnachweis) frei verfügen. Das heißt, wenn S. mehr als diese 16 Fehltage im Jahr hat, kann ich das dafür nicht gebrauchte Geld anderweitig ausgeben. Z.B. Therapien, soz. Integrationsstunden, Betreuung.....! Einmal im Jahr wird abgerechnet - ich muss also schon genau buchführen!

Wenn du noch Fragen hast - gerne!
Liebe Grüße
Iggis
3 leibl. Kinder (*83, 87, 89), 7 Dauerpflegekinder (*93, 98, 02, 03, 08, 09, 11) - Erfahrung mit CF, A/V-Malformation, Tracheostoma, Autismus, Misshandlung, Missbrauch, geist. Behinderung, Frühgeburt, Lernbehinderung, Bindungsstörung, Traumata, FAS.....
Die 5 jüngsten Kinder leben noch zu Hause, die anderen kommen gern!

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Beitragvon Angi » 24.06.2008, 14:42

Hallo Nicole !
Wir bekommen seit 2 J das PB für unseren Sohn mit Autismus von SA.
Damit finanzieren wir die ABA / VB Therapie im Kindergarten und zu Hause.
Es klappt sehr gut und ich kann die Eltern nur ermutigen die Förderung ihrer Kinder selber in die Hand zu nehmen.
LG, Angi
Die Vergangenheit ist Geschichte,
Die Zukunft ein Geheimnis,
Und dieser Augenblick ist ein Geschenk.

Angi und Sohn 2002 mit Autismus ( HFA ) , Bruder 2005 gesund

Nicole 79
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Beitragvon Nicole 79 » 24.06.2008, 16:31

Hallo Anke!

Leider habe ich nicht den nötigen Überblick über die Strukturen bei euch vor Ort, habe allerdings gerade mal versucht mich ein wenig zu informieren und bin dabei gleich über mehrere Dinge gestolpert.

Zum einen scheint es so zu sein, das die privaten Krankenversicherungen nicht so richtig in die Rahmenvereinbarungen zur Frühförderung mitaufgenommen sind und sich daher zeitweise weigern zu zahlen :(

Zum anderen ist die spezielle Frühförderung für Blinde Kinder bei euch in Niedersachsen wohl wirklich als freiwillige Leistung des Landes organisiert und ich konnte keine Grundlage herausfinden, auf der man eine solche freiwillige Leistung einfordern kann...

Anscheinend wird diese spezielle Form der Frühförderung wohl nur durch das Landesbildungszentrum für Blinde erbracht, das vom Land Niedersachsen finanziert wird.

Zumindest für mich sieht das ziemlich wenig erfolgversprechend aus, ich vermute ihr habt keine Möglichkeit eine intensivere Blindenfrühförderung zu erhalten :cry:

Hätte dir gerne ein paar erfolgsversprechendere Ratschläge gegeben aber ich habe leider keinen entsprechenden Geistesblitz für eine mögliche gesetzlich Grundlage bei der näheren Sichtung eurer Thematik bekommen.
Aber versuchen kannst du es natürlich trotzdem bei jedem möglichen Kostenträger und darum bitten, falls sie nicht zuständig sind, den Antrag an die ensprechende Stelle weiterzuleiten, so wie es in §14 SGB IX vorgeschrieben ist... Wenn es aber wie befürchtet keinen gesetzlichen Anspruch auf die freiwillige Leistung gibt, wird es zu einer allgemeinen Ablehnung kommen.

Ich hänge mal noch einen Link zu einer gerade aktualisierten Liste aller Beratungsstellen zum PB vom Kompetenzzentrum an. Vielleicht kannst du über eine der Stellen eine erfolgversprechendere Aussage bekommen. :wink:

http://www.budget.paritaet.org/index.ph ... e98dd4ca38

Viele Grüße,

Nicole

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Beitragvon Nicole 79 » 24.06.2008, 16:47

Hallo noch mal!

@Iggis: Das klingt ja nach einer sehr gelungenen Bugetierung bei euch! Schön so etwas positives zu hören. Und wieder einmal spannend mitzubekommen wie unterschiedlich manche Sachen gehandhabt werden. Ich weiß von einem Pflegekind hier in Hessen, das és aufgrund seiner Behinderung keine Maßnahmen vom Jugendamt bekommt sondern der überörtliche Sozialhilfeträger zuständig ist. Die z.T. sehr unterschiedlichen Regelungen der einzelnen Bundesländer machen es fast unmöglich, auch nur halbwegs den Überblick zu bekommen... :roll:
Fragen habe ich momentan keine aber ich danke für dein Angebot und komme gerne darauf zurück, wenn sich welche ergeben :)

@Angi: Freue mich natürlich auch für euch, dass es mit dem PB so gut klappt. Hoffe sehr, dass sich solche positiven Erfahrungen mit der Zeit mehren und dann ein bischen mehr Dynamik in die Hilfelandschaften kommt!


Viele Grüße,

Nicole

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Beitragvon iggisw » 24.06.2008, 19:10

Hallo Nicole,

ich denke, das Jugendamt hat durch unsere Budgesierung deutliche Vorteile! Sie brauchen die ganzen Anträge nicht ständig zu bearbeiten, die vielen Rechnungen kontrollieren und bezahlen, jeden Monat alle Abrechnungen.....!
Diese Arbeit übernehmen wir ja für sie!

Liebe Grüße
Iggis
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Beitragvon claudia christiane » 24.06.2008, 20:07

ich lasse gleich die kita mit dem sozialamt den i-status abrechnen.
beiden teilen war das lieber so- mir erst recht.
claudia
es grüßt herzlich
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Beitragvon Nicole 79 » 26.06.2008, 10:13

Hallo Claudia!

Wenn die KiTa mit dem Sozialamt direkt abrechnet, ist das für euch wirklich praktisch. Meine Frage ist dann allerdings, warum es überhaupt als PB bezeichnet wird und nicht als Sachleistung...
Also nur noch mal für mein Verständnis: ihr habt einen Leistungsbescheid über ein PB für Paul in Bezug auf die Integration und nicht einfach über x Stunden Integration in eurer KiTa, aber Amt und KiTa rechnen dann doch direkt miteinander ab? Hat dein PB Bescheid denn einen Betrag als Leistungsinhalt oder eine Anzahl von Stunden, deren Geldwert du nicht kennst?
Hoffe du kannst meine Neugier stillen und freue mich auf Antwort :D

Viele Grüße,

Nicole

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Beitragvon claudia christiane » 26.06.2008, 11:07

währe es nur eine sachleistung - dann hätte die kita eine i-kita sein müssen.
wir haben 10 h einzelintegration in der woche bekommen. der stundensatz richtete sich nach dem stundenlohn der erzieherin in der kita. ich habe genau einen bescheid über die höhe und den stundenlohn bekommen.

da die i-kita im ort keinen echten bedarf an i-kindern hat und nicht wirklich zur förderung meines kindes ein konzept hatte... die therapien in der kita nicht wollte.... . ist es eine private kita geworden.
mfg
claudia
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