Verhinderung eines Ertrinkungsunfalles...unglaublich!

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Tobias
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Verhinderung eines Ertrinkungsunfalles...unglaublich!

Beitragvon Tobias » 14.10.2007, 22:11

Hallo,

was ich da durch Zufall im WWW gefunden habe (ein Hammer-Video!) hat mich echt schockiert! Aber wie es scheint, ist es eine für das Baby erlernbare Methode aus ....na woher schon: USA.

Mir ist in Deutschland keine Methode bekannt, die das den Kindern beibringt und ich bin immer noch fragend, ob es nicht doch ein "fake" ist...

Hmmmm...hier der Link:
http://www.childdrowningprevention.com/

Tobias :think:

Ach ja, und noch ein Hinweis für alle Reflextherapeuten bzw. Userinnen, die von der "Reflexhemmungstherapie" so überzeugt sind: In dem Moment, in dem das Kind sich auf den Rücken gerollt hat und der Satz: "ISR teaches students how to rotate on their backs into a stable floating posture" eingeblendet wird, sieht man eindeutig, dass das Kind mit Hilfe der Fechterstellung (=ATNR-Schablone) ausreichend Halt gewinnt, um sich so zu stabilisieren das es nicht untergeht (und das Kind ist älter als die Waltezeit der Fechterstellung....hmm wie gut, dass er nicht gehemmt wurde!)!
Zuletzt geändert von Tobias am 14.10.2007, 22:44, insgesamt 1-mal geändert.
Tobias Bergerhoff / Kinderphysiotherapeut

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Beitragvon nele73 » 14.10.2007, 22:27

Hallo Tobias,
sei mir nicht bös´aber ich bin total schockiert!!!
Ich selber hab so einen kleinen kerl zuhause....na gut er ist behindert aber mein erstes unreflektiertes gefühl ist: wie kann man ein so kleines kind überhaupt solch einer situation aussetzen?
hat das kind hier nicht panik?
tut mir leid ich könnte das nicht!
da bewache ich mein kind ieber weiter auf schritt und tritt!
......ehrlich gesagt:ich hoffe es ist ein fake- das kind musste das spielchen aber leider definitiv mitmachen
....wie gesagt dies ist meine erste ,nicht überdachte nur gefühlsmässige reaktion.
schöne grüsse
conny
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Beitragvon Tobias » 14.10.2007, 22:32

Hallo,

ich weiß nicht ob es ein fake ist....allerdings "Panik" sehe ich nicht! Denn hätte es Panik, wäre es sicher untergegangen....der Clou an der Sache scheint ja gerade die "Ruhe" zu sein, mit der das Kind da "liegt"!

Gruß, Tobias
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Beitragvon Tanja Sch. » 14.10.2007, 22:34

Hallo Tobias,

nein das ist kein Fake. Habe vor ein paar Wochen darüber eine Reportage auf Arte?oder Vox gesehen. Die Babys werden einfach ins Wasser geschmissen und Trainieren so ihren Reflex. Ich war sprachlos und fand es furchtbar grausam. Mein Mann und ich waren danach der Meinung: Couch im späteren Leben vorprogrammiert :wink:

Gruß
Tanja
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Beitragvon nele73 » 14.10.2007, 22:39

hallo,
hab mir das video nochmal agesehen, du hast recht: panik ist vielleicht das falsche wort, dennoch muss es doch bei so einem kleinen kind ängste auslösen so im wasser zu treiben -5 minuten :shock:! ich denke die ruhe bedeutet dennoch nicht das das kind keine angst hat, oder?
-bin mir sehr unsicher, aber das vide löst ganz furchtbar komische gefühle in mir aus :(
lg
conny
PS: nicht falsch verstehen, ich bin in keinster weise gegen prävention, aber irgendwie geht mir das zu weit...
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Beitragvon Gisi » 14.10.2007, 22:40

ich denke noch......

aber ist es nicht gerade beim babyschwimmen so, das die kinder ihre natürlichen
reflexe ausüben sollen. und wenn man das babyschwimmen eben nicht macht
diese reflexe irgendwann verloren gehen.

ich war nie beim babyschwimmen, aber meine es mal so gehört zu haben. also
die babys verlernen das wohl ab so einem halben jahr wenn es nicht trainiert
wird.

das zweite und dritte kind fande ich in ordnung. beim ersten kind sieht man aber
eindeutig wie es sich freut als es endlich auf dem arm genommen wird. wäre
das kind wirklich total fertig mit der welt, dann würde es doch noch länger
weinen.

mhh....... ich denke immer noch.......
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und Nina 10/01 frühkindlicher Autismus, seit Juni 2009 in einer Wohngruppe
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Beitragvon Tobias » 14.10.2007, 22:42

Hallo Tanja,

das was Du beschreibst ist wahrscheinlich ein Bericht aus Australien, den habe ich leider verpasst!

@conny: komische Gefühle löst das auch in mir aus....allerdings habe ich mir die Web-Site mal angeschaut, da sieht man, dass von "reinschmeissen" keinesfalls die Rede sein kann...was mich irritiert ist, dass die Kinder alle lachen! Aber ich glaube je häufiger ich sehe auch nicht an einen fake....es muss was dran sein!

Tobias
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Beitragvon Tanja Sch. » 14.10.2007, 22:47

Der Bericht wurde hier in Deutschland gedreht. Die Babys wurden wie schon erwähnt ins Wasser geschmissen und von der Mutter nach kurzer Zeit auf den Rücken gedreht. Die Mütter sprachen beruhigend auf ihre Kinder ein...soweit ich mich erinnere ging dieser Kurs über 6 Wochen...danach reagierten die Babys wie in dem,von Tobias vorgestellten Video. Wir fanden das "ich schmeiß mein Baby"einfach ins Wasser ziemlich heftig....zumal da war wirklich Panik und Babys die sich nicht beruhigen ließen. Wie verarbeitet so ein kleines Baby das ???
Gruß
Tanja
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Beitragvon Der Josef » 15.10.2007, 00:45

Hallo Tobias,

sehr beeindruckendes Video, wenn auch für meinen Geschmack etwas grob mit der natürlichen Angst der Eltern gespielt wird ihr Kind könnte ertrinken.

Spätestens seid dem Platten-Cover des Albums Nevermind der Gruppe Nirvana aus dem Jahre 1991, auf dem ein Baby unter Wasser abgelichtet wurde, ist das Thema der schwimmenden und tauchenden Babys populär geworden.

Babys kommen ja aus dem Wasser, also dem Fruchtwasser der Schwangeren, eine Geburt in der Wanne gilt vielerorts als "sanfte Geburt". Daher ist es auch nicht weiter abwegig Säuglinge in dieses Element zurückzugeben. Wie Gisi schon schrieb verlieren Babys ihre natürliche Fähigkeit sich im und unter Wasser zu bewegen, wenn man diese Reflexe nicht abruft.

Ich bin einer von fünf Übungsleitern einer Schwimmgruppe für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen der DLRG-Ortsgruppe Emstek. (DLRG = Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) Wir arbeiten ähnlich und ebenfalls präventiv. Uns ist es wichtig, dass sich unsere Schützlinge in eine sichere Position begeben und im Wasser halten können, wenn sie zum Beispiel aus einem Boot herausfallen oder vom Beckenrand aus ins Wasser geschubst würden. Das Eintrittsalter in unsere Gruppe liegt bei ca. 4 Jahren. Diese Kinder haben ihre Reflexe natürlich schon längst verloren und oft müssen wir eine langwierige Wassergewöhnung machen, bevor wir uns den ersten Ansätzen von Schwimmübungen widmen können.

Die im Video verwendete Methode scheint äußerst effektiv zu sein und ich begrüße diese Arbeit sehr. Man muss sich den Gefahren des Lebens stellen und jeder Mensch, ob behindert oder nicht, hat ein Recht auf ein selbstbestimmtes Leben, welches immer auch Risiken beinhaltet. Diesen Gefahren sollte man angemessen begegnen können und das sollte meiner Meinung nach Ziel jedweder Erziehung sein.

Ich bin der festen Überzeugung, dass keines der so trainierten Kinder aufgrund dieser Übungen später auf der Couch (eines Psychologen war oben sicherlich gemeint?) landen wird. Es ist schade, dass Ängste der Eltern immer wieder auf die Kinder projiziert werden, die dann diese Ängste übernehmen und somit in ihrem Handlungsspielraum eingeschränkt werden. Man darf ruhig Angst vor dem Element Wasser haben, sollte sich dieser Angst aber im Interesse des Kindes stellen. Je früher ein Kind schwimmen kann oder auch nur die Fähigkeit besitzt, im Wasser eine stabile Lage einzunehmen, umso weniger Menschen müssen wir Rettungsschwimmer bergen und im schlimmsten Falle wiederbeleben.


@Conny: Kinder brauchen keine Bewacher, sondern aufgeklärte selbstbewusste Eltern. Mein Silas ist inzwischen 18 Jahre alt und es wäre vermessen von mir, ihn auf Schritt und Tritt kontrollieren zu wollen. Das Video ist ein Werbespot und kein authentischer Bericht, daher bin ich der festen Überzeugung, dass der Säugling keinesfalls 5 Minuten im Wasser getrieben ist. Auch war er ganz sicher nicht alleine, es waren bestimmt viele Leute am Set. Das Video spielt eben recht fahrlässig mit der Angst der Eltern. Es will zum Nachdenken anregen und ich finde, dass es das auch tut.


@Tobias: Das Wasser im Pool sieht schon ein wenig "künstlich" aus, ähnlich dem Wasser im Film Titanic, welches ja auch am Rechner entstanden ist. Ob Fake oder nicht, die Botschaft kommt an und es gibt im wahren Leben doch eine ganz erkleckliche Zahl an "schwimmenden" Babys.


Viele Grüße aus dem Norden, Josef.
Josef (´68), Monika, Silas (´89) & Insa (´93), beide geistig behindert und einfach nur klasse Kids.

Mehr Infos in unserer Vorstellung

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Alina.
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schreiendes Baby im Wasser

Beitragvon Alina. » 15.10.2007, 01:15

Hallo,

das Baby hat ja schon geheult und musste an einen Gegebenheit in meine Kindheit denken:

Wir machten KG nach Bobath und ich muss immer wieder auf eine Matte geschmissen wurden sein und dabei furchtbar geheult haben. Eher gesagt ich hab geheult als wir reingingen und hab mich sofort beruhigt als wir rausgingen.
Dann hat jm aus der Praxis(meine ich) zu meiner Mama gesagt: Das ist nicht schlimmes. Solange sie sich beruhigt sofort, weint sie nur aus Protest.

Da das Baby sich auch sofort beruhigt hatte als jm. es auf den Arm nahm, vielleicht könnte es ja auch Protest sein.
ehemaliges Hemi-Kind mit einer kleinen Spastik, Sensomotorische Integrationsstörungen, Sprachstörungen, Gleichgewichtsstörungen und Epilepsie; heute wieder vollkommen gesund

Meine Vorstellung:
http://www.REHAkids.de/phpBB2viewtopic. ... highlight=

"Wer sein Leben gewinnen will, der wird es verlieren" (Matth.10,39)


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