Recht auf Kindergarten für 5,5 Jahre alte Kinder?

Zum Teil unterscheiden sich die rechtlichen und organisatorischen Strukturen zwischen Deutschland und den verschiedenen Nachbarländern erheblich. Hier in dieser Rubrik sammeln wir alle landesspezifischen Infos.

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Silvia & Iris
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Beitragvon Silvia & Iris » 23.08.2008, 08:43

Hallo Birgit,

es gibt schon Unterstützung, aber man muss die Leistungen alle in größeren Entfernungen abholen... Schnitt 100 km Entfernung, wenn man in NÖ bleibt. - Wien macht die Schoten langsam dicht, ist auch nicht heiß darauf nur Leistungen zur Verfügung zu stellen, ohne Gegenleistungen... (verstehe ich auch)

Du kannst gerne mal suchen wegen Schule in NÖ - öffentlich - mit Therapie für Schwerstbehinderte geeignet - Wr. Neustadt - und das ist mehr als 140 km von mir entfernt (2 Stunden Fahrzeit in eine Richtung, da man durch Wien ganz durchmuss).

Viele Grüße


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Beitragvon BirgitW » 23.08.2008, 09:04

Hallo Silvia,

pooh, das ist echt wild. Wer kann schon so weit fahren, nur fuer eine Schule!!!

Das kommt mir so vor wie in Canada: die einzige Ergotherapeutin, die sich auf SI Stoerungen verstand, war in Toronto. Die Entfernung selbst waer ja noch halbwegs o.k. gewesen, 100 km eine Richtung, aber der Verkehr teilweise kompletter Wahnsinn. Ich musste da immer 2 Stunden vor Therapiebeginn losfahren, und meistens war ich dann etwa 20 Minuten vorher dort. Zurueck gings meistens schneller, weil mittags in diese Richtung weniger Verkehr war. Aber trotzdem ist es ein kompletter Wahnsinn fuer eine Stunde Therapie so lange im Auto zu sitzen...

Ja, ich kann mir gut vorstellen, dass das in Niederoesterreich ein Problem ist. Deswegen geht's in Tirol natuerlich auch besser, und noch ein weiterer Vorteil ist, dass wir in Seefeld wohnen, da ist man mit dem Auto oder Zug in 20-30 Minuten in Innsbruck, und das ist total o.k.

Aber nur nach Wien ziehen deswegen willst du sicherlich auch nicht. Ich wuerd mit Kindern nicht unbedingt in Wien wohnen wollen... :oops:

Liebe Gruesse,
Birgit
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Beitragvon Silvia & Iris » 23.08.2008, 10:16

Hallo Birgit,

für entwicklungsverzögerte Kinder schaut es schon besser aus... - Aber Kinder mit PS 5 - 7 haben weder Wählerpotential, sind keine große Gruppe und können doch eh nie das Bruttosozialprodukt steigern...

- Vor 20 Jahren hat man im Bezirk Tulln die Meinung vertreten, dass besondere Kinder eh weniger werden durch die gute medizinische Versorgung. (Das aber eben diese auch wieder eine neue Form von besonderen Kindern hervorruft, das haben die Politiker damals (noch) nicht gesehen.)

Und jetzt fehlen die Strukturen vollkommen. (Therapeuten, die auch bei basalen Kindern wissen, was zu tun ist, schulische Einrichtungen, Tageseinrichtungen, Wohngruppen... )

Wie schon erwähnt, die paar Betroffenen, die ich kenne, die kämofen jetzt mit verschiedenen Problemen, einige haben bereits resigniert. (Schwester von 54-jähriger besonderer Frau...) Oder sie wollen gar nicht wissen, dass ihr Kind ein Kind ist mit besonderen Bedürfnissen...


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Beitragvon BirgitW » 23.08.2008, 15:21

Hi Silvia,

es ist leicht moeglich, dass aufgrund der besseren medizinischen Versorgung Kinder mit Behinderung im Prinzip weniger werden. Andererseits bekommen wir immer spaeter Kinder, was wieder die Rate der Kinder mit Chromosomendefekten usw. in die Hoehe treibt. Jedenfalls sehr "interessant", wie manche Politiker die Zukunft vorhersagen zu koennen glauben.

Das einzige, was man zu dem Thema wohl tun kann, ist so laut zu "schreien" wie moeglich, soviel wie moeglich in Anspruch zu nehmen (denn dann kann ja auch anhand der Statistik aufgezeigt werden, dass die Angebote, die es gibt, auch ausgenuetzt werden und alles andere als ueberfluessig sind), oder - was noch besser waere - in die Politik gehen.

Allerdings ziehe ich letzteres nicht wirklich in Betracht. Ich glaub ich waer keine gute Politikerin :lol:

Liebe Gruesse,
Birgit
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Beitragvon stellanka » 08.02.2009, 22:39

hallo, habt ihr nun einen KG platz bekommen??? Bin ganz neu in diesem Forum, aber hatten zu diesem Thema auch einen langen Leidensweg, der uns Eltern weiße Haare, Tränen aber schließlich den Sieg gebracht hat. Ich hoffe, es ist Euch gelungen!! l.g.

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Beitragvon Silvia & Iris » 13.02.2009, 23:59

Ja, sie ist jetzt im hiesigen Kindergarten, eine unter 24... - Sie hat aber mit der Stützkraft ein großes Los gezogen. - Manchmal kommt sie nicht dazu genug zu trinken, da sie so abgelenkt ist bei sooo vielen Kindern. - Leider gibt es im Kindergarten keine Therapie, so dass ich immer wieder Iris raus nehme und sie zur Therapie mitnehme...

Hier ist in Ö noch sehr viel zu tun, besonders auch in NÖ! - Kleine Gruppen, geeignetes Personal, keine Angst vor Kindern mit besonderen Bedürfnissen!
Liebe Grüße
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Beitragvon stellanka » 18.02.2009, 17:58

freu mich für euch! therapie gab es bei uns auch keine im KG, aber da Vanessa das erste integrationskind in diesem KG überhaupt war, wurde sogar ein eigener Snoezelen raum eingerichtet, und ein Bälle-bad, davon hatten dann alle Kinder was. Vanessa ging dann sozusagen noch ein zusätzliches jahr in den kg, da wir ihr das soziale umfeld mkit "gesunden Kindern " solange wie möglich erhalten wollten. nun, burgenland ist noch viel weiter hinten als niederösterreich so scheints, aber du siehst, der mut und die ausdauer, die dich übrigens noch ein leben lang begleiten werden, hat sich gelohnt. wie geht es dann nach dem kg weiter? wenn du hilfe brauchst, melde dich, in ö wiehert der amtsschimmel nämlich gewlatig l.g. stellanka

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Beitragvon Silvia & Iris » 22.06.2009, 15:15

Hallo,

wie geht es euch so im Kindergarten???

Also bei uns war es dieses Jahr so, dass Iris monatlich zwischen 9 und 13 Tagen im Kindergarten war... - Immer wieder gab es Ausfälle duch die Betreuerin... - Ist das ganze mit einer Stützkraft im Kindergarten nur eine "Augenauswischerei"?? In der HPI-Gruppe, wo Iris früher war, war das kein Thema, gut, wir sind auch etwa 4 Mal im Jahr nach Hause geschickt worden wegen Notbetrieb! - Aber jetzt werden wir immer nach Hause geschickt! - Egal .... - Wenn die andere Kraft ausfällt muss die Stützkraft einspringen und ist deshalb für Iris nicht da... - Wenn die Stützkraft ausfällt dann muss das Kind sowieso zu Hause bleiben, wenn die Stützkraft andersweitig beschäftig ist, dann wird Iris in eine andere Gruppe mit anderer Betreuerin untergebracht (die Woche vor dem Kindergartenabschlußfest)...

- So habe ich mir das nicht vorgestellt!!!

- Und dann wollen sie ab nächstes Jahr ein verpflichtendes Kindergartenjahr einführen??? 9 - 13 Tage im Monat??? - Ja. das reicht doch für einen regelmäßigen Kindergartenbesuch!!!

Viele Grüße


Silvia & Iris
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