Pflegebegutachtung

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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kathrintroeh
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Pflegebegutachtung

Beitragvon kathrintroeh » 17.04.2005, 16:00

hallo,

wie zu erwarten wurden beide widersprüche vom mdk nach aktenlage entschieden und wieder abgelehnt, bei sammy kommen sie im juli wieder, wenn er 2 ist. die beiden gutachten haben sich bei dem 2. gutachten abgewdchselt, aber meine angaben überhaupt nicht berücksichtigt. ich habe so das gefühl, daß man dem mdk mitteilen kann was man will, denen es aber nicht interressiert und die kk glaubt nur dem mdk, aber das kann es doch nicht sein, ich habe alles wahrheitsgemäß angegeben und die streichen etwas weil es angeblich nicht nachvollziehbar ist, aber warum fragen die dann bei der begutachtung nicht.

gibt es irgend eine handhabe, womit man sich bei der pflegekasse durchsetzen kann, damit einem mal geglaubt wird.

gruß kathrin
kathrin 07/ 1975 mit ehemann sven 07/ 1973 und den süßen kindern stella 12/ 2001 und gesund sowie sammy 07/2003 Dysmeliesyndrom (beide Daumen fehlen und der linke Arm ist etwas verkürzt) sowie konstantin maurice 25.09.2008

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Reiner
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Beitragvon Reiner » 17.04.2005, 16:06

Hallo Kathrin,

Kennst Du die Seite vom: Fachberater für Pflege ? www.fachberaterfuerpflege.de

Evtl. hat Siggi noch eine Idee, was Du machen kannst.

Gruß

Reiner

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RA Philip Koch
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Beitragvon RA Philip Koch » 20.04.2005, 09:09

Hallo Kathrin,

wenn auch die Widersprüche abgelehnt wurden, bleibt Dir nun nur der Weg zum Sozialgericht. Den mußt Du innerhalb eines Monats beschreiten, nachdem Du den Bescheid von der Krankenkasse bekommen hast. Anderenfalls "verschenkst" Du Leistungen der Pflegekasse, da dann die Ablehnung bestandskräftig wird und damit als rechtmäßig behandelt wird (unabhängig davon, ob sie es tatsächlich ist).

Viele Grüße

Philip
Rechtsanwaltskanzlei Philip Koch

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Beitragvon kathrintroeh » 20.04.2005, 11:58

hallo philip,

es kann doch aber nicht gerecht und sinn des pflegegesetzes sein, daß man nur dem mdk glaubt?

gruß kathrin
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Beitragvon RA Philip Koch » 20.04.2005, 12:05

Hallo Kathrin,

nein, das ist sicherlich nicht Sinn und Zweck des SGB XI. Allerdings muß sich die Pflegekasse des MDK bedienen. Dem MDK kommt dabei grundsätzlich die Stellung eines Sachverständigen zu, d.h. die Pflegekasse kann nur schwer von der Bewertung des MDK abweichen. Der Betroffene hat die ihm vom Rechtsstaat zur verfügung gestellten Möglichkeiten (Widerspruch, Klage, einstweilige Anordnung), um seine Rechte zu verteidigen und durchzusetzen.

Das ist im ersten Moment für den Betroffenen zwar umständlich und mit Arbeit und Kosten verbunden, stellt aber eine Waffengleichheit zwischen Pflegekasse und Versichertem her, die anderenfalls nicht bestünde, sondern in der Tat der Willkür Tür und Tor öffnen würde.

Also schöpfe einfach die Dir zu Gebote stehenden Rechtsschutzmöglichkeiten aus.

Viele Grüße

Philip
Rechtsanwaltskanzlei Philip Koch

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Beitragvon kathrintroeh » 20.04.2005, 12:15

hallo philip,

vielen dank. ist es denn ratsam bei der klage vor dem sozialgericht einen rechtsanwalt zu nehmen?

gruß kathrin
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Beitragvon RA Philip Koch » 20.04.2005, 12:47

Halo Kathrin,

vor dem Sozialgericht herrscht kein Anwaltszwang, also mußt Du keinen Rechtsanwalt beauftragen.

Aus meiner Sicht macht es aber aus mehreren Gründen Sinn, im Klageverfahren anwaltlich vertreten zu sein:

1. besteht dann, was die rechtliche Beurteilung des Falls angeht, Waffengleichheit mit der Pflegekasse, die sich ja durch eigene juristische Mitarbeiter vertreten läßt;
2. erleichtert es dem Gericht zu erkennen, was man will und warum;
3. schafft es eine emotionale Distanz, weil man nicht bei jedem Schreiben des Gerichts sich wieder mit der Sache konfrontiert sieht; dadurch gewinnt das ganze Verfahren dann auch an Objektivität.

Wenn Du Dich entschließt, einen Anwalt zu beauftragen, dann suche Dir jemanden, der sich schwerpuntmäßig im Sozialrecht betätigt. Hinweise gibt Dir z.B. die zuständige Rechtsanwaltskammer.

Viele Grüße

Philip
Rechtsanwaltskanzlei Philip Koch

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Beitragvon kathrintroeh » 20.04.2005, 13:27

hallo philip,

vielen dank. ich werde dies jetzt mal in angriff nehmen. wenn ich was neues habe, dann melde ich mich, aber dies kann wohl etwas dauern, da ich nicht weiß wie lange die gerichte benötigen.

gruß kathrin
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Beitragvon RA Philip Koch » 20.04.2005, 13:54

Hallo Kathrin,

wenn Du die Erfüllung der Zeitvorgaben für die Pflegestufe belegen kannst (z.B. mittels Pflegetagebuch) dann solltest Du darüber nachdenken, zusätzlich zur Klage einen Antrag auf Erlaß einer einstweiligne Anordnung zu stellen. Das geht erheblich schneller und Ihr erhaltet dann - im Erfolgsfall - bereits jetzt die Lesitungen. Die Klage ist aber trotzdem erforderlich.

Viele Grüße

Philip
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Beitragvon kathrintroeh » 20.04.2005, 14:01

hallo philip,

wo wird denn dieser antrag gestellt und mache ich dies formlos?

gruß kathrin
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