Die "Spezialmutter" (Teil 2) o. eine Erklärung f.

Hier könnt ihr Gedichte, Texte und kleine Geschichten zum Thema "besonderes Kind" einstellen und darüber dikutieren.

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*Beate*
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Beitragvon *Beate* » 22.06.2005, 22:23

Hallo Sonja,

schön das Dein Kleiner keine Krampfanfälle hat.

Ich hoffe der Text den Du gefunden hast gibt Dir etwas und regt Dich zum Nachdenken an.

Wir hatten den Text hier schon einmal,Helmut war so freundlich und hat den Link hier nochmals eingestellt.
Leider mußte dieser Thread leider geschlossen werden,weil es in einer derartigen Diskussion ausartete die nicht sehr schön war.
Ich hoffe diesmal wird es nicht dazu kommen.

Gruß,

Beate

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Daniela sagave
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Beitragvon Daniela sagave » 22.06.2005, 22:28

Hallo kathrin,

leider habe ich kein faxgerät :?
werde meinen mann morgen an den drucker scheuchen :icon_thumleft: :lol:
trotzdem danke.

lg
Dany :icon_flower:

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Michi17
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Beitragvon Michi17 » 23.06.2005, 08:06

Hallo!
Die Geschichte "Die Spezialmutter" hab ich schon gekannt (hier ausm Forum,und auch von einigen HP`s)!
Finde sie jedesmal wieder wunderschön! :)
Bei "Spuren im Sand" sind mir fast die Tränen gekommen...und das obwohl ich eigentlich mit Kirche und so nicht viel am Hut hab, die Geschichte hats in sich! Klasse! :D

Michaela

Martin
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Beitragvon Martin » 23.06.2005, 09:12

Hallo,

Wir freuen uns über jeden, dem die Geschichte "Die Spezialmutter" Kraft und ein bischen Halt dieser nicht ganz einfachen Situation gibt.

Aber wir sehen andere "Familien", geplant kinderlos, Doppelverdiener (ohne jetzt neidisch wirken zu wollen, wir haben uns sehr bewußt für Kinder entschieden).
Steht dort nicht viel mehr Egoismus?

Wir sehen Familien, die Ihre Kinder ohne Not abschieben, in den Hort, zur Tagesmutter, um ein "leichtes Leben" zu haben (ich rede nicht von Berufstätigen, die keine andere Möglichkeit haben)
Steht dort nicht viel mehr Egoismus?

Mit der Geschischte mit dem Egoismus haben wir etwas Probleme.
Einen Sinn in dem Unfall zu sehen, tun wir uns schwer.

Andere Geschichten, die sich mit der Bewältigung der Situation befassen haben uns viel gebracht, so z. B. die "Spuren im Sand" (Danke dafür Kathrin) oder die Reise nach Holland unter

http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopic ... ht=holland

Der Ausspruch "Holland hat auch schöne Seiten" ist bei uns schon zum geflügelten Wort geworden.

Liebe Grüße

Gabi und Martin

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Beitragvon Sonja und Louis » 24.06.2005, 09:38

Hallo Gabi und Martin
Ich denke man sollte diese Geschichten alle nicht zu sehr auseinanderflücken und jedes Detail auf die Goldwaage legen, dann endet man doch wieder in so einer schwierigen Diskussion wie beim letzten mal (Helmut hat oben drauf hingewiesen)
Wenn man sich aber ganz naiv einfach mal die Seele streicheln lässt von einem Text der einem sagt wie toll man ist das man trotz aller traurigkeit, Wut und Verzweiflung zu seinem besonderen Kind steht, es eben nicht weggiebt, sondern liebt so wie es ist, so sehr wie man kannn und der einem auch einfach mal eine Brücke baut, dass man eben kein schlechtes Gewissen haben braucht, wenn man sein Kind auch mal schreiend bei der Oma läßt um wieder neue Kraft zu tanken (denn so verstehe ich das mit dem Egoismus) dann finde ich kann man sich auch einfach nur darüber freuen und nicht mit anderem schrecklichen etc. vergleichen.
Liebe Grüsse
Sonja
Sonja BJ 1969 + Axel BJ 1968 mit Aliena Juni 01 36 SSW aber Top fit und Louis April 04 2 mal reanimiert mit Hirnblutung, stark entwicklungsverzögert, muskelhypotonie, ICP, spastische Tetraparese - aber zuckersüß

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Beitragvon Helmut » 24.06.2005, 12:39

Sonja und Louis hat geschrieben:Hallo Gabi und Martin
Ich denke man sollte diese Geschichten alle nicht zu sehr auseinanderflücken und jedes Detail auf die Goldwaage legen, dann endet man doch wieder in so einer schwierigen Diskussion wie beim letzten mal (Helmut hat oben drauf hingewiesen)
Wenn man sich aber ganz naiv einfach mal die Seele streicheln lässt von einem Text der einem sagt wie toll man ist das man trotz aller traurigkeit, Wut und Verzweiflung zu seinem besonderen Kind steht, es eben nicht weggiebt, sondern liebt so wie es ist, so sehr wie man kannn...


Hallo Sonja,

ich hatte hier geantwortet, um darauf hin zu weisen, das es bereits eine Diskussion zu der Geschichte gibt, ... nicht weil ich der Meinung bin, das man sie nicht auseinanderpflücken soll. Wenn man sein Kind "richtig liebt" gehört nähnlich dazu, das man ggf. einsieht, das es einen überfordetrt, man es nicht so fördern kann wie es nötig ist, und es in einen entsprechende Einrichtung gibt.

Hier lesen nicht nur Eltern, die sich von der Geschichte "nur" die Seele streichen lassen, sondern möglicherweise auch solche, die sie ernst nehmen, sich entsprechend verhalten, und so eher auf einen Holzweg genagelt werden, als das sie die Hilfe bekommen die sie brauchen.

:-) Helmut
Vater von Sonja, 22.J. alt, nach einer schweren Erkrankung im Alter von 2 Wochen aber auf dem Stand von 9 - 15 Monaten. ICP, HC, Epi. gehörlos, kaum Verständigung. Schwerstmehrfachbehindert.

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Beitragvon Sabine » 24.06.2005, 22:07

Hallo Sonja,

die Geschichte von der Spezialmutter kenne ich auch - allerdings sehe ich das etwas differenzierter. Ich glaube nicht, dass man als Mutter dazu "auserwählt" wird, ein behindertes Kind zu bekommen. Das ergibt sich einfach so - ist eben Zufall, für mich zumindest. Mir sind auch Mütter bekannt, die große Probleme haben, ihr behindertes Kind anzunehmen. An der Uni war ich mit einem jungen Paar befreundet, dessen Tochter schwerst mehrfach behindert ist. Die Beziehung zerbrach an der Behinderung. Die Frau ist heute mit einem anderen Mann verheiratet und hat mit ihm inzwischen gesunde Kinder. Der Mann hat ebenfalls schon längere Zeit eine Freundin. Die kleine Tochter ist inzwischen fünf Jahre alt und lebt in einem Pflegeheim.
Ich glaube nicht, dass sich die Mutter dieses Mädchens als "Spezialmutter" sieht. Sie hat die Verantwortung für ihr Kind abgegeben und sich ein neues Leben aufgebaut. Sie arbeitet auch als Lehrerin.
Ebenso hatte ich vor Jahren eine Freundin, dessen schwerst mehrfach behinderte Schwester von Geburt an in Bethel lebte. Sie ist mit ca. 30 Jahren gestorben. Eine Beziehung hat meine Freundin nie zu ihrer Schwester gehabt, nur die Eltern fuhren ab und zu mal hin, um die behinderte Tochter zu besuchen.
Was ich damit sagen will: Nicht jede Frau mit einem behinderten Kind möchte oder kann mit ihm leben, versteht sich also nicht als "Spezialmutter". Ich glaube, darauf wollte Helmut auch hinaus.
Es ist jedoch schön, wenn dir die Geschichte von Erma Bombeck neuen Mut gegeben hat. Ich selbst mag die Autorin allerdings nicht so gerne - finde ihre Hausfrauenbücher ziemlich daneben... ("Nur der Pudding hört mein Seufzen", "Ich hab mein Herz im Wäschekorb verloren") :roll:.

Lieben Gruß,
Sabine
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Beitragvon Constanze » 25.06.2005, 11:23

Hallo Sabine und alle anderen,

die letzten Zeilen vom Pudding sollten ja echt zu denken gebenjavascript:emoticon(':roll:'), javascript:emoticon(':lol:').
Doch obwohl ich mich nicht wirklich als Spezialmutter sehen will, finde ich den Text für mich ermutigend. Gerade die Stelle mit dem Egoismus!!!!!!!!!!! javascript:emoticon(':)')
Genau das war und ist z. Z. wieder ein innerer Widerstreit: wessen Bedürfnisse haben im Moment mehr Gewicht? Das Bild von der aufopferungsvollen Mutter - weder eines gesunden, noch eines behinderten Kindes paßt mir nämlich gar nicht. Auch ich muß tanken, wenn ich meinem Kind etwas weitergeben will, denn wo sollte ich sooo viele Reserven hernehmen?
Das Verwöhn-Problem als Gegenpol ist übrigens nicht gerade besser.

Jedenfalls halte ich es für normal, daß aus dem Text jede(r) nehmen darf, was paßt, während es einer/m anderen rein gar nichts gibt. Lassen wir das doch jeden für sich entscheiden.

Liebe Grüße
Constanze
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Beitragvon Christoph » 04.07.2005, 14:14

Nur so am Rande,

als Vater finde ich die Geschichte einfach doof.

liebe Grüße

Christoph
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Beitragvon Sabine » 04.07.2005, 14:27

Hallo Christoph,

ich habe mich auch schon gefragt, warum es eigentlich keine Geschichte über den "Spezialvater" gibt... Es wäre auch mal interessant zu wissen, warum sich so viele Frauen mit dieser Geschichte identifizieren, während Väter damit gar nichts anfangen können. Für viele Männer ist ein behindertes Kind ja auch eher ein Anlass, sich von der Familie zu lösen und der Frau die gesammte Verantwortung für das Kind zu überlassen. Das hört man ja auch hier im Forum immer wieder. Auf der anderen Seite habe ich noch nie gehört, dass eine Frau ihre Siebensachen zusammenpackt und den Vater mit dem behinderten Kind sitzenlässt... :roll: Soviel zum Rollenverhalten...

Gruß,
Sabine
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