KIGA - Platz

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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B Kroeger
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KIGA - Platz

Beitragvon B Kroeger » 02.06.2005, 11:46

Hallo an Alle,

ich habe für meinen Sohn einen KIGA Platz im HPK für August 05 bekommen. Freu mich total darüber habe aber nun Angst wie das alles so funktionieren soll.

Jannik (wird im August 3) schläft mittags noch 2 Stunden con 12-14 Uhr, der Kindergarten geht auch bis 14 Uhr. Das ist schon mal das erste.
Zweitens ist er morgens meistens so ab 11 Uhr unzufrieden weil er hunger bekommt und Müde wird. Zudem sollte er im HPK seine Fördermaßmahmen bekommen, KG, Logo Schwimmen etc.
Wie soll das funktionieren?
Welche Erfahrungen habt Ihr mit euren Kindern im Kiga gemacht und wie war das wenn diese noch Mittagsschlaf gehalten haben?

Viele Grüsse


Birgit

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marianne
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Beitragvon marianne » 02.06.2005, 12:37

Hallo Birgit, erstmal super, dass du einen Platz im HPK hast für Jannik, dann kannst du mit hoher Wahrscheinlichkeit schonmal davon ausgehen, dass sie dort alle möglichen (und unmöglichen) Schlaf-, Hunger- Unzufriedenheits- und auch Therapievarianten für die unterschiedlichsten Bedürfnisse ihrer besonderen Kinder kennen (sollten :wink:) und zusammen mit dir das Beste für Jannik herausfinden und ständig an seine sich ja auch verändernden Bedürfnisse anpassen.

Jannik ist ja nun mit 3 Jahren im August noch sehr jung und vielleicht sind dann im Anfang alle Fördermaßnahmen auf einmal neben allem Neuem im Kiga ein bisschen viel für ihn, das werdet ihr aber ja alle merken, ob es ihm guttut oder vielleicht noch anders dosiert werden muss. Vielleicht schläft er gleich problemlos im Kiga oder erst später bei dir.

Du kannst gar nichts anderes machen, als das Ganze auf dich zukommen zu lassen. Unser Sohn Janosch wird nächste Woche 5 Jahre alt, ist in einigen Entwicklungsbereichen ca 2 Jahre verzögert und ist erst seit Herbst 04 in einer Integrationsgruppe im Regelkiga. Die verschiedenen Therapien haben wir nach und nach dazugenommen. Immer wieder mussten und müssen wir die Tagesabläufe gemeinsam mit den Erzieherinnen und Therapeutinnen auf seine derzeitigen Bedürfnisse anpassen. Z.Zt. hält er es z.B. nicht länger als 3 Stunden im Kiga aus, danach überdreht er. :roll: . Die 9 Monate zuvor war die Routine aber einfacher und entlastender für mich.

Ich hoffe, ich konnte dir mit meiner Antwort einige Infos geben. Lieber Gruß Marianne

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Beitragvon kachiya » 02.06.2005, 12:44

Hallo Birgit,

mein Sohn ist zwar ein Krippenkind, aber ich kann dir berichten, dass sich die Kinder nach einer Eingewöhnungszeit an den Rhythmus im Kindergarten anpassen. Er schlief immer noch am Vormittag als wir mit der Eingewöhnungszeit begonnen haben, er ist dann immer im Kinderwagen beim vormittäglichen Spaziergang eingeschlafen und wollte dann mittags kaum schlafen. Nach ca. 6 Wochen hat sich das komplett geändert, er hält den vormittag durch und schläft mittags bis zu zwei Stunden. Er ist zur Zeit sechs Stunden da und ich denke, dass ca. 3 Stunden durch Essen, Pflege und schlafen vergehen.
Ich möchte dir jetzt nicht sagen, dass du keine Angst haben musst, aber die Mitarbeiter von Kindergärten sind mit der Aufnahme von Kindern sehr gut vertraut und kennen auch die Ängste der Eltern (Trennungsängste z.B.). In der Eingewöhnunszeit werden sich sicherlich alle deine Bedenken in Luft auflösen.

LG,

Katja und Finley (16 Monate, motorisch entwicklungsverzögert)

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Beitragvon marianne » 02.06.2005, 12:49

PS: Janosch hat im Kiga nicht geschlafen, die anderen Kinder hielten ihn davon ab, er kam innerlich nicht genug zur Ruhe. Dann hat er halt erst eine Stunde später als zuvor hier zuhause geschlafen, das funktionierte lange, bis er aufhörte regelmäßig mittags zu schlafen. LG Marianne
Janosch (06/00) Frühkindlicher Autismus, leichte geistige Behinderung, Aufmerksamkeitsstörung, Adoptivkind

There´s a crack in everything but that´s how the light gets in (Leonard Cohen)

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Beitragvon B Kroeger » 02.06.2005, 12:53

Hallo Marianne,

danke für Deine schnelle Antwort. Ja Du hast Recht, ich werde es auf mich zukommen lassen müssen.

Vielleicht kann ich Ihn ja auch ab 12 Uhr aus den ´Kiga holen damit er Zuhause schlafen kann, ist mir irgentwie lieber, er ist EPI-Kind so dass ich den Schlaf für sehr wichtig halte.

Möglich ist natürlich auch dass einige Therapien weiter nachmittags laufen, hatte mich allerdings schon auf freie nachmittage, nur die Familie, gefreut ohne lange fahrten zur Therapie, da ist der Nachmittag immer futsch. Irgentwie wird es schon funktionieren.

Vielen Dank nochmal und liebe Grüsse

Birgit

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Beitragvon Katharina 23 » 02.06.2005, 13:30

Hallo Birgit!

Unser Tobias in auch im HP Kindergarten in Vechta. Normal kommt euer Jannik doch dann auch in dem Kindergarten oder? Bei Tobias in der Gruppe gehen von 8 Kindern sechs heraus vielleicht kommen sie zusammen in eine Gruppe. Aber es werden ja viele aufgenommen mal schauen.

Auf alle Fälle ist der Kindergarten wunderschön und es klappt dort alles gut!

Gruß Kathrin Pohlmann

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HP Kiga

Beitragvon Iris Beyer » 02.06.2005, 13:55

Hallo Birgit!
Mein Sohn Marius ist jetzt das 2. Jahr in einem HPK. Er war vorher in der gleichen Einrichtung im Miniclub (1x pro Woche für 3 Stunden in einer Gruppe gleichaltriger Kinder). Fast die gesamte Gruppe von damals wurde eine Kindergartengruppe von insgesamt 8 Kindern. Das erste viertel Jahr ging morgens nur mit Tränen und Geschrei ab...die Zeit war hart. Dann nach den Weihnachtsferien ging es von heute auf morgen problemlos und dann ließ ich Marius auch bis zum Schluß (16 Uhr!!!) im Kindergarten. Mit Begin des laufenden Schuljahres hat Marius beschlossen, seinen Mittagsschlaf einzustellen, denn er ist ja kein Baby mehr (O-Ton Marius). Dann kam er meist sehr müde mit dem ASB-Bus nach Hause. Aber Kuscheln mit der Mama oder auch mal Kuscheln vor der Glotze hat ihn dann wieder fit gemacht, so dass er es heute bis 20:30 Uhr aushält bevor er seine Augen schließt. Therapien machen wir nur Ergo noch im Kiga. KG außerhalb und früh zwischen 8 und 9 Uhr, danach ab in den Kiga. Klappt hervorragend. Ich werde allerdings die Ergo jetzt auch rausverlegen, da die Therapeutin vorort keine Bobathausbildung hat und wir in 1,5 Jahren Ergo im Kiga weniger geschafft haben, als in der letzten 6 wöchigen Reha mit Ergo nach Bobath.
Alles in allem wird Jannik seinen Platz und seinen Rhythmus allein finden.
Ich wünsche Dir gute Nerven dabei...es lohnt sich!!!
Liebe Grüße,
Iris

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Beitragvon Isolde » 02.06.2005, 14:10

Hallo Birgit,

ich glaube das geht nicht so ganz, dass Du aus einem Heilpädagogischen Kindergarten Dein Kind regelmäßig früher heraus nimmst - denn dann wird wahrscheinlich der Kostenträger Dir Probleme machen.

Dafür ist es ein HPK - damit dort das Kind während der gesamten Öffnungszeit seinen Rhythmus bekommt, den es für dieses benötigt und es eine Entlastung für die Eltern darstellen soll.

Ich denke Jannik wird sich daran gewöhnen, auch wenn es in der ersten Zeit eine Umstellung wird. Aber auf der anderen Seite hat er andere Kinder um sich, und dann wird sich ein Rhythmus, mag er auch anders sein, einstellen, weil er sieht, die anderen Kinder machen das auch, und er will da sicher nicht außen vor sein.

Kenne nun die Geschichte von Jannik nicht ganz.
Aber eines wird schwierig sein, dass Du den Alltag eines HPK um 12.00 Uhr bzw. etwas früher unterbrichst, damit er daheim schlafen kann.
Wir durften das im Saarland und hier in Bayern auch nicht, und Jonathan besucht derzeit schon die 3. Einrichtung und hat sich an allen Einrichtungen gut eingelebt und seinen Rhythmus gefunden.
Wir leben sogar am Wochenende einen ganz anderen Rhythmus und das klappt ebenso hervorragend.

Lass alles erstmal auf Dich zukommen - es wird gut werden.

Einen lieben Gruß - Isolde
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Beitragvon marianne » 02.06.2005, 16:56

Hallo Isolde, ich weiss jetzt nicht, ob das bei einem HPK ganz anders ist als bei einer I-Gruppe in einem Regelkiga, jedenfalls ist Janosch noch NIE die volle Zeit in seiner Ganztagsgruppe dort geblieben. Meistens von 8-13.30 bis nach dem Essen und manchmal bis 15 oder 16 Uhr zum Spielen draußen. Derzeit können sie ihm aber nicht die Reizreduktion und Struktur bieten, die er z.Zt. nach etwa 3 Stunden mit 15 Kindern braucht und weil er ihnen sonst einen Aufstand dort macht und wir ein völlig überdrehtes Kind mittags heimbekommen, hole ich ihn nun immer um 11 Uhr ab, (wir hoffen aber alle, dass dies eine Phase ist und wieder besser wird, denn er macht auch gerade enorme Entwicklungsfortschritte in vielen Bereichen und dies scheint auch krisenhaft zu verlaufen.)

Es ist ja schon für so manches normalentwickeltes Kind nicht das Richtige, einen Ganztagsplatz zu haben oder einen bis 14 Uhr (ich kenne einige Mütter normalentwickelter Kinder, die ihr Kind sehr langsam an die Zeit bis 14 Uhr gewöhnten), vielmehr kann dies doch erst recht für Kinder mit besonderen Bedürfnissen so sein, wie wir es bei Janosch stark erleben. Uns wurde von Anfang an von den Erzieherinnen und auch der Frühförderung zugestimmt, dass das viel zu lange für Janosch wäre bis nachmittags, und auch jetzt die "Lösung" mit 11 Uhr wird von allen getragen. Das ist genau das Richtige für alle (außer uns Eltern :roll:).

Mit Blick auf eine schulische oder schulvorbereitende Einrichtung nächstes Jahr wäre ich ja froh, wenn es Einrichtungen gäbe, die kompetent alle Bedürfnisse unserer Kinder abfangen könnten und ich nicht so gefragt bliebe. Aber können sie es? Und wenn nicht, kann ja nicht verlangt werden, mit zuzusehen, wie es dem Kind nicht optimal geht. Hmmm Lieber Gruß Marianne

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Beitragvon Isolde » 02.06.2005, 17:21

Hallo Marianne,

die HPK's oder auch HPT's werden doch voll finanziert. Und mir erklärte man zumindest, dass wenn ich regelmäßig das Kind aus dem KiGa dann nehme, dass es für diese Stunden kein Geld gibt und wenn das noch mehr Mütter tun täten, dann könnten sie die Einrichtung um 12.00 Uhr schließen - von daher wird erwartet, dass die Kinder dann auch da sein sollten - Ausnahmen sind immer mal möglich.
Jonathan hole ich auch mal früher raus, oder er ist mal ein Montag nicht da - aber das Ausnahmen die eben ausnahmemäßig begründet sind.

Es kann sein, dass es woanders anders geregelt ist - und wie es in einem I-Kindergarten geregelt ist, da kenne ich mich nicht so aus.

Ich hatte aber auch mit Jonathan diese Probleme nie, und er war vom ersten Tag an (war noch nicht ganz ZWEI) den vollen Tag dort von 8.00 - 15.30 Uhr und hat sich auch eingefügt.

Aber, liebe Marianne, wie ich mittlerweile weiß, gibt es nun das neue Kindergartengesetz, das mit dem 1.9.2006 in Kraft treten wird, und ganz Vieles umstrukturieren wird, auch mit den HPT's, HPK's - da wird noch Einiges ärgerliche kommen (gilt erstmal für Bayern). Ich glaube - ich gehe doch wieder in die Politik :roll:

Lieben Gruß - Isolde
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