Integrationskraft für Epilepsiekind?

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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Susanne K
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Integrationskraft für Epilepsiekind?

Beitragvon Susanne K » 04.06.2005, 16:06

Hallo ihr Lieben,

hat jemand von Euch, Erfahrungen mit einer Integrationskraft, für ein an Epilepsie erkranktes Kind. Für unseren Sohn suchen wir nach einer Lösung, da sich seine Lehrer als total überfordert ansehen, seinen Bedürfnissen gerecht zu werden.
Auf welche Schulen gehen Eure Epikinder, bei uns brennt es sozusagen, wir haben nur noch ein Jahr Zeit bis zum Schulwechsel. Unser Sohn hat aber riesen Probleme, da sich die Einstellung auf sein Medikament sehr schwierig gestaltet. Auch haben seine Lehrer sich bisher geweigert, seine Krankheit als Behinderung wahrzunehmen, sie hielten es für eine Ausrede von uns, wollten ihm keine andere Behandlung angedeihen lassen.
Er wurde benotet, obwohl er nicht anfallsfrei ist, seine Zeugnisse der letzten drei Jahre könnten wir ebensogut in den Mülleimer schmeißen, sie sind keineswegs ein reales Bild seiner Leistungsfähigkeit.

Vieleicht hat ja jemand von Euch Erfahrungen mit sowas, bin für jeden Rat dankbar, sind schon bereit unser Kind auf eine Privatschule zu schicken, dazu fehlt es uns aber an den finanziellen Mitteln.

Vielen Dank

Susanne K

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Fara

Re: Integrationskraft für Epilepsiekind ?

Beitragvon Fara » 04.06.2005, 16:58

Hallo Susanne,

Erfahrung mit Intergrationskräften habe ich nicht aber ich hätte evtl. einen anderen Tip für dich. Du schreibst, für eine Privatschule fehlen dir die finanziellen Mittel und mein Gedanke war, ob evtl. das Jugendamt für euch Ansprechpartner wäre.
Unsere Söhne haben beide mehrere Jahre eine spezielle Legasthenieförderung über das Jugendamt finanziert bekommen. Ausschlaggebend war dafür jedoch nicht die Legasthenie sondern die drohende sellische Beeinträchtigung/Behinderung die dahinter stehen kann, wenn keine Förderung stattfinden würde. Bei unserem zweiten Sohn (10J.) wurde zusätzlich zur Legasthenie eine Hochbegabung diagnostiziert. Hochbegabung klingt für die meisten Menschen (Lehrer) nach einem Überflieger und nur die wenigsten wissen, dass es verschiedene Bereiche der Begabungen gibt und nicht alle bei einem Menschen zutreffen müssen. Unser Sohn hat in einigen Bereichen ein hohes Potential aber in anderen Bereichen Defizite, worunter seine Seele sehr leidet. Wird in der Schule jedoch nicht so gesehen. :(
Da die Legasthenieförderung nun ausläuft, ein Schulwechsel auf die weiterführende Schule ansteht, eine Regelschule für ihn jedoch schwierig werden würde, gabs lange Gespräche mit Lehrern, Förderlehrerin, Schulpsychologen, Jugendamt und uns Eltern. Derzeitig haben wir gemeinsam den Entschluss gefasst unseren Sohn auf eine Gesamtschule zu schicken aber sollte das nicht klappen, hat das Jugendamt angedeutet, das eine Kostenübernahme/Kostenzuschuss für eine Privatschule möglich wäre.
Weiß nicht, wie´s bei euch gehandhabt wird aber vielleicht wär´s ein Weg sich entweder an den Schulpsychologischen Dienst zu wenden oder direkt ans Jugendamt. Dort mussten wir einen Antrag auf Eingliederungshilfe gemäß § 35a Kinder-und Jugendhilfegesetz stellen.

Vielleicht findet ihr darüber Unterstützung, da der § 35a sich an Kinder und Jugendliche wendet, die seelisch behindert oder von einer seelischen Behinderung bedroht sind. Weicht ihre seelische Gesundheit sechs Monate von dem für ihr Lebensalter typischen Zustand ab und beeinträchtigt ihre Teilnahme am normalen Leben, haben sie Anspruch auf Eingliederungshilfen durch Pflegepersonen, in Tageseinrichtungen oder anderen therapeutischen Wohnformen.

Liebe Grüße

Fara :)

beatriz
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Beitragvon beatriz » 04.06.2005, 17:24

hallo Susanne,
Das kommt mir ja echt bekannt vor ,das mit den lieben Lehrern die nicht zurecht kommen.Mein Sohn leidet durch seine Krankheit an Epilepsie und war in den ersten zwei Jahren auch gut aufgehoben ,denn die Lehrerin die er hatte war Kompetent und konnte sich auch gut in ihn versetzten ,die Lehrerin die ihn jetzt dann in der 2 Klasse beschult ist echt unmenschlich und hat auch keinen blassen schimmer über Kinder die eben anders sind..Chris wird momentan auf der Sprachheilschule beschult ,aber ich werde ihn da jetzt rausnehmen denn so geht es nicht weiter ,,die Frau beurteilt auch nur so wie es ihr in den Kram passt absolut der Unterschied zu der ersten Lehrerin....Die erste Lehrerin schrieb ZB.Chris wäre öfters abwesend und nicht bei der Sache ,,ich gehe davon aus das es sich um Abscencen handelt.....die neue schrieb ,chris ist .....die Mutter meint das es sich um Abscencen handelt ,,ich gehe davon aus das er keine Lust hat ,,,,das fand ich schon echt hammer ...bei Chris lasse habe ich beantragt Feststellung des veränderten sonderpädagogischen Förderbedarfs,,das ist in Klärung aber die Schule wird er auf jedenfall nicht mehr besuchen nach den Ferien .Ich drücke euch die daumen bei der Suche für euren sohn..Ich denke eine Integrationskraft beantragt man beim Sozialamt .Alles gute viel Glück Lieben gruss Beatriz
Beatriz alleinerziehend mit SohnChris Andre 17 Jahre Sturge Weber Syndrom.//Diskrete Aortenklappeninsufizienz bei biscupiden klappen .
Und Sohn Niklas 14 jahre alt.Auditive Wahrnehmungsstörung mit Verarbeitungsstörung./ADHS/Enthesitis-assoziierte juvenile idiopatische arthritis

Susanne K
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Beitragvon Susanne K » 05.06.2005, 22:15

Hallo beatriz,

Danke für Deine Antwort, ja anscheinend halten viele Lehrer die Muttis für hysterisch, vor allem aber akzeptieren viele nicht, das auch Mütter über ein gerüttelt Mass an Fachwissen verfügen können. Ich habe übrigens auch einen Sohn mit auditiven Wahrnehmungsstörungen, wer hat das bei Euch diagnostiziert, und was macht Ihr dagegen.
Bin noch auf der Suche nach einer vernünftigen Therapie, dieses Kind wollte die GS gar nicht erst haben, den wollte man bei einem iQ von 125 auf eine Sonderschule schicken, hihi, da hat aber der Schulamtsleiter nicht mitgespielt.
Jetzt wollen sie ihn die erste Klasse wiederholen lassen, die tun gerade so als ob man das Problem in der Schule mit vermehrtem Unterrrichtsaufwand beseitigen könne, man o man, die sollen sich erst mal vernünftig mit dem Thema auseinander setzen.
Aber selbst wenn ich den Lehrern sage auf welcher Internetseite sie Infos kriegen, dann sagen die "ach nö, das ist mir zu umständlich!" ob ich ihnen nicht was ausdrucken könnte, oder ein Buch wisse wo man das nachlesen könnte.
Ja bin ich denn ne Fachbibliothek?
Du siehst, ich habe es hier mit ein paar besonders netten Exemplaren dieses Berufsstandes zu tun. :evil:
Hat unser Herr Schröder vielleicht doch ein wenig recht, mit seiner Lehrerschelte :wink: , bin mal gespannt was sie sich als nächstes einfallen lassen.
Sei herzlich gegrüßt von
Susanne K

Sandy 40
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Epi......

Beitragvon Sandy 40 » 05.06.2005, 22:33

Hallo Susanne!!!!

Auch unser Sohn Lukas hat Epilepsie, Sehbehinderung Entwicklungsverzögert,Orentierungslos sowie Nastagmus, Lukas ist jetzt 8 Jahre und geht in Hamburg auf die Sehbehinderten und Blinden Schule wo die Kinder echt gut aufgehoben sind er hat Super Liebe Lehrer und vorallem ist er mit Kindern zusammen die alle das fast das gleiche Leiden haben. Wenn dein Sohn auch Schwerbehindert ist Infomiere dich wie das bei euch ist auf einer Schule für Behinderte. Lukas geht jetzt fast 1 Jahr zur Schule ist jetzt 8 Jahre und kann endlich seinen Namen Schreiben :P Was auch er für ein Erlebnis epfindet.

Liebe grüße
Heike

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Beitragvon eva66 » 05.06.2005, 22:40

Liebe Susanne,
ich habe bis jetzt noch keine Erfahrung mit einer sonderpädagogischen Fachkraft, werde sie aber wahrscheinlich demnächst machen, da dies für meinen Sohn im kommenden Schuljahr auch Thema ist. Wenn Dein Kind nach § 35 eingestuft wird, eben von seelischer Behinderung bedroht, hat man zumindest hier in Bayern Anspruch auf sonderpädagogische individuelle Betreuung im Unterricht. Wie gesagt, wir sind gerade dabei mit Lehrerin und Erzieher das in unserem Fall durchzupauken, wenn ich mehr weiß, gebe ich's gern an Dich weiter,
liebe Grüße,
Eva

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Beitragvon dorli » 06.06.2005, 09:12

Hi Susanne,
stellt in der Schule einen Antrag auf einen Förderausschuß. Da müssen alle die mit Deinem Sohn Untericht haben sowie Schulleiter an einem Tisch sitzen und das Beste für Euren Sohn beschließen. Die Eltern müssen natürlich auch mit dabei sein. Auch könnt Ihr einen Arzt dazu mit einladen der Auskunft über Euren Sohn "ausreichend" geben kann.
Dieser Ausschuss ist eine feine Sache. Denn man verläßt diesen Förderausschuß erst dann wenn alle Beteidigten zufrieden sind und alles für das Wohl des Kindes erreicht wurde. Nur mit Eurem Einverständnis ist dann alles besiegelt. Macht es schnell, denn es ist ja dringend notwendig. Sicherlich ist auch erhöhter Förerbedarf bei Eurem Sohn da. Das könnt Ihr dort alles klären.
Bei unserem Sohn waren wir im November schon das 5. mal zum Förderausschuss. Da er schon fast 20 Jahre ist musste wieder eine schulische Lösung gefunden werden. Wir haben noch ein Jahr dabei Schulverlängerung beantragt auch das erhöhter Förderbedarf weiterhin besteht. Er bekommt dann weiterhin Extrastunden oder Extralehrer. Das Schulamt hat es schon bewilligt.
LG Doris
Für die Welt bist Du irgendjemand,
aber für irgendjemand bist Du die Welt.

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beatriz
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Beitragvon beatriz » 06.06.2005, 13:41

hallo Susanne,,
bei Niklas meinem Jüngsten wurden die Wahrnehmungsstörungen bei einem HNO festgestellt ..Niklas hatte Probleme das heisst auf Verbote zb im Kiga hat er nicht reagiert ,wenn er zb nicht in die Bauecke durfte ,ging er trotzdem hin nach 5 Minuten und das immer und immer wieder,wenn man ihn darauf ansprach schaute er entsetzt und man merkte auch das es nicht mit Absicht war das er es vergessen hat....Es traten viele Dinge auf auch seine Unkonzentriertheit Unruhe und Nervosität....Niklas wurde im Kiga getestet da er ja nach den Ferien in die Schule kommt...Motorisch Super Inteligens suppi (Denn da dachte man erst , er hätte ein paar Probleme)Aber sein Wortschatz war nicht so ganz ausgeprägt er konnte Bilder nicht in Sätze fassen ..und eben sehr Unruhig...Ich sollte zum Psyhologen mit ihm ...Von einer Freundin hörte ich dann von der Pädaudiolgischen Untersuchung ,also machte ich ein Termin in Bielefeld und fuhr dort hin 3 mal wegen verschiedener Test´s,und da kam das dann raus .Er müsste wohl 70 %hören auf den Ohren bei ihm sind es aber wohl nur auf einem 20 %und auf dem anderen 30% .Das war eben mehr bei Geräuschkulisse..Ja jetzt machen wir erstmal Ergotherapie schauen was so wirklich sein Problem ist .Schuluntersuchung war und ausser seiner Unruhe und Hibbeligkeit spricht nichts dafür das er auf die Grundschule gehen wird.Ich war erst ein wenig Skeptisch denn ich dachte das er da evtl untergeht und es bei so vielen Kindern nicht leicht haben wird,,aber jetzt freut er sich er fängt ,schon immer an zu rechnen ,und ist wissbegierig,und da er auch seinem Alter entsprechend entwickelt ist bin ich der Meinung er geht....
Und die Lehrer heutzutage müssten in dem Fall wie bei deinem Sohn und bei meinem grossen, Chris, echt ein wenig zusetzliche Kurse besuchen ,was die scheiß -egal Einstellung angeht ,und das Nichtinteresse,und die Unmenschlichkeit .Und darin ein wenig mehr interesse zu zeigen für die Kinder die sie Beschulen denn es sind Menschen und nicht irgendwelche Maschienen die bedient werden müssen,,,,alles gute weiterhin lieben gruss an Euch Beatriz :lol:
Beatriz alleinerziehend mit SohnChris Andre 17 Jahre Sturge Weber Syndrom.//Diskrete Aortenklappeninsufizienz bei biscupiden klappen .

Und Sohn Niklas 14 jahre alt.Auditive Wahrnehmungsstörung mit Verarbeitungsstörung./ADHS/Enthesitis-assoziierte juvenile idiopatische arthritis


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