Tagesförderstätten

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

Moderator: Moderatorengruppe

Benutzeravatar
Inge
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 4063
Registriert: 19.04.2005, 19:45
Wohnort: Aschaffenburg (Landkreis)
Kontaktdaten:

Tagesförderstätten

Beitragvon Inge » 19.04.2005, 20:40

Hallo zusammen,
ich habe keine Ahnung, ob ich mit diesem Thema hier richtig bin, oder ob wir aus dem "kids"-Alter schon rausgewachsen sind? :wink:
Ich habe eine Frage zum Thema Tagesförderstätten:
heute war ich bei einer Sozialausschusssitzung beim Bezirk Unterfranken. Es ging bei einem der Tagesordnungspunkte um die Tagesförderstätte unserer Tochter. Dort gibt es 2 Gruppen (die für jeweils 6 Betreute konzipiert wurden) mit jeweils 8 behinderten Menschen. In der einen Gruppe ist auch schon der "Notplatz" besetzt (=9 Betreute).
Die Verwaltung des Bezirks plant(e) im Zuge eines Erweiterungsantrages für die Tafös allen Ernstes, in diesen Gruppen künftig 10 – 12 Personen betreuen zu wollen. Standard (in Bayern oder Deutschland?) sind 6 Plätze pro Gruppe!
Wie viele behinderte Menschen pro Gruppe werden bei Euch in Tagesförderstätten betreut, und weiß jemand, wie hoch dort der Personalschlüssel für die Betreuung ist?
Die Entscheidung darüber wurde erst einmal bis Juli vertagt. Bis dahin soll noch mal geprüft werden, was den Menschen dort zugemutet werden kann und was der Bezirk zu leisten bereit ist.
Vielen Dank für alle Antworten und viele Grüße von
Inge und Annika (*83 / Rett-Syndrom)
http://www.rett.de

Werbung
 
Benutzeravatar
karinrossi
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 431
Registriert: 25.02.2005, 20:02
Wohnort: Schwaig

Beitragvon karinrossi » 19.04.2005, 21:08

Hallo Inge,
ich wohne in Schwaig(Nürnberg) unf Rene geht ins Wichernhaus Altdorf in die Schule und dann in die Tagi. In seiner Gruppe sind 10 Kinder und 3 Betreuer. Der Schlüssel herrscht in allen 9 Gruppen. Die Gruppen sind ganz gut gemischt mit Läufern und Rollifahrern und höchstens 1 schwerstbehindertes Kind. Und die Betreuund funktioniert eigentlich prima. Wenn jemand von den Betreuern krank ist, gibt es eine Springerin aus einer Gruppe in der höchstens 2 Rolli-Kinder sind (zufällig Renés Gruppe) und ich muß sagen auch bei 2 Betreuern klappt es ganz gut.
Während in der Schulklasse nur 7 Kinder sind, aber da ist oft die Lehrerin allein. Und das ist mitunter ganz schön stressig.

Aber für Tagesstätten gilt wohl wirklich der Schlüssel 10 zu 3.

Gruß Karin

Benutzeravatar
Inge
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 4063
Registriert: 19.04.2005, 19:45
Wohnort: Aschaffenburg (Landkreis)
Kontaktdaten:

Beitragvon Inge » 20.04.2005, 19:03

Hallo Karin,
hallo zusammen,
vielleich sollte ich erstmal erklären, was die Tagesförderstätte überhaupt ist, denn sie hat mit der Schule nichts mehr zu tun.
In der Tagesförderstätte werden erwachsene Menschen mit Behinderung betreut, die "keine restverwertbare Arbeitsleistung erbringen können" (das heißt wirklich so! :roll: - es handelt sich dabei meist um Menschen mit schwersten Behinderungen, die für alle Verrichtungen Hilfe benötigen.
Ich weiß nicht, ob der Ausdruck Tagesförderstätte bundesweit gilt, oder ob es in anderen Bundesländern anders heißt...
Viele Grüße
Inge

Helmut
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1353
Registriert: 30.04.2004, 22:55
Wohnort: Borken / NRW

Beitragvon Helmut » 20.04.2005, 20:04

Hallo Inge,

ich würde sagen, das es dabei zuerst auf die Art und schwere der Behinderung,.. viewiele Rollstuhlfahrer,.. die größe der Räume, und das Personal ankommt. In entsprechend großen Räumen, kann ich mir gut vorstellen, das es mit entsprechend Personal funktioniert. Wenn die Räume, weil es z.B. zu viele schwerstbehinderte gibt, nicht geeigent sind, sollte die Elternversammelung sich für einen entsprechenden Umbau, und mehr Personal einsetzen. "Helfen" tut dabei vielleicht, wenn die Elternvertreter sich an den Aauschuß wenden, und ihre Sicht der Situation in den Räumen schildern. Mit etwas Glück wird die Erhöhung der Gruppenstärke dann abgelehnt, oder nur auf echte Notfälle = Solche die tatsächlich in keine andere Einrichtung (bleiben) können, begrenzt.

Bei Sonja in der Gruppe sind, wenn ich mich nicht vertu 9 "Arbeiter", davon 4 in Rollis, 2 PflegerIN, 1 Praktikantin, und 1 Zivi.

:-) Helmut
Vater von Sonja, 22.J. alt, nach einer schweren Erkrankung im Alter von 2 Wochen aber auf dem Stand von 9 - 15 Monaten. ICP, HC, Epi. gehörlos, kaum Verständigung. Schwerstmehrfachbehindert.


Zurück zu „Kindergarten und Schule“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste