Integration in einer Grundschule NRW

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

Moderator: Moderatorengruppe

gabin

Integration in einer Grundschule NRW

Beitragvon gabin » 16.04.2005, 10:42

Hallo,

meine Tochter ist 6 Jahre alt und soll nächstest Jahr
eingeschult werden. Ich habe einen Antrag auf Festellung
auf sonderpädagogischen Förderbedarf gestellt und
möchte Sie als integratives Kind in einer Grundschule
anmelden. Ader was mache ich, wenn das Schulamt
dieses ablehnt und Sie für eine Sonderschule geeigneter hält.

Oder soll ich lieber auf sonderpädagogische Förderung
verzichten (ist noch möglich) und Sie ganz normal
in einer Grundschule anmelden.

Ich schätze das meine Tochter vielleicht eine normale
Grundschule schaffen könnte, aber Sie wäre besser
in einer Integrativen Klasse aufgehoben.

Ich möchte auf keinen Fall, das Sie in einer Sonderschule geht,
bevor ich es nicht versucht habe, ob Sie es vielleicht an
einer ganz "normalen" Grundschule schaffen könnte.

Über antworten würde ich mich sehr freuen

Gruß Gabi

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KimAngelina

Beitragvon KimAngelina » 19.04.2005, 22:32

Hallo Gabi!
Meine Kleine ist zwar erst viereinhalb, aber wir haben jetzt schon angefangen, uns um die Einschulung für nächstes Jahr zu kümmern. Zuerst haben wir uns um die passende Schule für Kim gekümmert und jetzt fange die Telefonate und Anträge an, um sie auch nächstes Jahr einschulen zu können. Kim ist gehbehindert und Treppen stellen eine Barriere für sie da, deshalb haben wir eine Schule in unserer Nähe gesucht, die kaum Treppen hat. Diese haben wir gefunden! Klassenräume und Toiletten parterre. Schule wäre einverstanden, wenn das Schulamt zustimmt und bei Veranstaltungen, wie Ausflügen eine Hilfe bereitstellt.
Mal hören, was das Schulamt sagt,
ich gebe bestimmt nicht so schnell bei und ein Nein war für mich noch nie endgültig,

Liebe Grüße,
Christine

SofieG
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Beitragvon SofieG » 20.04.2005, 00:48

Hallo,
ab komenden Schuljahr gibt es doch praktisch überall in NRW die flexible Eingangsstufe. Die Schulkindergärten werden abgeschafft, alle Kinder mit z.B. Entwicklungsrückständen oder Lernbehinderungen werden erstmal in die Regelschule kommen. Nach unseren (und nicht nur unseren) negativen Erfahrungen mit Schulleitungen und -behörden (z.B. Integration erst zusagen, dann unmittelbar vor oder in den Sommerferien absagen) kann ich euch nur empfehlen, euer Kind - wenn ihr es denn für einigermaßen fit haltet und ihr voll und ganz hinter der Integration steht - ohne Feststellung des Sonderförderbedarfs ganz "normal" einzuschulen. Geht alles gut, werdet ihr keine Probleme haben, ansonsten wird die Schule reagieren. Mit dem neuen Modell soll ja die individuelle Förderung im Vordergrund stehen sowie die Förderung besseren Sozialverhaltens - hoffentlich nicht wieder nur auf dem Papier!
Ihr kennt euer Kind am besten und könnt die Situation am besten einschätzen. Viel Glück bei der Entscheidung!
MfG
Sofie

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ninalehmann
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Beitragvon ninalehmann » 21.04.2005, 10:50

Hat man die Möglichkeit sein Kind erst mit 7 einzuschulen? Ich würde Sina gerne noch ein Jahr Zeit geben. Sie ist jetzt zwar erst 3, aber ich wüßte gerne jetzt schon, ob das geht. Dementsprechend würde ich dann mein Studium planen.
Nina (*12/1977) mit Sina (*03/2002) Mitochondriopathie(Complex 1 und 2), Entwicklungsverzögerung; *Therapie: Ergo, Logo, Q10, Vit. C, Vit. B
*wir haben jetzt auch Fotos online: siehe Profil->Galerie
oder: http://www.REHAkids.de/phpBB2/album_per ... er_id=1325

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Berit
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Beitragvon Berit » 21.04.2005, 22:21

Hallo Nina,
mein sohn Leon wird dieses jahr eingeschult und eigentlich wollten wir noch ein jahr warten,weil er im kiga so gut aufgehoben ist und ihm große veränderungen schwer zu schaffen machen.außerdem dachten wir,daß er noch nicht so weit ist.man hat uns aber gesagt,daß eine zurückstellung für kinder mit behinderungen nur sehr,sehr schwer ist und viel streß und kampf bedeutet.diese kinder müßen so früh wie möglich gefördert werden und deshalb geht Leon demnächst auf eine koop-schule für geistig behinderte kinder.mein gefühl sagt mir zwar,daß er auch da überfordert ist und mit sicherheit auch schwierigkeiten bei der langen trennung von mir hat,aber alle gutachter und erzieher sind der meinung,daß er das schon packen wird.
aber es ist alles in die wege geleitet und wir packen´s an.

viele liebe grüße, Berit
Berit mit Leon, 25.+2SSW( * 30.04.99 ) wahrnehnungs- und verhaltensgestört, entwicklungsverzögert, Hirnblutung 2. und 3. Grades,geistige Behinderung,authistische Züge,ohne Diagnose

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Beitragvon Berit » 21.04.2005, 22:25

Hallo Nina,
mein sohn Leon wird dieses jahr eingeschult und eigentlich wollten wir noch ein jahr warten,weil er im kiga so gut aufgehoben ist und ihm große veränderungen schwer zu schaffen machen.außerdem dachten wir,daß er noch nicht so weit ist.man hat uns aber gesagt,daß eine zurückstellung für kinder mit behinderungen nur sehr,sehr schwer ist und viel streß und kampf bedeutet.diese kinder müßen so früh wie möglich gefördert werden und deshalb geht Leon demnächst auf eine koop-schule für geistig behinderte kinder.mein gefühl sagt mir zwar,daß er auch da überfordert ist und mit sicherheit auch schwierigkeiten bei der langen trennung von mir hat,aber alle gutachter und erzieher sind der meinung,daß er das schon packen wird.
aber es ist alles in die wege geleitet und wir packen´s an.

viele liebe grüße, Berit
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Beitragvon Berit » 21.04.2005, 22:32

Hallo nochmal,
ich hab gerade gemerkt,daß ich den gleichen beitrag zweimal abgeschickt habe. :oops: sorry,bin wohl etwas neben der spur.

liebe grüße, Berit
Berit mit Leon, 25.+2SSW( * 30.04.99 ) wahrnehnungs- und verhaltensgestört, entwicklungsverzögert, Hirnblutung 2. und 3. Grades,geistige Behinderung,authistische Züge,ohne Diagnose

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Beitragvon Kate » 21.04.2005, 23:15

Hallo Nina,

Auch hab von anfang an Regelschulen besucht. Ich bin Körperbehindert. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass alle Behörden Gutachter und Pädagogen mich auf einer Sonderschule haben wollten. Meine Eltern hatten aber im Gefühl, dass das nicht das richtige für mich ist und wir haben sehr darum gekämpft. Mit Erfolg! Ich kam in eine Regelschule und eine Integrationslehrerin kam dreimal wöchentlich in meine Klasse.( Heute besuch ein Gymnasium mit nem Schnitt von 1,4 sei mal so erwähnt)
Aber Anfangs hatte ich gerade beim Schreibenlernen große Schwierigkeiten, aber auch beim Basteln und Turnen, deshalb halte ich Integration für sehr wichtig. Eine Integrationsleherin kann auch helfen, wenn deine Kleine anfangs Kontaktschwierigkeiten oder ähnliches hat. Bei Wandertagen und Ausflügen kann sie auch eine gute Hilfe sein.
Ich würde dir sehr raten, nach deinem Gefühl zu handeln. Wenn du den Eindruck hast, dass sie es schaffen kann, gib ihr die Chance und setz deine Vorstellung der integativen Grundschule durch. Sollte es nicht gelingen, kann sie immer noch wechseln. Es ist in jedem Falle ein Versuch wert.
liebe Grüße und in jedem Falle alles Gute
Kathrin :D
29 J. Studentin, ICP-spastische Tetraparese, angeborener Herzfehler, Wirbelsäulendeformitäten, Hüftdysplasie, Nervenschädigungen Z.n. OP mit chronisch neuropathischem Schmerzsyndrom, Rollinutzerin
"Ich bin nicht so oder so, sondern so und so und so." (Peter T. Schultz) "Liebt einander oder geht zu Grunde." (W.H. Auden)

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Beitragvon Kate » 21.04.2005, 23:18

liebe Gabi
Bitte entschuldige mein vorrangehendes Schreiben war natürlich an dich gerrichtet, nicht an eine Nina. Tut mir leid :oops: ( Ist wohl schon etwas spät)
liebe Güße nochmals
Kathrin
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marianne
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Beitragvon marianne » 22.04.2005, 00:10

Hallo Sofie, das würde mich auch interessieren, wie sehr die flexible Eingangsstufe etwas bringen wird in NRW. Denn zur individuellen Förderung sind mehr Sonderpädagogen an Grundschulen und mehr individuelle Förderung nötig, mehr Geld im Schulsystem. Wie in anderen Ländern, wo eine viel geringere Anzahl von Kindern in Sonderschulen lernen.

Bei uns hier in Bayern ist es knallhart. Unser Sohn wird in einem Jahr 6 Jahre alt und damit schulpflichtig. Derzeit ist er wegen seiner Entwicklungsverzögerungen unterhalb des Lernbehindertenniveaus laut Therapeutinnenaussage. Er ist aber nicht geistig behindert. Da aber hier in Bayern anscheinend auch immer weniger Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf zurückgestellt werden, haben wir in einem Jahr wirklich ein Problem, nämlich das, dass er weder in der Lernbehinderten- noch in der Geistigbehindertenschule richtig aufgehoben ist. Und dann? Wir rotieren deshalb schon ziemlich. Und interessieren uns durchaus für die größeren Chancen in anderen Bundesländern, wenn es wirklich welche sind und nicht nur schöne Dinge auf dem Papier. Lieber Gruß Marianne


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