Probleme bei Bewilligung der TEACCH-Therapie

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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shone
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Probleme bei Bewilligung der TEACCH-Therapie

Beitragvon shone » 11.07.2004, 10:33

Hallo liebe Teilnehmer,
ich wusste nun nicht ob es hier rein gehört ....
Es geht um die TEACCH Therapie die ich mit Dennis machen möchte.
Ich habe die Kostenzusage für das Autismus Institut und wollte die Wartezeit (2 Jahre) für einen Platz dort mit einer vorbereitenden Therapie unterstützen. Dies habe ich dem Sozialamt (Kostenträger für Autismus Institzut im Rahmen der Eingliederungshilfe) mitgeteilt. Diese sahen wohl auch kein Problem darin.
Nun hat aber die Ärztin des Gesundheitsamtes scheinbar ein Problem damit und hat nach Rücksprache mit dem Autismus Institut gesagt, JEDER müsse auf den Therapie Platz warten und daher auch ich (so im Sinne, ich wäre eine ZU ENGAGIERTE Mutter (kann man das überhaupt sein ?).....).
Sie möchte nun zusätzlich eine Psychiatrische Stellungnahme dass Dennis diese Therapie braucht und selbst dann würde es nicht so einfach genehmigt werden.
Dabei ist diese TEACCH Therapie sogar günstiger als das Autsimus Institut (ca. die Hälfte).
Ist mal wieder typisch, dass Menschen die sich nicht mit dem Thema auskennen über etwas entscheiden müssen, was sie nicht kennen. Quasi als solle ich befinden wie ein Käse schmeckt, den ich NIE gegessen habe.... :mad:

Darüber bin ich ziemlich verärgert und wenn jemand mir einen Tip hierzu geben kann, wäre ich sehr froh.

Ich werde zwar am Montag in GI im SPZ anrufen und nach besagtem Gutachten fragen, glaube aber nicht dass ich so etwas dort bekomme.
Und ich wollte Dennis ersparen, dass er sich von einem weiteren Arzt ausquetschen und untersuchen lassen muss - er hat zur Zeit und dann noch im August genug um die Ohren und ist sowieso wieder etwas lädiert.

Danke fürs lesen und geknickte Grüß
Inci
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Beitragvon Helmut » 11.07.2004, 11:31

Hallo Inci,

wie soll denn die "Vorbereitungstherapie" aussehen, wo stattfinden ? Reicht dafür nur die "einfache" Ergotherapie, mit der das Gesundheitsamt nix zu tun hat ?

:-) Helmut
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Beitragvon Sabine » 11.07.2004, 11:50

Hallo Inci,

ich habe den Beitrag mal in "Rechtliches" verschoben, weil es ja eher um die Probleme bei der Bewilligung der Therapie geht.
So ganz verstanden habe ich das ehrlich gesagt nicht. Womit hat die Ärztin denn nun ein Problem? Dass du diese begleitende Therapie machen willst? Die zwei Jahre musst du doch auf einen Platz in diesem Autismus-Institut so oder so warten. Will sie nun also diese begleitende Therapie nicht unterstützen? Ansonsten würde mich auch interessieren, was Helmut schon gefragt hat.

Lieben Gruß,
Sabine
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Beitragvon shone » 11.07.2004, 12:38

Hallo Sabine und Helmut,
Die Therapie die ich mit Dennis zwischendurch/als Vorbereitung für weiteres machen möchte ist die TEACCH Therapie (extra für Autisten, in USA sehr bekannt und akzeptiert). Ergo bekomt er sowieso aber diese unterstützt Dennis lediglich bei seiner Integrationsstörung. TEACCH ist umfassender und beschäftigt sich damit das Umfeld für das autistische Kind zu strukturieren und damit Sicherheit und Möglichkeit zur weiteren Entwicklung zu geben. Das heisst er kann DURCH TEACCH andere Therapien und Infos überhaupt besser aufnehmen und sich für Neues öffnen (zumindest ist das mein Gedanke wenn es funktioniert).
Diese wird dann bei uns stattfinden, teilweise vielleicht auch bei der Therapeutin, am 15.07. beginnt es mit einer konkreten und individuellen Förderdiagnostik. Darauf abgestimmt wird dann ein Förderplan extra für Dennis erstellt.
Infos zu TEACCH unter
http://www.uni-leipzig.de/~gbpaed/artikel/haussler.htm

Danke für Eure Anteilnahme !
LG Inci
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Beitragvon Helmut » 11.07.2004, 14:20

Hallo Inci,

entschuldige wenn ich das so sage, aber wenn ich als Verantwortlicher, eine Therapie gehnemigt hätte, auf die der Patient.. wie alle anderen auch... 2 Jahre warten muß, und der Patient dann mit einem neuen Antrag, für die selbe Therapie, für die 2 Jahre ankommt, käme ich mir irgendwie "verarscht" vor.

Wenn man auf eine Therapie 2 Jahre warten muß weil vorher kein Platz frei ist, beantragt man für die 2 Jahre halt noch mal so eine Therapie.... Das sollte man allen sagen, die für die Therapie auf der Warteliste stehen, dann brauchen sie bis zur richtigen Therpie nur noch doppelt so lange zu warten.... da muß irgendwie der Wurm drin sein. oder nicht ?

:-) Helmut
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Beitragvon Thomas » 11.07.2004, 14:26

Also wenn ich Inci richtig verstanden habe, dann ist die Autismus Institut Therapie etwas anderes als TEACCH. :?:
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Beitragvon Helmut » 11.07.2004, 15:34

Wenn TEACCH Therapie nicht gleich TEACCH Therapie ist, würde ich als Kostenträger die vorher erteilte Genehmigung zurück ziehen, und erstmal nur die Sofort verfügbare Therapie genehmigen.... Das ganze scheint ziehmlich konfus.

Jemand beantragt eine Therapie, die wegen der Warteliste erst in 2 Jahren möglich ist, bekommt sie genehmigt, und beantragt dann die selbe Therapie nochmal, die dann plötzlich schneller angetreten werden kann...... . Es kann sein, das der Ablauf nicht anders möglich war.... dennoch kann man das ganze auch so deuten, das da jemand ein Kind "mit der Brechstange therapieren" möchte... was natürlich nicht von allen.. hier vom Gesundheitsamt.. gern gesehen wird.

Warum wurde zuerst die Therapie mit der langen Wartezeit, und danach erst die schneller verfügbare Therapie beantragt ? Nach der schnell verfügbaren Therapie wird der Kostenträger so oder so den Bedarf für weitere Therapien prüfen, und kann dann ggf. die bereits zugesagte Kostenübernahme für die schon zugesagte Therapie zurück ziehen. In dem daraus entstehenden Wiederspruchsverfahren sähe die Art und weise wie das ganze abgelaufen ist überhaupt nicht gut aus.

:-) Helmut
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Beitragvon shone » 11.07.2004, 16:13

Lieber Helmut, lieber Thomas,
wie Thomas bereits versucht hat klarzustellen, handelt es sich bei den beiden Therapien natürlich um VERSCHIEDENE Therapien.
Ich dachte das wäre klar, vielleicht habe ich mich nicht deutlich genug ausgedrückt....
Das eine ist die Verhaltenstherapie im Institut (dort meldet man zuerst das Kind an, weil dort auch die Diagnose herkommt. In der Zwischenzeit - getrieben von dem Bedürfnis dem eigenen Kind helfen zu müssen, was auch die Therapeuten im Institut sagen, sucht man sich dann andere Therapien, in unserem Fall wäre TEACCH für Dennis geeignet.).
Bei Autismus ist es so vielschichtig, das das autistische Kind meist eine Kombination von verschiedenen Therapien braucht.
Oft gehören Biochemische, Musik-, Verhaltens- und Ergotherapie zusammen.
Bei Dennis soll eben statt der Verhaltenstherapie WEIL sie jetzt noch nihct geht (Warteliste!) zuerst die TEACCH therapie gemacht werden (ein anderer Therapeut und dieser ist eben verfügbar, aber nicht anerkannt als Institutionelle Sache). Das alles was Dennis dort lernen kann, kann auch in den anderen aufgeführten Therapien zu gute kommen.
Hoffe das ist nun alles etwas verständlich. Es ist ischer nicht so, dass ich Dennis übertherapiere. Ich denke darüber kann man sich auch nicht so vorschnell ein Urteil bilden - oder sollte das zumindest nocht wenn man nicht alle Fakten kennt ! Nichts für ungut !
Ich achte sehr darauf, dass die Kombi der Therapien nicht zu viel ist und auch genug Zeit bleibt, für Dennis KIND zu bleiben. Aber ich möchte gerne dass er endlich die Chance hat ein glückliches Kind zu werden. Und dafür braucht er Unterstützung u.a. in Form von Therapien.
Autismus ist eben eine sehr komplexe Angelegenheit - ausserdem erschwert Dennis Herzfehler so manches noch.
Bei Fragen, kann ich gerne noch einiges erklären, aber wie gesagt es ist sehr komplex und würde den Rahmen sprengen wenn ich all das aufführe, was ich in 2 Monaten gelernt habe....
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