Familienentlastender Dienst

Zum Teil unterscheiden sich die rechtlichen und organisatorischen Strukturen zwischen Deutschland und den verschiedenen Nachbarländern erheblich. Hier in dieser Rubrik sammeln wir alle landesspezifischen Infos.

Moderator: Moderatorengruppe

Silvia & Iris
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 3645
Registriert: 20.03.2007, 18:32
Wohnort: Österreich

Familienentlastender Dienst

Beitragvon Silvia & Iris » 14.09.2007, 18:09

Hallo,

ich lese immer wieder bei den deutschen Forumsteilnehmern, dass es Möglichkeiten einer kostengünstigen wenn nicht sogar kostenlosen Betreuung der Kinder gibt, wenn einmal die Mutter nicht so kann...

Ja, es gibt die Familienhelferin, wenn die Mutter mal krankheitsbedingt ganz ausfällt, doch gibt es sonst eine Möglichkeit? - Oder muß man sich mit Tagesmüttern und Babysittern auf normalem Weg arrangieren und es gibt keine speziellen Kräfte.

Hatte da auch von MOKI gehört, der mobilen Kinderschwester, doch das gibt es jetzt auch nicht mehr... - oder doch noch? - Welche Bedingungen gibt es denn da? (Falls es das doch noch gibt.)

Viele Grüße
Silvia & Iris
Liebe Grüße
Silvia
Tochter *03/2003, PCH, HG-versorgt, ein Sonnenschein
Sohn *03/2006 AVWS + was so dazu gehört

Werbung
 
iggisw
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 813
Registriert: 07.07.2005, 21:03

Beitragvon iggisw » 14.09.2007, 18:45

Hallo Silvia,

ob es Moki noch gibt, kann ich dir leider nicht sagen aber bei deinen anderen Fragen kann ich dir weiterhelfen:
Wenn die Mutter ins Krankenhaus oder zur Kur/Reha geht hat sie in dieser Zeit Anspruch auf eine Haushaltshilfe, die vorrangig für die Kinderbetreuung zuständig ist. Man muss pro Tag 10,-- Euro Eigenanteil bezahlen - die Haushaltshilfe wird normalerweise für bis zu 8 Stunden pro Tag eingesetzt. Voraussetzung: In der Familie lebt ein Kind unter 12 Jahren oder ein behindertes Kind. Manchmal bekommt man diese Hilfe auch, wenn die Mutter krank zu Hause ist - allerdings (laut unserer Krankenkasse) nur, wenn dadurch ein Krankenhausaufenthalt vermieden wird.
Dann gibt es den familienentlastenden Dienst - viele der carikativen Einrichtungen (Sozialstationen, Diakoniestation, ASB, Malteser....) bieten diese Möglichkeit der Entlastung an. An vorab vereinbarten Terminen kommt dann eine Fachkraft, meistens aber eine angelernte Kraft bzw. FSJ-ler/Zivi zur Unterstützung in die Familie - finanziert wird das entweder selber oder über Verhinderungspflege (wenn eine Einstufung in die Pflegekasse vorliegt).
Dann gibt es noch die Möglichkeit sich privat jemand zu suchen und selber oder auch über Verhinderungspflege zu finanzieren.
Und letztendlich kann man beim Jugendamt noch eine/n Familienhelfer/in beantragen, wenn wirklich längerfristig Not am Mann ist. Letzteres wird eher bei verhaltensauffälligen Kindern gewährt.
Wenn ein Kind schwer krank ist (z.B. INtensivkind) und zu Hause betreut wird, hat die Familie Anspruch auf speziell ausgebildete Kräfte (z.B. Krankenschwestern) - dies wird bei der Krankenkasse beantragt.
Vielleicht gibt es noch andere Möglichkeiten der Entlastung - ich habe jetzt die aufgeschrieben, die mir eingefallen sind.

Liebe Grüße
Iggis
3 leibl. Kinder (*83, 87, 89), 7 Dauerpflegekinder (*93, 98, 02, 03, 08, 09, 11) - Erfahrung mit CF, A/V-Malformation, Tracheostoma, Autismus, Misshandlung, Missbrauch, geist. Behinderung, Frühgeburt, Lernbehinderung, Bindungsstörung, Traumata, FAS.....
Die 5 jüngsten Kinder leben noch zu Hause, die anderen kommen gern!

geli
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 101
Registriert: 21.01.2005, 21:55
Wohnort: Österreich

Beitragvon geli » 15.09.2007, 07:43

Hallo Silvia .

Soweit ich informiert bin ist dass in jedem Bundesland anders.
Martina hat die Moki hin und wieder kommt die Familienhelferin und den familienentlastenden Dienst haben wir auch hin und wieder (das ist unser Babysitter abends)

Geben tut es alles noch allerdings kenn ich mich da nur bei uns im ländle aus wie es bei euch ist keine Ahnung. Sorry


Liebe Grüsse
Geli


PS Wie gehts euch? Wir haben im moment schon wieder ne Dauerkarte für den Op................... :evil:
Geli mit Martina 06/2003 MMC HC ACM II und Daniela 03/05

Silvia & Iris
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 3645
Registriert: 20.03.2007, 18:32
Wohnort: Österreich

Beitragvon Silvia & Iris » 18.11.2007, 11:16

Hallo Geli,

uns geht es ganz gut, bis auf das, dass ich mir eher als alleinerziehende Mutter vorkomme und sich der Partner seinem Beruf und Hobby widmet.

Wir waren im Oktober wieder auf Intensivtherapie, Iris steht inzwischen schon auf, fliegt dann aber immer wieder irgendwie um, da sie noch nicht richtig wieder runterkommt. Daran arbeiten wir gerade... Essen geht nach wie vor nicht alleine, der Widerstand wird aber schon geringer. - Das Sauberkeitstraining zieht sich, die letzten 3 Monate gar nichts im Töpfchen, letzte Woche mal wieder Erfolge...

Sprache kommt keine...
aber sie wird von jedem als ausserordentlich eigensinnig beschrieben, kaum zur Mitarbeit zu bewegen...

Manchmal ganz schön anstrengend so ein Sturschädel...

:oops: liebe Grüße
Silvia
Liebe Grüße

Silvia

Tochter *03/2003, PCH, HG-versorgt, ein Sonnenschein

Sohn *03/2006 AVWS + was so dazu gehört

Benutzeravatar
anamor78
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 857
Registriert: 15.04.2006, 12:56
Wohnort: Wels, (Ober-)Österreich
Kontaktdaten:

Beitragvon anamor78 » 19.11.2007, 23:09

geli hat geschrieben:Hallo Silvia .

Soweit ich informiert bin ist dass in jedem Bundesland anders.
Martina hat die Moki hin und wieder kommt die Familienhelferin und den familienentlastenden Dienst haben wir auch hin und wieder (das ist unser Babysitter abends)



hallo Geli!
aus welchem Bundesland bist denn du?
woher bekommst du die Familienhelferin bzw. den familienentlastenden Dienst ?? eine freundin von mir sucht sowas ... danke
Romana mit Rett-Mädchen Isabella (*2003)
besuch doch Isabellas blog: www.isabella-online.blogspot.com
inzwischen Beraterin für UK-Hilfsmittel


Zurück zu „Österreich, Schweiz und Nachbarländer“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste