Angst vor Mandel- und Polypenoperation

Mit einem besonderen Kind sind Eltern oft Dauergäste beim Kinderarzt. Hinzu kommen Krankenhausaufenthalte und Besuche bei Spezialisten und im Sozialpädiatrischen Zentrum.
Welche Untersuchungen machen Sinn? Wo ist mein Kind in guten Händen? Zahlt die Krankenkasse alle Behandlungen? Fragen über Fragen...

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Meni13
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Angst vor Mandel- und Polypenoperation

Beitragvon Meni13 » 21.06.2005, 10:05

Hallo!

Mir ist schon ganz flau im Magen. Morgen bekommt meine 5-jährige Tochter die Mandel und die Polypen rausgenommen. Das dies dringend notwendig ist, habe ich ja abgewogen, aber nun ist mir doch ganz komisch.
Hat jemand Erfahrung damit? Wird sie danach schlimme Schmerzen haben?
Außerdem habe ich riesige Angst vor Nachblutungen, die ja manchmal recht heftig sein können.

Meni

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Nina Falentin
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Beitragvon Nina Falentin » 21.06.2005, 13:18

Hallo Meni!
Ich kann Dich gut verstehen, wir haben am 14. Juli auch eine Polypen-OP und Trommelfellschnitt vor uns und mir wird es genauso gehen.
Es ist eine Routine-OP, es wird schon gut gehen! Vielleicht guckst Du, dass Dich jemand in die Klinik begleiten kann, der Dich während der Wartezeit während der OP etwas ablenkt, zur Not am Telefon.
Alles Gute für Euch, schreib dann mal, wie es war!
Nina
Lisa *2000, allg. Entwicklungsverzögerung, Wahrnehmungsstörungen, ca. 2 Jahre zurück und Jana *2003

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Isolde
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Beitragvon Isolde » 21.06.2005, 13:58

Hallo Meni,

wir hatten vor wenigen Jahren diese Polypen-OP gehabt. Da war Jonathan ca. 3 Jahre jung gewesen. Es lief einwandfrei ab - ohne ein Problem.
Die Mandeln hat er noch - kann Dir dazu wenig sagen.
Aber wenn sich Deine Tochter an alle Vorschriften hält, dann wird es auch sicher gut gehen. Mandel-OPs sind sicher hinterher nicht so angenehm mit dem Schlucken, aber das geht nur ein paar wenige Tage und wird dann auch besser.

Ich drücke Euch ganz feste die Daumen für morgen - es geht alles gut.

Lieben Gruß - Isolde
„Ich habe den lieben Gott in manchen Kneipen besser kennengelernt als in manchem Bibelkreis.“ Rainer Maria Schießler, Pfarrer in München St. Maximilian

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Karin K.
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Beitragvon Karin K. » 21.06.2005, 16:13

Hallo Meni!

Stefan wurde mit 2 1/2 Jahren die Mandeln und Polypen entfernt. Obwohl er noch so klein war, und generell in einem schlechten Allgemeinzustand war, hatte er nach der OP keine größeren Probleme. Die Schmerzen wurden mit Medikamenten gut unter Kontrolle gehalten. Das Schlucken ist halt in den ersten Tagen nach der OP nicht so angenehm (ich hatte diese OP selbst mit 19 J.). Aber das dauert nur ein paar Tage.

Ganz liebe Grüße und alles Gute für morgen!

Karin
mit Stefan geb. 02/99 (div. Fehlbildungen am Verdauungstrakt, intestinale Resorptionsstörung, Gedeihstörung, langzeitparenterale Ernährung, PEG-Sonde, ..., Hochbegabung), sowie Simon geb. 05/96 und Sebastian geb. 03/03

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Beitragvon Angelika74 » 21.06.2005, 19:16

hallöchen,

ich hatte die gleichen ängste wie du. ich bin in der ersten nacht mit im krankenhaus geblieben. mit schlafen war da natürlich nicht viel...
schmerzen hat mein großer schon gehabt :? , aber ich bin immer fleißig eisbeutel für den hals holen gegangen und reichlich mit softeis sind die kinder auch versorgt worden. man sagt ja, die kritischste zeit sind der erste und der fünfte tag (da geht dann meistens der "grind" ab).
ich hatte kevin nach ca. 1 stunde wieder im zimmer. er hat zäpfchen gegen die schmerzen bekommen (findet ein fast 10 jähriger natürlich super toll, aber mit schlucken war ja nicht viel...), damit ging es ihm eigentlich relativ gut. schmerzen hatte er ca. 2 tage lang, dann konnte er schon wieder alles erlaubte (du bekommst einen zettel, wo drauf steht, was die kinder nicht essen sollen) ohne große schmerzen essen.

alles gute !!!
wird schon alles klar gehen, wir denken an euch!!!! :wink:

liebe grüße!!!!
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Beitragvon Karin65 » 21.06.2005, 19:30

Hallo,

meine Drei "großen" haben alle mit drei und dreieinhalb die mandeln und Polypen rausgekriegt, weil sie nicht mehr rihtig schlucken konnten und beim Schlafen so fürchterlich geschnarcht haben, das einem Angst und Bange wurde. außerdem waren sie ständig Erkältet.
Nach der OP, ja wie war das noch. (ist schon ein paar Jahre her) Die drei hatten nur leichte Schmerzen. Bekamen auch immer was dafür. Am meisten hat sie Interessiert, das sie immer Eis Essen durften. Nach jedem Essen und dann, wenn Papa zu Besuch kam auch noch mal. Wir sind jedesmal nur drei Tage in der Klinik geblieben.
Nachblutungen hatten meine Kinder nicht. Die Wundheilung ging auch sehr schnell.
Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen.
Wenn meine Tochter oder auch hans mandeln raushaben müßten, würde ich nicht zögern. Bei hans auf eine Triggerfreie Narkose bestehen und das er als erster rankommt, weil er ja ne Muskeldistrophie hat. Aber Bedenken hätte ich sicher nicht. Meinen Jungs ging es nach der OP wieder super. Endlich konnten sie wieder richtig essen und ruhig schlafen. Das war auf jedenfall bei den dreien Damals die richtige entscheidung.

Gruß karin65

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Beitragvon Ulli » 21.06.2005, 19:49

Hallo Meni,

zwei meiner Kinder haben die Mandeln bereits enfernt bekommen und drei hatten bisher schon eine Polyphen-OP. Aus meiner Erfahrung heraus, stecken die Kinder die OP besser weg je jünger sie sind.

Bei uns war es auch immer so, dass du nach der OP Medikamente bekommst, die die Schmerzen lindern. Meine Kinder haben sich immer besonders auf das Eis gefreut, das es einige Zeit nach den OP's immer gab.

Liebe Grüße
Ulli
Fabienne 9J schwere emotionale Störung mit sozialer Ängstlichkeit,schwere expressive und rezeptive Sprachstörung, Entwicklungsstörung schulischer Fertigkeiten, passagere depressive Störung, Verdacht auf Skoliose,LRS,Neurodermitis; Léa (2)Neurodermitis, Céline (8)Zustand nach Harnröhrenplastik 2002, Jessica (13)Neurodermitis

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Beitragvon Meni13 » 21.06.2005, 20:59

Vielen Dank an euch alle!

Ihr habt mir richtig Mut gemacht. Bis Samstag müssen wir in der Klinik bleiben. Danach schreibe ich euch wie es gewesen ist.

Tschau Meni

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Beitragvon Meni13 » 26.06.2005, 15:20

Hallo!

Clara hat ihre Mandel- und Polypen-OP gut überstanden. Was ein Glück!

Leider hat sie recht dolle Schmerzen. Sie kann nicht sprechen und schlucken. Am donnerstag abend hatte sie Fieber bekommen. Die Ärztin meinte sie hätte recht dicke Beläge auf der Wunde und hängte sie an den Antibiotika-Tropf. Dadurch ging das Fieber runter. Wenn ich nur wüßte, wie ich sie dazu bringe mehr zu sprechen und vielleicht auch mal was zu essen! Sie trinkt zwar recht gut mag aber sogar noch nicht mal Eis, wo sie sich so darauf gefreut hatte. Die Ärztin meinte, wenn sie sich mal überwinden würde, werden ihre Schmerzen besser.

Vielleicht hat jemand einen Tipp!

Tschau Meni

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Ulli
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Beitragvon Ulli » 27.06.2005, 12:28

Hallo Meni,

gibt es vielleicht ein Lieblingseis, das deine Tochter ganz besonders gerne ist? Dann bring es doch einfach mit. Sollte aber kein Eis sein mit z.B. Nüssen. Vielleicht hilft das ja oder bring doch mal einen Milchshake mit. Dann merkt sie, dass die Kälte gut tut.

Auch ihren Lieblingsbrei oder Pudding. Meine haben übrigens alle drei die Krankenhauskost nicht gewollt sondern nur das Selbstgemachte.

Liebe Grüße
Ulli
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