Private Krankenversicherung und Hilfsmittelkatalog

Für beihilfeberechtigte privat krankenversicherte Beamte gelten besondere Regeln. Fragen rund um diese Themen können hier besprochen werden.

Moderator: Moderatorengruppe

Benutzeravatar
Christoph
Moderator
Moderator
Beiträge: 3148
Registriert: 29.06.2004, 14:29
Wohnort: Frechen

Beitragvon Christoph » 04.04.2005, 13:25

Hallo Thomas,

wer suchet, der wird hoffentlich fündig, denn mein Sachstand lautet, dass Kinder beim höheren Einkommen zu versichern sind, und das bin nun mal ich, der dummerweise privat versichert ist.

liebe Grüße

Christoph
Jonas, 28.04.2002 - 29.11.2006, David, 12.05.2004 und Mia, 12.09.2007

Petra
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 198
Registriert: 21.10.2004, 12:51
Wohnort: Berlin (Umland)

Beitragvon Petra » 04.04.2005, 13:46

Hallihallo,

jetzt muß ich auch mal eine kurze Frage stellen....in dem Bescheid über die Feststellung der Behinderung von Simeon steht, dass u.U. ..."die Möglichkeit besteht, in die gesetzliche Krankenversicherung zu wechseln...und zwar innerhalb der 3 Monate nach Bekanntgabe dieses Bescheides..." :roll:

von uns ist ber keiner in der gesetzlichen KV....gibt es da gewisse (Einkommens-) oder sonstige Grenzen oder kann jeder wechseln? :?: Wer hat nähere Infos... und wäre ich in der gesetzl. KV besser "aufgehoben?" zumal ich noch gar nicht weiß, was uns künftig erwartet, denn wir haben noch keine (eindeutige) Diagnose....

Liebe Grüße, Petra :o
Mama Petra ;Simeon (*06/03) u.a. angeborener Hirnschaden;musk. Hypotonie,Entwicklungsverzögerung,Wahrnehmungsstörungen;kaum Sprache aber von uns allen geliebt
sein Bruder Samuel (*05/99;gesund) und Papa
Unsere Vorstellung? -> hier klicken
REHAkids - Das Forum für besondere Kinder

Benutzeravatar
Christoph
Moderator
Moderator
Beiträge: 3148
Registriert: 29.06.2004, 14:29
Wohnort: Frechen

Beitragvon Christoph » 04.04.2005, 15:04

Hallo Thomas,

ein Wechsel in die GKV setzt voraus, dass ich meine Selbständigkeit aufgebe, d.h. ein versicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis eingehe und unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze verdiene - ob das eine Alternative ist? Und auch dieser Weg ist nur bis zum 55. Lebensjahr gangbar, danach gilt: ein Wechsel in die PKV ist ausgeschlossen.

Also alles eher dämlich für den Moment und ein Wechsel von einer PKV zu einer anderen kommt ja mit unseren Kindern auch nicht mehr in Frage. Da sind wir ganz schön beschissen dran.

liebe Grüße

Christoph
Jonas, 28.04.2002 - 29.11.2006, David, 12.05.2004 und Mia, 12.09.2007

Benutzeravatar
Thomas
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 6934
Registriert: 20.03.2004, 16:00
Wohnort: Menden-Lendringsen
Kontaktdaten:

Beitragvon Thomas » 04.04.2005, 17:44

Hab's gefunden.
Es ging dabei gar nicht spez. um Kinder...
Freiwilliger Wechsel in eine gesetzliche Kasse.
SG Münster, S3KR76/01. Schwerbehinderte können auch dann von einer privaten in eine gesetzliche Krankenkasse wechseln, wenn sie selbst noch nicht in einer gesetzlichen Kasse versichert waren. Voraussetzung ist, dass ein Elternteil, der Ehegatte oder Lebenspartner in den vorangegangenen 5 Jahren vor Eintritt der Schwerbehinderung mindestens 3 Jahre lang gesetzlich versichert war.
Hier gibt's das Urteil:
http://www.sozialgerichtsbarkeit.de/esg ... sensitive=


Schönen Gruß
Thomas
Unsere Vorstellung? -> hier klicken
Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
REHAkids - Das Forum für besondere Kinder

Benutzeravatar
Thomas
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 6934
Registriert: 20.03.2004, 16:00
Wohnort: Menden-Lendringsen
Kontaktdaten:

Beitragvon Thomas » 04.04.2005, 18:08

Oh, vergiss es.

Aus der Urteilsbegründung entnehme ich:
Gemäß § 9 Abs. 2 Nr. 4 ist der Beitritt der Krankenkasse innerhalb von drei Monaten nach Feststellung der Behinderung anzuzeigen.
:?

Schönen Gruß
Thomas
Unsere Vorstellung? -> hier klicken
Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
REHAkids - Das Forum für besondere Kinder

angela
Moderator
Moderator
Beiträge: 20084
Registriert: 22.12.2004, 07:45

Beitragvon angela » 04.04.2005, 19:31

Hallo Christoph,

jetzt muß ich noch mal nachhaken. Du kannst doch aber als Selbständiger dich freiwillig in der GKV versichern lassen. Mein Mann, auch selbständig, ist freiwilliges Mitglied und von einer GKV zu meiner GKV ohne Brimborium gewechselt.
Die Kinder waren die ganze Zeit bei mir versichert, irgendwie fiel es nie auf das er der besserverdienende ist... :wink:

Oder sehe ich das jetzt alles falsch...

Liebe ratlose Grüße - Angela
unsere Vorstellung: hier
Angela mit Eric (*93) und Franz (*98);
beide Dravet-Syndrom

Benutzeravatar
Thomas
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 6934
Registriert: 20.03.2004, 16:00
Wohnort: Menden-Lendringsen
Kontaktdaten:

Beitragvon Thomas » 04.04.2005, 21:12

Hallo angela,

dein Mann war aber nie privat Versichert, oder?! Selbstverständlich kann man freiwillig in der gesetzlichen KK bleiben, auch wenn man selbständig ist oder über der Einkommensgrenze liegt.
Aber wenn man einmal in einer PKV ist, kann man nicht wieder zurück in die Gesetzliche. (Ausnahmen bestätigen die Regel)

Schönen Gruß
Thomas
Unsere Vorstellung? -> hier klicken
Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
REHAkids - Das Forum für besondere Kinder

Susekie
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 98
Registriert: 04.12.2004, 12:25
Wohnort: Hohenhameln

Beitragvon Susekie » 05.04.2005, 00:26

Hallo Zusammen!

Das Urteil hatte ich auch im Hinterkopf, aber weiterer Kommentar erübrigt sich ja, denn ich habe eben erst alles gelesen, was seit meinem Posting gestern dazu gekommen ist und als erstes gedacht "da gibt es doch sowas wie zeitliche Fristen"...tja, blöd gelaufen bei uns!

1. weiß ich ehrlich gesagt nicht, ob bei unserem Bescheid damals dieses Sprüchlein drunterstand, aber
2. selbst wenn, haben wir es ignoriert, weil wir uns zu dem Zeitpunkt, als Tobias noch kein oder gerade ein Jahr alt war, keine Gedanken gemacht haben, irgendwelche Hilfsmittel nicht bezahlt zu bekommen! (Mein Mann hat immer schön damit "geprahlt", was für einen "super" Tarif er hat - und hat wohl die Aufzählung als "beispielhaft" interpretiert! ;-) )

Als Tobi gerade geboren war bzw. eigentlich schon im Vorfeld - ohne natürlich zu wissen, was uns erwartet - haben wir hin- und her überlegt...wir hätten ihn durchaus in meiner GKV versichern können, aber nur wie ein "freiwilliges Mitglied", also brav als eigenständiger Beitragszahler! Nix Familienversicherung!!! Da schon 1996/1997 fleißig an Kassenleistungen herumgestrichen wurde und die private zudem vom monatlichen Betrag her günstiger war, haben wir uns für die private entschieden. Etwas "erleichtert" (bzw. heute muß man sagen "leichtsinnig") hat uns die Entscheidung nach Tobis Geburt die Tatsache, daß er beatmet auf der Intensivstation lag und man suchte, was da nicht richtig funktionierte - es hätte ja etwas organisches sein können, das man vielleicht hätte z. B. in Amerika operieren lassen können...und da waren wir uns sicher, sei die Private goldrichtig...tja, aber so war es dann ja nicht! Und der "tolle" Vertreter hat auch keinerlei Warnungen ausgesprochen, obwohl er ja von der Beatmungssituation und der Ratlosigkeit der Ärzte wußte!
Leider hat uns später nicht einmal der Arzt im SPZ auf diese Wechselmöglichkeit - und spätere Probleme bei der Hilfsmittelbeschaffung - aufmerksam gemacht! :-( Dankeschön auch...der hat sich wahrscheinlich auch nur über einen Privatpatienten mehr gefreut! Besonders "nett", daß im SPZ keine "bevorzugte" Behandlung, die bei Tobias schon klasse gewesen wäre, stattfand, sondern wir hübsch lange ausharren mußten... *nerv*

Achja...wegen Pflegebett:

Das ist doch eindeutig eine Leistung der Pflegeversicherung - und auch bei der privaten Krankenversicherung muß parallel eine Pflegeversicherung, ggf. zu "gesetzlichen Bedingungen" bestehen!!! Wir haben unser Bett jedenfalls über die PPV erhalten, zwar nicht so, wie wir wollten, weil man selbstverständlich nur "standard" zahlen "könne", aber nun gut, wir kommen klar und wir konnten nicht noch ein Jahr Streit vergehen lassen, weil Tobi seinem "Babybett" (stinknormal ohne jede Verstellmöglichkeit) einfach entwachsen war).
Die Ablehnung bezog sich damals auf den Motorrahmen: wir wollten einen Motorrahmen, der zusätzlich noch eine "Schocklage" "kann", damit man ihn im Infektfall - wie im Krankenhaus - im ganzen etwas schräg (aber mit Kopf nach oben! *g*) lagern kann...Kommentar PPV: "pflegerisch nicht notwendig"! Hat Gutachter so festgestellt.... wenn es nicht zu blöd wäre, müßte man dann sofort bei einem Infekt ins Krankenhaus - aber wer tut sich das (erst recht bei beatmeten Kind) schon freiwillig und ggf. auch noch im Winter (und damit "extreme Keimzeit") an!?

Dafür hat der letzte 3 1/2 tägige (!!!!!) stationäre Krankenhausaufenthalt auch nur mehr als 9.000,00 EUR gekostet! *g* schade, das geld hätte ich ja gern selbst kassiert....ähm...bezahlt wurde freilich nicht ohne Weigerung und Protest, aber nach mehrfacher "Belehrung" durchs KH wurde dann doch alles so ausgeglichen, wie das KH es wollte!

Ja, ja...die liebe Versicherung...die hat es auch wirklich schwer mit uns bzw. mit unserem Sohn....Kostenfaktor - extrem - vom ersten Lebenstag an...und ich dachte immer, man würde es dort relativ locker betrachten, weil ein "Einzelfall" und immer das Risiko JEDER Art von Versicherung...

Lieben Gruß - und sorry, falls ich jetzt irgendwelchen Quatsch geschrieben hab, bin noch nicht so recht grippe-virus-frei, hoffe aber, daß es weiterhin bergauf geht...

Suse
Suse mit Tobias (*1997; Zentronukleäre Myopathie, dauerbeatmetes Sondenkind, E-Rollifahrer - hübscher Schelm mit ziemlichem Dickkopf) und Marlene (*2000; süße Zicke)-> Mehr über uns!

Kathleen
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 793
Registriert: 06.09.2004, 20:53
Wohnort: Sachsen

Beitragvon Kathleen » 05.04.2005, 07:55

Hallo ,
jetzt muss ich mich auch noch mal einmischen. Unser Sohn ist derzeit über mich in der gesetzlichen KV. Wenn der Papa (wenn wir heiraten sollten :wink: ) jetzt aber aufgrund seines Einkommens in die Private wechselt, muss dann nicht Anakin beim höherverdienenden versichert werden ? Ich weiß das mein Freund lange Zeit über seinen Vater familienversichert in der GKV war und als die aber nach Jahren feststellten, das die Mutter ja viel mehr verdient und privat versichert ist, musste er wechseln. Momentan ist er auch privat versichert aber da wir ja nicht verheiratet sind, denke ich das es schon richtig ist das Ani über mich familienversichert ist. Hm, war das jetzt zu durcheinander ? Mich interessiert nur, dass wenn wir heiraten, Anakin dann beim Papa versichert werden muss, oder ob er bei mir bleiben kann (ich habe dann das geringere Einkommen). Da müssen wir uns das mit der Hochzeit nochmal überlegen :lol:
Vielen Dank!
Kathleen
Mama von A. 05/04, ICP nach Mediainfarkt links, Epilepsie,Hemiparese rechts und J. 5/07

angela
Moderator
Moderator
Beiträge: 20084
Registriert: 22.12.2004, 07:45

Beitragvon angela » 05.04.2005, 08:44

Hallo Thomas,

hast recht, mein Mann war nie in der PKV sondern immer gesetzlich...

Wozu brauchen wir soviele Krankenversicherungen, eine müßte doch reichen...


@Kathleen,
theoretisch müßte Anakin zu Deinem Mann dann wechseln. Ich kenne aber einige Bekannte, die selbst in der GKV sind und erst mit Kind geheiratet haben. Der Mann von denen war auch immer PKV und die Kinder sind nach wie vor über die Mutter versichert...
Obwohl das dann bestimmt nicht der Regelfall ist. Keine Ahnung.

Liebe Grüße - Angela

P.S. Kathleen, heiraten ist so toll - mach es trotzdem, bist viellleicht die erste REHAkids-Braut :D .
unsere Vorstellung: hier
Angela mit Eric (*93) und Franz (*98);
beide Dravet-Syndrom


Zurück zu „Rechtliches - Beihilfe (Private Krankenversicherung)“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast