Logopädin (Alexandra)

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Melanie1976
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Beitrag von Melanie1976 »

Hallo Alexandra,
erstmal vorneweg ein herzliches Danke schön, das Du hier allen so schnell antworten kannst.

Also mein Sohn war 10 Stunden in Ergotherapie. Die Ergotherapeutin meinte dann nach 2 Stunden, sie hätte viel schlimmere Fälle und mit dem Jungen sei alles in Ordnung. Grob-und Feinmotorik können zu Hause etwas geübt werden und die Konzentration sollten wir Zuhause mit Nikitin Material üben. Die 10 Stunden machte sie voll und meinte abschließend der Junge braucht Sicherheit dann wächst sich das aus.

Unserer Meinung nach braucht der Junge aber Hilfe, er spricht oft so schlecht, das selbst wir ihn nicht verstehen können. Deshalb gingen wir nach anraten des Kinderarztes zur Kinderpsychologin. Nach zahlreichen Test und einer Familiensitzung ist sie zum dem Ergebniss gekommendas er Defizite mit der Eigenwahrnehmung hat ( er fühlt nicht ob es ihm kalt oder warm ist, er hat Probleme mit dem Toilettengang )
Außerdem fehlt ihm die räumliche Wahrnehmung. Er kann auch ein einzelnes gesicht nicht unter vielen erkennen. Beim Testen des Wortschatzes war er im unteren normal Bereich. Das er die Artikel nicht richtig einsetzt bemerkte sie auch. Ansonsten kann er sich im einzel Test ( er mit einer Person ) recht gut konzentrieren, in der Kleingruppe fällt ihm das schwer. Außerdem stellte sie fest, das er sich nur Dinge merkt, die in direkter Verbindung mit ihm stehen und die ihm wichtig sind.
Die Kinderpsychologin will jetzt vom Kinderarzt wissen ob eine weitere Behandlung nötig sei.
Der Kinderarzt meinte er empfielt Heilpädagogik weil der Junge bei der Logopädie nicht mit machen würde. Er hat ein vermindertes Selbstwertgefühl.

Dem nach ist er im Moment nicht in Therapie weil wir nicht wissen, was das Beste für ihn wäre.

Ich glaube aber schon, das er bei der Logopädie mit machen würde und das diese auch sein Selbstwertgefühl steigern würde, weil er dann merkt, das er Fortschritte macht.

Wir haben ein 3/4 Jahr gebraucht bis er die Fraben sich merken konnte. Das Wort Zahnpasta haben wir glaube ich 2 Monate jeden Morgen um jeden Abend immer wieder benannt, angeschaut, betastet Lieder und Rätsel dazu erfunden ect. Er hat sonst immer Zahnbürsta gesagt. Ebenso war es bei dem Wort Waschlappen - das war bei ihm der Waschlampe und das Eigelb - war der gelbe Ei, der Stuhlkreis war bei ihm der Kreisstuhl.
Die Farbe braun kann er sich nur merken weil er an seine Haare und an Schokolade denkt - beide sind nämlich auch braun. In der zwischen Zeit merkt er sich die Worte schon nach einigen Wochen, und wir müssen keine Monaten damit verbringen.

Wir würden ihm so gerne helfen, werden aber ständig nur von einem zum anderen geschickt. Mein Mann sagt schon, das wir in jetzt einfach in Ruhe lassen sollen und nichts mit dem Jungen mehr machen.
Ich weiß aber das er dringend Hilfe braucht er ist jetzt 5 und nächstes Kindergartenjahr ein Schulanfänger. Er könnte noch ein Jahr zurückgestellt werden aber 2 Jahre sind auch recht knapp - je nachdem was er für eine Therapie benötigt.

Kann man sich eigentlich auch so bei einer Logopädin vorstellen? Da kommt man nur mit Rezept hin, oder?

Viele Grüße
Melanie

mollie
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Beitrag von mollie »

hallo Melanie,

also Ihr wart noch nicht bei einer logopädin, verstehe ich das richtig?

kennt denn der kinderarzt Euren sohn so gut, dass er weiß, dass er nicht bei der logopädie mitmachen würde?

ich finde, das klingt alles sehr nach logopädie-bedürftig!

dass die ergotherapie so schnell geendet hat, wundert mich auch ein bisschen.
ich hatte früher eine praxis für logopädie & ergotherapie, und unsere ergos haben alleine für die genaue diagnostik ca. 7 einheiten benötigt plus elterngespräch.

und wenn laut kinderpsychologin so einige defizite vorliegen, dann müsste ja jetzt schnell die therapie losgehen, ergo oder logo oder beides.

leider kann man sich nicht mal so eben bei einer logopädin vorstellen. dazu braucht Ihr eine ärztliche überweisung.
fragt doch nochmal Euren kinderarzt oder Euren HNO-arzt.
und selbst, wenn Euer sohn nicht von anfang an supergut mitmachen würde - man muss kindern auch die chance geben, mit einer therapiesituation warmzuwerden und sich an die logopädin zu gewöhnen. hier kommt es ganz stark auf den kontakt zwischen kind und logopädin an.

viele grüße
Alexandra

Dejan
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Beitrag von Dejan »

Hallo Alexandra!
Also Dejan wurde mit 8 Monaten operiert.Er hatte eingewachsene Zehennägel.Als er damals im Aufwachraum war ist mir als erstes der offene Mund aufgefallen,denn das kannte ich gar nicht von Ihm. Danach hat er gesabbert das war schon nicht mehr normal. Therapieansatz? Davon wissen wir nichts! Das einzige was uns gesagt wurde, das Sie die Mundmotorik verbessert. Das ist Ihr auch gelungen, denn er sabbert schon lange nicht mehr, aber sein Mund ist immer noch offen.Wir haben ein bisschen das Gefühl, das sie nicht wirklich mit Ihm arbeitet wissen das aber natürlich nicht.In den Berichten steht immer was von Musiktherapie und Eislecken, mehr nicht und das die Therapie unbedingt fortgesetzt
werden muß. Mehr kann ich dir leider nicht sagen.

viele grüße

Ulrike
Ulrike mit Dejan (geb.02,kombinierte Entwicklungsstörung,mit Verdacht auf Sotos Syndrom bzw.Weaver Syndrom,beide gen.nicht nachgew.)
Mit seinem Charme wickelt er alle um den Finger

mollie
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Beitrag von mollie »

hallo Ulrike,

ich denke, am besten wäre als erstes, wenn Ihr als erstes nochmal den kontakt zur logopädin sucht und Euch nochmal genau erkundigt, was in den therapien gelaufen ist und was die ziele der therapie sind.

ich kann gar nicht verstehen, dass Ihr als eltern nicht mal ein eigenes gespräch mit der logopädin hattet bzw. nicht immer zum ende der therapieeinheit informiert werdet, was gerade gelaufen ist bzw. dass auch nicht (spielerische) übungen für zuhause besprochen werden.

ich denke, wichtig ist auch, dass eltern nachfragen und sich die inhalte erklären lassen, wenn nichts von seiten der therapeutin kommt.

viele grüße
Alexandra

Dejan
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Beitrag von Dejan »

Hallo Alexsandra!
Vielleicht habe ich mich ünglücklich ausgedrückt,so das der Eindruck entstanden ist,das das an uns vorbei läuft.Selbstverständlich haben wir nach jeder Sitzung mit der Logöpädin gesprochen und selbstverständlich hat sie uns auch darüber informiert, was sie in den Sitzungen mit ihm macht.Wir sind etwas verunsichert gewesen, weil Dejan in letzer Zeit uns nicht mehr "erzählt" hat,mit seinen Gesten die er kann,was er gemacht hat.
Man muß auch in Betracht ziehen,daß wir Eltern Laien sind. Wir wußten z.B nicht das ein Therapieplan erstellt werden muß,das habe ich erst durch dich hier erfahren.Dieser wird jetzt erstellt,weil er eine neue Logopädin zugewiesen bekommen hat, die alte Lögopädin ist nicht mehr in dieser Praxis.
Ich edanke dir für dein Hilfe,es hat uns wieder ein Stück weiter gebracht.

liebe grüße
Ulrike
Ulrike mit Dejan (geb.02,kombinierte Entwicklungsstörung,mit Verdacht auf Sotos Syndrom bzw.Weaver Syndrom,beide gen.nicht nachgew.)
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Heikem
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Beitrag von Heikem »

Hallo

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Daniela_lilly
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Hallo

Beitrag von Daniela_lilly »

bei Lilly (4) wurde Dysgrammatismus was bedeutet das ? und wie lange muss ich damit rechnen bis sie Vollständig ihre sprache entwickelt hat.
Sie leidet an chronischer otitis- Mittelohrentzündung,und Dauerschnupfen was die Ohren beeinträchtigt hat und sie im spracherwerb anderen Gleichaltrigen hinterhingt. Wir sind seid September in logopädischerbehandlung und sie hat schon große fortschritte gemacht.Schaffen wir es bis zur Einschulung 2010,damit sie mit ihrern freunden eingeschult werden kann oder muss sie auf eine Sonderschule?

Danke für deine Antwort

LG Daniela
Lebe jeden Tag als wäre es dein letzter !


Daniela (BJ 80) Adipös, Einnierig ,Heuschnupfen ,Haustaubmilbenallergie,mit Lilly (BJ 11/03) Chronische Otitis,Dauerschnupfen,Infektanfällig , Sprachverzögert

senia
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Wohnort: 37...

Beitrag von senia »

Hallo!

Ich betreue ab Ende April eine, durch einen Unfall, behinderte Frau. Sie hat starke Sprachstörungen- wahrscheinlich eine Aphasie. Ich bin nun auf der suche nach Schreib- und Sprachübungen für sie, die ich mit ihr im Alltag machen kann. z.B. Lückentexte oder auch Bildbenennungen, vielleicht kleine Spiele, bei denen sie das Sprechen wieder lernen kann. Sie unterhält sich mit mir in 1-3 Wortsätzen, was ihr noch sehr schwer fällt. Ich bin zwar erfahren in der Betreuung von behinderten Kindern- ich bin Erzieherin- aber in das Arbeitsfeld mit Erwachsenen muss ich mich erst reinfinden. Dazu kommt, dass diese Frau früher Deutschlehrerin war und sich wirklich schwer tut, da ihre Wut über ihrer Erkrankung momentan wohl noch überwiegt. Ich will zu erst versuchen mit Bildern zu arbeiten, die wir einfach im Haus verteilen und wenn man daran vorbei geht eben dieses Wort sagt. Ein Memory habe ich mir auch schon zusammengestellt. Ich will sie weder unter- noch überfordern und bin deshalb jetzt auf der Suche nach den verschiedensten Möglichkeiten zur Sprachförderung.
Sie weiss ja genau, was sie meint und was sie sagen will, nur es kommt eben nicht raus oder eben falsch. Das schlimme ist, sie weiss wenn es falsch ist und kommt nicht auf das richtige Wort. Ich finde diese Störung sehr komplex und versuche mich eben nun Schritt für Schritt ranzutasten.
Ich weiss, dieses Forum ist für Eltern von behinderten Kindern gedacht, aber ich denke gerade hier kann ich die "Experten" finden- die Leute, die damit Tag für Tag zu tun haben.

vielleicht kannst du mir helfen?

Ich hatte zu erst in dem "smalltalk- thread " geschrieben- ich wusste nicht wohin mit meinem Anliegen.


Liebe Grüsse senia

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