Wie funktioniert das mit dem Fahrdienst zum I-Kindergarten?

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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kerstinm
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Wie funktioniert das mit dem Fahrdienst zum I-Kindergarten?

Beitragvon kerstinm » 04.04.2005, 12:12

Hallo,

unsere behinderte Tochter wird nach den Sommerferien als I-Kind mit ihren beiden Drillingsschwestern einen I-Kindergarten in ca. 6 km Entfernung besuchen. Wir haben auf dem Anmeldebogen zur Integration in diesem Kindergarten schon mal die Frage, ob ein Fahrdienst gewünscht wird, angekreuzt.

Jetzt beschäftigen mich aber doch einige Fragen:

Wie funktioniert das mit dem Kindersitz? Muss der eigene immer umgebaut werden oder sind die Autos der Fahrdienste mit Kindersitzen ausgestattet? Unsere Tochter benötigt einen normalen Sitz der Gr. 1, da sie sehr klein ist.

Holt und bringt immer der gleiche Fahrer euer Kind? Gibt es geschultes Personal? Unsere Tochter ist Anfallskind und ich würde sie nur mit jemanden fahren lassen, der sie und ihre Geschichte kennt und im Notfall einen Anfall auch erkennen würde.

Wie sieht es aus mit Geschwisterkindern, die die gleiche Einrichtung besuchen? Werden diese mitgenommen? Es wäre ja albern, wenn ich mit den beiden Schwestern im Privat-PKW dem Fahrdienst hinterherfahren würde.

Für mich wäre es jedoch schon eine große Erleichterung, wenn ein Fahrdienst einen Weg abdecken würde. Außerdem rechne ich damit, dass insbesondere im Winterhalbjahr immer mindestens immer ein Kind krank ist und dann alle daheim bleiben müssten, da ich das eine Kind nicht alleine lassen kann, während ich die beiden anderen in den Kindergarten bringe.

Welche Erfahrungen habt ihr mit Fahrdiensten?

Grüße
Kerstin

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Beitragvon Diana W. » 04.04.2005, 13:52

Hallo Kerstin,

bei uns war es so, dass der Fahrdienst die Kindersitze stellte, entsprechend der unterschiedlichen Bedürfnisse der einzelnen Kinder. Wir haben damals Kai nur während der ersten Woche mitgeben müssten, dann hatte der Fahrdienst sich ein dementsprechendes Modell besorgt.
Wenn du dich mit deiner Frage nach entsprechender Qualifikation an den Fahrdienst wendest, wirst du vermutlich erstmal die Aussage bekommen, dass alle Fahrer entsprechend geschult wurden und auch mit Anfällen umgehen können. Praktisch ist es jedoch so, dass vielen Zivis, die nunmal schwerpunktmäßig zumindest bei uns die Busse fahren, haben nicht immer das richtige Gespür für die Situation. Nach entsprechenden Gesprächen mit der Fahrdienstleistung und im Zweifelsfall mit einer Bescheinigung des behandelnden Arztes haben wir es immer organisiert bekommen, das eine adäquate Versorgung insbesondere bei längeren Fahrtzeiten gewährleistet war. Vielfach ist es auch einfacher, die jeweiligen Fahrer entsprechend der Situation zu informieren, als es auf dem offiziellen Weg über die Fahrdienstleitung zu gehen. Viele Zivis sind nämlich sehr dankbar für ausführlichere Informationen, da ihre Einführung nämlich eher spärlich war und sie sich in mancher Situation überfordert fühlten.
Liebe Grüße, Diana

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Beitragvon Sabine » 04.04.2005, 13:59

Hallo Kerstin,

bei uns stellt auch das Taxi den Kindersitz, wobei dieser für unseren Riesen Jan-Paul bald zu klein wird. Unser Sohn wird von einer älteren Frau gefahren, eine andere fährt hinten als Begleitung mit. Auf dem Beifahrersitz fährt noch ein kleines Mädchen mit.
Jan-Paul ist ebenfalls Epileptiker - deshalb auch die Begleitperson. Es ist auch schon mal vorgekommen, dass er während der Fahrt eine leichte Krampfserie hatte. Es gibt dann aber nicht viel zu tun, außer vielleicht seine Händchen streicheln oder seine Wange berühren. Die kleinen Krämpfe sind meist nach ca. einer Minute oder noch schneller wieder vorbei. Die Gefahr eines großen Anfalls besteht bei Jan-Paul praktisch gar nicht.
Wie das bei "richtigen" Anfallskindern aussieht, weiß ich allerdings nicht. Vielleicht müsste in so einem Fall dann doch eine "geschulte Person" als Begleitperson mitfahren.
Wir haben übrigens immer dieselben Fahrerinnen, mit denen wir auch sehr zufrieden sind. Sie kümmern sich ganz toll um die Kinder und ich mag ihnen unseren Sohn bedenkenlos anvertrauen.

Lieben Gruß,
Sabine
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Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
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Beitragvon kerstinm » 04.04.2005, 14:16

Hallo,

vielen Dank für euren Rat.
Nein - zurzeit ist bei uns auch nicht mit großen Krampfanfällen zu rechnen. Es ist eher so, wie es Sabine bei Jan-Paul beschreibt. Ich denke auch es reicht, die Fahrer oder Begleitpersonen entsprechend zu informieren. Außerdem ist es ja keine große Entfernung.

Bei den Kindersitzen bin ich mal neugierig. Bei unseren Zwergen werden wahrscheinlich die Sitze der Gr. 1 bis zum Ende der Kindergartenzeit reichen. Von denen muss man allerdings erst mal 3 Exemplare in ein Auto bekommen ;-)
Ich hoffe, wir bekommen einen Fahrdienst, der auch bereit ist, die Geschwisterkinder mitzunehmen - sonst wäre es keine Entlastung für mich.

Grüße
Kerstin

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@Kerstin

Beitragvon SandraKohl » 04.04.2005, 15:43

Hallo Kerstin,

mir gehts jetzt ähnlich mit der Schule. Christian wird ja evtl. auch gefahren, aber wenn ich die beiden anderen eh fahren muß, dann brauch ich den Fahrdienst gar nicht. Erst wenn die beiden gesunden Kinder dann zur Schule laufen können (die Schule ist ca. 1 km weg). Leider habe ich da auch noch keine Infos...

Im Kindergarten hatten wir trotz I-Platz kein Anrecht auf Fahrdienst, aber da war es auch egal, die beiden anderen Kinder mussten ja auch hingebracht werden.

Übrigens war es bei uns keinesfalls so, das immer ein Kind zuhause war im Winter :D vielleicht habt ihr da ja auch Glück!!! Heftig war es eigentlich nur, als Jonas sich im Kiga mit Windpocken angesteckt hatte und dann natürlich seine Brüder angesteckt hat - so hatten wir 26 Tage Windpocken (und, wie immer hatte Christian es so heftig, das wir sogar beim Notarzt waren :roll: immer er!!!).

Also, euch viel Glück für die Kindergartenzeit. Gehst du dann wieder arbeiten? Ansonsten genieße die wenigen Stunden!!! So ein vormittag ist superschnell rum!

LG nach Bad Camberg

drillmama SAndra mit
Jonas, Christian, Samuel (5)

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Beitragvon Anke B. » 04.04.2005, 21:56

Hallo Kerstin,
hier ist es auch so, das der Sitz vom Busunternehmen gestellt wird. Es fährt immer dieselbe Fahrerin und außerdem ist noch ein Zivi mit an Bord. Es werden aber keine Geschwisterkinder befördert, was ich auch sehr schade finde. Denn wenn Pascal nächstes Jahr auch dort in den KiGa geht müssen wir trotzdem noch los um ihn hinzubringen. Selbst wenn ein Platz im Bus frei sein solte darf es nicht sein.

liebe Grüße von Anke
Nicole *01.06.01,Myelinisierungsstörung, fortschreitende Kleinhirnatrophie, geistig- und körperbehindert, Rumpfataxie, Skoliose unsere Vorstellung
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Beitragvon kerstinm » 05.04.2005, 10:51

Hallo Sandra,

na - da bin ich ja mal gespannt: Was habe ich von einem Fahrdienst, wenn ich mit den Geschwistern hinterherfahren muss. Dann hätte ich doch wenigstens gerne die Fahrkosten ersetzt ;-)

Wenn unsere Kinder in den Kindergarten kommen, werde ich auf nicht wieder sondern weniger arbeiten: Zur Zeit ist mein Mann in Elternzeit und ich arbeite voll. Nach dem 3. Geburtstag wird er dann wieder voll arbeiten und ich auf Teilzeit reduzieren. Das wird sicher eine Umstellung werden.

Nachdem fest stand, dass Katharina von intensiver KG nach Vojta profitieren kann und ich das Privileg sehr flexibler Arbeitszeiten habe, haben wir nachträglich die Elternzeit geteilt und ich bin für die 2. Hälfte wieder arbeiten gegangen. Leider fallen wir nicht unter die neue Elternzeitregelung, die uns bis zu 5 o. 6 Jahren Elternzeit ermöglicht hätte.

Unsere Töchter hatten dieses Jahr so heftig die Grippe, dass wir insgesamt fast 3 Monate lang immer mindestens ein krankes Kind hatten. Ich werde in diesem Herbst auf jeden Fall auf den Rat des Arztes hören und die Kinder wieder gegen Grippe impfen lassen.

Alles Gute und einen guten Schulstart.

Grüße
Kerstin


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