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BernhardM
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Beitragvon BernhardM » 16.11.2008, 14:06

Hallo Anne,

ein Thema was vllt. extra eröffnet werden sollte?! Interessiert bestimmt auch andere Mitleser.
Hier der Versuch einer Antwort.

Bei Hilfsmitteln die wir dem Versicherten (Kunden / Patient) im Auftrag der KK ausliefern (KK hat also genehmigt), steht sinngemäß auf dem Lieferschein: "... sorgfältig, pfleglich zu behandeln ... wenn nicht mehr benötigt zurück zu geben ... gegen Diebstahl und Verlust zu sichern ... der Abschluß einer (Haftpflicht)Versicherung wird empfohlen ..."!
Bei Hilfsmitteln die wir dem Kunden / Patienten (er will es) zur Probe abgeben, also vermieten / verleihen, wird ein Vertrag geschlossen. In dem steht ein ähnlicher Wortlaut wie oben zur Versicherung.
Bei Schäden an Hilfsmitteln muss klar getrennt werden zwischen unsachgemäßer Benutzung durch den Anwender und technischen Schäden durch Materialermüdung, Verschleißerscheinungen u.s.w.. Bei Letzterem sind wir als Lieferant klar in der Pflicht. Beim ersten Fall ist es Auslegungssache. Wenn ein Kompressor-Gehäuse bei einer Wechseldruck-Matratze einen Riss hat, ist es fast immer ein Schaden durch Absturz. Also Sache des Anwenders. Wenn der Kompressor nicht mehr läuft könnt der durch Verschleiß defekt sein. Sache des Lieferanten.
Rollstuhl, Antriebsräder verbogen, meistens ein Defekt durch Überlastung oder hartes Herunterfahren von hohen Kanten, Sache des Anwenders.
Das ist ein sehr heikles Thema. Da wird dann die Schuld oftmals vom Familienangehörigen auf den ambulanten Pflegedienst oder den Fahrdienst geschoben. Oftmals sind endlose Recherchen oder bei sehr hochwertigen Hilfsmitteln auch das Einschalten eines unabhängigen Sachverständigen notwendig.
Das Thema Diebstahl ist noch komplexer, aber eigentlich klar geregelt. Das Hilfsmittel befindet sich beim Kunden, ist aber Eigentum der KK oder des Sani-Hauses. Bei einem (wirklichen) Diebstahl muss wie auch bei anderen Eigentumsdelikten eine Anzeige bei der Polizei gemacht werden. Vielen Versicherten ist das scheinbar nicht bewusst. Wir erhalten immer wieder aufgeregte Anrufe in diesen Fällen. Nur wir können nicht ermitteln! Also Polizei und Lieferanten informieren.

Grüße

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Beitragvon anner » 16.11.2008, 15:43

Danke, Bernhard,

es geht hierum:
http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic24065-0-asc-0.html

Der Sani-Mensch will mittlerweile über 400 € incl. 9,37% Mahnzins.
Er sagt, er hätte das Teil der Schule geliehen, die wären gar nicht befugt gewesen es uns zu leihen.
Die Schule sagt, sie geben es nicht an ihre Versicherung, da wir das Teil hatten.

Unsere Haftpflicht zahlt nicht, da es geliehen war und die Krankenkasse sagt, das Sani-Haus ist für die Verischerung zuständig.
Hätten wir gewußt, daß das Teil in keinster Aer und Weise versichert ist, hätten wir es gewiß nicht angerührt.
Denn wäre Benedict der Talker runtergefallen, hätten wir jetzt ca. 10000€ Schulden :evil: und da geht es mir ums Prinzip.

Wir behandeln wirklich alle Hilfsmittel sehr pfleglich, aber wie man sieht, kann immer unverhofftes passieren - und jetzt sind wir wieder die Dummen :twisted:

Mein Mann meint, wir sollen das der Rechtsschutzversicherung geben.
Er meint, wenn ich ein Auto verleihe, ist es ja auch auf mich versichert - verstehst Du, was ich meine?

Anne
Benedict 06/99, Osteopathia striata, Z. n. Analatresie,neurogene Blasenentleerungsstörung, tracheotomiert, re. blind., Syndakt. beider Hände, Fibulaapplasie beidseits, Makrocephalie, Gaumenspalt, Skoliose, Kleinwuchs, Epilepsie u. e. mehr
Tochter A. 01/96, in der Grundschulzeit Absencen

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Beitragvon BernhardM » 16.11.2008, 19:07

Hallo Anne,

ich habe im von dir angegebenen Beitrag geantwortet. Eine Pauschal-Aussage ist nicht möglich. Wenn eine, für beide Seiten erträgliche, Lösung nicht möglich ist, muss die Rechtsschutz-Versicherung bemüht werden.

Wenn ich das von dir oben Geschriebene richtig lese, ist doch der Sachverhalt so, dass der "Sani-Mensch" das Hilfsmittel der Schule geliehen hat!? Also haben die beiden einen Vertrag! Was will der "Sani-Mensch" von dir? Wenn überhaupt, müsste die Schule auf dich zukommen.

Grüße

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Beitragvon anner » 16.11.2008, 20:19

Hallo, Bernhard,

der Sani-Mensch schickt aber mir die Rechnungen bzw. Mahnungen.
Die Schule sagt, es war unsere Schuld. :oops:

Ich denke, wenn der Sani-Mensch denen die Rechnung gibt, geben sie sie an uns weiter.
Also kann ich mir den Schritt, den Techniker an die Schule zu verweisen, ja sparen.

Anne
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Beitragvon BernhardM » 16.11.2008, 21:55

Also reagieren musst du auf jeden Fall. Alles andere ist, in meinen Augen, ein Schuldeingeständnis.
Wenn der "Sani-Mensch" das Gerät an die Schule geliehen / vermietet hat, ist die natürlich sein Ansprechpartner. Eine einfache Weitergabe der Rechnung, durch die Schule, an dich ist nicht korrekt. Gibt es einen (mündlich mit Zeugen) Vertrag zwischen dir und der Schule über die Nutzung des Gerätes?
Hör auf deinen Mann :wink:

Grüße

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Beitragvon anner » 19.11.2008, 07:40

So,

heute habe ich den Termin beim Rechtsanwalt
(zum ersten Mal in meinem Leben). :oops:

Anne
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Beitragvon Andrea08 » 29.04.2009, 14:55

Hallo Bernhard,
ich hoffe, ich bin mit meiner Frage bei dir an der richtigen Adresse.

Ich habe einen Therapie-Stuhl für meine 13 Monate alte Tochter verordnet bekommen. Diese Verordnung muss ich lt Aussage der Ärztin von meiner KK genehmigen lassen.
Reicht es, wenn auf dem Rezept steht:
1 Therapiestuhl bie stato motor. Entwicklungsverzögerung
nach Genehmigung durch die Krankenkasse. ?
Oder muss die Art des Therapie-Stuhls näher bezeichnet werden?

Es geht in erster Linie um einen Kinderstuhl zum Füttern. Marit kann noch nicht sitzen und unseren Stuhl stopfe ich dann immer mit Kissen aus, das ist aber auch keine Dauerlösung.

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Gruß Andrea
Andrea mit Sonnenschein *04/08, psychomotorische Entwicklungsverzögerung, genetisch bedingten Dopamindefekt

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Beitragvon BernhardM » 29.04.2009, 21:13

@Mod / Admin :!:

Wenn möglich bitte, die Frage von Andrea, in ein neues Thema verschieben.
Ich würde dann dort antworten.

Grüße

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Beitragvon BernhardM » 08.01.2012, 17:53

Hallo,

ab dem 01.02.2012 werde ich bei der Fa. SMB Sanitätshaus Müller Betten arbeiten.
Ich werde hier im rehatechnischen Außendienst für ganz Baden-Württemberg unterwegs sein.
Neuer Wohnort ist Rottenburg am Neckar.

Grüße


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