Was tröstet eine Mutter?

Hier könnt ihr Gedichte, Texte und kleine Geschichten zum Thema "besonderes Kind" einstellen und darüber dikutieren.

Moderator: Moderatorengruppe

Jakob
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 469
Registriert: 01.03.2008, 00:33
Wohnort: nördliches RLP

Was tröstet eine Mutter?

Beitragvon Jakob » 29.05.2008, 01:43

Hallo zusammen,

ich bin auf der Suche nach einem tröstlichen Text für die Mutter einer verstorbenen Freundin. Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen?
Danke im voraus und liebe Grüße,
Daniela

Benutzeravatar
Sybillejennifer
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 284
Registriert: 21.01.2008, 19:39
Wohnort: Alzenau-Hörstein
Kontaktdaten:

Beitragvon Sybillejennifer » 29.05.2008, 14:39

Wo Worte fehlen, das Unbeschreibliche zu beschreiben,
wo die Augen versagen, das Unabwendbare zu sehen,
wo die Hände das Unbegreifliche nicht fassen können,
bleibt einzig die Gewissheit,
dass Du für immer in unseren Herzen weiterleben wirst.
pulmonale Hypertonie
Epilepsie
Truncus arteriosus communis Typ A4
Von Willebrand Jürgends Syndrom
Innere Blutungen
ASD VSD
Entwicklungsverzögerung
Kann kaum sprechen

Jakob
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 469
Registriert: 01.03.2008, 00:33
Wohnort: nördliches RLP

Beitragvon Jakob » 29.05.2008, 21:46

vielen lieben Dank für den berührenden Text!
LG Daniela

monikasa
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 291
Registriert: 08.01.2006, 22:54
Wohnort: Südbayern

Beitragvon monikasa » 29.05.2008, 23:38

Hallo,
ich hätte einen - finde ich - wunderschönen Text von Reinhard Mey:
(meine Chefin hatte den zum Abschied ihres tödlich verunglückten Sohnes auf den Sterbebildern)

Ich stelle mir das Sterben vor
so wie ein großes helles Tor
durch das wir einmal gehen werden.
Dahinter liegt der Quell des Lichts,
vielleicht das Meer, vielleicht auch nichts,
vielleicht ein Park mit grünen Bänken.

Doch eh' nicht jemand wiederkehrt
und mich eines Bessren belehrt
möcht ich mir dort den Himmel denken.
Und es ist tröstlich, wie ich find,
die uns vorausgegangen sind
und die wir lieben dort zu wissen.

Liebe Grüße
Monika
Monika u. Georg, 4 Kinder, davon 1 Achondroplasie (Kleinwuchs, 19 J.) + Spinalkanalstenose; 1 Epilepsie, 2 gesund

Gitte
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 3104
Registriert: 07.05.2006, 18:29

Beitragvon Gitte » 30.05.2008, 08:03

Und Ihre Seele breitete Ihre Flügel aus,
flog durch die stillen Lande
als flöge sie nach Hause.

Bei der Totenanzeige meiner Mutter haben wir den letzten Satz abgeändert:
und flog nach Hause !!

Ich muß grad so weinen, denn, sie ist nach Hause geflogen.
Sie war sehr gläubig.
Es ist gut,
wenn uns die verrinnende Zeit
nicht als etwas erscheint,
was uns verbraucht,
sondern als etwas,
das uns vollendet.


Ruhe schaffen,
still werden,
das Innen mit Schweigen füllen,
den Puls des eigenen Herzens fühlen.

Du darfst nichts positives erwarten,
wenn du nur negativ denkst.

Gitte
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 3104
Registriert: 07.05.2006, 18:29

Beitragvon Gitte » 30.05.2008, 08:04

Aber die beiden Texte vor mir
die sind wunderschöön.
Es ist gut,
wenn uns die verrinnende Zeit
nicht als etwas erscheint,
was uns verbraucht,
sondern als etwas,
das uns vollendet.


Ruhe schaffen,
still werden,
das Innen mit Schweigen füllen,
den Puls des eigenen Herzens fühlen.

Du darfst nichts positives erwarten,
wenn du nur negativ denkst.

Jakob
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 469
Registriert: 01.03.2008, 00:33
Wohnort: nördliches RLP

Beitragvon Jakob » 06.06.2008, 16:24

Vielen lieben Dank Euch allen-Dir viel Kraft, liebe Gitte!
Gruß, Daniela

Benutzeravatar
NicoleRose
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 238
Registriert: 15.02.2008, 21:27
Wohnort: Hüffelsheim

Beitragvon NicoleRose » 11.06.2008, 23:11

Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehen.
Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,
aber versuchen will ich ihn.

Das Gedicht ist von Rielke und ich liebe es!

Nicole
Nicole *68, Markus *64, Tim *99, Dennis *03, Maya *05 (CDKL5-Gendefekt, V.a. fokale cortikale Dysplasie links frontal, V.a. subependymale Heterotopie rechts frontal, Entwicklungsverzögert, Autistische Verhaltensstörung).

Geduld ist ein Baum, dessen Wurzeln bitter, dessen Frucht aber sehr süß ist. - Aus Persien -


Zurück zu „Gedichte/Prosa“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast