Pflegegeld und vorübergehende Berufstätigkeit

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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HeikeB
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Pflegegeld und vorübergehende Berufstätigkeit

Beitragvon HeikeB » 17.05.2005, 11:46

Hallo,
folgendes Problem... da dass Erziehungsgeld diesen Monat ausläuft, und das Theater mit der Pflegeeinstufung noch läuft, muss ich jetzt wieder arbeiten, 19 Stunden in der Woche.

Da ich ingesamt 2,5 Jahre nicht mehr im Betrieb gewesen bin, soll ich eine 4 wöchige Ganztagsschulung bekommen.

Für diese Zeit zieht meine Mutter zu mir, um meinen Sohn versorgen zu können. Wird mir nun das Pflegegeld für diesen Monat gestrichen, oder kann ich meine Mutter als Ersatzempfängerin angeben?

Mein AG lässt sich leider nicht auf eine Teilzeitschulung ein, ich bin etwas verzweifelt, weil ich nicht weiss wie das alles so weiter laufen soll, zumnal meine Mutter kein Führerschein hat.

Ich freue mich über alle Tipps

Heike
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Sabine2
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Beitragvon Sabine2 » 17.05.2005, 12:27

Hallo Heike,

ehrlich gesagt, würde ich da gar nichts machen. Mach Deine Schulung (Siehe das Ganze positiv: So eine Schulung kann doch auch Spaß machen). Deine Mutter kommt und warum solltest Du kein Pflegegeld bekommen? Das ist doch unabhängig vom Arbeiten?

Viele Grüße
Sabine mit Stella (06/2002, fröhliches Rollikind, globale Entwicklungsverzögerung unbekannter Ursache, spricht nicht, hat aber ein gutes Sprachverständnis, Schluckstörung)

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HeikeB
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Beitragvon HeikeB » 17.05.2005, 12:48

Hallo Sabine,
echt? ich dachte ab einer wöchentlichen Arbeitzeit von 30 Stunden wird es gestrichen?
Ich freue mich ja schon auf das arbeiten, ích habe halt nur ein schlechtes Gewissen meinen Kleinen so lange ohne "Mama" allein zu lassen ;-)

Zumal auch die Krankengymnsatk dann nur eingeschränkt laufen kann, was bei seiner Hüfte nicht gut ist... ich mache mir wohl zuviel sorgen, die 4 Wochen werden schon schnell rumgehen.
LG
Heike
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Beitragvon beatriz » 17.05.2005, 12:53

hallo Heike ,
Das Pflegegeld bleibt dir trotzdem erhalten .Aber ich würde mich erkundigen bei der Krankenkasse wie das geregelt ist wenn eine andere Person die Pflege übernimmt , über den Familieren Dienst .Weiss nicht wie das geregelt ist bei Familienmitgliedern,aber so weit ich weiss werden die Pflegenden in dem Moment anders bezahlt ganz gut soweit 7-8 euro Stunde. Maximal etwas mit 60 euro am Tag . .(Aber auch nur bis zu einer gewissen summe im Jahr)Hatte mich auch mal erkundigt gehabt .Ich weiss natürlich nicht ob das nur bei Krankheit von Dir zählen würde ,aber ich glaube auch wenn Du Arbeiten gehst .
Sorry das ich Dir da nicht genaues sagen kann aber frag einfach um genau bescheid zu wissen bei der Krankenkasse nach alles Liebe für Euch Beatriz :lol:

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Beitragvon Ines Decker » 17.05.2005, 12:55

Hallo Heike,
ich wüder der Krankenkasse auch nicht alles auf die Nase binden, aber auch keine Angst die Kasse zahlt 4 Wochen durch auch wenn Dein Kleiner in der Klinik wär.Erst nach 4 Wochen wird das Pflegegeld gekürzt.Wenn Du allerdings Verhinderungspflege beantragen willst geht dies nur durch Profis.Also am besten in der Familie klären und zur Kasse schweigen.
Herzliche Grüße Ines
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Isolde
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Beitragvon Isolde » 17.05.2005, 13:09

Hallo Heike,

die Pflege muss gewährleistet werden !!! - d.h. je nach Pflegeeinstufung musst Du so und soviel Stunden zu Hause sein, um die Pflege durchführen zu können, d.h. bei der Pflegestufe 1 solltest Du nicht mehr wie 30 Stunden / Woche arbeiten - es geht hierbei auch um die Rentenzahlung, die dann wegfällt. BEi der Pflegestufe 2 kann ich es Dir nicht sagen, da ich nur 20 Stunden arbeite, grundsätzlich.

Aufpassen bei Pflegenden in der Familie - zumindest was Verhinderungspflege betrifft. Verwandte mind. des 1. Grades bekommen soviel ich weiß nichts. Beim 2. Grad müsst Ihr klären. Und für die Verhinderungspflege musst Du nicht einen besonderen Dienst in Anspruch nehmen, sondern Du kannst einen Babysitter um die Ecke dafür anstellen. Nur die Pflegeergänzungsleistung muss von einem anerkannten FED durchgeführt werden (nur sofern Du diese Leistung über 460 Euro auch erhälst - gibt es Kriterien die erfüllt sein müssen).

In Deinem Fall Heike - wie schaut es bei Dir aus?
Willst Du immer arbeiten gehen? - Und das über einen Vollzeitjob dann, weils beim Arbeitgeber nicht anders geht?
Der Arbeitgeber scheint grundsätzlich Dich nicht in Teilzeit einstellen zu wollen.
Und wenn die Pflegeeinstufung durch ist, wie schaut es dann aus - willst Du dann wieder zu Hause bleiben?

Noch ein Gedanke - hast Du schon eine Pflegeeinstufung, oder geht es bei dir nur um einen Höhereinstufung?
Wenn nicht - dann gibt es überhaupt kein Geld für jemanden, der diese Pflege übernimmt.
Und wenn Du grundsätzlich voll berufstätig sein willst, dann musst Du eine andere Person als Hauptpflegenden angeben, weil Du es nicht gewährleisten kannst, und dann bezieht derjenige das Pflegegeld.

Sind nur so Gedanken von mir.
Lieben Gruß - Isolde
„Ich habe den lieben Gott in manchen Kneipen besser kennengelernt als in manchem Bibelkreis.“ Rainer Maria Schießler, Pfarrer in München St. Maximilian

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Beitragvon Sabine2 » 17.05.2005, 14:21

Hallo Heike,

mache Dir keine Gedanken, die vier Wochen bekommt Ihr schon hin. Auch wenn die KG mal nicht hundertprozentig läuft.

Ich nehme an, dass Du ab dem Zeitpunkt xxx einen Vertrag über 19 Stunden hast, oder? Und werden dann die anderen 19 Stunden (während der Schulung) als Überstunden behandelt? Du wirst ja nicht einen Vertag über einen Monat Vollzeit und dann Teilzeit bekommen? Falls das doch wider Erwarten so sein sollte, dann könntest Du ja mit Deinem Arbeitgeber über den Vertragsbeginn reden, vielleicht kann man den um einen Monat nach vorne verschieben?

Ich glaube nicht, dass die KK damit ein Problem hat. Verhinderungspflege für den Einsatz Deiner Mutter kannst Du allerdings nicht beantragen.
Viele Grüße
Sabine mit Stella (06/2002, fröhliches Rollikind, globale Entwicklungsverzögerung unbekannter Ursache, spricht nicht, hat aber ein gutes Sprachverständnis, Schluckstörung)

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Beitragvon Beate » 18.05.2005, 12:48

Hallo Heike,

zum Thema Pflegegeld gibt es informiertere Leute als mich :wink: . Da halt ich mich raus.

Zum Thema KG: frag´ doch deine KG, ob sie für die vier Wochen zur Therapie zu euch nach Hause kommen. Möglich ist es. Für die KK muss es evtl. eine Begründung geben. Aber die wird euch schon einfallen.

Viele Grüße

Beate
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Beitragvon Conny » 18.05.2005, 13:10

Hallo Heike,

ich habe ein ähnliches Problem mit der Arbeit.
Wenn man Pflegegeld erhält und die KK auch in die Rentenversicherung einzahlt, darf man max. 30 Std. pro Woche arbeiten.
Wenn du nun 19 Std. normalerweise arbeiten gehst, liegst du in der Norm. Für die Schulung würde ich versuchen, die Stunden vom Arbeitgeber aufteilen zu lassen ( auf der Lohnabrechnung ), dann hättest du keine Sorgen mehr.
Es handelt sich ja nur um 4 Wochen, deshalb würde ich mir nicht so große Sorgen machen. Du kannst natürlich bei der KK nachfragen, ob für den einen Monat auch eine andere Person die Pflege übernehmen kann. Allerdings denke ich, dass der Papierkrieg dann viel zu groß wäre. Lieber eine Stundenaufteilung auf alle Monate und fertig.

Lg

Conny
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Beitragvon SandraR. » 18.05.2005, 14:10

Hallo Heike,
das selbe Problem hatte ich auch schon, ich habe aber bei meiner KK angerufen und habe wie immer eine nette Auskunft bekommen.
Bei Pflegestufe I darfst du bis zu 30 Std Wöchenlich arbeiten, bei Pflegestufe II áuch 30, und bei Pflegestufe III höchstens 19 Std. Da sonst die Pflege nicht mehr gesichert ist.
Wenn du Verhindertenpflege beantragst, bekommst du für diesen Zeitraum kein Pflegegeld sondern die Verhinderungspflege in bis 1432,00 Euro. Die Pflegekraft darf aber erst ab dem 3 verwanschaftsgrad mit dem Kind verwand sein. Also deine Mutter nicht.
Wenn du jetzt z.b. Pflegestufe II hast so wie wir, und du brauchst für vier Wochen deine Mutter als Pflegekraft, bekommst du auch kein Pflegegeld, sondern deine Mutter einen Satz von ca. 14,62 Euro am Tag. Was dann wieder gleichgestellt mit der Summe deines Pflegegeldes ist.
lg.
Sandra
Sandra (68), Kevin (´95) ADHS, Robin (´99) Microzephalie, Lissenzephalie,Mowat-Willson-Syndrom Dustin (´01) ADHS.

Wer nicht den Mut hat zu Träumen, hat auch keine Kraft zu Kämpfen.


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