Pflegestufe

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

Moderator: Moderatorengruppe

anke
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1438
Registriert: 24.06.2004, 10:24

Pflegestufe

Beitragvon anke » 08.07.2004, 13:31

Hallo Ihr Lieben,

heute kam ein Brief von der Pflegeversicherung- unser Sohn Joost hat doch auf Anhieb Pflegestufe I bekommen, da habe ich aber richtig Bauklötze gestaunt, dass das sofort ging!

Nun braucht es nur noch mit den anderen Hilfsmitteln- wir brauchen demächst einen Autokindersitz, wo der riesige Kopf von Joost rein passt- klappen. Die Sachbearbeiterin war am Telefon heute sehr nett, mal sehen, ob sie z. B. den Autositz genehmigt, denn nur dann ist sie wirklich nett!!

Viele Grüße

Anke

Werbung
 
Benutzeravatar
Thomas
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 6896
Registriert: 20.03.2004, 16:00
Wohnort: Menden-Lendringsen
Kontaktdaten:

Beitragvon Thomas » 08.07.2004, 13:59

Hallo Anke,

herzlichen Glückwunsch! :D

Wichtig ist, dass du die Notwendigkeit der Hilfsmittel gut begründest.
Eine Pflegestufe ist da auf jeden Fall hilfreich. Wenn möglich, lass dir von eurem Kinderarzt eine schriftliche Diagnose geben, die du der Vers. zusammen mit der Hilfmittelanfrage schicken kannst.
Vielleicht kannst du auch zusammen mit der Sachbearbeiterin der Vers. klären, welche Hilfmittel die KV und welche die Pflegevers. übernimmt?!

Schönen Gruß
Thomas
Unsere Vorstellung? -> hier klicken
Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
REHAkids - Das Forum für besondere Kinder

anke
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1438
Registriert: 24.06.2004, 10:24

Beitragvon anke » 08.07.2004, 14:23

Hallo Thomas,

vielen Dank für Deine Antwort- wir geben immer unsere Diagnosen mit an.

Joost hat laut Uni Münster eine Hydranenzephalie ( da müssen selbst Mediziner häufig noch ins Buch gucken) , was so nach den ganzen Untersuchunen nicht mehr ganz stimmt, kein Arzt ist z.Zt bereit eine genaue neue Diagnose zu stellen, somit hat Joost von vielen, vielen Dingen ein bißchen.

Habe nach dem netten Gespräch mit meiner Krankenkasse nun vor, auch noch die Sachbearbeiterin der Pflegekasse mit meinen Fragen zu bombardieren!

Dann haben wir noch eine Pflegezusatzversicherung- die kommen dann später dran!

Liebe Grüße

Anke

Benutzeravatar
HeikeB
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 62
Registriert: 30.06.2004, 15:17
Wohnort: Bei Bochum

Beitragvon HeikeB » 08.07.2004, 20:38

Hallo Anke,
da hast du wirklich Glück gehabt. Wie alt ist Joost? wir versuchen seit November 03 eine Pflegestufe für Felix zu bekommen. Wir werden immer vertröstet und sämtliche Befunde und Gutachten werden vom MDK ignoriert. Am 21.07 kommt angeblich der Gutachter, wenn er sich nicht wieder "urplötzlich" Krank meldet.

LG

Heike & Anhang
Heike mit Anna ( Verdacht auf AWS) & Felix ( ICP)

fienchen
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 341
Registriert: 23.05.2004, 22:22
Wohnort: Lünen

Beitragvon fienchen » 08.07.2004, 21:33

Hallo Heike,

bei uns war es so, dass Nele zum ersten Mal mit 14 Monaten vom MDK "begutachtet" wurde. Ich wußte damals gar nicht, was da so auf mich zukommt und sah deshalb dem Termin auch ziemlich gelassen entgegen. Die Ärztin des MDK (heute denke ich, sie war wahrscheinlich Zahnärztin :wink: ) war ziemlich unfreundlich, marschierte, wie selbstverständlich mit dem Kommentar "ich darf mal" im Haus herum und sprach die ganze Zeit in ihr Diktiergerät, sie hat mir viele Fragen gestellt und meine Antworten dann diktiert. Mit Nele hat sie sich eigentlich wenig beschäftigt. Das Ergebnis war dann trotzdem: Pflegestufe I.
Von verschiedenen Seiten (KG, Frühförderung...) bekam ich dann zu hören, das wäre ganz toll, denn bei so kleinen Kindern wäre es schwer, eine Pflegestufe zu bekommen. Durch Zufall habe ich dann erfahren, dass es bei unserer Verbraucherzentrale auch eine Pflegeberatung gibt und bin mit dem Gutachten einfach mal dahin, da mir eigentlich im Gutachten einige Dinge fehlten und auch einige Zeitangaben nicht stimmten. Die Pflegeberatung unserer Stadt arbeitet mit einer Anwältin für Sozialrecht zusammen. Diese hat für uns (kostenlos) ein Widerspruchsschreiben verfasst mit dem Ergebnis: es wurde ein neuer Begutachtungstermin angesetzt, übrigens mit einer Ärztin für Orthopädie, die lange in einer Kinderklinik tätig war. Nele bekam die Pflegestufe II.
Ganz wichtig finde ich es, einmal 14 Tage lang ein Pflegetagebuch zu führen und wirklich alles bis ins kleinste Detail aufzuschreiben (ich weiß, das ist viel Aufwand), aber es gibt Dinge, die man jeden Tag macht und als ganz "normal" empfindet und dabei sind sie so wichtig und wären bei einem gesunden Kind gleichen Alters gar nicht notwendig.

Vielleicht ist die Verbraucherberatung/Pflegeberatung ja mal ein Tipp (besonders bei Widersprüchen), uns hat es jedenfalls geholfen. :D

Liebe Grüße
Manuela

Benutzeravatar
Sabine
Moderator
Moderator
Beiträge: 20394
Registriert: 20.03.2004, 17:14
Wohnort: Menden-Lendringsen
Kontaktdaten:

Beitragvon Sabine » 08.07.2004, 21:54

Hallo!

Wir haben ja erst relativ spät - da war Jan-Paul schon 13 Monate alt - erfahren, dass er behindert ist. Im Zuge der Diagnostik im SPZ (Virchow-Klinikum Wedding) hat uns unsere damalige Ärztin eine Sozialarbeiterin mit an die Hand gegeben, die auch mit dabei war, als der Med. Dienst zur Begutachtung ins Haus kam. Die begutachtende Ärztin hat sich Jan-Paul allerdings auch kaum angeschaut, da sie ansonsten keine behinderten Kinder, sondern nur Senioren begutachtet und sich mit unserem Kind wohl leicht überfordert fühlte. Sie war zwar etwas merkwürdig und hat mit uns eher über die Probleme im Gesundheitswesen und die allg. pol. Situation gesprochen, aber sie hat die Pflegestufe 1 für JP bewilligt. Da war er 14 Monate alt.
Das ganze Ausmaß der Behinderung können wir eigntlich erst jetzt absehen und haben deshalb auch die Pflegestufe 2 beantragt. Diesmal kam ein Arzt, der sich JP genau angeschaut, viele Fragen gestellt und sich auch die Arztberichte kopiert hat.
Die Pflegestufe 2 haben wir dann auch ohne Probleme bewilligt bekommen.
Ganz wichtig finde ich den Hinweis von Manuela, ein Pflegetagebuch zu führen. Man macht jeden Tag so viele kleine Verrichtungen und Handreichungen, die bei einem normal entwickelten Kind im gleichen Alter gar nicht notwendig wären.

Lieben Gruß,
Sabine
Unsere Vorstellung? -> hier klicken
Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
REHAkids - Das Forum für besondere Kinder
Bücher für Kinder und Jugendliche http://buch.blogon.de/

Benutzeravatar
HeikeB
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 62
Registriert: 30.06.2004, 15:17
Wohnort: Bei Bochum

Beitragvon HeikeB » 08.07.2004, 23:44

Mit dem Pflegetagebuch habt ihr sicher recht. Ich habe an einigen Tagen schon eines geführt, nur ist bei mir das problem das ich 2 Schwerbhinderte Kinder habe, und oft "vergesse" in der Eile alles aufzuschreiben.
Jetzt wo mein Mann sehr häufig auf Montage ist, ist es noch schlimmer geworden, weil ich wie viele von uns, alles alleine mache, da Verwandte zu weit wohnen oder berufstätig sind.
Bei Felix komme ich im Schnitt auf 450 Minuten am Tag. Das wird von dem Gutachter nicht anerkannt, weil er der Meinung ist, eine ICP bildet sich erst mit den Jahren, und Felix habe "nur" eine leichte Koordinartionsstörung, mit ein bisschen Krankengymnastik und FF ist das schnell vergessen. Das Gutachten ist lachhaft, habe es meinen Kinderarzt gezeigt, der war darüber sehr erschüttert und hat ein Gegengutachten geschrieben. Ich möchte nochmal erwähnen das dieser Gutachter Felix noch nie gesehen hat, keinerlei Berichte von den Kliniken oder Kinderärzten eingeholt hat. Es war im Januer eine Krankneschwester für Erwachsenpflege da, die meinte mein Kleiner könne sich kaum bewegen weil er nicht ausgeschlafen sei. :(

LG
Heike&Anhang
Heike mit Anna ( Verdacht auf AWS) & Felix ( ICP)

Beate
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 233
Registriert: 04.05.2004, 14:34
Wohnort: Landkreis Osnabrück

Beitragvon Beate » 09.07.2004, 00:27

HeikeB hat geschrieben:... meinte mein Kleiner könne sich kaum bewegen weil er nicht ausgeschlafen sei.


Hallo Heike,

die Antwort ist ja wohl der Klopps!

Warum schickt der MDK immer wieder Leute los, die von der Begutachtung behinderter Kinder schlicht keine Ahnung haben?

Einen Gutachter habe ich mal gefragt, ob er gesunde Kinder im Alter meiner Tochter kennt, um Vergleiche ziehen zu können. Als er die Frage verneint hat, wusste ich nicht, was der bei uns begutachten soll.
Allerdings war der ´arme` Mann ganz unsicher, hat sich beim Ausrechnen von Sarah´s Gewicht gehörig zu meinem Vorteil verrechnet usw.. Er hat dann auch gleich alle notwendigen Hilfsmittel befürwortet. Sie sind tatsächlich ohne Probleme genehmigt worden.

Ergebnis für mich: es ist oft Glücksache, wie unsere Kinder eingestuft werden. Kommt ganz auf die Kompetenz der MDK-Leute an. Und natürlich auf unsere Vorbereitung. Unsichere Gutachter kann man durch eigene Sicherheit weiter verunsichern :wink:

Liebe Grüße

Beate
Sarah *02.96 Lissenzephalie Typ I (läuft leider nicht mehr - spricht ca. 40 Worte - schwere Wahrnehmungsstörungen - globale Entwicklungsstörungen - resistente Epilepsie(inzw. fast anfallsfrei - Ataxien)
Sie ist glücklich und hat viel Spaß!

anke
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1438
Registriert: 24.06.2004, 10:24

Beitragvon anke » 09.07.2004, 10:39

Hallo,

also Joost ist 15 Wochen alt, vor 4 Wochen war der Gutachter da, auch bei uns ein unkompetenter Mann, der sich Joost gar nicht, sondrn nur unser Haus angesehen hat. Zunächst meinte er, das Joost ja gar nicht so schlimm krank ist (hat ja nur einen angeborenen Hydrocephalus und eine schwere Hirnfehlbildung- am Anfang war die Diagnose Hydranencephalie).

Dann sagte er uns, das es für Kinder eh keine Pflegestuf 1 gibt, daraufhin habe ich ihm gesagt: wenn Sie nicht Stufe 1 bewilligen legen wir sowieso Widerspruch ein und würden auch seine Kompetenz überprüfen lassen!

Es ist auf jedenfall wichtig sich auf diesen Termin vorzubereiten und auf gar keinen Fall darf man dem Gutachter das Gefühl geben, dass die Betreuung unserer Kleinen gar kein Problem ist- also immer ein bißchen übertreiben mit dem ganzen "Stress" den wir haben.

liebe Grüße

Anke

Werbung
 
Benutzeravatar
conni
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1070
Registriert: 21.03.2004, 15:34
Wohnort: Schwäbisch Gmünd/Baden Württemberg

Beitragvon conni » 09.07.2004, 17:27

Hallo zusammen,

wir haben für Theresa seit sie 10 Monate alt ist Pflegestufe 3. Wir haben dem Gutachter sämtliche Befunde kopiert und mitgegeben. Der Ärmste mußste sich erst mal durch die ganzen Diagnosen wurschteln und hat dann kommentarlos Pflegestufe 3 bewilligt. Auch die ganzen Hilfsmittel wurden ziemlich problemlos genehmigt.

LG Conni
Theresa (12/00), unbalancierter Gen-Defekt von 5 Chromosomen, Entwicklungsstand von ca. 3 Mon. und einigen sonstigen "Strickfehlern"
Seit †19.01.2006 ein Sternenkind


Zurück zu „Rechtliches (Krankenvers., Pflegegeld etc.)“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste