Welche finanziellen Hilfen beim Kauf eines Pkw gibt es denn?

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Gast

Welche finanziellen Hilfen beim Kauf eines Pkw gibt es denn?

Beitragvon Gast » 18.06.2004, 18:25

Hallo,
ich bin neu bei Euch und habe auch gleich eine Frage:
Wo und wie bekommt man Hilfen zur Anschaffung eines größeren Pkws?
Erstmal etwas zu meiner Person: Ich bin 33 Jahre alt und verheiratet, habe zwei Kinder und lebe in Hessen. Mein großer Sohn ist 12 Jahre alt und "normal", mein kleiner Sohn ist 4 Jahre alt und Entwicklungsverzögert ohne Diagnose mit Epileptischen Anfällen. Er hat einen Behinderten Ausweis mit 100% und die Merkzeichen H, aG. Da er immernoch nicht alleine richtig sitzen kann und auch nicht laufen, werden wir wohl in naher Zukunft einen Rollstuhl für ihn benötigen. Jetzt ist unser Auto aber schon sehr alt und klein (Peugeot 205). Also kommen wir nicht drum herum uns ein neues Auto zu besorgen, in das ein Rollstuhl, Gepäck und 4 Personen rein passt. Unsere finanziellen Mittel sind leider nicht sehr groß, da ich leider im Moment arbeitslos bin und nur mein Mann Geld verdient. Deshalb wollte ich fragen, ob einer von Euch weiß, welche finanzielle Unterstützung es gibt. Bei manchen Autohändlern gibt es ja immerhin schon mal ca. 15% Rabatt, aber was gibt es noch???
Wäre echt super, wenn einer von euch mehr weiß.
Biene

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Beitragvon shone » 18.06.2004, 20:57

Hallo Biene,
herzlich willkommen von mir, mein Name ist Inci (35J) und mein Sohn Dennis (5.5 J) hat einen komplexen Herzfehler und atypischen Autismus.
Einen Tip wegen dem KFZ habe ich leider nicht für Dich....
Übrbigens: ich wohne fast um die Ecke ......in Offenbach
LG Inci
(http://www.inci-auth.de - Mama von Dennis, geboren 28.01.1999;
komplexer Herzfehler (Shone-Komplex) mit Lungenhochdruck, Autismus mit Zwangsstörung, Thorakal-lumbal-Skoliose, Epilepsie mit fokalen Anfällen; unser "kleiner" Sonnenschein)

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Beitragvon Thomas » 18.06.2004, 21:39

Hallo Biene (das kann ja Lustig werden, wir haben schon einen User 'Bine'),

willkommen bei REHAkids!


Bei VW gibt es 15% Nachlass beim Kauf eines neuen Autos. Voraussetzung für die Inanspruchnahme des Nachlasses ist das Vorhandensein eines Behindertenausweises mit einem Behinderungsgrad ab 50% und einem Merkzeichen "G" (gehbehindert), "aG" (aussergewöhnlich gehbehindert), "H" (hilflos) oder "Blind".

Bei Ford gibt es 20% Nachlass. Auch hier gilt als Voraussetzung für diese Bezuschussung die Vorlage eines gültigen Behindertenausweises mit einem Behinderungsgrad von mindestens 50 Prozent und dem Eintrag eines der Merkkennzeichen "G", "aG", "B" oder "H".

Bei Opel gibt es 15% Nachlass für Behinderte. Details beim Opel-Händler.

Fiat/Alfa Romeo/Lancia bieten einen Zuschuss von 1.200 Euro, in Verbindung mit dem Bund behinderter Auto-Besitzer e.V. (BbAB)

Renault bietet 15% Nachlass. Basis ist ein Rahmenabkommen mit dem Bund behinderter Auto-Besitzer e.V. vorausgesetzt wird eine Mitgliedschaft im BbAB.

Neben den Preisnachlässen gibt es auch steuerliche Vergünstigungen für Behinderte.


Den Bund behinderter Auto-Besitzer e.V. findest du im Internet unter: http://www.bbab.de

Auch beim ADAC gibt es einige Infos: ADAC-Spezial-Service für körperbehinderte Mitglieder



Schönen Gruß
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Beitragvon benni » 18.06.2004, 23:05

Hallo ,
wir haben schon zweimal KFZ-Hilfe beantragt und letztes Jahr nach einem hartnäckigem Kampf auch durch bekommen. Wir haben einen Citroen Berlingo ,der die ersten drei Jahre ein Leasing-Auto war. Nach Abschluß des Leasing-Vertrages und Anschaffung des Autos hatten wir die KFZ-Hilfe erstmalig beantragt, wurde aber abgelehnt, da es schon vor Anschaffen des Autos beantragt werden muss. Letztes Jahr lief der Vertrag aus , aber kurze Zeit vorher haben wir es wieder probiert und mit zähem Kampf auch Erfolg gehabt. Hier in Bayern läuft sowas über den Bezirk Oberbayern (Sozialhilfe für Behinderte) und die haben den noch offenen Restwert komplett übernommen. Ich denke das ist in jedem Bundesland möglich, wenn man ein behindertes Kind hat. In einem anderen Forum schrieb jemand , dass es nur bei behinderten berufstätigen Erwachsenen möglich wäre, stimmt aber nicht. Probiere es unbedingt zu bekommen, auch wenn es nicht einfach wird. Einzige Bedingung war , das Auto muss 5 Jahre gefahren und auf das Kind zugelassen werden. Aber dadurch haben wir eine Menge Geld gespart.
Gruß Anja

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Beitragvon Timo » 04.07.2004, 16:33

Also ich finde das von den Autoherstellern ziemlich mau, denn die Absätze der Autoindustrie sind nicht so toll das liest man ja jeden Tag.Wenn man zum Autohändler geht gibt es sowieso% die liegen ja schon an die 10 % dann bleiben also nur noch 5% Vergünstigung. Da bleibt einem ja nur der Weg ins EU Ausland um dort ein Kfz günstig neu zu erwerben den dort sind die Autos erheblich günstiger.Das Restrisiko liegt dann bei der Garantie.

Ps.:dieses ist meine Meinung (wer weiss es besser?) Tipps für einen günstigen Autokauf nehme gerne entgegen. Ich suche einen T4 ab '97 multivan.

Thomas

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Beitragvon Beate » 04.07.2004, 20:05

Hallo Thomas,

ich würde mit dem Autohändler verhandeln wie üblich. Wenn ihr euch dann auf einen Preis geeinigt habt, lässt du die `Katze aus dem Sack´ und sagst, dass du zusätzlich noch die % für die Behinderung deines Kindes möchtest :wink: .

Gelten die % eigentlich auch beim Kauf eines Gebrauchtwagens?
So wie Thomas oben schreibt, ist die Vergünstigung bei VW auf Neuwagen beschränkt. Wie machen das die Anderen?

Liebe Grüße

Beate
Sarah *02.96 Lissenzephalie Typ I (läuft leider nicht mehr - spricht ca. 40 Worte - schwere Wahrnehmungsstörungen - globale Entwicklungsstörungen - resistente Epilepsie(inzw. fast anfallsfrei - Ataxien)
Sie ist glücklich und hat viel Spaß!

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Beitragvon Thomas » 04.07.2004, 21:09

Die Vergünstigungen gibt es bei allen Marken nur auf Neuwagen.
Die eigentliche Zielgruppe sind wohl auch nicht wir Eltern behinderter Kinder sondern körperbehinderte Erwachsene. Und für die gibt es häufig noch weiter Vergünstigungen z.B. bei behindertengerechten Umbauten der Autos.

Schönen Gruß
Thomas

PS: Die Zeiten, in denen man problemlos 10% oder mehr Rabatt beim Händler herausholen konnte, scheinen vorbei zu sein... zumindest bei VW.
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Beitragvon zwillis » 04.07.2004, 21:57

Hallo zusammen,
wir haben uns im letzten Jahr ein größeres Auto gekauft (letzendlich finanziert durch KFZ-Hilfe, hart vor Gericht erkämpft und dem Verkauf meines Autos).
Ich bin zum Autohändler gefahren, habe unsere "Geschichte" erzählt, warum wir gerade dieses Auto supergünstig brauchen ;). Wir haben dann einen Vorführwagen Mazda MPV 10.000 km NP 31.000 Euro, der nur von einem Mitarbeiter gefahren wurde, für 19.000 Euro bekommen inkl. Navigationssystem und Winterreifen als Geschenk obendrauf.
Ich denke also, eine Verhandlung mit dem Autohaus lohnt in jedem Fall.
Viel Erfolg!!!
lg Kathrin

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Beitragvon Chrissie » 05.07.2004, 22:23

Hallo,

wir holen nächste Woche unser neues Auto (Mercedes Viano) in der Umbaufirma ab, wo es im Moment umgebaut wird. Mercedes gibt für den behindertengerechten Umbau 1.500,-- € dazu, allerdings ist das Auto selbst nicht ganz billig. Für eine 5-köpfige Familie, wie wir, kam vom Platzangebot kein anderes in Frage.

Liebe Grüße
Ulli
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Beitragvon Timo » 05.07.2004, 23:41

Hallo Kathtrin
Naja 19000€ sind aber auch nicht jedermanns Sache wenn Wir von Antalya zurück sind haben wir auch 16000€ innerhalb von einem Jahr d.h. 2 mal Ukraine und einmal Türkei ausgegeben zum Glück haben wir Unterstützung bekommen sonst wäre das gar nicht möglich.Wie soll dann noch ein Autokauf zustande kommen?

Gruss Thomas


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