Komplexbehandlung der Rheintalklinik, Bad Krozingen

Hier könnt ihr euch über die unterschiedlichsten Therapiemöglichkeiten (Logopädie, Petö, Cranio Sacrale) für eure Kinder austauschen und Fragen rund ums Thema Krankengymnastik und Frühförderung stellen.

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MariaQ
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Komplexbehandlung der Rheintalklinik, Bad Krozingen

Beitrag von MariaQ »

Hallo zusammen,

nachdem ich des öfteren nach der Komplexbehandlung der Ambulanz für Manuelle Medizin der Rheintalklinik in Bad Krozingen gefragt werde, möchte ich sie jetzt hier mal im Zusammenhang vorstellen:

Die Komplexbehandlung ist ein umfassendes Rehabilitationsinstrument zur Behandlung bei Infantiler Cerebralparese (ICP), Hirn- und Rückenmarkserkrankungen, Schlaganfällen, Muskelschwunderkrankungen, genetischen Erkrankungen, chronischen Schmerzen des Bewegungssystems, Koordinationsstörungen, Tonusasymmetrie der Säuglinge (Schiefhals, Schreikind) u.v.m.

Zitat Homepage:

"Die Manuelle Medizin (Chirotherapie), Atlastherapie nach Arlen, Osteopathische Medizin, Massagen, Ergotherapie, Krankengymnastik (Bobath, Vojta, Castillo Morales, PNF-Techniken, Perfetti, sensomotorische Integration etc.), Laufbandbehandlung, extrakorporale Stoßwellen und Hilfsmittelversorgung wurden in der Ambulanz für Manuelle Medizin der Rheintalklinik zu einer Komplexbehandlung zusammengefasst. Ursprünglich wurde das Konzept zur Behandlung körperbehinderter Kinder und zur Bekämpfung von Schmerzen bei Kindern entwickelt. Oberstes Gesetz war dabei, dass die Kinder die Behandlungen mit Manueller Medizin und Atlastherapie nicht als unangenehm empfinden sollten. So haben wir kindgerechte Behandlungstechniken entwickelt, die auch von den Erwachsenen gern angenommen werden. Sie sind besonders schonend, dennoch aber genauso wirksam, wie die hergebrachten Techniken, die für die Erwachsenen normalerweise angewandt werden.
Durch die verschiedenen Techniken der Manuellen Medizin (Chirotherapie) einschließlich der Atlastherapie nach Arlen, osteopathischer Medizin und der Behandlung mit extrakorporalen Stoßwellen wird die gestörte Muskelmechanik der Normalität näher gebracht. Dies reicht in vielen Fällen zur Schmerzbekämpfung aus, nicht aber zur Behandlung neurologischer Leiden. Es bedarf des Zusammenspiels dieser Behandlungsformen mit Physiotherapie und Ergotherapie, um dem Hirn zu zeigen, welche Haltungen und Bewegungen unter verbesserten Bedingungen der Muskelmechanik möglich sind. Die Komplextherapie dient also neben der Verbesserung der Mechanik von Muskeln und Gelenken der Förderung der körperlichen Wahrnehmung, um auf dieser Basis verbesserte Haltungen und Bewegungen erlangen zu können.

Ein wichtiger Bestandteil der Komplextherapie ist die Hilfsmittelversorgung. Dazu gehören angepasste Rollstühle, Gehhilfen (Rollator, Gehstöcke), Orthesen und Schienenapparate, Vorrichtungen zur Verbesserung des Handgebrauchs und die Anbahnung nonverbaler Kommunikation für nicht sprechende Patienten.

Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Masseure, Orthopädietechniker und Ärzte erbringen als Behandlungsteam absolut gleichwertige Leistungen, um das Behandlungsziel zu erreichen. Nur die enge, in ständiger Abstimmung miteinander durchgeführte Komplextherapie führt zu den erstrebten Ergebnissen."

Zur Häufigkeit der Behandlung:

"Jedes Gehirn macht aus seinen Möglichkeiten das Beste. Einmal gelernte Steuerungsprozesse werden zäh beibehalten. Deshalb ist es nötig, durch wiederholtes Behandeln in kurzen Abständen, am besten täglich, im Rahmen einer Behandlungsserie dem Gehirn Gelegenheit zu geben, neue, bessere Steuerungsprozesse zu erproben und schließlich zu erlernen. Bei Schmerzpatienten mögen 3, 4 oder 5 ärztliche Behandlungen mit verschiedensten Formen der Manuellen Medizin ausreichen. Das ist aber nicht der Fall, wenn die Folgen neurologischer Störungen verbessert werden sollen. In diesen Fällen ist eine 2 bis 3-wöchige Komplexbehandlung nötig. In seltenen Fällen muss diese Zeit auch überschritten werden.

Diese Patienten werden von Montag bis Freitag täglich ärztlich manualmedizinisch behandelt. Diese Behandlung dauert 25 bis 30 Minuten. Sie bekommen täglich wahrnehmungsfördernde und tonusregulierende Massage über 30 Minuten und täglich Physiotherapie auf neurophysiologischer Basis (45 Minuten), gegebenenfalls Ergotherapie (45 Minuten), gegebenenfalls eine Behandlung auf dem angetriebenen Laufband (10 bis 15 Minuten) und, wenn es indiziert ist, niedrigenergetische extrakorporale Stoßwellen.

Die Inhalte der jeweiligen Behandlungseinheiten werden für jeden Patienten individuell angepasst und je nach Entwicklung während der Behandlungsserie verändert.

Die Behandlungen selbst sind für die Patienten recht anstrengend, so dass zwischen den Therapieeinheiten Pausen eingehalten werden müssen. Meist ist das Programm in einem Halbtag nicht zu schaffen.

Wir empfehlen den meisten unserer Patienten, im nahe gelegenen Bad Krozinger Thermalbad („Vita Classica) bei nahezu aufgehobener Schwerkraft auf eigene Initiative Bewegungen zu üben.

Wir überprüfen unsere Arbeit ständig mit wissenschaftlichen Untersuchungen zur Wirksamkeit (Literaturverzeichnis).

Unsere Ärzte sind Ausbilder für Manuelle Medizin bei Kindern und Atlastherapie nach Arlen in der Deutschen Gesellschaft für Manuelle Medizin.
"

Weitere, detaillierte Informationen könnt Ihr der Homepage entnehmen:
www.amm-rheintalklinik.de oder im Sekretariat der Klinik unter Tel. 07633 408 836.

Es ist nicht unbedingt notwendig, gleich eine Behandlungsserie zu buchen. Ihr könnt auch gerne zunächst einen Vorstellungstermin mit Eurem Kind vereinbaren. Die Ärzte der Ambulanz haben mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Behandlung bewegungsgestörter Kinder und können Euch fundiert beraten, welche Möglichkeiten es gibt, Euer Kind zu fördern.

Unsere persönlichen Erfahrungen mit der Komplexbehandlung könnt Ihr unter unserer Vorstellung (siehe Profil unten) nachlesen.

Ich bin fest davon überzeugt, dass Tanja ohne die Komplexbehandlung heute fest im Rollstuhl sitzen würde und inzwischen weitere Operationen notwendig geworden wären. Statt dessen hat sie jetzt sogar noch die Chance, das freie Laufen auf kurzen Strecken zu erlernen.

Nach Ostern fahren wir wieder nach Bad Krozingen. Tanja freut sich jetzt schon auf ihr "Trainingslager" (wie sie es nennt), denn sie spürt inzwischen selbst ganz genau, wann die Batterien wieder aufgeladen werden müssen.

Wenn Ihr Fragen habt - gerne.

LG Maria
Tanja (04/89) spastische Diplegie, 31. SSW, seit 6. Lebensj. 2xjährlich Komplexbehandlung der www.amm-rheintalklinik.de - positive Entwicklung, kaufm. Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Halbtags berufstätig. Unsere Vorstellung
Maria (09/52)

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Jonna
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Beitrag von Jonna »

Hallo Maria,
du hast eine pn :wink: !
Liebe Grüße, Jonna

lilos
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Beitrag von lilos »

Hallo Tanja,

Das scheint mir ja so ähnlich wie in der Ukraine. Ich hatte mich wegen der reichlich komischen Geschäftsmethoden ja gegen beide Kliniken in der Ukraine entschieden.

Vielleicht kannst Du mir ja schreiben, ob die Therapie ungefähr die selbe wie die in der Ukraine ist und vor allen Dingen, ob die Kasse zahlt .

Gruß
Lilo

MariaQ
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Beitrag von MariaQ »

Hallo Claudia, Ella und Lilo,

zunächst muss ich mich entschuldigen, dass ich jetzt erst anworte - aber wir waren in Urlaub - u.a. einige Tage in Berlin und wir waren begeistert, wie behindertenfreundlich die Stadt ist - echt super! Von den Passanten bis hin zu den Taxifahrern!

Da sich Eure Fragen ähneln, hier eine zusammenfassende Antwort:

Zur Finanzierung:

Für Privat-Versicherte und Beihilfe-Empfänger gibt es keine Probleme. Die gesetzlichen Krankenkassen MÜSSEN die Behandllung NICHT bezahlen, weil einige Bestandteile der Komplexbehandlung (wie z. B. die Atlastherapie) nicht Kassenleistung sind. Die Kassen haben daher das Recht, die Zahlung abzulehnen.

Sie KÖNNEN aber zahlen, wenn sie wollen.
Ich habe aber gerade erst wieder die Erfahrung gemacht, dass ein AOK Versicherter, nachdem der MDK die Behandlung befürwortet hat, die Zahlung der Kassensätze für z.B: KG, Ergo, etc. erhalten hat.

Beim Antrag an die Kasse würde ich von vornherein die "Erstattung der Kassensätze für die im Leistungskatalog enthaltenen Leistungen" erbitten.
Da die Klinik die privaten, erhöhten Sätze abrechnen muss, bleibt auch dann noch ein Eigenanteil, aber der Zuschuss hilft auf alle Fälle.

Oftmals liegt es im Ermessen des Sachbearbeiters, ob die Kasse zahlt oder nicht. Man muss es ausprobieren und evtl. in Widerspruch gehen.

Sollte auch der Widerspruch abgelehnt werden, kann man einen Antrag auf finanzielle Unterstützung bei unserem Förderverein Mobilitas e V stellen. Siehe auch dazu unsere HP www.mobilitas.de.vu - Wir kämpfen dafür, dass die Komplexbehandlung Kassenleistung wird und allen Patienten zur Verfügung steht. Leider bisher ohne wirklich durchschlagenden Erfolg:
Wir haben - vor allem bei behinderten Kindern - wirklich schon die 2-Klassen-Medizin, auch wenn das von unseren Politikern immer gern bestritten wird......

Ich persönlich nutze das Pflegegeld, um für Tanja die Komplexbehandlung zu finanzieren - und der Jahresurlaub findet somit natürlich auch zum x-ten Male in Bad Krozingen statt...... Aber der Erfolg gibt uns recht und deshalb werden wir es auch fortsetzen.

Ausführliche Infos findet Ihr auch auf der HP der Ambulanz für Manuelle Medizin der Rheintalklinik: www.amm-rheintalklinik.de Das Sekretariat erreicht Ihr unter Tel.: 07633 408 836 (Frau Inglese oder Frau Schneider). Dort werden Euch gerne alle Fragen - auch zur Finanzierung etc. beantwortet.

Zur stationären Aufnahme:

Ich weiss, dass Kinder z.B: zur Mobilisierung nach einer Hüft-OP in der Rheintalklinik stationär aufgenommen werden können und dann in der Ambulanz behandelt werden. Hier muss der KK gegenüber eine spezielle Begründung gegeben werden, weil dies von Tagessatz etwas höher liegt als in anderen stationären Kliniken. Oftmals übernehmen die KAssen das aber. Auch hier rate ich, mit Frau Schneider oder Frau Inglese zu telefonieren und sich dort Rat zu holen.


An Lilo:

Leider hat die Rheintalklinik das Pech, immer mit der Ukraine "in einen Topf geworfen zu werden". Die Behandlung ist zwar von der Zielrichtung die gleiche, aber von den Techniken her unterscheidet sie sich ganz wesentlich. Es wurden von dem Ärzteteam in den vergangenen 20 Jahren, sichere und schonende Verfahren (Atlastherapie nach Arlen) speziell für Kinder entwickelt, die mit den wirklich gefährlichen TEchniken in der Ukraine gar nichts gemeinsam haben!!! Leider wird das oft auch von vielen (vor allem) Kinderärzten nicht verstanden (weil sie selber keine Ahnung davon haben) und es wird vor der Manuellen Medizin gewarnt, anstatt sie gewinnbringend in der richtigen Form den Kindern zukommen zu lassen.

Ausführliche Berichte über die angewandten Techniken findest Du auf der HP der Ambulanz.

Viele ehemalige "Ukraine-Touristen" sind inzwischen zufriedene Patienten der Rheintalklinik und kommen regelmäßig, weil eine spastische Behinderung sich eben nicht mit einigen Crash-Aktionen beseitigen lässt, sondern eine regelmäßige "Begleitbehandlung" braucht.

Soviel zunächst mal - wenn Ihr weitere Fragen habt - gerne. Ich bin jetzt wieder regelmäßig am PC.

Liebe Grüße
Maria
Tanja (04/89) spastische Diplegie, 31. SSW, seit 6. Lebensj. 2xjährlich Komplexbehandlung der www.amm-rheintalklinik.de - positive Entwicklung, kaufm. Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Halbtags berufstätig. Unsere Vorstellung
Maria (09/52)

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Christoph
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Beitrag von Christoph »

Hallo Maria,

nur eine kleine Korrektur eines "Ukraine-Touristen" (der auch schon in der Rheintalklinik war), ohne damit eine umfassende Diskussion heraufbeschwören zu wollen, deine Aussage:

"... , weil eine spastische Behinderung sich eben nicht mit einigen Crash-Aktionen beseitigen lässt, sondern eine regelmäßige "Begleitbehandlung" braucht."

ist nicht korrekt, auch Kozijavkin geht bei spastischen Behinderungen von einer regelmäßigen, langfristigen (= über Jahre) therapeutischen Behandlung aus.

Inwieweit die Techniken die in der Klinik von Kozijavkin angewandt werden nun wirklich gefährlich sind, darüber mögen sich die Gelehrten streiten, ich halte es aber zumindest für kritisch, solche Behauptungen ohne jeden Beweis hier aufzustellen.
Für mich hört sich das nach einem Konkurrenzgebaren an, bei dem der Konkurrent herabgesetzt werden soll. Ich glaube kaum, dass das die Rheintaler nötig haben.

Christoph

P.S. warum eigentlich "Ukraine-Tourist"? Ein Scherz, den ich nicht verstehe, oder ein kleiner garstiger Seitenhieb?
Jonas, 28.04.2002 - 29.11.2006, David, 12.05.2004 und Mia, 12.09.2007

MariaQ
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Beitrag von MariaQ »

Hallo Christoph,

die Tatsache, dass der gemeinsame Bundesausschuss (genauer gesagt die Neuropädiater) meines Wissens bei der Bewertung der Manuellen Medizin genau die Behandlungstechniken, die in der Ukraine angewandt werden, als entscheidendes Kriterium nennen, warum dies nicht als Kassenleistung anerkannt wird (Einzelheiten würden hier zu weit führen), war der Grund für meine Aussage. Diese "kritischen" Techniken werden aber eben in der Rheintalklinik nicht angewandt. Wir kämpfen mit unserem Förderverein - bislang leider vergeblich - für die Anerkennung der Techniken der Manuellen Medizin als Kassenleistung.

Ich weiss, dass Kozjavkin auch von einer regelmäßigen Behandlung ausgeht. Nur für Eltern aus Deutschland ist dies eben eher in Bad Krozingen möglich (einfach von der Entfernung und den Kosten her) als regelmäßig in die Ukraine zu fahren. So hatte ich das gemeint.

Das Wort "Touristen" sollte nicht "herabwürdigend" sein, sonder nur auf die lange Reise und den hohen Aufwand Bezug nehmen - ein garstiger Seitenhieb sollte es schon gar nicht sein.

Deine Interpretation hat mich schon erschreckt - kann dann ja wohl nicht mehr spontan schreiben, sondern muss in Zukunft meine Texte erst auf mögliche Missdeutungen prüfen.

Maria
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Beitrag von Christoph »

Hallo Maria,

zur Info: hier gibt es bereits eine ausführliche Diskussion zur Behandlungsmethode, daher gbe ich dir völlig recht: wir müssen das kein weiteres Mal aufrollen, das führt wahrscheinlich nicht wirklich weiter:

http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic2403.html

Ansonsten gilt natürlich, im geschriebenen Text kommen Zwischentöne nicht so gut rüber, was zu Missverständnissen führen kann, da ist keiner frei von ... mein P.S. war ja auch nur eine Zwischenfrage zur besseren Verständlichkeit.

Christoph
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Beitrag von leara johanna paityn »

Hallo an alle,

in der Klinik für manuelle Therapie in Hamm findet für Kinder mit ICP eine gute manuelle Behandlung statt. Sie wird - im Gegensatz zu Bad Krotzingen und Ukraine (wenn dort auch nicht so umfangreich) von den gesetzlichen Krankenkassen finanziert.

LG
Anja
leara 7/04 schwerste Asphyxie vor Geburt - aufgrund Ärztefehler (Kaiserschnitt zu spät gemacht), Microcephalus, spastische Tetraparese, starke Entwicklungsverzögerung, Blind, schwerhörig, nicht einstellbare Epilepsie

MariaQ
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Beitrag von MariaQ »

Hallo Anja,


ich habe persönlich keine Erfahrung mit Hamm, kann daher auch keine Meinung dazu abgeben.

Die Komplexbehandlung in Bad Krozingen hat ihr eigenes Konzept (14-tägige Intensivbehandlungen) und ihre besondere Kombination der Behandlungstechniken.

Wir haben uns für die Komplexbehandlung entschieden und damit bisher sehr gute Ergebnisse erzielt. Deshalb habe ich die Komplexbehandlung hier in diesem Forum vorgestellt.

LG Maria
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Beitrag von leara johanna paityn »

Hallo Maria,

das war ich glaub ein Mißverständnis. Hamm macht wohl das gleiche wie Bad Krozingen. Dort gibt es eine 14-tägige Intensivbehandlung, die wie folgt aussieht:

Manuelle Therapie (Chirotherapeutische Behandlung mit Atlastherapie) (täglich)
Osteopathie (täglich)
Cranio-Sacral-Behandlung (täglich)
Akupunktur (alle 2 Tage)
Krankengymnastik (täglich)
Massage (täglich)
Schwimmen (täglich möglich, kein Pflichtprogramm)

Die Plätze dort sind auf 8 Personen bisher begrenzt, es soll jedoch angebaut werden. Wir waren 2 mal bisher dort und haben im Falle der Leara sehr sehr gute Behandlungsergebnisse erziehlt. Gerade im Falle der Tetraspastik. Ich kann es jedem nur empfehlen. Es gibt allerdings Wartezeiten - derzeit teilweise bis zu einem Jahr. Es springt aber immer mal wieder einer ab.

Weitere Informationen gibt es unter www.kmt-hamm.de. Dies nur, wer möchte. Im Falle von der manuellen Klinik in Hamm, wird der Krankenhausaufenthalt von der Krankenkasse vollumfänglich finanziert. Fragen beantwortet die Verwaltung.

Liebe Grüße und alles Gute

Anja
leara 7/04 schwerste Asphyxie vor Geburt - aufgrund Ärztefehler (Kaiserschnitt zu spät gemacht), Microcephalus, spastische Tetraparese, starke Entwicklungsverzögerung, Blind, schwerhörig, nicht einstellbare Epilepsie

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