Hebelifter

Hier könnt ihr die Hilfsmittel eurer Kinder vorstellen, z. B. Reha-Buggy, Pflegebett, Stehtrainer, Therapieliege usw. - gerne auch mit Foto.
Ihr könnt hier übrigens auch Fragen bezüglich Technik und Anwendung verschiedener Hilfsmittel stellen.

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elkeundmax
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Hebelifter

Beitragvon elkeundmax » 11.09.2007, 09:29

Hallo an Alle!!
Mein Sohn Maxi (mitochondriale Myopathie) ist 13 Jahre, Rollifahrer und mittlerweile knapp 45 Kilo schwer...
Habe nun ein Rezept und Kostenvoranschlag über einen Deckenhebelifter eingereicht, kosten ca. 7500 Euro...
Ein netter Gutachter hat gemeint, pro Maßnahme von der Pflegekasse die 2500 Euro Zuschuß, den Rest muß ich selbst übernehmen.
Ich weiß zwar das man vom Landratsamt, pro Wohnung, einen Zuschuß beantragen kann, möcht ich aber für das nicht, da wir evtl. mal einen Plattformlift fürs Treppenhaus brauchen und der ist sehr teuer.
Eigentlich dachte ich das ein Hebelifter auch von der KK mit übernommen wird.... grmpfl... Kann mir jemand Tips dazu geben, wie man soetwas begründen kann, muß, obs eine Möglichkeit gibt, das es ganz übernommen wird... 5000 Euro sind ne Menge Geld.... :(
Danke und liebe Grüße
Elke mit Maxi

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Beitragvon coralle2005 » 11.09.2007, 22:28

Hallo liebe elke wir hatten für Martin einen Lifter Curator und hatten ihn im Bad befestigt , der lifter war mir eine sehr große Hilfe, vieleicht wäre das ja eine Alternative.lg sylvia mit martin im herzen

Wandlift "Curator"

Wandlift "Curator"


Der Curator Wandlift ist


ortsfest, damit stets am Platz verfügbar
platzsparend durch Unterbringung der Hebe-Technik im Geräte-Inneren
einfach zu handhaben durch neuartige Griff-Formgebung mit integrierten Bedientasten
umsetzbar durch einfaches Aus- und Einhängen
leicht zu transportieren durch Räder und Rollen


Vorteile des Curator gegenüber Fahrliftern


benötigt kein unterfahrbares Bett
und keine unterfahrbare Wanne
ist optisch unauffällig
muß nicht erst gesucht und geholt werden
einfachste Bedienung mit einer Hand,
andere Hand frei für den Patienten
ständiger Blickkontakt nimmt Angst der Patienten
an der Steckdose angeschlossen, kein Akku


Einfacher Ortswechsel - der Curator wird - liegend oder stehend - zu seinem Einsatzort gerollt und dort eingehängt.
Sylvia(49), Martin*1.11.89-+18.3.2006 ist ein Sternenkind, er hatte das Lenox-Gastraut -Syndrom, Osteoporose, eine Kehlkopfdeckelinstabilität, dadurch Hochdruckbeatmungspflichtig,obstruktives Schlafapnoesyndrom,war schwer geistig behindert und Duplikation von xQ 28
Martin lebt in unserem Herzen weiter

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Jaqueline
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Beitragvon Jaqueline » 11.09.2007, 22:33

Hallo Elke,

würde euch sowas denn nicht reichen??? Die gibt es auch immer mal wieder bei Ebay und die können auch in jedem Raum eingesetzt werden.

http://cgi.ebay.de/elektrischer-Patient ... dZViewItem
LG Jaqueline
Spastische Tetraparese, Kyphose
Mann: Epilepsie (VNS seit 2008)
Tochter: * 01/2015 und Tochter ET 2020

Für immer im Herzen.

Kaja
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Beitragvon Kaja » 12.09.2007, 06:24

Hallo Elke,

nach § 40 Absatz 1 SGB XI hat die Pflegekasse nur die Finanzierung zu übernehmen, SOWEIT das Hilfsmittel nicht von der KK zu leisten ist. Auch § 13 SGB (Verhältnis der Leistungen der Pflegeversicherung zu anderen Sozialleistungen) regelt nichts anderes. Deshalb ist die KK VORRANGIG zuständig, wenn es sich bei dem Hilfsmittel um einen sogenannten Behinderungsausgleich nach § 33 SGB V handelt.

"Welcher Leistungsträger im Einzelnen für Hilfsmittel zuständig ist, richtet sich im Zweifel nach dem Schwerpunkt der Zweckbestimmung.

Bei dem genannten Hilfsmittel steht der Behinderungsausgleich ganz im Vordergrund, weil er es dem behinderten Menschen erlaubt, seinem Grundbedürfnis nach Fortbewegung im häuslichen Bereich und auch draußen in einem bestimmten Umkreis nachzukommen, ohne auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Dadurch wird zwangsläufig sein allgemeiner Pflegebedarf verringert und damit die Pflege erleichtert; außerdem wird ihm dadurch eine selbstständigere Lebensführung ermöglicht. Diese Aspekte sind aber nur Folge des Behinderungsausgleichs und ändern nichts daran, dass ein solches Hilfsmittel allein der Leistungspflicht der Krankenversicherung zuzuordnen ist." BSG Ureil vom 10.11.2005, B 3 P 10/04 R

Wichtig ist also eine Argumentation, dass mit dem Hebelifter primär eine Mobilitätsverbesserung und nur ganz nebenbei eine Pflegeerleichterung bewirkt werden soll. Dann MUSS die KK den Hebelifter übernehmen.

Viel Erfolg

Kaja

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Beitragvon elkeundmax » 12.09.2007, 20:40

Hallo ihr Lieben!!!

Hallo Sylvia! Vielen Dank für den Tip... Werd mich mit diesem Modell mal befassen und wünsche dir alles Gute!!

Hallo Jaqueline! So ein fahrbahrer Lifter wär zwar gschickt zum mitnehmen, leider aber fürs Bad, da Wanne nicht unterfahrbar ist, nicht geeignet. Auch für die Toilette ist es bisl blöd... Trozdem danke und liebe Grüße Elke

Hallo Kaja!!!! Ganz viel DANKE für deine Antwort!! Sobald ich schriftlich die Ablehnung der KK habe werde ich mich mit dem Vertreter der Lifterfirma zusammen telen! Jetzt hab ich wieder ne Hoffnung das vielleicht doch was geht...
Werd hier wieder schreiben, wenns was Neues gibt! Danke :P

Euch allen alles Gute, liebe Grüße Elke und Maxi
Maxi, 13 J., mitochondriale Myopathie, Rollifahrer, "Optimismus ist die Kunst, hinter den Wolken den blauen Himmel zu sehen."

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Beitragvon elkeundmax » 14.09.2007, 08:33

hallo Kaja!

Hab noch eine Frage.... Kanns sein das nur ein mobiler Hebelift unter Hilfsmittel zweck Behinderungsausgleich fällt?
Ein Hebelift der im Haus eingebaut wird, nach Aussage von einem Gutachter, fällt wohl unter Anpassung von Wohnraum? Oder kapier ichs nicht? :oops:
Liebe Grüße Elke

Kaja
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Beitragvon Kaja » 14.09.2007, 22:33

Hallo Elke,

es gibt im Hilfsmittelverzeichnis entweder wandmontierte Hebelifter (22.40.02.xxx) oder freistehende Deckenlifter (22.40.03.xxx).

http://db1.rehadat.de/gkv2/Gkv.KHS

Wenn ihr euren Hebelifter dort wiederfindet, dann ist das ganz eindeutig ein Hilfsmittel. Wenn nicht, vielleicht findet ihr dann dort ein Gerät, dass für euch passt und durch die KK übernommen wird. Lass dich da mal durch die Firma beraten.

Viele Grüße

Kaja

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Beitragvon Sigi60 » 15.09.2007, 20:20

Hallo Elke,

hier hab ich unseren Lifter beschrieben: http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopic ... ght=lifter

Diesen Lifter kann man auch in einem Bad benutzen, wo die Wanne nicht unterfahrbar ist. Durch eine spezielle Vorrichtung kann dieser Lifter mit einigen Handgriffen umgeschaltet über eine Wanne geschwenkt werden. Lasst Euch doch mal dieses Gerät vorführen. Dieser Lifter ist für Standardbadewannen geeignet. Die Kosten wurden komplett von unserer Krankenkasse übernommen.

Gruss Sigi
Mario (05/91) Muskeldystrophie Duchenne, Diana (01/90) ADS, Nicole + Nadine (08/95) ADS, KISS, Frühgeborene (29.SSW)

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Deckenliftsystem

Beitragvon Biehlchen » 15.09.2007, 20:54

Hallo, ElkeundMax!
Wir haben vor ca. 4 Jahren ein komplettes Deckenliftsystem von der Firma Guldmann über die KK bekommen, die gesamten Kosten von mehr als 10000 Euro wurden übernommen. Das System geht vom Bad über den Flur ins Kinderzimmer. In jedem Zimmer ist es aber auch noch frei an der Decke fahrbar. Es ist schlichtweg genial. Steffi ist inzwischen 19 Jahre, wiegt 45 kg und ich kann auf den Deckenlifter nicht mehr verzichten.
Solltest du Interesse haben, schicke ich dir gern Bilder und nähere Informationen, wie ich das mit der Kasse gemanagt habe.
Libe Grüße!
Astrid
Astrid mit Steffi geb. 01.04.88, Microcephalus, Epilepsie, Skoliose, Hüftdysplasie, Asthma bronchiale, Button Sonde.

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Beitragvon elkeundmax » 16.09.2007, 08:37

Hallo Astrid,

das wär toll wenn du mir erzählen könntest... Hab im Hilfsmittelkatalog auch ein Produkt dieser Firma gefunden und bisl auf deren Internetseite gelesen. Steht auch ein Bericht drin über den Einbau in ein Einfamilienhaus...

Liebe Grüße an Steffi und danke im vorraus,

Elke


Hallo Sigi,
auch dir danke für deinen Tip...
MFG Elke
Maxi, 13 J., mitochondriale Myopathie, Rollifahrer, "Optimismus ist die Kunst, hinter den Wolken den blauen Himmel zu sehen."


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