Fahrtkostenerstattung Physiotherapie

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Andrea
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Fahrkosten

Beitrag von Andrea »

Halo zusammen,

wir bekommen auch schon über Jahre alle Fahrkosten zu Therapien Ärzten und Krankenhäusern von der KK in unserem Fall AOK Sachsen Anhalt zurück.
Allerdings iste es bei uns seit der gesundheitsreform von 2004 so, dass die AOK nur die Fahrkosten bezahlt wenn Pflegestufe 2 oder 3 und Merkzeichen G oder aG.
Auch müssen wir im Vorfeld eine Genehmigung haben, dass wir mit privat PKW fahren.Haben wir das nicht getan und wir reichen die Fahrten ein gibt es kein Geld. Ich beantrage aber anfang des Jahres immer für dasgesamte JAhr
Bei der AOK Sachsen Anhalt ist es so das man eine Bescheinigung bekommt da muss Ort, Datum, Entfernung und Unterschrift und Stempel vom Arzt drauf.
Haben wir eine KG Rezept voll schreibt der Therapeut genau die gleichen Daten drauf wie auf dem Rezept( Rückseite wo man auch Unterschreiben muss) und für jedes Datum muss eine Unterschrift. Aslo zehn mal KG zehn Unterschriften fehlt eine Unterschrift gibt es für diese Fahrt keine Geld.
Ja so gemein ist die AOK, wenn die physiotherapie oder andere Therapueten das Rezept abrechnet sehen die ja sowieso wann wir da waren da müsste das mit den Unterschriften und den genauen Terminen gar nicht sein aber als ob man noch nicht genung um die Ohren hat. In meinen Augen nur Schikane.
Auch berechnen die uns nicht die genauen Kilometer die haben einen Routenplaner und was der sagt stimmt egal wieviel ich auf meine Bescheinigung geschrieben habe.
Einen Eigenteil müssen wir auch zahlen aber sobald unsere Belastungsgrenze für Zuzahlungen bei einem 1% und einem Verdiener in der Familie ist das schnell erreicht ist bekommen wir das ganze Geld zurück.

LG Andrea

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Marion+Sara
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Beitrag von Marion+Sara »

Hallo an alle,

Ich bin grad am überlegen,wie daß denn bei uns laufen würde.Ich fahre mit Sara 1X in der Woche zur Therapie und 4X die Woche zur Schule.Sara fängt in Absprache mit der Schule erst später an,und kann somit auch nicht vom Fahrdienst mitgenommen werden.Ein Einzelbeförderungsantrag wurde zwar gestellt,aber solange ich nicht begründen kann,warum ich daß nicht übernehmen kann,gibt es auch keine Einzelbeförderung.Nur,wie will man das beweisen?Meinen Job musste ich aufgeben,da ich Sara zur Schule bringen muss.
Also ohne Job keine Einzelbeförderung,ohne Einzelbeförderung kein Job.Daß geht nun schon 1 Jahr so,und alles auf meine Kosten.Hab ich auch eine Möglichkeit zur Kostenerstattung? Wenn ja wo müsste ich die beantragen.Es geht immerhin um 14 km einfache Strecke.Daß 5X die Woche macht sich auf Dauer durchaus bemerkbar.
Würde mich freuen,wenn mir jemand die Frage beantworten könnte.

Danke LG Marion
Marion40+Sara 18,28ssw frühkindlicher Autismus mittelgradige kognitive Behinderung und Jannis 19 denkt er kann die Welt erobern

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MichaelK
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Beitrag von MichaelK »

hallo Zusammen,

da nach der gesetzlichen Grundlage gefragt wurde, möchte ich die euch hier liefern, steht zwar irgendwo schon mal, aber doppelt hilft besser:

http://www.g-ba.de/downloads/36-232-25/ ... -12-21.pdf

LG Michael
Michael für den Liebling der Familie: Lars, geb 04/03 Lumbale Spina bifida mit HC (v-p-Ableitung), Arnold-Chiari-Malformation Typ 2
"Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter oder nach der Größe unserer Autos zu bestimmen als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft und dem Maß unserer Menschlichkeit."
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Dirk K
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Beitrag von Dirk K »

Wie sieht sowas denn in der PKV und bei derf Beihilfe aus?

LG
Dirk
Papa von den 09/01 geb. Zwillingen Rebecca, gesund, und Nadja, ehem. eutrop. Frühgeb., blind, periventrikuläre noduläre Heterotopie, Hydrocephalus mit Shunt versorgt, Balkenagenesie, Kleinhirndisplasie, unterschiedlich schwere Epilepsie, geistig und motorisch retardiert, nach Unfall 2005 posttraumatischer ADH-Mangel und Diabetes Insipidus

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Doreen mit Friederike
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Beitrag von Doreen mit Friederike »

Diejenigen, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln die Therapie erreichen und auch durch das H eine Freifahrt haben, bekommen extra noch Kilometergeld?

Ich dachte immer, dafür benutzt man die "Freifahrt" doch, oder sehe ich das falsch?

LG
Doreen
Charlotte, 16.08.2000, ehem. Frühchen 31.SSW und Friederike, 15.07.2004. extrem. Frühgeb. in der 24.SSW (720g., 33 cm), nach Hirnmittellinienzyste HC, shuntversorgt , entwicklungsverz., sehbehindert, Minderwuchs, Balkenagenesie
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MichaelK
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Beitrag von MichaelK »

Hallo Doreen,

die Auswahl des Beförderungsmittels ergibt sich aus dem § 4 Auswahl des Beförderungsmittels:

"Maßgeblich für die Auswahl des Beförderungsmittels gemäß der §§ 5 bis 7 ist
ausschließlich die zwingende medizinische Notwendigkeit im Einzelfall unter
Beachtung des Wirtschaftlichkeitsgebots. Für die Auswahlentscheidung ist deshalb
insbesondere der aktuelle Gesundheitszustand des Versicherten und seine
Gehfähigkeit zu berücksichtigen."

Für den Fall, dass öffentliche Verkehrsmittel zumutbar genutzt werden können und eine entsprechende Befreiung durch die Nachteilsausgleiche im SBA vorliegt, gibt es natürlich keinen Grund für eine Erstattung durch die KK.

LG Michael
Michael für den Liebling der Familie: Lars, geb 04/03 Lumbale Spina bifida mit HC (v-p-Ableitung), Arnold-Chiari-Malformation Typ 2
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Isigirl
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Beitrag von Isigirl »

Hi,

ohne dass ich jetzt im Gesetz nachgeschaut habe:

Wieviel bekommt ihr pro Kilometer?? Ich habe heute den Bescheid bekommen in dem steht, dass ich pro einfach Fahrt (12 km) 2,40 Euro (=0,20 Euro je km) bekomme... Aufgrund des Eigenanteils von 5,00 Euro kann mir aber nichts erstattet werden, sondern es zählt als Nachweis über Zuzahlungen am Jahresende bei meiner Belastungsgrenze...
Liebe Grüße Kerstin :D
* 1985 spastische Tetraparese und Autistin
Rollifahrerin und von Beruf Justizfachwirtin
Trainerin von inklusiven Rollisportgruppen
selbständige Tier- und Reittherapeutin

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MichaelK
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Beitrag von MichaelK »

Hallo Kerstin,

das ist sachlich richtig.

LG Michael
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Beitrag von Isigirl »

Hi,

noch eine Frage:

Wie handhabt ihr das, wenn zwei Termine an einem Tag sind und ihr nicht jeden Termin vom Wohnort aus antritt?? Werden dort dann nur die anteiligen km berechnet, da ja beim zweiten Termin nicht mehr die vollen km vom Wohnort anfallen...

Bräuchte dringend eine Antwort wenn möglich mit Gesetzestext... danke...
Liebe Grüße Kerstin :D
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Beitrag von MichaelK »

Hallo Kerstin,

der jeweilige Aufenthaltsort des Versicherten ist der Ausgangspunkt. Diese Regelung findet sich im § 3 der Krankentransport- Richtlinie.

Hab grade gemerkt, dass der GBA seine Dokumente neu geordnet hat und der obige Link nicht mehr funktioniert. Hier der neue Link:
http://www.g-ba.de/downloads/62-492-74/ ... -12-21.pdf

LG Michael
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