Medizinische Dienst kommt nächsten Freitag

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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inga hark

Medizinische Dienst kommt nächsten Freitag

Beitragvon inga hark » 30.05.2005, 09:00

Hallo guten Morgen,

Ich weiß nicht, ob ich das hier in die richtige Rubrik eingestellt habe, wenn nicht, dann 'Entschuldigung' :oops: :oops:

Am Freitag haben wir Post bekommen vom Medizinischen Dienst. Sie
kommen am 3.06. zwischen 10.00 und 11.00 Uhr. Wir sind jetzt doch
etwas nervös, denn wir haben z.B. nie die Aufforderung bekommen ein
Pflegetagebuch zu schreiben oder ähnliches. Das einzige, was sie
mitgeschickt hatten war ein einseitiger Fragebogen, den wir bis
Freitag auszufüllen haben. :(

Jetzt habe ich schon soviel über diese Pflegestufen-Sache gelesen
und ich werd das Gefühl nicht los, das wir völlig unvorbereitet
sind. Unsere Gutachten vom FEZ /Dr. Kuke sind vom letzten Jahr
Februar. (den nächsten Termin haben wir erst am 23. 06.) Wir haben
ein aktuelles Gutachten von Januar vom ATZ /Psychologin Fr. Geister
Erkennen die das vom MD auch an??
Von unserer KÄ haben wir nichts in den Händen...soll ich da nochmal
anfragen??

Marco ist im Moment super gut drauf und ein Außenstehender wird das
garnicht sehen, wenn er sich mit autistischen Störungen nicht
auskennt....wie reagiere ich denn, wenn die am Freitag sagt...der
ist doch fit, was wollen sie denn???

Wir haben ein bisschen von ihm auf Video...z. B. das er fast 7
Minuten braucht, um eine Joghurt zu essen, den ich ihm geben muss,
weil er selbst nicht damit klar kommt. (den Löffel kann er jetzt
wohl schon zum Mund führen, aber es klappt halt nicht gut und sobald
etwas an seinen Mund schmiert oder außen dran kommt fängt er an zu
jammern und bricht sofort ab) Jedesmal, wenn ich ihm einen Löffel in
den Mund gesteckt habe muss Marco entweder in die Händeklatschen,
die Zeigefinger zueinanderführen, oder heftig mit den Armen flattern
und den Kopf hin und her wackeln. Das ist schon deutlich zu sehen
auf dem Band. Genauso ist es ja auch mit dem Nutellabrot, das
einzige was er an Brot zusich nimmt. Er kann es wohl essen, aber
nicht selbst in die Hand nehmen, da es ja mit Nutella bschmiert ist
und ich muss peinlichst darauf achten, dass nicht an den Seiten
klebt sonst jammert er und isst es nicht. So, und so ähnlich geht es
uns halt mit den meisten Dingen....sollen wir denen das sagen?? muss
man das dann vormachen, oder wie läuft das??

Machen sie mit Marco auch was, z. B. untersuchen, oder testen in
irgendeiner Form??
Ich weiß...das sind Fragen über Fragen...ich brauch da echt eure
Hilfe und vielleicht ein paar Tipps damit wir am Freitag nicht so
hilflos dastehen und wissen, was auf uns zukommt!! Wie war das denn
bei auch so...würde mich freuen von euch zu hören, wie's bei euch so
war und woruaf wir achten sollten...

BITTE, BITTE!! DANKE, DANKE!! :oops: :oops:

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Claudi-BaWü
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Beitragvon Claudi-BaWü » 30.05.2005, 09:10

Hallo Inga,

also wir hatten auch erst vor kurzem zum wiederholten Mal den MDK im Haus. Mein Sohn hat eine Muskelhypotonie. Also bei uns ist das so abgelaufen.
Wir haben auch den Fragebogen ausgefuellt. Dann hat die MDK Dame meinen Dominik kurz auf den Arm genommen und das war es dann auch schon. Wir hatten auch ein Tagebuch gefuehrt. Aber dafuer ist es bei Dir jetzt eh schon zu spaet. Das Tagebuch muss ueber 2 Wochen gefuehrt werden.
Was ich auch noch hatte, mir Personen zu dem Termin geholt, die auch viel mit Dominik zu tun haben.

Ich druecke Dir ganz fest die Daumen.

Claudi/ BaWue
lg claudi
D. 12/2000 Tetraspastik, ICP, keine Sprache, Autistische Züge, Entwicklungsverzögert, Rollstuhlfahrer, seit 24.05.2005 Pohlig US-Orthesen, 10/2011 Hüft OP li. und 04/2017 und 06/2017 beide Knie/Füsse OP in Aschau.

Die Zukunft sollte man nicht voraussagen wollen,
sondern möglich machen (Antoine de Saint Exepury)

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Beitragvon Rita2 » 30.05.2005, 10:11

Hallo Inga,

wir haben auch nie ein Pflegetagebuch geschrieben. Wir fanden das irgendwie in unserer Situation unpassend. Wir haben als Ersatz dafür einen typischen Tagesablauf mit allen notwendigen Hilfen (teilweise mit Zeitangaben) geschildert. Der MDK hat bei seinem Gutachten immer aus dieser Aufzählung sehr viel übernommen. Soetwas müßtest du auch noch bis Freitag schaffen. Zeiten für einzelne Tätigkeiten sollte man nur Angeben, wenn dafür extrem lange benötigt wird. Wir hätten bei einigen Sachen weniger Zeit angegeben, als der MDK nacher angesetzt hat. Der MDK muß bei Anleitung zum Selbermachen, die dadurch entstehenden längeren Zeiten anerkennen (Stichwort: aktivierende Hilfe, das Kind soll es ja mal irgendwann alleine können).

Wir haben bei der ersten Überprüfung auch einen sehr kurzfristigen Termin bekomme, ohne Vorwarnung durch die KK und konnten uns daher nicht darauf vorbereiten. Wir haben dann beim MDK angerufen und den Termin um eine Woche verschoben.

Wenn die letzten Berichte dem jetzigen Zustand noch entsprechen verwende diese.
Wir haben immer nur die Berichte dort abgegeben, die wir für nüzlich hielten. Also keine Berichte in denen Gabor zu gut geschildert wurde

Viel Erfolg
Rita
Rita mit Sohn *Dezember 1995, ohne Diagnose,
cerebrale Koordinations- und Tonusregulationsstörung mit Zehenspitzengang, kognitive und sprachliche Entwicklungsstörung, süßer Bengel

angela
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Beitragvon angela » 30.05.2005, 11:54

Hallo Inga,

bei Franz war ich auch seeehr unsicher, da er doch eine Menge alleine kann.

Zu den Unterlagen. Ich habe auch ein Gutachten von der Autistenambulanz mitgegeben das schon ein knappes Jahr alt war. In meinen Augen ist Franz nicht so schlecht wie dort beschrieben, aber es zeigte einige Defizite auf die er tatsächlich hat.

Du kannst nur hoffen, daß Du eine Kinderärztin hast. Die wissen ja eher über Kinder Bescheid.

Und Dein Sohnemann müßte doch schon alleine essen. Da er das aber ablehnt, aus welchen Gründen auch immer, und ihr füttert, ist das ja schon ganz klar eine übermäßige Pflege. Selberessen würde noch viel länger dauern, ihr müßtet ständig motivieren, helfen. Das zählt zur Pflege!! Und in der Zeit wo Marco ißt bzw. essen soll könnt ihr nix anderes tun! Also selber nicht essen ! Das ist ganz wichtig. Immer angeben, daß in der Zeit für euch nichts anderes übrig bleibt, als ihm zu helfen, motivieren etc.

Ansonsten würde ich vielleicht heute und morgen mal aufschreiben was so den Tag lang passiert, die Zeiten halt. Und ruhig etwas drauftun... (ein paar Minütchen...)

Drück Dir die Daumen - Angela
unsere Vorstellung: hier
Angela mit Eric (*93) und Franz (*98);
beide Dravet-Syndrom


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